{"id":551,"date":"2008-03-21T20:35:58","date_gmt":"2008-03-21T19:35:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=551"},"modified":"2008-06-22T16:18:02","modified_gmt":"2008-06-22T14:18:02","slug":"einkaufe-vom-27-oktober-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2008\/03\/21\/einkaufe-vom-27-oktober-2006\/","title":{"rendered":"eink\u00e4ufe vom 27. oktober 2006"},"content":{"rendered":"<p>ja, richtig gelesen beim datum. habe noch einen betr\u00e4chtlichen stapel an platten hier, wo die zeit f\u00fcr auswahl und kauf ausreichte, dank studium und arbeit kam aber die detailliertere betrachtung zu kurz.<\/p>\n<p>war bei <a href=\"http:\/\/www.possiblemusic.de\/\" target=\"_blank\">possible music<\/a>, insofern auch wieder einiges an futter, bei dem mir scheinbar ein gewisser ruf voraus eilt. den aktualit\u00e4tsanspruch sollte man au\u00dfen vor lassen &#8211; zeitlos gut sind die meisten dieser sachen immer noch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/128787\" target=\"_blank\">silk saw<br \/>\nwalksongs<br \/>\n[ant-zen act 128]<\/a><br \/>\nvom damaligen berlin-gast <a href=\"http:\/\/www.00100.fi\/\">wheezer<\/a> darauf aufmerksam gemacht worden, zugleich mein \u00fcberf\u00e4lliger einstieg in die ant-zen-klangwelten.<br \/>\nalleine das auspacken ist schon ein erlebnis. eine folie umh\u00fcllt dickes l\u00f6schpapier, was erstmal aus der verpackung befreit werden und dann umgeklappt werden muss, damit man an die h\u00fclle mit der platte kommt. zwei tracks mit jeweils fast 20 minuten spieldauer. &#8222;stronghold ballad&#8220; auf der a-seite f\u00e4ngt auch &#8211; dem titel nach &#8211; sehr ruhig an, wundersch\u00f6ne hintergr\u00fcndige fl\u00e4chen wiegen den h\u00f6rer in melancholie, bis sich der track ab der zweiten h\u00e4lfte zu einer noise-collage entwickelt, die f\u00fcr viele schwer verdaulich sein wird. &#8222;ant-march&#8220; auf der r\u00fcckseite unternimmt gar nicht erst den versuch, bequem zu sein, sondern walzt metallisch-blechern voran. hat sogar einen takt, k\u00f6nnte man demnach mixen, sofern man sich das traut.<br \/>\ntolle werbung f\u00fcr ant-zen, tolle platte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/483094\" target=\"_blank\">doormouse<br \/>\ni love polka<br \/>\n[addict addictss4]<\/a><br \/>\nihn habe ich schon l\u00e4nger vernachl\u00e4ssigt, weil er mir doch zu sehr auf der stelle verharrte, aber wenn zwei welten, die f\u00fcr spa\u00df garantieren (polka und gabba) aufeinandertreffen, kann ich nur schwer &#8222;nein&#8220; sagen. wenn man schon leute schocken will, dann wenigstens mit einem breiten grinsen. und das bleibt einem bei allen vier tracks durchg\u00e4ngig im gesicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/805422\" target=\"_blank\">doormouse<br \/>\ni love kraftwerk<br \/>\n[addict addictss5]<\/a><br \/>\ndie \u00fcblichen distortion-bassdrums gibt&#8217;s im hohen tempo auf der r\u00fcckseite. das gr\u00f6\u00dfere augenmerk verdient aber &#8222;speak n&#8216; werk&#8220; auf der a-seite, weil es mich \u00fcberrascht hat, dass er so derma\u00dfen fette electro-tracks vom stapel lassen kann, wo jedes sample wie angegossen sitzt und das ganze nicht wie eine verballhornung der d\u00fcsseldorfer klingt. respektvoller umgang mit den original-samples und zugleich partytauglicher spa\u00df &#8211; klasse arbeit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/482176\" target=\"_blank\">dasha rush<br \/>\nfullpanda<br \/>\n[fullpanda records fullpanda001]<\/a><br \/>\nnachwuchs aus moskau, damals noch geheimtip, mittlerweile auch bis zu hardwax-kreisen vorgedrungen, inkl. live-act im berghain, den ich aber verpasst habe.<br \/>\ndie a-seite startet mit rauhem electro inkl. einer prise lo-fi und schlie\u00dft mit einem langsamen, minimaleren, aber sehr hypnotischen techno-track, der ideal ins warm-up passt (wie bei meiner wenigkeit im tresor vor zwei wochen).<br \/>\ndie b-seite dann zun\u00e4chst minimal mit etwas industrial und einem melodisch-vertr\u00e4umten, aber dennoch packenden track f\u00fcr die sp\u00e4ten morgenstunden. sehr gute geheimwaffen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/621142\" target=\"_blank\">jason leach<br \/>\ndeath to vinyl<br \/>\n[death to vinyl dtv001]<\/a><br \/>\nklassische leach-bassline-monster aus dessen live-acts, wovon aber &#8222;bust rucket&#8220; so weit hervorsticht, dass man diese platte einfach haben muss. startet als breakbeat-track, um ab der zweiten h\u00e4lfte mit einer derma\u00dfen markersch\u00fctternden sequenz durchzustarten, so dass den synapsen derartig gepolter gehirne nichts anderes \u00fcbrig bleibt, als das signal zum durchdrehen zu geben. definitiv einer der besten techno-tracks der letzten jahre.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/635266\" target=\"_blank\">tsr<br \/>\nonion tied to my belt ep<br \/>\n[don&#8217;t dont009]<\/a><br \/>\nauf sie ist verlass. locker quietschige tracks, mal geradlinig, mal gebrochen. zwar ohne packenden hit, aber das ist auch kein qualit\u00e4tsma\u00dfstab f\u00fcr eine platte. passt jedenfalls sehr gut zu don&#8217;t.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/441023\" target=\"_blank\">the flashbulb<br \/>\nbinedump ep<br \/>\n[bohnerwachs tontraeger bowa15]<\/a><br \/>\nvon stamm-mitleser frank ans herz gelegt und auch besorgt bekommen. die musikalisch zug\u00e4nglichste variante im breakcore-bereich, da er viel mit melodien arbeitet, damit auch stellenweise eine sch\u00f6ne, warme atmosph\u00e4re erzeugt, die im electronica-bereich auch sehr gut passen w\u00fcrde. aber dann gibt&#8217;s noch die hektischen, dennoch glasklaren beats, die einem squarepusher in nichts nachstehen. an einigen wenigen stellen wirkt es auch etwas jazzig, aber auch zugleich brachial, dennoch stets strukturiert. perfekt produzierte musik, sch\u00f6ne stimmungen und f\u00fcr einen geheimtip viel zu schade.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/623565\" target=\"_blank\">math head<br \/>\nthe most lethal dance<br \/>\n[reduced phat red03]<\/a><br \/>\nerbarmungslose, schnelle breakcore-st\u00fccke, wo h\u00f6chstens film- oder alte uk-rave-samples unterbrechen, aber wenn man ehrlich ist: nach genau sowas sehnt man sich doch, w\u00e4hrend man im pogenden mob in der supamolly steht.<br \/>\ndie perle ist der aaron-spectre-remix auf der b-seite, da die distortion-kickdrum und die bassline einfach alles aus dem weg r\u00e4umen. wirkt trotz seines hohen tempos sehr aufger\u00e4umt und im minus-pitch-bereich sogar noch besser.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/581285\" target=\"_blank\">istari lasterfahrer<br \/>\nbattybwoy soundclash massive<br \/>\n[sozialistischer plattenbau spb12.004]<\/a><br \/>\nnormalerweise werde ich mit den dubcore-eskapaden auf spb nicht wirklich warm, aber hier geht das wegen der hochgepitchten r&amp;b-samples (die aber nicht bei allen tracks zum einsatz kommen) klar. lustige platte f\u00fcr zwischendurch, gibt aber bedeutend bessere eps von ihm.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/548013\" target=\"_blank\">zombie<br \/>\nspecies war<br \/>\n[rest in pieces records rip001]<\/a><br \/>\nauf der b-seite sind zwei darke rave-monster, die bei mir aber immer noch keine freude an dieser breakcore-spielart aufkommen lassen. eigentlich schl\u00e4gt der erste track auf der a-seite in die selbe kerbe, nur baut der sich nicht auf der bassline auf &#8211; die fungiert hier als unterst\u00fctzendes beiwerk. wenn man zwischen zwei brechern etwas zum f\u00fcllen braucht, um die leute nicht zu \u00fcberfordern, ist das eine ganz gute nummer. w\u00e4re f\u00fcr mich in breakcore-sets aber kein zentrales element.<br \/>\n&#8222;champion&#8220; wurde mir das erste mal von hetzer bei der kein-kiez-f\u00fcr-nazis-soliparty im k9 um die ohren gehauen, und auch wenn ragga-vocals sonst f\u00fcr mich ein argument sind, die platte zur\u00fcckzustellen: hier passen sie &#8211; ohne sonstiges dub-beiwerk &#8211; in einen gnadenlosen gabba-beat, der aber erst ab dem zweiten drittel einsetzt, nachdem sich der track scheinbar endlos aufgebaut hat. wie eine erl\u00f6sung, dann aber richtig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/166173\" target=\"_blank\">michael forshaw<br \/>\nthe last starfighter ep<br \/>\n[smb records smb 10]<\/a><br \/>\nnoch vor vier, f\u00fcnf jahren h\u00e4tte ich jede seiner neuen platten blind gekauft, aber mittlerweile habe ich ihn verloren. kann damit zu tun haben, dass brachiale sounds damals bei der hardtechno-welle angenehm erfrischend wirkten, aber selbst die spielart hat nur ihren begrenzten reiz, wie ich mittlerweile feststellen muss.<br \/>\ndie hier musste dennoch sein, weil seine electro-sachen wegen ihrer rauhen sounds und beats f\u00fcr mich immer noch perfekt in h\u00e4rtere techno-sets passen, damit das diktat der durchg\u00e4ngig geraden beats auch durchbrochen wird. kann man auf der <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/45009\" target=\"_blank\">chan 04<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/19771\" target=\"_blank\">05<\/a> zwar auch haben, aber die haben auch nicht diese sci-fi-artigen samples.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/736764\" target=\"_blank\">v\/a<br \/>\nthe kamikaze club 04<br \/>\n[kamikaze club poff kc04]<\/a><br \/>\nsublabel von peace off, wodurch sich der labelcode erkl\u00e4rt. ist einzig und alleine den compilations gewidmet.<br \/>\ndroon \u00fcbernehmen das motto &#8222;barfight&#8220; aus dem titel und bauen sich aus klassischen fausthieb- und sonstigen k\u00f6rperger\u00e4uschen einen track zusammen. lustige er\u00f6ffnung.<br \/>\n&#8222;capt lou albano&#8220; aus dem j-chot-track war wohl eine wrestling-legende, klingt aber eher nach rummelplatz.<br \/>\nelectric kettle (weswegen ich bei der platte eh hellh\u00f6rig wurde) nimmt sich bomb the bass vor, zerhackt deren raps zu einem sch\u00f6nen hardcore-track &#8211; gewohnt klasse. kos ist mir einfach zu hektisch.<br \/>\nb-seite: math head vs. violent ramp sind zwar durchaus interessant anzuh\u00f6ren, aber zu unstrukturiert, um wirklichen flow erzeugen zu k\u00f6nnen. enduser ist immer ein garant f\u00fcr d\u00fcstere tracks, setzt das hier auch einmal mehr gekonnt um. parasite schlie\u00dft das ganze mit einer raggacore-offensive ab, die ihre wirkung wohldosiert in einem set sicher nicht verfehlen wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/800471\" target=\"_blank\">v\/a<br \/>\nthe kamikaze club 05<br \/>\n[kamikaze club poff kc05]<\/a><br \/>\nsickboy remixt rotator, kann ja nur gut werden, ist anfangs zwar etwas unzusammenh\u00e4ngend, startet aber sp\u00e4testens mit dem chumbawamba-sample so richtig durch. killjoy bekommt nicht nur einen orden f\u00fcr den titel (&#8222;britney stole my crack pipe&#8220;), sondern auch den umgang mit samples unser allseits geliebten pop-chanteuse mit hang zur labilit\u00e4t. mr kill mit einer wand aus gabba-bassdrums, krach und s\u00e4gezahn &#8211; kann bei mir dennoch nicht punkten. e.r.c. h\u00e4tte den track ruhig auf die doppelte spieldauer ausdehnen k\u00f6nnen, das ist n\u00e4mlich ziemlich tight, aber eben ein zu kurzes vergn\u00fcgen.<br \/>\nund die r\u00fcckseite: cardopusher mit den ragga-vocals und allem sonstigen, was mich direkt weiterskippen lie\u00df (sorry, das ist aber auch schwierig mit mir). da landet man bei sickboy, der mich mit einem geraden 4\/4-takt im gar nicht mal so hohen tempo vers\u00f6hnlich stimmt. noize creator mit gar nicht mal so viel krach, daf\u00fcr viel distortion und darke basslines. ist ganz ok, h\u00e4tte mich aber nicht zum kauf \u00fcberzeugt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ja, richtig gelesen beim datum. habe noch einen betr\u00e4chtlichen stapel an platten hier, wo die zeit f\u00fcr auswahl und kauf ausreichte, dank studium und arbeit kam aber die detailliertere betrachtung zu kurz. war bei possible music, insofern auch wieder einiges an futter, bei dem mir scheinbar ein gewisser ruf voraus eilt. den aktualit\u00e4tsanspruch sollte man&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[3,2],"tags":[],"class_list":["post-551","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-frisch-eingetroffen","category-musik"],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=551"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/551\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}