{"id":482,"date":"2007-12-21T19:42:56","date_gmt":"2007-12-21T18:42:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=482"},"modified":"2007-12-21T19:50:11","modified_gmt":"2007-12-21T18:50:11","slug":"einkaufe-vom-15-juni-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2007\/12\/21\/einkaufe-vom-15-juni-2007\/","title":{"rendered":"eink\u00e4ufe vom 15. juni 2007"},"content":{"rendered":"<p>den tricky tunes in der mainzer stra\u00dfe gibt es als instanz f\u00fcr drum&amp;bass, dancehall, dub und artverwandtes ja schon l\u00e4nger. christoph fringeli hat sich mit praxis dort eingemietet, was dazu f\u00fchrt, dass man eine erlesene auswahl an breakcore vorfindet, wie sie in berlin selten zu finden ist. also die goldrichtige adresse f\u00fcr einige pflichtk\u00e4ufe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/946809\" target=\"_blank\">electric kettle<br \/>\ncamels to cannibals<br \/>\n[peace off poff ltd 16]<\/a><br \/>\nsetzt seine ver\u00f6ffentlichungen immer noch wohldosiert, und umso sch\u00f6ner ist es, gleich ein doppelpack von ihm zu bekommen. das rezept bleibt mit hiphop-, comic- und film-samples gleich, die beats suchen immer noch ihresgleichen, auch wenn ein knaller wie auf der &#8222;<a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/400822\" target=\"_blank\">drunk &amp; disorderly<\/a>&#8220; fehlt. von den remixen auf der d-seite gewinnt nat\u00fcrlich electromeca, aber auch el gusano rojo kann mit seiner noise-gabba-attacke punkten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/880753\" target=\"_blank\">itty minchesta<br \/>\nevergreens from the walkman sect<br \/>\n[sozialistischer plattenbau spb12.006]<\/a><br \/>\nhabe ich das erste mal noch im winter letzten jahres bei stamm-mitleser frank geh\u00f6rt, der die platte in den himmel lobte. ich gebe zu, dass ich erstmal aus dem kopfsch\u00fctteln wegen der trashigen beats, sequenzen und des atonalen gesanges nicht heraus kam, f\u00fcr das label fand ich es eh erstmal ungew\u00f6hnlich. war aber dennoch irgendwie faszinierend, den zustand zur\u00fcckzuverfolgen, in dem die tracks entstanden sein m\u00fcssen, weshalb ich mir das ganze auch noch diverse male in diversen webstores als clips angeh\u00f6rt habe. so reifte das alles in meinem hirn so lange, bis das mir einsch\u00e4rfte, dass ich eine menge verpasse, wenn ich die platte an mir vor\u00fcberziehen lasse.<br \/>\nso sollte man die ep auch lieber als h\u00f6rspiel begreifen, s\u00e4mtliche funktionalit\u00e4tsprinzipien bis auf den zweck der verst\u00f6rung au\u00dfen vor und einfach mal den kopf kino spielen lassen &#8211; erst dann wird einem klar, dass man es mit einer der wichtigsten und mutigsten ver\u00f6ffentlichungen der letzten jahre zu tun hat. alleine die schauer, die einem beim &#8222;hamburg is nich schuld daran&#8220;-monolog \u00fcber den r\u00fccken laufen, sind das geld f\u00fcr die platte wert. generell liegt man nicht verkehrt, wenn man das ganze als technoide punk-variante bezeichnet. dazu kann man sozialistischer plattenbau nur gratulieren!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/575780\" target=\"_blank\"> toecutter<br \/>\nwe topia<br \/>\n[system corrupt toecutter lp]<\/a><br \/>\nzwei zw\u00f6lfzoller und eine 7-inch, woran man erstmal gewaltig zu knabbern hat, wenn man sich die m\u00fche macht, die verbratenen samples zu z\u00e4hlen und danach noch zuzuordnen.<br \/>\ndas verspricht eine menge spa\u00df, und den macht es auch meistens &#8211; nur wenn man mich fragt, w\u00e4ren weniger versatzst\u00fccke stellenweise mehr gewesen, weil der flow einiger tracks ganz sch\u00f6n darunter leidet, wenn mal wieder nach acht takten alles zuvor aufgebaute umgeworfen wird, wo man gerade dabei ist, sch\u00f6n gas zu geben (auf den partygast und den schallplattenalleinunterhalter gleicherma\u00dfen bezogen). zieht man das mal aus dem clubkontext heraus, kann man sich an der flut an pop-verballhornung herrlich abgreagieren oder sich \u00fcber manche ideen freuen. und es gibt immer noch st\u00fccke, die \u00fcber ihre gesamte l\u00e4nge eine linearit\u00e4t bewahren, an die man sich als techno-konsument gew\u00f6hnt hat und die man damit auf eine tanzfl\u00e4che loslassen k\u00f6nnte, sofern die \u00fcberhaupt damit zurechtkommt.<br \/>\neinzig die &#8222;system corrupt&#8220;-samples werden &#8211; inkl. diversen zusammenh\u00e4ngen &#8211; etwas \u00fcberstrapaziert.<\/p>\n<p>p.s.: das ist damit der letzte eintrag vor weihnachten, nun endlich auch mit besser lesbarer spaltenbreite. w\u00fcnsche allen lesern angenehme und ruhige feiertage mit allem, was man sich selbst so w\u00fcnscht, bzw. dass sie so verlaufen, wie man es selbst am liebsten h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>den tricky tunes in der mainzer stra\u00dfe gibt es als instanz f\u00fcr drum&amp;bass, dancehall, dub und artverwandtes ja schon l\u00e4nger. christoph fringeli hat sich mit praxis dort eingemietet, was dazu f\u00fchrt, dass man eine erlesene auswahl an breakcore vorfindet, wie sie in berlin selten zu finden ist. also die goldrichtige adresse f\u00fcr einige pflichtk\u00e4ufe. electric&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[3,2],"tags":[],"class_list":["post-482","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-frisch-eingetroffen","category-musik"],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/482\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}