{"id":4574,"date":"2017-11-03T01:11:50","date_gmt":"2017-11-03T00:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4574"},"modified":"2020-01-25T23:42:59","modified_gmt":"2020-01-25T22:42:59","slug":"vancouver-02-11-2017-sfu-goldcorp-centre-for-the-arts-agnete-and-the-merman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2017\/11\/03\/vancouver-02-11-2017-sfu-goldcorp-centre-for-the-arts-agnete-and-the-merman\/","title":{"rendered":"[vancouver \/ 02.11.2017] sfu goldcorp centre for the arts: agnete and the merman"},"content":{"rendered":"<p>vor fast genau sieben monaten gab es hier ein posting zu einer crowdfunding-kampagne, die herrn vogel die verwirklichung seiner audioinstallation &#8222;the ballad of agnete and the the merman&#8220; in arhus erm\u00f6glichen sollte. es hat sich leider nicht ergeben, dort direkt vorbeizuschauen, aber wie es der zufall so m\u00f6chte, wird die dazugeh\u00f6rige dokumentation vom kanadischen duo &#8222;the automatic message&#8220; heute abend in vancouver gezeigt. im anschluss gibt es ein q&amp;a mit den beiden und herrn vogel selbst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.renderfestival.com\/agnete-the-merman\/2017\/10\/23\/agnete-the-merman\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">agnete &amp; the merman<\/a><br \/>\nsfu goldcorp centre for the arts \/\u00a0djavad mowafaghian cinema<br \/>\n149 west hastings street<\/p>\n<p>\u00f6ffnung der tore: 19:30 uhr<br \/>\nfilm: 20 uhr<br \/>\nq&amp;a: 21:15 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n10 kanadische dollar<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nschon ein ungew\u00f6hnliches setting, wobei man sich angesichts des akademischen hintergrundes von herrn vogel auch nicht zu wundern braucht, weshalb der film gerade im universit\u00e4ren kontext gezeigt wird. es ist trotzdem ungew\u00f6hnlich, jemanden in so einem kleineren, intimeren rahmen zu sehen, der im tresor park einige hundert t\u00e4nzer*innen vor sich hatte und der wahrscheinlich nicht nur f\u00fcr mich wegen des umkrempelns von techno-h\u00f6rgewohnheiten ab mitte der 1990er so eine art s\u00e4ulenheiliger ist.<\/p>\n<p>film und musik spielten f\u00fcr mich sehr gut zusammen, das akustische resultat kann man mittlerweile (wahrscheinlich ein resultat der fragerunde dieses abends) bei bandcamp kaufen. da blitzen auch kurzzeitig seine jahre auf der tanzfl\u00e4che auf, aber wer ihn nur so kennt, wird sich auf sounddesign und ambient einstellen m\u00fcssen &#8211; jedenfalls geht mir das so. einfach zu konsumieren war seine musik nie, aber mit seiner zus\u00e4tzlichen konzentration auf soundtracks und performances hat er ein neues tor aufgesto\u00dfen, durch das ihm viele von fr\u00fcher wohl nicht folgen werden.<br \/>\ndas ist aber auch ok so. er f\u00fchrt damit schlie\u00dflich den ungebrochenen forschungsdrang und das ausloten von grenzen (wahrscheinlich inklusive seiner eigenen) fort, anstelle der gefahr zu unterliegen, sich selbst zu zitieren. die vielzitierte k\u00fcnstlerische weiterentwicklung also, und da ist dieser performance-kontext nichts, was ihm ein paar nummern zu gro\u00df w\u00e4re. vielmehr habe ich den eindruck, dass er sowas als freidenker braucht.<\/p>\n<p>die fragerunde war im anschluss auch voll des lobes, also nicht nur f\u00fcr das sounddesign, sondern auch f\u00fcr das editing des videos. es konnten sich einige im publikum ein schmunzeln nicht verkneifen, als cristian von seiner vergangenheit als techno-produzent erz\u00e4hlte, weil er dachte, das in diesem akademischen rahmen erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen. das tat er aber so augenzwinkernd, weil er wohl insgeheim wusste, dass so manche der anwesenden seine alten sachen sehr wohl kannten. diese feine britische ironie durchzog auch den rest des verbalen teils, und alleine deswegen hatte es sich schon gelohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vor fast genau sieben monaten gab es hier ein posting zu einer crowdfunding-kampagne, die herrn vogel die verwirklichung seiner audioinstallation &#8222;the ballad of agnete and the the merman&#8220; 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