{"id":6367,"date":"2022-07-16T14:28:44","date_gmt":"2022-07-16T12:28:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6367"},"modified":"2022-12-12T23:07:20","modified_gmt":"2022-12-12T22:07:20","slug":"berlin-16-07-2022-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2022\/07\/16\/berlin-16-07-2022-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 16.07.2022] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.berghain.berlin\/de\/event\/73086\/\" target=\"_blank\">klubnacht<\/a><br><br><strong>berghain<\/strong><br>00h00 rifts<br>04h00 boston 168 <em>live<\/em><br>05h30 daria kolosova<br>09h30 marr\u00f8n<br>13h30 fadi mohem<br>17h30 jakojako<br>21h30 lag<br>01h30 fiedel<br><br><strong>panorama bar<\/strong><br>00h00 stathis<br>04h00 naty seres<br>08h00 i. jordan<br>12h00 tijana t<br>16h00 gerd janson<br>20h00 fred p<br>00h00 cromby<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>marr\u00f8n war echt gut bzw. hat meinen ersteindruck vom m\u00e4rz best\u00e4tigt. bin irgendwie erleichtert, dass leute noch schnell spielen k\u00f6nnen (hab gegen set-ende mal aus neugierde getappt und war wegen der 147 bpm schon \u00fcberrascht), ohne dass sie dabei in die verlegenheit kommen, das mit den derzeit g\u00e4ngigen \u00fcberbordenden rave-elementen zu garnieren. er hingegen schn\u00f6rkellos, trocken, arbeiten mit tools und perkussion. passte damit blendend zu meiner tresor-sozialisation. shazam hat leider in einer tour versagt (\u00fcbrigens auch sp\u00e4ter bei fadi mohem, als es abwechselnd &#8222;better off alone&#8220; von alice deejay und &#8222;cafe del mar&#8220; von energy 52 vorgeschlagen hat &#8211; ja nee, is&#8216; klar. lief nicht mal ironisch.), so dass ich die paar fundst\u00fccke gerade nicht erfolgreich verifizieren konnte.<br>f\u00fcr ort und uhrzeit schon sehr fordernd, aber die volle tanzfl\u00e4che hat ihm recht gegeben.<br><br>fadi mohem hatte mich am pfingstmontag nicht so abholen k\u00f6nnen und im direkten vergleich zu marr\u00f8n kann ich jetzt wenigstens auch den finger darauf legen, wenn auch jammern auf hohem niveau. anhand seiner h\u00f6r-sets habe ich mich schon als fan deklariert und dabei die tatsache vernachl\u00e4ssigt, dass die eine stunde jeweils immer nur einen ausschnitt repr\u00e4sentiert. in der kurzen zeit ist es verst\u00e4ndlich, sich auf einen stil festzulegen, ehe das zu wirr bzw. zu unkoh\u00e4rent wirkt.<br>sowohl bei h\u00f6r als auch im berghain: seine technik ist grandios. \u00e4hnlich wie bei marr\u00f8n auch: ein tool reiht sich ans n\u00e4chste, aber mit minutenlangem tadellosen mixing. weshalb ich marr\u00f8n jedoch eine nasenl\u00e4nge voraus sehe: selbst in der auswahl trockener tracks lassen sich variationen finden: andere perkussive patterns, andere kickdrums, damit mehr dynamik.<br>bei fadi mohem wirkten die tracks in der ersten h\u00e4lfte f\u00fcr mich so, als ob (wie bei ben klock auch) eine 909 mit einem programmierten pattern eingeschaltet wird, das nur geringf\u00fcgig variiert und konstant das tempo h\u00e4lt. sprich: die h\u00f6r-sets in ausgedehnter form. wie gesagt: m\u00fcssen djs technisch erstmal hinkriegen, dass das \u00fcber stunden so wie aus einem guss wirkt und die sounds der tracks im mixing auch super ineinandergreifen. aber mir fehlte in der ersten h\u00e4lfte etwas unterhalb der trockenen kicks, was die funktion one ohne probleme transportieren k\u00f6nnte: basslines, subbass &#8211; irgendetwas, das die dynamik noch anheizt oder auch wieder herausnimmt, um sp\u00e4ter wieder zur\u00fcckzukehren. bin da wahrscheinlich durch das, was von der insel in den letzten zweieinhalb jahrzehnten her\u00fcberschwappte, zu verw\u00f6hnt.<br>wie auch immer: ist sein stil bzw. markenzeichen. daran kann mensch sich auch anpassen bzw. alternativ auch einfach mal eine etage h\u00f6her gehen. die zweite h\u00e4lfte seines sets fand ich richtig gut, so als ob er auf das finale hingearbeitet hat (das wunderbare &#8222;transition&#8220; von underground resistance).<br><br>jakojako fordernd-dubbig, l\u00e4ngst nicht so melodisch, wie es ihre produktionen vermuten lassen. gerd janson melodisch-housig, aber auch mit dem breakbeat-sommerhit 2021: &#8222;so u kno&#8220; von overmono.<br><br>apropos &#8222;breakbeats&#8220; und &#8222;jammern auf hohem niveau&#8220;: nach gut zehn stunden gef\u00fchltem durchmarschieren im berghain dachte ich mir schon, dass es jetzt doch mal ganz nett w\u00e4re, wenn jemensch wenigstens etwas mit unterbrochener 4\/4-kick spielt. da lag auf mord f\u00fcr mich in der hinsicht bisher meistens positiv herausstach (sonst zitiere ich das gerne als beispiel eines labels mit zuweilen zu stumpfen tracks), war ich neugierig. der beginn seines sets verhie\u00df mit electro auch etwas in dieser art und bei dem ctrls-track (siehe unten) lie\u00dfen meine endorphine mich denken, dass das in der form auch gerne bis mitternacht weitergehen k\u00f6nnte. es blieb jedoch nur bei dieser verhei\u00dfung &#8211; der wechsel ins 4\/4-fach folgte prompt. zwar mit sch\u00f6nen brettern wie &#8222;death before surrender&#8220; von surgeon (normalerweise ein signature-track von pete, den ich im line-up der letzten monate allerdings ziemlich vermisse &#8211; wohlwissend, dass er im juni gemeinsam mit soundstream im garten spielte), &#8222;dungeon&#8220; von luke slater (als p.a.s.) oder (angeteasert) &#8222;pride (it&#8217;s time)&#8220; von jay denham. gab auch noch eine 140-bpm-bootleg-version von &#8222;dub be good to me&#8220; von beats international.<br>wie so h\u00e4ufig h\u00e4tte ich mir mehr mut zum risiko gew\u00fcnscht. hatte nicht den eindruck, dass er das publikum anfangs \u00fcberfordert hat. andererseits war&#8217;s auch das dilemma des prestigetr\u00e4chtigen slots, wonach mensch der*m letzten dj nicht unbedingt eine halbleere tanzfl\u00e4che \u00fcbergeben m\u00f6chte.<br><br>fred p erst vocal-, dann bassline-lastig. da machte das zuh\u00f6ren laune. liegt an mir bzw. der schwindenden kondition, dass es andere kaliber gebraucht h\u00e4tte, um mich zu der zeit noch nachhaltig auf die tanzfl\u00e4che zu schicken.<br><br>trotz gelebter geradlinigkeit unten: ein echt guter sonntag. trotz stets hohem f\u00fcllgrad unten gute vibes, endlich prominent platzierte &#8222;take care of yourself and your friends&#8220;-plakate (vorschlag zur wortwahl: &#8222;&#8230; and the people around you&#8220; statt der &#8222;friends&#8220; &#8211; gibt immer noch gen\u00fcgend leute, die entweder alleine hingehen oder ihre peer-group nicht immer um sich haben). immer noch keine direkte ansprache seitens des personals, wohin mensch sich nach unangenehmen situationen wenden kann.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">trackauswahl (*: shazam)<\/span><br><br><strong>fadi mohem<\/strong><br>rene wise &#8211; tizer*<br>surgeon &#8211; magneze<br>diego amura &#8211; femmena part.4*<br>dj deeon &#8211; r u sure* (shazamed, obwohl ich die nummer habe &#8211; hallo beginnende senilit\u00e4t&#8230;)<br>heiko laux &#8211; re-televised (original 1998 version)*<br>ur &#8211; transition (<strong>das<\/strong> finale)<br><br><strong>jakojako<\/strong><br>arthur robert &#8211; relentless*<br>rove ranger &#8211; the star masters*<br><br><strong>lag<\/strong><br>ctrls &#8211; concept 7*<br>planetary assault systems &#8211; dungeon<br>surgeon &#8211; death before surrender<br>jay denham &#8211; pride (it&#8217;s time)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck. klubnacht berghain00h00 rifts04h00 boston 168 live05h30 daria kolosova09h30 marr\u00f8n13h30 fadi mohem17h30 jakojako21h30 lag01h30 fiedel panorama bar00h00 stathis04h00 naty seres08h00 i. jordan12h00 tijana t16h00 gerd janson20h00 fred p00h00&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[29,629,154,604,628],"class_list":["post-6367","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-berghain","tag-fadi-mohem","tag-gerd-janson","tag-jakojako","tag-marron"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6367"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6367\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6430,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6367\/revisions\/6430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}