{"id":4812,"date":"2018-04-22T15:53:31","date_gmt":"2018-04-22T13:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4812"},"modified":"2019-09-26T14:32:52","modified_gmt":"2019-09-26T12:32:52","slug":"berlin-05-05-2018-humboldthain-club-syntop-02","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2018\/04\/22\/berlin-05-05-2018-humboldthain-club-syntop-02\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 05.05.2018] humboldthain club: syntop 02"},"content":{"rendered":"<p>da will ich seit ewigkeiten mal hin, und dann f\u00e4llt das gleich hiermit zusammen. eine partyreihe, die viele stile vereinbaren m\u00f6chte und auf der ich mich daran versuchen darf, techno und drum &amp; bass miteinander zu verweben. mal schauen, ob das was wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=4813\" rel=\"attachment wp-att-4813\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4813\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/syntop02_20180505.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"575\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/syntop02_20180505.jpg 1024w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/syntop02_20180505-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/04\/syntop02_20180505-768x431.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.humboldthain.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">humboldthain club<\/a><br \/>\nhochstra\u00dfe 46<br \/>\ns-bhf humboldthain<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n10 euro, davon wird ein teil an das kinder- und jugendheim &#8222;heinrich zille&#8220; in ludwigsfelde gespendet.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\n<em>(gut ein und ein viertel jahr sp\u00e4ter am 26. september 2019.)<\/em><\/p>\n<p>um mit aller n\u00f6tigen bescheidenheit einzusteigen: das set war f\u00fcr mich eine art wendepunkt. aber der reihe nach.<\/p>\n<p>da ich mich schon bei der anfrage r\u00fcckversichert hatte, ob es auch klar ginge, wenn ich techno und drum&amp;bass spiele und mir daraufhin nur ein &#8222;deshalb wollen wir dich dabei haben.&#8220; entgegnet wurde, wollte ich vorab noch testen, ob die anlage das \u00fcberhaupt hergibt. es gibt daf\u00fcr im humboldthain praktischerweise (jeder\/m empfohlen, um die ersten schritte mit vinyl im club zu versuchen) den dienstag mit tischtennisplatten auf der tanzfl\u00e4che und einer liste, in der man sich f\u00fcr einen 30-minuten-slot eintragen kann. habe also einige no-u-turn-sachen aus der sammlung mitgenommen und bin anderthalb wochen vor der party nach der arbeit hin. zwar ist die anlage etwas schw\u00e4cher als die im blank auf dem mdf, aber es lie\u00df sich dennoch damit arbeiten. punkt 1 lie\u00df sich auf der liste also schon mal abhaken.<\/p>\n<p>punkt 2 war schwieriger und ich t\u00fcftelte auch bis freitag vor der party daran herum: den \u00fcbergang von minimalerem techno zu drum&amp;bass in ableton live ohne \u00fcberblendung zu ambient oder white noise, sondern stattdessen \u00fcber den rhythmus hinzubekommen. und das dann auch wieder zur\u00fcck, falls drum&amp;bass so gar nicht ankommt. die l\u00f6sung: polyrhythmie. damit war ich zumindest theoretisch auf alle eventualit\u00e4ten vorbereitet. letztlich waren es auch nur zwei stunden und etwas mehr als die h\u00e4lfte der in live geladenen tracks spielten sich im techno-bereich ab. selbst wenn drum&amp;bass die tanzfl\u00e4che leergefegt h\u00e4tte, w\u00e4re immer noch gen\u00fcgend material zum erneuten aufbau vorhanden gewesen.<\/p>\n<p>punkt 3 (auch selbstverschuldet) trat direkt auf der party auf. es h\u00e4tte geholfen, fr\u00fcher aufzubrechen und eine s-bahn fr\u00fcher zu nehmen. so war ich zehn minuten vor set-beginn im club, musste dann relativ hastig aufbauen und dabei feststellen, dass es eine ordentliche brummschleife gibt, wenn ich das magsafe-netzteil anschlie\u00dfe. ein gl\u00fcck war der akku noch aufgeladen und leistungsf\u00e4hig genug f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden stunden. der laptop stand am ende links von allem, mein controller am rechten cdj. also war spazierengehen angesagt. zu allem \u00fcberfluss bekam ich das mit dem vorh\u00f6ren nicht hin (typischer anwenderfehler: an der traktor audio 2 beim entsprechenden regler einfach in die falsche richtung gedreht).<br \/>\nzusammengefasst: kein vorh\u00f6ren, das setup irgendwie \u00fcber das pult verteilt, dann noch ein durchaus ambitioniertes musikalisches vorhaben &#8211; an sich recht gute parameter daf\u00fcr, dass das gr\u00fcndlich schiefl\u00e4uft.<\/p>\n<p>es trat jedoch das gegenteil ein. einstieg mit pan sonic und monolake, alva noto, und den tempowechsel \u00fcber polyrhythmie habe ich bereits nach 27 minuten absolviert (mit der seitdem ziemlich strapazierten &#8222;passage 2&#8220; von theme auf samurai music, wenn das jemand ebenso versuchen m\u00f6chte). dann \u00fcber halftime von etch und &#8222;trench cadence&#8220; von gila (auch so eine perle unter den 2018er ver\u00f6ffentlichungen) zu hidden hawaii, pessimist und auch der seinerzeit frisch erschienenen krust auf 31 vorgearbeitet &#8211; und das klappte. mal abgesehen vom mitgebrachten fanclub waren auch einige g\u00e4ste abseits davon auf der tanzfl\u00e4che und nahmen das dankbar auf.<br \/>\nnach insgesamt anderthalb stunden und einer climax mit ruffhouse bin ich dann wieder \u00fcber den gleichen track zur\u00fcck auf techno-tempo, stieg dort wieder mit &#8222;translocated&#8220; von szare ein, um dann eine halbe stunde sp\u00e4ter mit shed (&#8222;a100&#8220;) zu enden. auch wenn manche kombinationen mangels vorh\u00f6ren nicht so 100%ig passten: das publikum schien zufrieden, die (echt ganz herzliche) syntop-crew war&#8217;s definitiv und ich nahm f\u00fcr mich mit, dass drum&amp;bass in berlin alles andere als abgeschrieben werden sollte.<br \/>\n&#8222;wendepunkt&#8220; deshalb, weil ich den trick mit der polyrhythmie seitdem \u00f6fters angewendet habe und das set mir auch den mut gab, es einfach mal darauf ankommen zu lassen, das publikum anderen tempi auszusetzen. ich h\u00f6re seitdem bei den neuerwerbungen etwas mehr auf tracks, die rhythmisch mehrfach gelesen werden k\u00f6nnen. drum&amp;bass macht dank samurai music oder uvb-76 ohnehin seit ein paar jahren wieder viel freude. und wenn techno-neuigkeiten weitestgehend langweilen, warum dann nur in nostalgie schwelgen oder (schlimmer) sachen kaufen oder spielen, weil sie funktionieren, ohne wirklich dahinterzustehen? w\u00e4re nicht ehrlich, vor allem sich selbst gegen\u00fcber. also trage ich lieber der tatsache rechnung, dass mich seit jeher mehrere stile interessieren und versuche, das m\u00f6glichst koh\u00e4rent zu verpacken.<\/p>\n<p>auf der party bekam ich dann nur oben haumy mit, der ziemlich liquid-angehauchten drum&amp;bass spielte, was auf der kleineren tanzfl\u00e4che aber auch sch\u00f6n funktionierte. spule und rill bretterten derweil munter-fr\u00f6hlich auf dem mainfloor und hatten damit mehr leute auf ihrer seite als ich zuvor. das lag zum einen am stil, zum anderen aber auch an der simplen tatsache, dass sich der club ab 2 uhr nochmal gef\u00fcllt hatte. gegangen bin ich aber zum sonnenaufgang gegen 5 uhr und seitdem nicht mehr in den humboldthain zur\u00fcckgekehrt. auch die syntop-crew ist auf der suche nach einer neuen location, nachdem die konditionen vom humboldthain sich f\u00fcr sie nicht mehr rentiert haben.<\/p>\n<p>perfektionist, der ich nun mal bin, habe ich das set nochmal daheim nachbereitet und nachgemixt, das sei hiermit verlinkt. die gesamte tracklist ist im tag enthalten.<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-4812-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/mixes\/stype-syntop_02_re-mixed.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/mixes\/stype-syntop_02_re-mixed.mp3\">http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/mixes\/stype-syntop_02_re-mixed.mp3<\/a><\/audio>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/mixes\/stype-syntop_02_re-mixed.mp3\">download<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>da will ich seit ewigkeiten mal hin, und dann f\u00e4llt das gleich hiermit zusammen. eine partyreihe, die viele stile vereinbaren m\u00f6chte und auf der ich mich daran versuchen darf, techno und drum &amp; 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