{"id":4826,"date":"2018-05-08T20:07:34","date_gmt":"2018-05-08T18:07:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4826"},"modified":"2018-05-10T18:15:24","modified_gmt":"2018-05-10T16:15:24","slug":"berlin-09-05-2018-funkhaus-berlin-four-tet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2018\/05\/08\/berlin-09-05-2018-funkhaus-berlin-four-tet\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 09.05.2018] funkhaus berlin: four tet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=4827\" rel=\"attachment wp-att-4827\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4827\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/05\/fourtet20180509.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/05\/fourtet20180509.jpg 1920w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/05\/fourtet20180509-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/05\/fourtet20180509-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2018\/05\/fourtet20180509-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p>die nachbetrachtung zu alva noto vor zwei monaten steht zwar noch aus, aber ich wei\u00df bereits jetzt, dass das morgige konzert mein letzter besuch im funkhaus sein wird. das liegt nicht daran, dass der ort nichts bieten k\u00f6nnte &#8211; im gegenteil: die akustik sucht ihresgleichen und das ganze setting ist wie gemacht f\u00fcr diejenigen, die nach mehr als 20 jahren im club auch mal erleben wollen, wie sich elektronische musik in einem kontext macht, der dem von konzerth\u00e4usern durchaus nahekommt.<br \/>\ndies geht zwar im funkhaus sehr gut hand in hand, aber bringt alleine durch die preispolitik vor ort einen mehr als schalen beigeschmack. ich sage ja nicht mal etwas gegen eintrittsgelder, wobei auch die auf dem mietpreis f\u00fcr diesen oder jenen saal basieren d\u00fcrften. aber wer dort bereits ein getr\u00e4nk geordert hat, wird wissen, was ich meine. nimmt man noch das gebaren des investors hinzu (auch und gerade gegen\u00fcber den mietern, die bis zu seiner \u00fcbernahme des areals vor drei jahren noch ihre prober\u00e4ume dort hatten), kommt f\u00fcr mich eine mischung zustande, die interessierte h\u00f6rer sowie musikschaffende am rande des prekariats (und derer gibt es in berlin mehr als genug) ausschlie\u00dft. klar, dinge kosten geld. profite sollen auch gerne erwirtschaftet werden, aber das geht auch in einem gem\u00e4\u00dfigten rahmen, anstatt die zahlungswilligen so offensichtlich melken zu wollen. sowas kann ich nicht weiter unterst\u00fctzen &#8211; so schade es um das programm auch ist.<\/p>\n<p>zum anlesen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berlin-oberschoeneweide-hollywood-und-honecker-ziehts-in-die-nalepastrasse\/11978152.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tagesspiegel<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/altes-funkhaus-in-oberschoeneweide-verkauft-das-groesste-musikzentrum-der-welt-soll-in-berlin-entstehen-22828382\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berliner zeitung<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n18h30<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">beginn<\/span><br \/>\n20h30<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nw\u00e4re der rahmen bzw. dessen hintergrund nicht: ich w\u00fcrde das genau so nochmal erleben wollen.<\/p>\n<p>es war nicht so voll wie bei alva noto, was aber auch sicher daran lag, dass es sich hierbei um den zusatztermin handelte. kein herumsitzen auf den treppenstufen bei den r\u00e4ngen inklusive durchschl\u00e4ngeln &#8211; und sogar unten im auditorium blieb noch platz.<br \/>\ndas war aber eh hinf\u00e4llig, bevor auch nur eine einzige note gespielt war. herr hebden schlenderte ganz unpr\u00e4tenti\u00f6s durch das publikum an seinen arbeitsplatz in der mitte des rundes: hoodie, kurze hosen und gleich vorab die leute heranwinkend. damit war gleich klargestellt, dass der sinn ihm nicht nach frontalunterricht bzw. einer klassischen konzertatmosph\u00e4re stand. stattdessen sollten die leute spa\u00df haben, und wer schauen wollte, was er wie macht, kam erst recht auf seine kosten. ich w\u00fcrde sogar behaupten, dass dies in dem ausma\u00df nicht mal bei der akademie eines bekannten brauseherstellers m\u00f6glich ist.<br \/>\nda ich mit dem oeuvre bis auf seine sachen mit burial und dem &#8222;pink&#8220;-album (was ja &#8222;nur&#8220; eine zusammenstellung der vorherigen maxis ist) nicht so recht vertraut bin, kann ich keine tracks benennen. es kann gut sein, dass ich sie irgendwann mal als clips geh\u00f6rt habe. auch nicht weiter wichtig, das resultat ging eigentlich permanent in die beine &#8211; trotz tempiwechseln und pausen zwischen den tracks. aber wie souver\u00e4n er ableton live, wav-editor, delay, model 1 und modularsystem beherrschte und dabei die glitches via surround durch den raum wandern lie\u00df, hatte etwas leichtf\u00fc\u00dfiges. da mussten auch die anwesenden auf den r\u00e4ngen mitwippen, meinem eindruck nach sa\u00df nur ein drittel der leute. unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass der applaus am ende &#8211; wo er gute zwei stunden gespielt hatte &#8211; tosend ausfiel.<\/p>\n<p>die entscheidung contra funkhaus wurde also w\u00e4hrend des konzertes nicht wirklich leichter gemacht, allerdings am ende nochmal best\u00e4tigt. da meine tasche zu gro\u00df war, musste ich sie abgeben. weiter kein problem, zwei schlangen f\u00fcr zwei angestellte an der garderobe &#8211; die sache war also innerhalb von 10 minuten erledigt.<br \/>\nman mag mich idealistisch oder kontrollversessen nennen, aber als organisator w\u00e4re es f\u00fcr mich nur logisch, am ende der veranstaltung wenigstens zwei, wenn nicht gar drei leute f\u00fcr die garderobe abzustellen. es war beinahe 23 uhr, die anbindung der tramlinie 21 ist nun auch nicht unbedingt ideal zu nennen (da sie nur alle 20 minuten f\u00e4hrt), also m\u00f6chten die leute gerne recht z\u00fcgig zur haltestelle, um sich nicht in die letzten pl\u00e4tze im zug zu quetschen.<br \/>\nstattdessen: zwei schlangen, ein angestellter. noch dazu sieht die garderobensituation so aus, dass sie sich selbst organisieren m\u00fcssen. es gibt keine regale zum ablegen der taschen, die man noch dazu mit nummern beschriften k\u00f6nnte, damit das finden einfacher geht. stattdessen kommt alles auf den fu\u00dfboden und wird der chronologie nach sortiert. das ist den angestellten absolut nicht anzulasten &#8211; vielmehr im gegenteil. ich war erstaunt, dass der junge herr pro st\u00fcck nicht mehr als eine minute zum erfolgreichen auffinden brauchte und w\u00fcrde ihn damit f\u00fcr vergleichbare stresssituationen w\u00e4rmstens empfehlen. mir will aber nicht ganz in den kopf, warum man betreiberseitig nicht auf die idee gekommen ist, in zwei, drei kallax-regale \u00e0 5&#215;5 zu investieren, um wenigstens keine weiteren hindernisse bei der arbeit zu schaffen. den jungen herrn dort alleine schuften zu lassen (gut, leute k\u00f6nnen spontan krank, aber auch genauso gut spontan angerufen werden), finde ich gelinde gesagt fahrl\u00e4ssig. um die wartezeit ging es mir nicht, sondern vielmehr darum, dass so ein kleines detail zeigt, dass bei dem ort ausschlie\u00dflich auf profite geschaut zu werden scheint. das hat meinen entschluss zum ende hin also bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>schade, dies. sofern sich da etwas \u00e4ndert, bin ich gerne wieder vor ort. im auge behalten werde ich&#8217;s.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die nachbetrachtung zu alva noto vor zwei monaten steht zwar noch aus, aber ich wei\u00df bereits jetzt, dass das morgige konzert mein letzter besuch im funkhaus sein wird. das liegt nicht daran, dass der ort nichts bieten k\u00f6nnte &#8211; im gegenteil: die akustik sucht ihresgleichen und das ganze setting ist wie gemacht f\u00fcr diejenigen, die&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-4826","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4826"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4832,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4826\/revisions\/4832"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}