{"id":605,"date":"2008-07-03T18:41:37","date_gmt":"2008-07-03T16:41:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=605"},"modified":"2008-12-31T14:40:55","modified_gmt":"2008-12-31T13:40:55","slug":"berlin-09072008-tresor-new-faces-bonito-house-club","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2008\/07\/03\/berlin-09072008-tresor-new-faces-bonito-house-club\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 09.07.2008] tresor: new faces \/ bonito house club"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\">tresor: new faces<\/span><br \/>\nheadquarter-dj: marcel heese<br \/>\ndominik muller (furanum records \/ polen) <em>live-pa<\/em><br \/>\nstype (dissonanzstudien \/ berlin)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">batterieraum: bonito house club<\/span><br \/>\nsuzi wong (bonito house club \/ berlin)<br \/>\nirie electric (unkul \/ berlin)<\/p>\n<p>ab 24 uhr (neuerung, gilt ab anfang juli!)<br \/>\n5 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id461614941'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id461614941\" style=\"display:none\">eine wesentliche und l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige lehre l\u00e4sst sich aus dem abend ziehen: macht man sich frei von dem zwang, es irgendjemandem recht machen zu wollen (\/m\u00fcssen), spielt es sich gleich unverkrampfter. ich hoffe, das haben die anwesenden auch irgendwie gemerkt, aber der reihe nach.<\/p>\n<p>gegen 0:45 uhr im tresor, techniker sascha besorgte dankenswerterweise noch einen cd-player, da ich sonst beim mit marcel im voraus abgemachten dubstep-warm-up schnell in einen engpass gekommen w\u00e4re. wir beide hatten tats\u00e4chlich das erste mal mit einem xone:92 das vergn\u00fcgen, wobei ich nicht ganz verstehe, warum man dem mixer nicht einen zweiten kopfh\u00f6rerausgang an der vorderseite spendiert hat. auch der umgang mit den filtern muss gelernt sein, aber die kann man eh ausschalten. zwei mittenregler wollen beim mixing auch ber\u00fccksichtigt werden, zumal die vorh\u00f6rfunktion den eq \u00fcbergeht. der pioneer-cdj-1000-mk3 \u00fcberzeugt auf anhieb durch die einem technics nachempfundene handhabung und einer kleinen waveform-darstellung auf dem display. mir ist klar, dass das ger\u00e4t noch mehr zu bieten hat, aber intensiver wollte ich mich im clubbetrieb damit nicht befassen.<\/p>\n<p>also die erste stunde: wechsel zwischen uns nach allen zwei platten, wobei schon nach der dritten jemand fragte, ob es noch h\u00e4rter wird. nach einer dreiviertelstunde vor einem recht leeren floor und einem barkeeper, der sich mit herunterzeigendem daumen vor dem dj-pult postierte, reifte die erkenntnis schnell, das experiment abzubrechen und marcel sein techno-set beginnen zu lassen. den versuch war es wert, aber es wird noch lange brauchen, bis man (wenn \u00fcberhaupt) mit dubstep-sets dort etwas anzufangen wei\u00df.<\/p>\n<p>da marcel seine sache gewohnt routiniert machte, war ein ausflug nach oben angesagt: habe dort nur irie electric geh\u00f6rt, aber die hat sich vom trockenen minimal auch gr\u00f6\u00dftenteils verabschiedet und spielt vermehrt sachen mit groove. tat sie schon vorher, aber nun mit etwas satteren b\u00e4ssen.<br \/>\nneu ist der garten links neben dem club, bzw. am linken ende des batterieraums. er sieht zwar noch etwas kahl aus und w\u00fcrde sicher noch ein bis zwei sitzgelegenheiten verdienen, au\u00dferdem w\u00e4re eine l\u00e4rmschutzwand sicher nicht verkehrt, damit auch drau\u00dfen ein wenig musik geh\u00f6rt werden kann. aber: die grundlage ist da. auch die neuen liegefl\u00e4chen im garderobenbereich sind ein schritt in die richtige richtung, wobei dort zu bedenken ist, dass bierflaschen locker in den l\u00fccken durchfallen k\u00f6nnen. aber vielleicht wird das auch gar nicht zum problem.<\/p>\n<p>gegen 3:40 uhr wieder runter, wo dominik muller vor gut gef\u00fclltem haus sehr industriell gepr\u00e4gten techno spielte, was ihm auch gut gelang. blieb also noch genug zeit, das eigene set zurechtzulegen, auch wenn ich lediglich die ersten f\u00fcnf platten wusste. um ca. viertel nach 4 wird es auch soweit gewesen sein, und auch wenn man mir abkupferei vorwerfen will: der &#8222;prolog&#8220; aus &#8222;haus der l\u00fcge&#8220; von den einst\u00fcrzenden neubauten sollte als aussage gegen die rein auf rendite zielende politik des clubs und als &#8211; ich will es nicht verhehlen &#8211; pers\u00f6nliche entt\u00e4uschung \u00fcber die an mir vor\u00fcbergegangene entscheidung bzgl. headquarter-nachfolge am anfang stehen (als randnotiz mag es vielleicht jemanden interessieren, dass analog zu tanith anno 1995 mit fabian lenz einer aus dem gleichen stall die z\u00fcgel in der hand h\u00e4lt &#8211; so schlie\u00dft sich der kreis). danach sollte die schraube einfach mehr oder minder erbarmungslos angezogen werden. gelang mit x-102 und jeff mills 1991 a.d., und auch der rest ging dank eingangs erw\u00e4hnter zwangslosigkeit gut von der hand.<br \/>\nnach einer stunde beschloss ich, der vielfach vorab kommunizierten idee auch taten folgen zu lassen und begann mit dem h\u00e4rteren teil, der sich breakcore, drum&amp;bass und leichten hardcore-anleihen widmen sollte. ich h\u00e4tte aber nie gedacht, dass einige der g\u00e4ste damit etwas anfangen k\u00f6nnen. daher machte es noch mehr laune, weil manchen die steigerung nichts ausmachte &#8211; eher im gegenteil. da war auch egal, dass einige der vorherigen \u00fcberg\u00e4nge mit hei\u00dfer nadel gestrickt wurden, weil wegen der monitore und dem leisen kopfh\u00f6rerausgang wenig zu h\u00f6ren war.<\/p>\n<p>als dann um 6:15 uhr schluss war, konnte ich die nadel mit dem gef\u00fchl von der letzten platte (&#8222;in loving memory&#8220; von modeselektor &#8211; und ja, der titel ist nicht zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt) nehmen, so gut wie alles verwirklicht zu haben, was ich mir vorab vorgenommen hatte. da mein abschied von dem laden innerlich eh vollzogen war, perlte die schlussbemerkung des bereits beim dubstep-intro in erscheinung getretenen barkeepers in meine richtung, dass ich hier nicht nochmal spielen w\u00fcrde, an mir ab. er konnte allerdings auch nicht wissen, dass genau das beabsichtigt war. ich wei\u00df zwar, dass wenige dieser entscheidung nachkr\u00e4hen werden, da auch im new-faces-kontext einige g\u00e4ste bereits in ihrer region mehr erreicht haben als ich es mir jemals vornehmen k\u00f6nnte. andererseits bleibt angesichts ausbleibender spritgeld-zahlungen an ausw\u00e4rtige g\u00e4ste der schale beigeschmack, dass man den ruf der marke &#8222;tresor&#8220; langsam etwas \u00fcberreizt, indem man sich darauf verl\u00e4sst, dass gebuchte acts vor ehrfurcht den mund halten. das tun leider auch die meisten, unterst\u00fctzen muss ich das allerdings nicht.<\/p>\n<p>marcel m\u00f6chte ich hiermit nochmal f\u00fcr das engagement im vorfeld und w\u00e4hrend der party danken, weil der schwarze peter bzgl. des dubstep-sets ohne seine intervention komplett bei mir gelandet w\u00e4re. au\u00dferdem danke, mich bis zum schluss an den decks und somit die party ausklingen zu lassen. ich w\u00fcnsche dir einen l\u00e4ngeren atem mit tresor als mir und bewahre dir vor allem den umgang mit deinen mittwochs-g\u00e4sten.<\/p>\n<p>mein set gibt es \u00fcbrigens <a href=\"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/mixes\/stype_-_tresor_hq_20080709.mp3\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>tresor: new faces headquarter-dj: marcel heese dominik muller (furanum records \/ polen) live-pa stype (dissonanzstudien \/ berlin) batterieraum: bonito house club suzi wong (bonito house club \/ berlin) irie electric (unkul \/ berlin) ab 24 uhr (neuerung, gilt ab anfang juli!) 5 euro review zeigen eine wesentliche und l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige lehre l\u00e4sst sich aus dem&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6,7],"tags":[],"class_list":["post-605","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","category-werbung"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=605"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":731,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605\/revisions\/731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=605"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=605"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=605"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}