{"id":578,"date":"2008-05-16T14:48:39","date_gmt":"2008-05-16T12:48:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=578"},"modified":"2008-05-16T14:59:19","modified_gmt":"2008-05-16T12:59:19","slug":"einkaufe-vom-15-mai-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2008\/05\/16\/einkaufe-vom-15-mai-2008\/","title":{"rendered":"eink\u00e4ufe vom 15. mai 2008"},"content":{"rendered":"<p>der hardwax sah mich mal wieder.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/476639\" target=\"_blank\">vex&#8217;d<br \/>\ndegenerate<br \/>\n[planet mu ziq115cd]<\/a><br \/>\nals silberling deshalb, weil die doppel-cd genauso viel kostet wie das vinyl, nur bietet sie dabei weitaus mehr: zun\u00e4chst alle tracks von der platte (klar), und daneben noch die singles, die vorab auf planet mu erschienen sind, womit die erste cd abgehandelt w\u00e4re. auf der zweiten sind noch die beitr\u00e4ge versammelt, die vorab auf subtext oder destructive recordings erschienen sind.<br \/>\nhatte sie vor jahren schon mal angeh\u00f6rt, aber wie das bei mir so ist, m\u00fcssen neue dinge erstmal reifen, ehe ich die qualit\u00e4ten erkenne. sie k\u00f6nnen leider nichts daf\u00fcr, dass ich dubstep schon damals mit den s\u00e4gezahn-basslines verband und das genre damit fast schon disqualifiziert war. im nachhinein betrachtet schon unfair, dass sie deshalb tempor\u00e4r bei mir auf das abstellgleis gerieten. die beats treffen immer auf den punkt, sch\u00f6n rauh sind die tracks obendrein noch und damit daf\u00fcr pr\u00e4destiniert, dem einen oder anderen techno-set eine etwas sch\u00e4rfere w\u00fcrze zu verleihen.<br \/>\ndubstep, wie er in meinen ohren klingen sollte. ein neues album ist f\u00fcr den sommer angek\u00fcndigt, und dieses mal wird das gleich vorurteilsfreier unter die lupe genommen. nicht dass mir wieder so ein fauxpas unterl\u00e4uft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/1324540\" target=\"_blank\">marcel dettmann<br \/>\nmdr 04<br \/>\n[marcel dettmann records mdr 04]<\/a><br \/>\nbeim ersten track versucht er sich an ambient, klingt dabei ein wenig wie herr vainio und damit gar nicht mal schlecht. &#8222;lattice&#8220; groovt sch\u00f6n vor sich hin, rauschen wird als offensives stilmittel eingesetzt und bringt auch dubbige ans\u00e4tze mit. perfekt f\u00fcr den anfang eines abends oder unter freiem himmel.<br \/>\ndie beiden sicheren treffer befinden sich f\u00fcr mich auf der r\u00fcckseite. typisch staubtrocken kickende tracks, die seinem markenzeichen gerecht werden. neu sind die an birmingham, bzw. den letzten sandwell-district-sachen orientierten sounds. daher werden die stammk\u00e4ufer von deren letzten eps keine schwierigkeiten hiermit haben. mal wieder gute arbeit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/1286475\" target=\"_blank\">shitcluster<br \/>\ndoop<br \/>\n[sd records sd11]<\/a><br \/>\ngab&#8217;s vorher schon als <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/1171299\" target=\"_blank\">cd-r<\/a>, die hier ist auf 300 limitiert, daf\u00fcr sch\u00f6n violett-gesprenkelt. habe die gekauft, ohne zu wissen, dass die holl\u00e4nder dahinter stecken. zugetraut h\u00e4tte ich ihnen sowas nicht, wenn ich ehrlich bin, aber umso sch\u00f6ner, dass man es auch mit \u00fcberraschungen probiert.<br \/>\ndie a-seite ist n\u00e4mlich alles andere als standardware. der erste track in ganz beh\u00e4bigem house-tempo, der zu beginn ganz sch\u00f6n verst\u00f6rende melodien in sich vereint, nach dem break aber zu einer house-nummer mutiert, die auch aus den hirnen der katapult-franzosen stammen k\u00f6nnte. die zweite nummer&#8230; ja, was ist das eigentlich? ein beat ist vorhanden, mit etwas gutem willen kann man&#8217;s in einem electro-set spielen, aber die ganzen r\u00fcckw\u00e4rts laufenden vocal- und sprachschleifen h\u00e4tten genauso gut zur untermalung psychedelisch angehauchter filme (und seien es die eigenen) dienen k\u00f6nnen.<br \/>\nb-seite, erster track: bombe. ein minimaler beat, der als schnittstelle zwischen minimaleren tracks und electro perfekt passt, und dazu noch die heruntergepitchte stimme mit dem st\u00e4ndigen &#8222;i&#8217;m back &#8211; on track&#8220;, die etwas an <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/4275\" target=\"_blank\">electronic warfare<\/a> erinnert. sp\u00e4ter kommt noch eine sechzehntel-sequenz hinzu, damit es f\u00fcr den kopf noch etwas zu tun gibt. das outro arbeitet \u00e4hnlich, auch wenn electro hier etwas offensichtlicher ist. erg\u00e4nzt wird das durch ein paar synthlines, eine ziemlich dicke bassline und nochmals einer vocoder-stimme.<br \/>\nnichts f\u00fcr schwache gem\u00fcter, aber wer vor publikum keine angst vor experimenten hat, kann sich die hier als geheimwaffe vormerken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/1178643\" target=\"_blank\">eqd<br \/>\nequalized #001<br \/>\n[equalized eqd 001]<br \/>\n<\/a> stammt angeblich aus dem hardwax-umfeld, wenn man der groove-rezension glauben schenken mag. w\u00fcrde herrn dettmann stilistisch auch so etwas zutrauen, aber am ende sind es eh immer diejenigen, die man am wenigsten verd\u00e4chtigt. und ehe man sich verkrampft auf die suche nach den gesichtern hinter der musik macht, sollte man sich lieber auf die urspr\u00fcnge konzentrieren, als nur das z\u00e4hlte, was in die rille gepresst wurde.<br \/>\nund da kann man hier nicht klagen. die a-seite ist etwas opulenterer techhouse mit melodisch sch\u00f6n aufeinander abgestimmten chords und dem richtigen gesp\u00fcr daf\u00fcr, wann ein break zu setzen ist.<br \/>\ndie b-seite bietet wieder einmal die perle. trockener, minimaler techno, und auch wenn die idee noch so simpel erscheint: sie macht den reiz aus. ich frage mich allerdings, wie man bei der auf dem vierten beat st\u00e4ndig wechselnden sequenz vern\u00fcnftig zur n\u00e4chsten platte \u00fcberblenden kann. aber daf\u00fcr gibt es dankenswerterweise die claps ab der zweiten h\u00e4lfte. erfrischend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>der hardwax sah mich mal wieder. vex&#8217;d degenerate [planet mu ziq115cd] als silberling deshalb, weil die doppel-cd genauso viel kostet wie das vinyl, nur bietet sie dabei weitaus mehr: zun\u00e4chst alle tracks von der platte (klar), und daneben noch die singles, die vorab auf planet mu erschienen sind, womit die erste cd abgehandelt w\u00e4re. auf&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[3,2],"tags":[],"class_list":["post-578","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-frisch-eingetroffen","category-musik"],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/578","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=578"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/578\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}