{"id":4440,"date":"2017-06-24T00:57:23","date_gmt":"2017-06-23T22:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4440"},"modified":"2017-06-27T23:50:50","modified_gmt":"2017-06-27T21:50:50","slug":"berlin-24-06-2017-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2017\/06\/24\/berlin-24-06-2017-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 24.06.2017] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>und um dem terminkalender noch den monatlichen pflichtbesuch sowie dem wachsenden stapel an ausstehenden nachbetrachtungen ein weiteres st\u00fcck hinzuzuf\u00fcgen, kommt hier noch das angebot, das ich im juni wirklich mit am ansprechendsten fand. erstaunlicherweise gilt das jedoch f\u00fcr die panorama bar, unten im berghain sind bis auf dvs1, setaoc mass, norman nodge und dustin zahn alles unbeschriebene bl\u00e4tter. das k\u00f6nnen aber ganz gute voraussetzungen f\u00fcr \u00fcberraschungen sein.<br \/>\neinfinden werde ich mich jedoch zu beginn von kink und dann bis zu herrn janson bleiben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00 kitkatone<br \/>\n04h00 boston 168 <em>live<\/em><br \/>\n05h00 dustin zahn<br \/>\n09h00 insolate<br \/>\n13h00 amotik<br \/>\n17h00 setaoc mass<br \/>\n21h00 dvs1<br \/>\n01h00 norman nodge<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00 soundstream<br \/>\n04h00 massimiliano pagliara<br \/>\n08h00 kink <em>live<\/em><br \/>\n10h00 sven weisemann<br \/>\n14h00 nd_baumecker<br \/>\n18h00 gerd janson<br \/>\n22h00 l.b. dub corp<br \/>\n02h00 ryan elliott <em>b2b<\/em> evan baggs<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n16 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nes scheint bei mir wohl echt in der natur der sache zu liegen, dass mit so die besten besuche dann geschehen, wenn sich bei mir ein allgemeiner musikalischer verdruss eingestellt hat und ich die erwartungen an sets daher ungef\u00e4hr so weit herunterschraube, dass ich bitte nicht eine stunde lang mit dem ewig gleichen stil gelangweilt werden m\u00f6chte und in den darauf folgenden vier stunden gef\u00fchlt das gleiche erlebe.<\/p>\n<p>es wurde dann tats\u00e4chlich l\u00e4nger: 7h45 bis 23h15, wobei die letzten vier stunden in der \u00fcblichen sonntagsf\u00fclle stattfanden, die ich mir dieses mal als zaungast angeschaut habe. erstaunlicherweise war oben in der panorama bar auf der galerie am balkon immer irgendwie platz und im berghain bei der dj-ecke. wie bereits im voraus anvisiert, waren die oberen gefilde f\u00fcr mich dieses mal der passendere hafen und die ausfl\u00fcge nach unten jeweils eher kurz. aber auch wenn ich mich dort aufhielt, war es zumindest nicht schlecht. einzig setaoc mass bediente f\u00fcr meinen eindruck ziemlich das berghain-techno-klischee, aber dustin zahn war in der fr\u00fche bereits mit einigen detroitigen chords unterwegs, insolate trocken, geradeaus und mit &#8222;no limit&#8220; von 2 unlimited zum schluss auch polarisierend, wobei das in dem augenblick stimmungstechnisch erstaunlich entkrampfend wirkte. war zudem wesentlich besser verpackt als der \u00fcbergang mit der brechstange zu &#8222;rhythm is a dancer&#8220; von tijana t letztes jahr.<br \/>\namotik und tats\u00e4chlich auch dvs1 ziemlich melodisch. letzterer bedient sich zwar gerne bei tracks der trippigen sorte, die ich auf der hardwax-website immer durchskippe, aber der mangel an dynamik, den ich bei seinem spannungsaufbau in den letzten jahren so oft bem\u00e4ngelt habe, hat sich ganz stark verbessert.<\/p>\n<p>verbessert ist auch die situation in der s\u00e4ule, wobei das nach dem \u00fcberaus positiven ersteindruck jammern auf hohem niveau ist. als erstes war das licht auf den toiletten nachmittags nicht mehr so grell. noch viel wichtiger: es gibt am rande der tanzfl\u00e4che sowie oben auf der galerie mehr pritschen. ist zwar immer noch so, dass man als p\u00e4rchen welcher orientierung auch immer etwas freiz\u00fcgig sein muss, die holzbank ist dort immer noch nicht wirklich bequem (k\u00f6nnte an sich eine etage tiefer) und der slalomgang will oben auch erstmal absolviert werden. aber sonst war ich sonntagabend sehr erstaunt, wie der floor als r\u00fcckzugsraum angenommen wird. leider sieht der garderobenbereich links vom eingang, der einst die plattencover beherbergte, immer noch trostlos aus.<\/p>\n<p>oben in der panorama bar hatte kink kein schweres los, die leute auf seine seite zu ziehen. auch wenn er es durch sein set nicht geschafft hat, dass ich mir seine sachen blind kaufen m\u00f6chte und er auch keine gro\u00dfen musikalischen wagnisse einging, muss man neidlos anerkennen: der mann beherrscht seinen technischen fuhrpark und bringt so viel grundwissen mit, dass er mit harmonien improvisieren kann. noch dazu zweifelt man keine sekunde daran, dass er richtigen spa\u00df an seinem job hat. das alles in kombination mit den bekannten durch breaks konstruierten spannungsaufbau- und durch bass folgende erl\u00f6sungsmomente machte mir bewusst, dass das mit dem spa\u00df haben so einfach gehen kann, wenn man diese momente auch als das nimmt was sie sind: aus gutem grund etablierte standards.<br \/>\nsven weisemann sparte nicht an vocals und hits: &#8222;i can&#8217;t kick this feeling when it hits&#8220; von moodymann, &#8222;let me show you love&#8220; von romanthony, aber auch &#8222;phylyps trak 2&#8220;, &#8222;loop&#8220; von fuse vs lfo und pop in form von &#8222;thriller&#8220; und &#8222;sweet dreams&#8220;. damit machte er das beste aus dem tendenziell eher schwierigen slot, w\u00e4hrend dem sich das publikum auch gerne mal austauscht und es zu l\u00fccken auf der tanzfl\u00e4che kommen kann.<br \/>\nnd_baumecker schaltete danach gleich gef\u00fchlt zwei g\u00e4nge zur\u00fcck und spielte f\u00fcr connaisseure. das m\u00f6gen manche nach dem vorherigen feuerwerk durchaus als vollbremsung empfunden haben, aber da man sich wie bei ihm \u00fcblich um stil\u00fcbergreifend fein kuratierte tracks keine sorgen machen musste, war das zum konzentrierten zuh\u00f6ren beim tanzen das richtige, anstatt dem vorg\u00e4ngerset auf teufel komm raus noch einen draufzusetzen. genug zeit f\u00fcr das zur\u00fcckholen der stimmung auf das vorherige niveau bleibt in vier stunden ja eh, und das wusste er insbesondere zum schluss hin auch umzusetzen.<br \/>\ngerd janson fand ich (da ist wieder das meckern auf hohem niveau) bei meinem letzten besuch zwingender, machte seinem status als resident wie sein vorg\u00e4nger jedoch alle ehre. einzig luke slater als l.b. dub corp empfand ich als zu trocken f\u00fcr mich. ich meine, die &#8222;mandu&#8220; von losoul erkannt zu haben, aber f\u00fcr die gute halbe stunde, die ich ihn geh\u00f6rt habe, erhoffte ich mir etwas weniger austauschbare tracks. andererseits fiel so der aufbruch nicht schwer.<\/p>\n<p>war also tats\u00e4chlich einer der sonntage, in denen das schlechte gewissen pause hatte, weil ich in puncto eines potentiellen sommertages nicht viel verpasst h\u00e4tte. stattdessen gab es gute bis sehr gute musikalische unterhaltung: oben mit gr\u00f6\u00dferer vielfalt innerhalb der einzelnen sets, unten von set zu set unterschiedlich und innerhalb der einzelnen sets mit nuancen &#8211; eine revolution fand nicht statt, aber es ist dem spa\u00df (wie eingangs erw\u00e4hnt) auch nicht unbedingt f\u00f6rderlich, wenn man diese erwartet. addiert man noch ein echt gut gelauntes publikum, kommt eine der klubn\u00e4chte dabei raus, die ich durchaus als beispiel heranziehen kann, weshalb der club immer noch seinesgleichen sucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und um dem terminkalender noch den monatlichen pflichtbesuch sowie dem wachsenden stapel an ausstehenden nachbetrachtungen ein weiteres st\u00fcck hinzuzuf\u00fcgen, kommt hier noch das angebot, das ich im juni wirklich mit am ansprechendsten fand. erstaunlicherweise gilt das jedoch f\u00fcr die panorama bar, unten im berghain sind bis auf dvs1, setaoc mass, norman nodge und dustin zahn&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[29,181,154,180,106,104,182],"class_list":["post-4440","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-berghain","tag-dvs1","tag-gerd-janson","tag-kink","tag-luke-slater","tag-nd_baumecker","tag-sven-weisemann"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4440"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4449,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4440\/revisions\/4449"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}