{"id":4588,"date":"2017-11-23T22:24:42","date_gmt":"2017-11-23T21:24:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4588"},"modified":"2018-04-09T17:01:38","modified_gmt":"2018-04-09T15:01:38","slug":"berlin-24-11-2017-saeule-leisure-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2017\/11\/23\/berlin-24-11-2017-saeule-leisure-system\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 24.11.2017| s\u00e4ule: leisure system"},"content":{"rendered":"<p>die angek\u00fcndigte nummer drei innerhalb von zwei wochenenden. barker live gab es zum letzten mal vor acht jahren, lanark artefax h\u00f6rte sich auf den ver\u00f6ffentlichungen zumindest interessant an und von skee mask ist eh bekannt, dass er mein musikliebhaberherz im sturm erobert hat. zudem m\u00f6chte ich endlich mal die s\u00e4ule als club kennenlernen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=4589\" rel=\"attachment wp-att-4589\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4589\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2017\/11\/leisuresystem20171124.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"1696\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2017\/11\/leisuresystem20171124.jpg 1200w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2017\/11\/leisuresystem20171124-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2017\/11\/leisuresystem20171124-768x1085.jpg 768w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2017\/11\/leisuresystem20171124-725x1024.jpg 725w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">ablauf<\/span><br \/>\n00h00 beckett<br \/>\n02h00 lanark artefax <em>live<\/em><br \/>\n03h00 peder mannerfelt<br \/>\n05h00 barker <em>live<\/em><br \/>\n06h00 skee mask<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n12 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>schade, wieder einmal beckett verpasst. gab gegen 2 uhr eine kleine schlange mit der \u00fcblichen t\u00fcrpsychologie und dazu einer hohen quote an leuten, die weggeschickt worden sind. der &#8222;haupteingang&#8220; ist es \u00fcbrigens nicht, sondern die t\u00fcr links daneben, die auch vor jahren bei anderen klubn\u00e4chten schon als entlastung diente (k\u00f6nnte man die nicht dauerhaft als t\u00fcr f\u00fcr stempel- und\/oder listenplatzinhaber \u00f6ffnen?).<\/p>\n<p>drinnen habe ich dann auch den sinn hinter den glast\u00fcren zur eigentlichen garderobe endlich begriffen: die sind geschlossen, wenn nur die s\u00e4ule ge\u00f6ffnet hat. der floor selbst wirkt mit richtig inszeniertem licht und tanzenden leuten sehr schlauch- bzw. h\u00f6hlenartig. wenn nebel und blitze im einsatz sind (ja, es h\u00e4ngt ein richtiger strobo an der decke), ist das definitiv eine sch\u00f6n komprimierte angelegenheit, in der sich die energie sammeln oder ggf. entladen kann. die alte anlage aus der panorama bar wird hier wiederverwendet und sorgt f\u00fcr ein sattes ergebnis, wobei sich das ausschlie\u00dflich auf die tanzfl\u00e4che beschr\u00e4nkt. au\u00dferhalb und auch oben auf der galerie ist das zwar auch noch in ordnung, aber gerade auf ebener erde kommt einiges an beton dazwischen.<br \/>\nda es sich schon gut gef\u00fcllt hatte, war auch der vorraum mit der treppe zum berghain ge\u00f6ffnet. dort steht eine improvisierte bar und es scheinen ein paar spots aus dem berghain herunter. damit hat man einen ort zum plaudern, wenn man nicht gegen die anlage ank\u00e4mpfen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>lanark artefax hat zumindest daf\u00fcr gesorgt, dass ich mir weightless (womit ich auch nach dem set noch meine liebe m\u00fche habe, aber das war schon bei dubstep nicht anders) bzw. seine diskographie im besonderen nochmal unter dem aspekt anh\u00f6ren werde, wenn es um das einbauen von tracks in sets geht, bei denen das publikum nicht merken soll, dass mehr als f\u00fcnf bpm \u00fcberbr\u00fcckt werden.<\/p>\n<p>peder mannerfelt habe ich sonst eher als modulart\u00fcftler auf dem schirm, schlug sich aber auch als dj nicht schlecht. war allerdings auch eine mischung aus dubstep und techno, mit der man mich leicht kriegt. darunter gut bew\u00e4hrte hits wie &#8222;water bomb&#8220; von pinch, &#8222;the knowledge&#8220; von toasty oder &#8222;993&#8220; von blawan.<\/p>\n<p>vermeintlich verkehrte welt dann mit barker: er spielte n\u00e4mlich mit einem modular-setup und sein erstes live-set seit ewigkeiten. z\u00e4hlte zu den sets, womit mir melodien schmackhaft gemacht werden k\u00f6nnen. f\u00fcr die strikt am 4\/4-takt orientierten gab es auch denksportaufgaben, indem er durchaus auch mal auf das 5\/4- oder 6\/4-schema wechselte. auch wenn es als noch recht frischer berghain-resident wohl zu naheliegt, wird man hoffentlich auch auf ostgut ton von ihm h\u00f6ren.<\/p>\n<p>bei skee mask war ich mir in der ersten halben stunde absolut nicht sicher, was er vor hatte. beginn mit techno, wechsel zu downbeats, dann zu ambient und wieder zur\u00fcck. die auswahl war ohne frage \u00fcber jeden zweifel erhaben, aber mir fehlte dabei als t\u00e4nzer das, was ein set zusammenh\u00e4lt: der rhythmus, bzw. dazugeh\u00f6rige elemente, welche die spannung aufrecht erhalten. der wohlwollende teil in mir dachte allerdings: &#8222;so spielt er also, wenn er absolut keine kompromisse eingeht.&#8220;<br \/>\nnach der halben stunde gesellte sich jedoch wieder der fluss zum tollen geschmack und er wandelte gewohnt sicher zwischen tempi und stilen umher, so dass ich shazam beinahe im f\u00fcnf-minuten-takt bem\u00fchen musste.<\/p>\n<p>auswahl an tracks:<br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id1232750613'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id1232750613\" style=\"display:none\">cocktail party effect &#8211; ooyfm<br \/>\nlfo &#8211; mentok 1<br \/>\nnic tvg &#8211; unchanged, undisturbed<br \/>\ndj spinn &amp; dj rashad &#8211; space juke<br \/>\nsileni &#8211; failspan<br \/>\nmacabre unit &#8211; 1000 years from now<br \/>\nrac &#8211; quexos<br \/>\ndj rashad &#8211; teknitian<br \/>\ndj spinn &amp; dj rashad feat. danny brown &#8211; dubby<br \/>\nautechre &#8211; lcc<br \/>\nlil silva &#8211; shutter<br \/>\ndigital mystikz &#8211; misty winter<br \/>\nsquarepusher &#8211; my red hot car<br \/>\nstenny &#8211; fortress<br \/>\napple de &#8211; siegalizer<br \/>\naphex twin &#8211; donkey rhubarb<br \/>\njeff mills &#8211; alarms<br \/>\nmacabre unit &#8211; dem na ready<br \/>\nmnlth &#8211; harrier 2<br \/>\ndigital mystikz &amp; mala &#8211; explorer<br \/>\ndizzee rascal &#8211; stand up tall<br \/>\nsecond woman &#8211; 100407jd7 (schlusstrack)<\/div>\n<\/p>\n<p>unter&#8217;m strich sehe ich das alles mit einem lachenden und einem weinenden auge. weinend, weil ich der leisure system ein gro\u00dfes publikum wie zu ihren zeiten im berghain g\u00f6nne. andererseits waren auch hierbei wohl zugest\u00e4ndnisse beim line-up wichtig, ehe man gefahr lief, den club nicht richtig gef\u00fcllt zu bekommen. das risiko war ungleich gr\u00f6\u00dfer, wenn beide floors bespielt worden sind. mit der s\u00e4ule verh\u00e4lt es sich f\u00fcr mich in etwa so wie mit dem ohm zum tresor: es ist ein experimentierlabor. selbst wenn dort etwas schiefgeht, muss man sich nicht nachsagen lassen, einen club mit einer kapazit\u00e4t von 1.500 leuten fast vergeblich ge\u00f6ffnet zu haben. stattdessen reicht ein viertel an leuten, um die s\u00e4ule voll wirken zu lassen. damit kann man sowohl im line-up als auch bei den leuten auf der tanzfl\u00e4che auf diejenigen z\u00e4hlen, die musikalische wagnisse eingehen wollen. das ist das lachende auge von beiden, was auch die oberhand beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>wem das als res\u00fcmee zu lang war: die leisure system ist in der s\u00e4ule richtig gut aufgehoben. ich w\u00fcnschte nur, dass sie wieder h\u00e4ufiger stattf\u00e4nde (so alle zwei monate oder quartalsweise wie zu beginn).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die angek\u00fcndigte nummer drei innerhalb von zwei wochenenden. barker live gab es zum letzten mal vor acht jahren, lanark artefax h\u00f6rte sich auf den ver\u00f6ffentlichungen zumindest interessant an und von skee mask ist eh bekannt, dass er mein musikliebhaberherz im sturm erobert hat. zudem m\u00f6chte ich endlich mal die s\u00e4ule als club kennenlernen. ablauf 00h00&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[229,29,92,145],"class_list":["post-4588","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-barker","tag-berghain","tag-leisure-system","tag-skee-mask"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4588"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4803,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4588\/revisions\/4803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}