{"id":4793,"date":"2018-04-05T21:14:05","date_gmt":"2018-04-05T19:14:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4793"},"modified":"2018-04-08T19:44:29","modified_gmt":"2018-04-08T17:44:29","slug":"tel-aviv-06-04-2018-the-block-let-my-people-go-passover-club-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2018\/04\/05\/tel-aviv-06-04-2018-the-block-let-my-people-go-passover-club-marathon\/","title":{"rendered":"[tel aviv \/ 06.04.2018] the block: let my people go! passover club marathon"},"content":{"rendered":"<p>ein weiteres kapitel im ausw\u00e4rtigen clubtest wird ge\u00f6ffnet. da kommt es gelegen, dass das pesach-fest am 7. april offiziell endet und the block damit mal eben f\u00fcr 24 stunden \u00f6ffnen kann. ich werde das wohl nach dem stadtbummel nachmittags angehen, um nicht v\u00f6llig aus dem biorhythmus zu kommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=4794\" rel=\"attachment wp-att-4794\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4794\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/theblock20180406.jpg\" alt=\"\" width=\"851\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/theblock20180406.jpg 851w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/theblock20180406-300x111.jpg 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/theblock20180406-768x284.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 851px) 100vw, 851px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\nvon 14-18 uhr: 80 nis<br \/>\nab 18 uhr: 150 nis (mit clubkarte 120 nis)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>da beeile ich mich extra noch mit dem reichhaltigen essen ganz in der n\u00e4he, ganz in sorge, dass noch hunderte andere die idee haben, fr\u00fch zu erscheinen, um beim eintritt betr\u00e4chtlich zu sparen und damit wie beim berghain erstmal wenigstens eine stunde (wom\u00f6glich noch in praller sonne) anzustehen &#8211; und was ist? um 16 uhr stand niemand sonst au\u00dfer mir an.<\/p>\n<p>der club verdient das internationale lob \u00fcbrigens zurecht. das f\u00e4ngt direkt an der t\u00fcr an, wo man erstmal ein paar verhaltensregeln erkl\u00e4rt bekommt:<br \/>\n1. rauchen nur in yard &amp; squat.<br \/>\n2. smartphones sind auf den tanzfl\u00e4chen tabu, am rande aber in ordnung. und bitte keine fotos.<br \/>\n3. im falle irgendeiner bel\u00e4stigung sofort dem personal bescheid geben.<\/p>\n<p>ich gebe zu: beim yard war ich erstmal entt\u00e4uscht. hatte so etwas wie einen innenhof unter freiem himmel erwartet. stattdessen ist das die halle innerhalb der st\u00e4dtebaulichen fehlplanung, die eine kombination aus zentralem busbahnhof und einkaufszentrum werden sollte. der busbahnhof ist nach wie vor um die ecke, der club teilt sich von dem gesamten komplex eine ecke ab.<br \/>\nwie es sich bereits vor der t\u00fcr vermuten lie\u00df: es war so gut wie noch gar nichts los, was aber meinem prall gef\u00fcllten magen ganz entgegen kam &#8211; so konnte ich lange zeit auf einer der sitzb\u00e4nke verbringen, was \u00fcbrigens eines der mankos ist: es gibt derer ziemlich wenig. kann man aber auch positiv sehen: so f\u00e4llt die motivation leichter, in richtung tanzfl\u00e4che zu gehen und man stolpert nicht \u00fcber irgendwelche barhocker.<\/p>\n<p>musikalisch war es im yard zun\u00e4chst unaufgeregt: house, recht trocken vom clouds collective. das wurde bei mandar wesentlich fordernder, die als dreier-team von 17 bis 21 uhr erstaunlich gut miteinander harmonierten (klassische gretchenfrage beim back-to-back-spielen). von benji bekam ich nur die letzten 30 minuten mit, da ich erstens angenommen hatte, dass der floor erst um 18 uhr \u00f6ffnet und die gravitation meiner sitzgelegenheit erst dann nachlie\u00df.<br \/>\nbeim ersten herumlaufen (und in den weiteren stunden) festgestellt: ein kleines labyrinth ist der club schon, mit eigenwilliger aufteilung bei den klos. ein sehr gro\u00dfer bereich f\u00fcr die herren, drei kabinen f\u00fcr die damen. liest sich diskriminierend, wird aber dadurch egalisiert, dass die kabinen f\u00fcr die herren auch unisex sind und (weiterer pluspunkt) vor dem frauenklo jemand als security sitzt. das ist also als option gedacht.<br \/>\ndie security ist dann auch so, wie man es sich w\u00fcnscht: h\u00e4lt sich im hintergrund, ist dennoch erkennbar und d\u00fcrfte auch zur stelle sein, wenn etwas geschehen sollte. und damit w\u00e4re ich bei dem teil, ob der verhaltenskodex eingehalten wird, den jeder an der t\u00fcr erkl\u00e4rt bekommt. die \u00fcberraschende antwort ist: ja, absolut. trotz m\u00e4nner\u00fcberschuss (gesch\u00e4tzt 70:30) habe ich nicht erlebt, dass jemand \u00fcbergriffig geworden w\u00e4re. andererseits sind die damen an sich wahrscheinlich vorsichtiger und kommen gleich in m\u00e4nnlicher begleitung oder bleiben in gruppen. das publikum ist stellenweise (wen wundert&#8217;s bei den eintrittspreisen?) etwas schicker, aber auch hipsterig und (wieder ein pluspunkt): the block zieht auch lgbt-publikum an.<br \/>\nm\u00fcll liegt auch erstaunlich wenig herum, was an der tatsache liegt, dass man den gr\u00f6\u00dften teil der getr\u00e4nke in plastikbechern bekommt und an jeder ecke m\u00fclleimer herumstehen. ist also nicht so wie in london, dass jemand st\u00e4ndig durch die leute rennen muss, um die becher hinterherzur\u00e4umen. das geschieht hier wesentlich diskreter.<\/p>\n<p>das soundsystem genie\u00dft seinen ruf ebenfalls zurecht. dabei handelt es sich um eine eigenkonstruktion, die bei hellerem licht wahrscheinlich komplett improvisiert wirkt, aber einen ziemlichen perfektionismus widerspiegelt. man hat an jeder stelle des clubs einen sound in ad\u00e4quater lautst\u00e4rke und muss auch kein schlechtes gewissen haben, wenn man seinen geh\u00f6rschutz vergessen hat &#8211; die anlagen sind \u00fcberall eher bassbetont und warm. falls es zu viel wird, geht es auf einer der emporen auf dem hauptfloor immer noch leiser. beim licht dachte ich zun\u00e4chst, dass da schon noch mehr als rot und die hellen spots am rande geht, aber mit einer dauer von 21 stunden kann man echt nicht erwarten, dass gleich das ganze potential geliefert wird. sp\u00e4testens mit mano le tough hatte sich das schon ge\u00e4ndert, der das warm-up f\u00fcr mich gef\u00fchlt mit unter 120 bpm auf dem floor nochmal startete. wieder ein irrglaube meinerseits, indem ich annahm, dass er zwei stunden h\u00e4tte. es war mit f\u00fcnf stunden spielzeit allerdings nur zu verst\u00e4ndlich, dass er einen langgezogenen aufbau verfolgte.<br \/>\ndavid elemelech hatte in der lounge mit die beste auswahl (&#8222;vamp&#8220; von outlander bspw.), sehr acid-house-lastig, allerdings mit merkw\u00fcrdigen br\u00fcchen zu disco zwischendrin. da ist in puncto &#8222;roter faden&#8220; und technisch noch etwas zu tun, aber in puncto geschmack muss man sich keine sorgen machen.<\/p>\n<p>gegangen bin ich um 23 uhr, mit dem gef\u00fchl, dass der club mich definitiv nicht zum letzten mal gesehen hat (bin immer noch begeistert \u00fcber die kommunikationspolitik an der t\u00fcr, die gerne nach berlin exportiert werden kann).<br \/>\nwenn es um musikalische favoriten geht: mandar, david elemelech und mano le tough &#8211; in dieser reihenfolge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ein weiteres kapitel im ausw\u00e4rtigen clubtest wird ge\u00f6ffnet. da kommt es gelegen, dass das pesach-fest am 7. april offiziell endet und the block damit mal eben f\u00fcr 24 stunden \u00f6ffnen kann. ich werde das wohl nach dem stadtbummel nachmittags angehen, um nicht v\u00f6llig aus dem biorhythmus zu kommen. eintritt von 14-18 uhr: 80 nis ab&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[274],"class_list":["post-4793","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-the-block"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4793"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4793\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4798,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4793\/revisions\/4798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}