{"id":596,"date":"2008-06-24T23:09:27","date_gmt":"2008-06-24T21:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=596"},"modified":"2010-07-05T16:12:16","modified_gmt":"2010-07-05T14:12:16","slug":"larz-26-29062008-fusion-festival-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2008\/06\/24\/larz-26-29062008-fusion-festival-2008\/","title":{"rendered":"[l\u00e4rz \/ 26.-29.06.2008] fusion festival 2008"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fusion-festival.de\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2008\/06\/fusion2008-header.jpg\" alt=\"fusion2008-header.jpg\" width=\"500\" \/><br \/>\n<\/a><br \/>\nmeine premiere, die vorfreude steigt.<br \/>\nda sie selber es bevorzugen, dass die professionellen berichterstatter lieber mitfeiern, anstatt dank ihrer presseausweise der ausgiebigen kritik zu fr\u00f6nen, wird es auch hier keinen ausf\u00fchrlichen bericht geben. das aber eher aus dem grund, dass bei vier tagen so viele acts und eindr\u00fccke zusammenkommen, dass es schwierig wird, sich im nachhinein noch an alle details zu erinnern. da au\u00dferdem die rolle des protokollanten am rande des dancefloors nicht zu mir passt, werde ich die vier tage lieber auf die geeignete weise genie\u00dfen. allerdings werde ich mein handy am ende jedes tages als diktierger\u00e4t gebrauchen und das hier niederschreiben. einige bilder werden sicherlich auch zustandekommen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">erlebnisprotokoll (ab samstag fr\u00fch habe ich nicht mehr auf&#8217;s handy gesprochen, dann muss eben das ged\u00e4chtnis herhalten.)<br \/>\n<\/span><a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id1164101112'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id1164101112\" style=\"display:none\"><br \/>\ndonnerstag, 26. juni 2008, 14:15 uhr: sind seit zwei stunden hier, kamen sowas von unkompliziert auf das gel\u00e4nde, straffstens organisiert, dabei nicht unh\u00f6flich, sondern bestimmt freundlich und wir konnten ohne probleme auf unseren gew\u00fcnschten platz fahren. das gel\u00e4nde ist sehr weitl\u00e4ufig, nach meinem ersten eindruck finde ich mich erstmal gar nicht zurecht, aber das wird sich innerhalb der n\u00e4chsten tage noch ergeben. zelte sind schon aufgebaut, habe davon unverhoffterweise eines abbekommen, insofern muss ich nicht mit der ladefl\u00e4che eines kombis vorlieb nehmen (danke an katrin und michel nochmal an dieser stelle). heute abend erstmal kino, ab 20:45 uhr, danach party, aber jetzt erstmal schlafen. die letzte nacht war mit zwei stunden definitiv zu kurz.<br \/>\n&#8212;<br \/>\ndonnerstag, 26. juni 2008, 23:05 uhr: erster rundgang \u00fcber&#8217;s gel\u00e4nde, es ist ein buntes treiben hier. erw\u00e4hnenswert ist die band, die auf unserem zeltplatz schon gut zu h\u00f6ren war. sie spielten auf dem roten platz: <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/mononikitaman\" target=\"_blank\">mono &amp; nikitaman + royal flash<\/a>. habe leider nur das letzte und vorletzte lied aus n\u00e4chster n\u00e4he mitbekommen, da ging schon eine massive party. h\u00e4tte nie gedacht, dass reggae so rocken kann. &#8222;<a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0421082\/\" target=\"_blank\">control<\/a>&#8220; ist ein hervorragender film, wenn auch zum schluss hin deprimierend. muss einen auch nicht weiter wundern, wenn man die biographie von ian curtis bereits im voraus kennt. aber corbijn-typisch sch\u00f6n in szene gesetzt. jetzt hei\u00dft es abwarten bis 24 uhr, steve bug macht das warm-up.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nfreitag, 27. juni 2008, 14:33 uhr: es regnet, es st\u00fcrmt, zwischenzeitlich kommt auch mal die sonne raus, eigentlich k\u00f6nnte april sein. turmb\u00fchnener\u00f6ffnung war jedenfalls sch\u00f6n, steve bug recht seicht unterwegs mit ein paar hits als eingestreute h\u00f6hepunkte. danach habe ich mich zwischen querfeld- und bachstelzen-floor herumgetrieben, auch dort angenehm, was leute und musik angeht. aber gegen 5 uhr fr\u00fch war der akku einfach leer, so dass wir in richtung schlafst\u00e4tte aufgebrochen sind. vier stunden schlaf reichen erstmal aus, um die n\u00f6tigsten reserven aufzuf\u00fcllen. in zwei stunden geht es weiter mit der n\u00e4chsten runde: faust.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nsamstag, 28. juni 2008, 6:09 uhr: wird nach zw\u00f6lf stunden auf den beinen langsam wieder zeit, eine pause einzulegen. erleuchtungen des tages: <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/faustpages\" target=\"_blank\">faust<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/paul_rose_hotflush\" target=\"_blank\">scuba<\/a>. faust alleine deswegen, weil die herren mit jenseits der 60 immer noch sehr agil auf der b\u00fchne zu werke gehen, mit kettens\u00e4ge, bohrmaschine, betonmischer. man muss nat\u00fcrlich mit dem krautrock-sound etwas anfangen k\u00f6nnen. danach remute als dj: auch eine \u00fcberraschung, weil gar nicht minimal, sondern sch\u00f6n housig, sparte nicht an hits (&#8222;the bomb&#8220; von den bucketheads, &#8222;windowlicker&#8220; von afx, &#8222;nummern&#8220; von kraftwerk). jake the rapper danach grausam, sehen einige bestimmt anders, mein ding war das minimal-gedudel mit gesangseinlagen jedenfalls nicht. kurz beim freakcamp im querfeld vorbeigeschaut, von senser ab 20:30 uhr auf der hangarb\u00fchne habe ich mir nur den anfang angeschaut. wusste gar nicht, dass sie zwei s\u00e4nger (dame und herr) haben. war schon ziemlich gut, gerade was die gesamtleistung der band angeht, muss allerdings feststellen, dass ich dem crossover-genre doch etwas entwachsen bin. ab 22 uhr pause im zeltlager zum essen und ausruhen, um 23 uhr wieder auf&#8217;s gel\u00e4nde, damit noch p\u00fcnktlich zu storm auf der seeb\u00fchne. die hatte w\u00e4hrend ihres gesamten sets ein dauergrinsen im gesicht, auch wenn es nicht die drum&amp;bass-erleuchtung war (die ich ehrlich gesagt auch nicht mehr erwarte), aber ihr spa\u00df hat sich gut auf die leute &#8211; inkl. mir &#8211; \u00fcbertragen. r\u00fcber zur turmb\u00fchne zu remute als live-act, minimaler als in der woche zuvor im batterieraum, wo er mir auch besser gefiel. nichtsdestotrotz: die leute haben es geliebt. anschlie\u00dfend die letzten anderthalb stunden bei storm genossen. von interlope als live-act hatte ich mehr erwartet, gerade die h\u00e4rteren t\u00f6ne, kam mir vom beat und den sounds her etwas statisch vor. gut tanzbar: ja, aber beileibe keine offenbarung. die kam danach mit scuba, der die gesamte dubstep-breite von vertr\u00e4umten vocal-tracks \u00fcber h\u00e4rtere sachen bot und dabei auch den einen oder anderen techno-track einstreute. hut ab! macht laune auf den 11. juli.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nsamstag, 28. juni 2008, erste runde: nach der \u00fcberf\u00e4lligen dusche, wof\u00fcr man eine stunde anstehen musste, ca. 16 uhr zur\u00fcck auf das gel\u00e4nde, um wenigstens noch den rest von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/robosonic\" target=\"_blank\">robosonic<\/a> mitzubekommen. falls es bei ihnen nochmal mit dem booking klappen sollte, nehme ich mir vor, das gesamte set mitzunehmen. echt gut, die jungs. melodisch-minimal, passte sch\u00f6n zum wetter und zum floor. an der turmb\u00fchne bei the fix vorbeigeschaut, dort war gute stimmung bei guter musik geboten. anschlie\u00dfend wieder zum essen und ausruhen ins camp.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nsamstag, 28. juni 2008, zweite runde: gegen 24 uhr ging es in richtung luftschloss, wo <a href=\"http:\/\/myspace.com\/slagsmalsklubben\" target=\"_blank\">slagmalsklubben<\/a> ab 0:30 uhr spielten. das war einer der spa\u00dfigsten, exzessivsten und lustigsten live-acts, die ich jemals mitbekommen habe. gleich beim opener mit stagediving, und bei der letzten hardcore-nummer folgten auch die bandmitglieder, w\u00e4hrend unten der mob am pogen war. unbedingt empfehlenswert! danach etwas herumstreunen auf dem gel\u00e4nde, um festzustellen, dass es in der tubebox bei kabuki und im schuhkarton bei till von sein zu voll und zu hei\u00df ist. die wartezeit bis shackleton lie\u00df sich im datscha hangar bei onetake gut \u00fcberbr\u00fccken, ehe der skull-disco-macher anfing. der lie\u00df es in den ersten 10 minuten auch geruhsam angehen, k\u00f6nnte sein set auch etwas umordnen, so dass die fordernden tracks allesamt gegen ende kommen, aber es war schon mal sch\u00f6n zu h\u00f6ren, dass er auch ohne congas richtig gute tracks mit sattem bass und 4\/4-takt hinbekommt. bin dann auf recht direktem wege r\u00fcber zum casino, wovon mir bereits berichtet worden war. der hangar war schick mit einem rondell dekoriert, dessen wei\u00dfe plane als projektionsfl\u00e4che diente. im hintergrund lief minimaler techno und ambient, wozu jemand fetzen aus h\u00f6rspielen sampelte. liegefl\u00e4che auf den matten am boden war nicht so bequem, auf den matratzen auf der empore umso mehr, aber schlaf wollte sich auch dort nicht so recht einstellen, zumal nach dem dj-wechsel eine krude mischung aus klassik, chansons und folk durch die boxen schallte und das sonnenlicht von drau\u00dfen immer verlockender erschien. r\u00fcber zur seeb\u00fchne, wo ich dachte, dass marc schneider direkt nach ed 2000 ab 10 uhr dran w\u00e4re, was sich aber als irrtum rausstellte. daher um 7:30 uhr der schon vorher f\u00e4llige gang in richtung zelt f\u00fcr wenigstens ein paar stunden ruhe.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nsonntag, 29. juni 2008, erste runde: zur mittagszeit zur\u00fcck auf der seeb\u00fchne, wo die h\u00e4lfte des sets von marc schneider leider schon rum war, aber die andere reicht dennoch, um auch den rest zu einem der h\u00f6hepunkte auf der seeb\u00fchne zu erkl\u00e4ren. klasse mischung aus techno und house alter schule, gew\u00fcrzt mit neueren sachen, die nicht in jedermanns charts zu finden sind. warum chlo\u00e9 als live-act danach in melancholie um gef\u00fchlte 110 bpm abdriftete, hat sich mir nicht erschlossen. gallopierende zuversicht auf der turmb\u00fchne waren als untermalung bei der verk\u00f6stigung der bratkartoffeln von einem der st\u00e4nde ok. danach ging&#8217;s wieder in richtung zelt.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nsonntag, 29. juni 2008, zweite runde: da slam f\u00fcr 17 uhr auf dem plan standen und ich sie noch nie erlebt hatte, war der slot eh vorgemerkt. die sind mit den jahren auch ruhiger geworden und passten sich dem latent pr\u00e4senten melodisch gepr\u00e4gten minimal-sound an. h\u00f6hepunkt hierbei ganz sicher &#8222;positive education&#8220;. danach verblieben wir direkt auf dem gel\u00e4nde, weil <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/azap\" target=\"_blank\">melt banana<\/a> f\u00fcr 19 uhr in der datscha spielen sollten. versp\u00e4tete sich aber, weil auf der hangarb\u00fchne noch panteon rococo spielten. das vergn\u00fcgen bei den japanischen damen und herren war dann kurz, aber heftig und die uhr bewegte sich zusehends auf 21 uhr zu. allgemeine vollversammlung an der turmb\u00fchne, wo dinky bei einem sch\u00f6nen sonnenuntergang das letzte set bis 22 uhr bestritt. auch ein sch\u00f6ner ausklang. als die letzte bassdrum verklungen war, ging es noch kurz r\u00fcber in richtung karaoke, was praktischerweise auf dem weg richtung campingplatz lag. dort noch ein paar vitamine verschlungen und die erste nacht ohne durchg\u00e4ngige bassdrum im hintergrund verbracht.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nmontag, 30. juni 2008: gegen 11:30 uhr waren die zelte abgebaut und die m\u00fcllt\u00fcten an der sammelstelle abgegeben. in der datscha bekamen wir noch die letzten platten des krause duos mit. zwar waren zu dem zeitpunkt schon einige abgereist, aber auf dem gel\u00e4nde huschten noch so einige umher. an der dub-station war auch noch reger betrieb, nichtsdestoweniger rief die heimische badewanne.<\/p>\n<p>ein bis zwei worte zur organisation:<br \/>\ndort gibt es nichts zu bem\u00e4ngeln. kaum ist man auf dem gel\u00e4nde, nehmen die dinge automatisch ihren lauf. unkomplizierte kofferraumkontrolle, wird getrennt vom eigentlichen einlass abgehandelt. der befindet sich 200 meter davon entfernt, dort kriegt man den lageplan, m\u00fcllbeutel und b\u00e4ndchen und kann sich seinen campingplatz dann aussuchen, wenn man p\u00fcnktlich genug da ist.<br \/>\ndie ausschilderung ist ok, die idee mit den stra\u00dfennamen zur orientierung gold wert. ist auch irgendwann hinf\u00e4llig, wenn die zelte dicht an dicht stehen.<br \/>\ndie oase verdient auch ein lob: wasserspender, waschbecken, bezahl- und dixi-klos, sowie duschen, ess-st\u00e4nde und workshops &#8211; alles klasse. aber um dem andrang zu sto\u00dfzeiten gerecht zu werden, w\u00e4ren zwei davon im n\u00e4chsten jahr wahrscheinlich nicht verkehrt.<br \/>\nhygienische situation: vorbildlich! was f\u00fcr dixi-klos nat\u00fcrlich nicht gilt, traf auf die restlichen einrichtungen allemal zu. hier war man jederzeit der lage gewachsen, nur muss man sich wirklich zeitstrategien ausdenken, wann man sich am besten anstellen sollte.<\/div>\n<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">fazit, f\u00fcr diejenigen gedacht, denen das protokoll zuviel ist:<\/span><br \/>\ngelungene premiere! warte jetzt schon auf das n\u00e4chste jahr.<br \/>\nzwar hatte ich ein noch unkonventionelleres publikum erwartet, auch der ein oder andere solarium-besucher wurde gesichtet. aber im nachhinein habe ich erfahren, dass deren anteil in den letzten jahren h\u00f6her lag. ins gewicht fielen sie eh kaum: man hat wirklich gemerkt, dass sich die musikalische vielfalt das publikum automatisch aussucht.<br \/>\nnoch einen pluspunkt verdienen die anlagen: mir kam kein einziger floor unter die ohren, der anlass zur klage geboten h\u00e4tte. allen voran die turmb\u00fchne, die mit einem pr\u00e4zisen, aber dabei sowas von satten sound gl\u00e4nzen konnte, dass ein gig dort sicher spa\u00df gemacht hat. einzig der sand als tanzunterlage war etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, aber im vergleich zu den vorjahren war das schlamm-problem dadurch gebannt.<br \/>\n\u00fcberall deko, weshalb es m\u00fc\u00dfig ist, hier alles aufzuz\u00e4hlen. es wurde eine menge arbeit investiert, alleine die lichtinstallation an der seeb\u00fchne war sehenswert, dazu ein hochleistungslaser, die turmb\u00fchne an sich, und und und&#8230;<br \/>\nmusikalisch hat mir im elektronischen bereich an der turmb\u00fchne etwas die abwechslung gefehlt. sicher, unter freiem himmel muss man nicht brettern. es w\u00e4re aber sch\u00f6n, wenn sich f\u00fcr n\u00e4chstes jahr ein paar leute finden lie\u00dfen, die sich dort auch mehr trauen. ansonsten ist es schon lobenswert, dass drum&amp;bass und dubstep ein forum hatten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>meine premiere, die vorfreude steigt. da sie selber es bevorzugen, dass die professionellen berichterstatter lieber mitfeiern, anstatt dank ihrer 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