{"id":5347,"date":"2019-04-12T12:15:20","date_gmt":"2019-04-12T10:15:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=5347"},"modified":"2019-04-17T00:04:54","modified_gmt":"2019-04-16T22:04:54","slug":"muenchen-12-04-2019-mma-mma-closing-part-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2019\/04\/12\/muenchen-12-04-2019-mma-mma-closing-part-1\/","title":{"rendered":"[m\u00fcnchen \/ 12.04.2019] mma: mma closing part 1"},"content":{"rendered":"<p>auch in m\u00fcnchen ist die existenz von clubs nicht selbstverst\u00e4ndlich. mir wurde empfohlen, dass ich mir das mma wegen seiner industriehallen\u00e4sthetik anschauen soll. da lasse ich mich nicht bitten. werde es wahrscheinlich bedauern, es erst am schlie\u00dfungswochenende hingeschafft zu haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mixedmunicharts.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mma closing part 1<\/a><\/p>\n<p><strong>halle<br \/><\/strong>adam beyer<br \/>marcel fengler<br \/>thomas werner<br \/>human rias<\/p>\n<p><strong>club<br \/><\/strong>raphael dincsoy<br \/>dominik marz &amp; david kochs<br \/>dob\u00e9<br \/>martina hiller<\/p>\n<p><strong>start<br \/><\/strong>23 uhr<br \/><br \/><strong>nachbetrachtung<\/strong><br \/>hatte zwar ein ticket, da ich schon bef\u00fcrchtete, dass sich weit vor mitternacht eine schlange bilden w\u00fcrde. aber selbst war ich erst zur geisterstunde vor ort und \u00fcberrascht, dass man noch quasi durchgehen konnte.<br \/><br \/>die ortsbegehung dauerte auch erstmal eine viertelstunde. wenn alles offen hatte (also halle und club), lag die garderobe weit hinten. und das alles in recht luftigen g\u00e4ngen. im sommer kein problem, bei allem unter einstelligen plusgraden wurde das mit dem abgeben\/abholen der siebensachen aber zur zitterpartie.<br \/><br \/>die referenzen an die vorzeigediskothek am wriezener karree waren jedoch in der halle nicht zu \u00fcbersehen. line-arrays als beschallung, subwoofer nur vorne. gab zwar keinen nachhall oder brei, wenn man hinten stand. aber wirklich druckvoll war der sound nur in der vorderen h\u00e4lfte.<br \/>dicker pluspunkt: relativ ebenerdiges dj-pult, was auch ein wenig abgesetzt von den w\u00e4nden war, so dass man auch gerne dahinter tanzen konnte. das licht hat raum und publikum eher inszeniert als den dj &#8211; auch das ist positiv anzumerken. der eigentliche club lag nochmal ein ende den (kalten) gang hinunter und war eine ganze ecke kleiner &#8211; bestenfalls f\u00fcr 300 leute ausgelegt. sonst klassische techno-umgebung: schwarzgestrichene w\u00e4nde, weniger ist mehr beim licht, sitzgelegenheiten in der ecke neben der bar, auch nur leicht erhobenes dj-pult.<br \/>minuspunkt: red bull als getr\u00e4nkesponsor, so dass man auch nur deren simply cola bekam. au\u00dferdem noch die bar in der halle an der rechten seite, was ein kleines nadel\u00f6hr zwischen tanzenden und durstigen war.<br \/><br \/>gibt ansonsten nur wenig zu meckern. mir war die musik ab 2 uhr auf beiden floors zu melodisch, aber das ist mein problem mit allem, was ich voreilig in die &#8222;trance&#8220;-schublade packe. das warm-up von martina hiller im club war schon sportlich sowie schn\u00f6rkellos. thomas werner war da ein wenig volumin\u00f6ser (&#8222;the peg loosens&#8220; von paleman bspw.).<br \/>bin aber wegen des raumes und der echt guten stimmung aber gerne bis 7:30 uhr geblieben. da machte adam beyer noch keine anstalten, aufh\u00f6ren zu wollen. auch er ziemlich trancig &#8211; der edit von &#8222;the house of house&#8220; von cherrymoon trax k\u00f6nnte ruhig mal erscheinen.<br \/>vom publikum her ein querschnitt durch das, was man in m\u00fcnchen so erwartet: durchaus schickgemachte damen und herren mischen sich mit partyveteranen und denen, die es werden wollen. dann gibt es noch die fraktion, die nur mal gucken m\u00f6chte, ganz normale techno-anh\u00e4nger mit tresor-shirt (worauf man als berliner schon ein wenig stolz ist) und (unerwartet, daher umso erfreulicher) offen schwule. das alles hat die zeit jedenfalls nicht lang werden lassen.<br \/><br \/>wenn der club ger\u00e4umt ist, kommt die abrissbirne. dann werden an der stelle ausnahmsweise mal keine gewerbebauten, sondern wohnungen entstehen. sch\u00f6n, davon braucht m\u00fcnchen eine menge. es wird aber bei der innenstadtlage nur die \u00fcblichen 20% sozialwohnungen geben, die auch nur \u00fcber einen begrenzten zeitraum gef\u00f6rdert werden. man kann sich also ausmalen, welche preise f\u00fcr eigentum und ergo dann f\u00fcr die miete aufgerufen werden. vor dem hintergrund sind kampagnen wie #savemma wichtig, um zu signalisieren, dass subkultur im innenstadtbereich wichtig ist. aber angesichts des wohnungsmarktes, der im vergleich zu berlin noch einen wesentlich h\u00f6heren druck zu verzeichnen hat, wird es f\u00fcr clubbetreiber in der m\u00fcnchener innenstadt k\u00fcnftig nicht leichter.<br \/>die leute um das mma wollen laut der dame am infostand zur kampagne jedoch weiterhin etwas bewegen und sind auf der suche nach orten. in der kurzen zeitspanne, die der club existierte, hat er jedenfalls eindruck hinterlassen. bei mir jedenfalls den eines ladens, der ein freihafen f\u00fcr liberal denkende, queer liebende oder exzessiv feiernde ist, was gerade f\u00fcr m\u00fcnchen wichtig ist. alleine deswegen bin ich gespannt, ob es einen nachfolger gibt.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>auch in m\u00fcnchen ist die existenz von clubs nicht selbstverst\u00e4ndlich. mir wurde empfohlen, dass ich mir das mma wegen seiner industriehallen\u00e4sthetik anschauen soll. da lasse ich mich nicht bitten. werde es wahrscheinlich bedauern, es erst am schlie\u00dfungswochenende hingeschafft zu haben. mma closing part 1 halleadam beyermarcel fenglerthomas wernerhuman rias clubraphael dincsoydominik marz &amp; 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