{"id":6395,"date":"2022-11-05T16:31:20","date_gmt":"2022-11-05T15:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6395"},"modified":"2022-11-11T16:45:19","modified_gmt":"2022-11-11T15:45:19","slug":"berlin-05-11-2022-rso-xform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2022\/11\/05\/berlin-05-11-2022-rso-xform\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 05.11.2022] rso: xform"},"content":{"rendered":"\n<p><em>dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/rso.berlin\/program\/221105\" target=\"_blank\">xform<\/a><br><br><strong>robus<\/strong><br>00h00 medea<br>03h00 parrish smith<br>04h30 clouds<br>07h00 the brvtalist<br>10h00 aida arko<br>14h00 yanling<br>18h00 marcel fengler<br>22h00 kr!z<br><br><strong>summe<\/strong><br>00h00 soela<br>03h00 carl finlow <em>live<\/em><br>04h00 lena willikens<br>07h00 gabrielle kwarteng<br>09h00 younger than me<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>der nachfolger der griessm\u00fchle (zur transparenz: ich habe die griessm\u00fchle als schlagwort durch rso ausgetauscht) hatte aufgrund der diskriminierung einer m\u00e4nnlich gelesenen queer-person im letzten sommer seitens der t\u00fcr sehr fr\u00fch einen d\u00e4mpfer bekommen und die neuer\u00f6ffnung konsequenterweise so lange auf eis gelegt, bis interne awareness-strukturen aufgebaut worden waren. nun ist der club bereits seit fast einem jahr ge\u00f6ffnet und es wurde langsam mal zeit.<br><br>fazit vorab, weil der text l\u00e4nger ist: ich war nicht zum letzten mal da, bei gutem booking gerne wieder.<br><br>die summe war zu hochzeiten vielleicht bestenfalls zur h\u00e4lfte gef\u00fcllt. kam mir aber ganz entgegen. der sound im robus war eh nicht meins (ordentlich \u00fcber 140 bpm mit billo-rave-signalen und ohne groove, wie es gerade mode ist &#8211; einzig the brvtalist fand ich nicht so, wie es sein name vermuten l\u00e4sst) und so konnte mensch in der summe an jedem ort ungest\u00f6rt tanzen oder rumfl\u00e4zen.<br><br>erstmal zum eindruck der \u00f6rtlichkeiten: &#8222;berghain, n\u00e4chster level&#8220; war mein enthusiastischer ersteindruck, nachdem ich einmal alles gesehen hatte. beim verlassen habe ich&#8217;s etwas revidiert. hat aber schon potential, den platzhirsch am wriezener karree mal hinschauen zu lassen, wie dinge in nuancen verbessert werden k\u00f6nnten. zu erw\u00e4hnen sind da beispielsweise die bars neben dem robus, derer es gleich zwei gibt. beide durch eine mauer getrennt, so dass mensch sich nicht wegen der musik ins ohr schreien muss, aber doch recht schnell wieder auf der tanzfl\u00e4che ist.<br>apropos tanzfl\u00e4che: die wird durch die treppen in die katakomben unter dem robus (durch die auch klar wird, weshalb sex-positive partyreihen wie die gegen mittlerweile regelm\u00e4\u00dfig dort stattfinden &#8211; von den \u00f6rtlichkeiten k\u00f6nnte sich bspw. die s\u00e4ule im normalbetrieb am sonntag inspirieren lassen) etwas an ihrem rechten rand unterbrochen, bzw. die t\u00e4nzer*innen am rande der treppe. st\u00f6rt weniger, wenn es halbvoll ist, aber vor 7 uhr musste mensch sich da schon gut durchschl\u00e4ngeln.<br>noch ein paar dinge, die im robus imho besser laufen k\u00f6nnten (nein, der sound geh\u00f6rt nicht dazu):<br>&#8211; die nach hinten offenen k\u00e4fige am rande des pults bzw. der b\u00fchne laden besucher*innen zur selbstdarstellung ein, so dass es aussieht, als ob sie zur animation des publikums engagiert worden w\u00e4ren. man versicherte mir: war so nicht gedacht, dazu m\u00fcssen besucher*innen auch klar durch die absperrung an den seiten der b\u00fchne. insofern muss da immer interveniert werden. wenn dort entweder gr\u00f6\u00dfere skulpturen hineingestellt oder gitter angeschwei\u00dft werden k\u00f6nnten, w\u00e4re das vielleicht eine hilfe.<br>&#8211; b\u00fchne zum zweiten: das licht war in den kurzen momenten, in denen ich mir das angeschaut habe, viel zu sehr darauf ausgerichtet, anstelle die tanzfl\u00e4che zu akzentuieren. lief in der summe wesentlich besser.<br><br>toilettensituation im vergleich zur griessm\u00fchle deutlich verbessert (was auch nicht wirklich eine kunst war). die wege dorthin sind vom robus aus etwas weiter und durchaus verwinkelt. von der summe aus ist das leichter.<br>generell ist das rso schon eine herausforderung f\u00fcr den orientierungssinn und f\u00fcr erk\u00e4ltungsanf\u00e4llige in den wintermonaten h\u00f6chstwahrscheinlich auch. die wege zwischen den floors und toiletten verlaufen durch schiffscontainer, weil beide in verschiedenen geb\u00e4uden liegen. noch dazu gibt es hier und da t\u00fcren richtung garten, den mensch gerne zum abk\u00fcrzen verwenden kann. es kann also hier und da etwas ziehen.<br>in der summe war es (auch wegen bestenfalls halbf\u00fclle) ebenfalls recht frisch, so dass ich doch froh war, meine jacke nicht abgegeben zu haben. da werden die n\u00e4chsten acht bis 12 wochen zeigen, ob es f\u00fcr besucher*innen noch angenehm ist. da das rso als recht neuer club wirtschaftlich sehen muss, wo er bleibt, und es aufgrund der verwinkelten g\u00e4nge und gro\u00dfen r\u00e4ume quasi unm\u00f6glich ist, den club konstant warm zu halten, kann ich es vor dem hintergrund der gesamtsituation zwar nachvollziehen, die heizkosten nicht unn\u00f6tig hoch halten zu wollen. aber wenn die temperaturen in der summe ein paar leute davon abgehalten haben, dort zu bleiben, ist das auch schade.<br>nichtsdestotrotz hat die summe als floor bei mir einen sympathischeren eindruck hinterlassen. klar war das ambiente im silo der griessm\u00fchle sch\u00f6n rauh und kompakt. das ist jetzt schon einige nummern gr\u00f6\u00dfer, aber auch weniger nervig, wenn ich an die eiserne treppe als nadel\u00f6hr zur silo-tanzfl\u00e4che denke. pult \/ b\u00fchne sch\u00f6n diskret, nicht zu hoch, nur mit so viel licht wie n\u00f6tig. stattdessen fokussieren sich die lichteffekte eher auf die tanzfl\u00e4che. noch dazu gen\u00fcgend sitzgelegenheiten am rand und in richtung bar &#8211; passt.<br><br>womit ich endlich mal bei der musik w\u00e4re, die sich aber auf das geschehen in der summe konzentriert:<br>housiges warm-up von soela, ca. drittelvolle tanzfl\u00e4che zur \u00fcbergabe an carl finlow, der sie nach f\u00fcnf minuten leergespielt hatte. und das lag nicht daran, dass er sein live-set zur selbstentfaltung mit ambient oder v\u00f6llig abstrakte dinge nutzte, wogegen autechre tanzbar wirken. es war einfach nur electro, der imho die gleiche aufmerksamkeit verdient gehabt h\u00e4tte. gl\u00fccklicherweise lie\u00df er sich davon nicht beirren und hatte zum schluss auch wieder einige leute vor sich. aber der weg dahin&#8230;<br>lena willikens habe ich bislang so kennengelernt, dass sie den anfang ihres sets mit einem gnadenlosen reset gestaltet und sich von 100 bpm langsam richtung techno-wohlf\u00fchltempo hocharbeitet. das fiel dieses mal aus. stattdessen uk-breakbeats, post-dubstep um die 130 (gesch\u00e4tzt, nicht getappt), in der letzten stunde techno-abfahrt mit ordentlich acid-einschlag und hier und da tracks mit synkopiertem rhythmus, so dass es auch beim mixen nicht langweilig wird. nach wie vor: absolute qualit\u00e4tsgarantin.<br>gabrielle kwarteng nahm danach etwas an tempo und abstraktion heraus, da schien chicago durch.<br><br>revidiertes fazit nach meiner anf\u00e4nglichen euphorie: im vergleich zur griessm\u00fchle wurden ein paar level \u00fcbersprungen, nichtsdestotrotz wird sich das berghain auf lange sicht warm anziehen m\u00fcssen, wenn manche keine lust haben, sich f\u00fcr mehr als vier stunden in die schlange zu stellen (aber daf\u00fcr halt raus nach sch\u00f6neweide zu fahren).<br>klangtechnisch habe ich bei beiden floors nichts zu meckern. durch den trend mit flachem brettertechno m\u00fcssen wir halt mal durch &#8211; ist ja nicht das erste mal. und ich bin mir schon fast sicher, dass das ab marcel fengler besser wurde.<br><br>ich werde in den wintermonaten also definitiv nach deren line-ups schauen, alternativen schaden ja nie. und vielleicht ergibt es sich dadurch auch mal, den laden sonntag tags\u00fcber zu erleben.<br><br>kurz zur awareness: es gibt aush\u00e4nge, die dem wortlaut auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/reviersuedost.de\/awareness\" target=\"_blank\">website<\/a> entsprechen und die t\u00fcr macht g\u00e4nge durch den laden. an der t\u00fcr steht wiederum durchaus junges personal, was auch auf den rest des clubs zutrifft. hab keine stresssituation miterlebt, kann also nichts dazu sagen, ob brenzlige situationen mit der n\u00f6tigen ruhe gehandhabt werden k\u00f6nnen. allerdings fand ich den t\u00fcrsteher schon sehr geduldig, der einem vordr\u00e4ngler die gr\u00fcnde darlegte, warum es nicht ok ist, einfach an der normalen schlange mit den ticketinhaber*innen vorbeizugehen.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">trackauswahl (*: shazam)<\/span><br><br><strong>lena willikens<\/strong><br>x-men &#8211; psykedelik*<br>hodge &#8211; sub 100*<br>dj plead &#8211; rb c*<br>public energy &#8211; three o&#8216; three<br>rhyw &#8211; honey badger* (um mal eine ordentlich subjektive wertung mit hineinzunehmen: sticht als einer der techno-tracks f\u00fcr mich in diesem jahr hervor, der durchkonjugierte formeln mit relativ simplen mitteln bricht. auch seine sachen auf fever am sind durchaus empfehlenswert.)<br>air max &#8217;97 &#8211; eat the rich*<br><br><strong>gabrielle kwarteng<\/strong><br>argy &#8211; the rhythm*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck. xform robus00h00 medea03h00 parrish smith04h30 clouds07h00 the brvtalist10h00 aida arko14h00 yanling18h00 marcel fengler22h00 kr!z summe00h00 soela03h00 carl finlow live04h00 lena willikens07h00 gabrielle kwarteng09h00 younger than me nachbetrachtung&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[206,123],"class_list":["post-6395","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-lena-willikens","tag-rso"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6395"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6395\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6396,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6395\/revisions\/6396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}