{"id":6414,"date":"2022-12-08T22:10:09","date_gmt":"2022-12-08T21:10:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6414"},"modified":"2023-01-05T12:16:24","modified_gmt":"2023-01-05T11:16:24","slug":"berlin-09-12-2022-tresor-15-years-ilian-tape-l-i-e-s","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2022\/12\/08\/berlin-09-12-2022-tresor-15-years-ilian-tape-l-i-e-s\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 09.12.2022] tresor: 15 years ilian tape \/ l.i.e.s."},"content":{"rendered":"\n<p>der globus wurde renoviert und es wird zeit, dass ich mir das anschaue. das programm verspricht auf beiden etagen einiges.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>tresor<\/strong><br>23h55 december<br>03h30 fret <em>live<\/em><br>04h30 ron morelli<br>07h00 nastia reigel<br><br><strong>globus<\/strong><br>23h55 dario zenker<br>03h00 skee mask<br>05h30 re:ni<br>07h30 stenny<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br>20 euro<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br>fazit vorab: der tresor hat sich einmal mehr als alternative entpuppt, bei der djs aus dem techno\/house-korsett ausbrechen k\u00f6nnen, ohne dabei publikumsflucht bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. dar\u00fcber hinaus freut mich am meisten, dass der umbau des globus richtig gut gelungen ist und der raum dank lambda labs auch einen grund daf\u00fcr liefert, wegen des sounds hinzugehen. war beim tresor ja nicht immer selbstverst\u00e4ndlich.<br><br>erstaunliche schlange gegen 2 uhr, die bis hinter das tor reichte. auch drinnen war&#8217;s zu der zeit schon gut gef\u00fcllt, wobei sich verst\u00e4ndlicherweise erstmal vieles an der garderobe konzentrierte. im globus war&#8217;s anteilig voller, aber grunds\u00e4tzlich hat sich alles so gut verteilt, dass es gut auszuhalten war.<br><br>erstmal zum umbau des globus: ist bislang die f\u00fcr mich beste version mit nur einem kleinen mangel.<br>mit der aktuellen position des dj-pults (an die wand vom treppenhaus zur garderobe grenzend) haben sie alle himmelsrichtungen durch, die der raum so hergibt: nach der kraftwerk-seite zum anfang, der r\u00fcckseite zur bar danach, gefolgt von der seite, die zur +4 bar geht, war das die seite, die noch nicht ausprobiert worden ist.<br>daf\u00fcr wurde die wand eingerissen, die den gang zur +4 bar (oder nach unten) eh zu einem ziemlichen schlauch hat werden lassen und damit verschenkter raum war. den platz nimmt jetzt das dj-pult ein (das vorherige ist immer noch b\u00fchne f\u00fcr live-acts) und es ist an den seiten sowie dahinter stets genug platz, um durchgehen zu k\u00f6nnen. an den w\u00e4nden kein nackter beton mehr, sondern dunkle gitter, was zu einer im positiven sinne eigenwilligen \u00e4sthetik f\u00fchrt.<br>die bar sowie die sich anschlie\u00dfenden sitzgelegenheiten zeigen, dass das benachbarte ohm mit den kacheln als inspiration gedient hat. auch im globus ist diese jetzt mitten im raum (und der gang zwischen bar und tanzfl\u00e4che auf der kraftwerkseite ein kleines nadel\u00f6hr), allerdings wird die vorherige klare trennung zwischen bar an der seite und ein darauf folgender block mit sitzgelegenheiten hinter der wand zur tanzfl\u00e4che gl\u00fccklicherweise durchbrochen. die kommt mir jetzt tats\u00e4chlich etwas kleiner vor, was jedoch ein pluspunkt ist.<br>das gesamtbild wirkt jetzt offener: die sitzgelegenheiten sind so weit von der anlage entfernt, dass mensch dort getrost plaudern kann, ohne die stimmb\u00e4nder zu sehr strapazieren zu m\u00fcssen und dabei trotzdem die tanzfl\u00e4che im blick haben zu k\u00f6nnen. dennoch tritt hier der f\u00fcr mich einzige mangel auf: verschenkter platz am ende des raumes, wo zuvor die treppe richtung garderobe hinf\u00fchrte. leute, die dort sitzen, schauen auf eine leere fl\u00e4che, auf die durchaus noch eine sitzgruppe gepasst h\u00e4tte. positiv gesehen: im notfall kommt es bei der evakuierung dort nicht zu engp\u00e4ssen und die rangierfl\u00e4che f\u00fcr runner*innen zur bef\u00fcllung der bar ist stets gegeben. ich f\u00e4nde es trotzdem ganz sch\u00f6n, wenn da nochmal nachgebessert werden k\u00f6nnte.<br>richtig dicker pluspunkt: die anlage. void war vorher schon ein schritt in die richtige richtung, jetzt ist auch dort die zeit f\u00fcr lambda labs, nachdem sie schon im kraftwerk sowie in der +4-bar ihr k\u00f6nnen unter beweis stellen konnten. zweipunktbeschallung, von jeweils einem qx-3-array auf beiden seiten des dj-pults ausgehend. dort wiederum lassen sich die monitorboxen je nach individuellen bed\u00fcrfnissen verschieben. da sie es beim holzboden belassen haben, hat der bass eine sch\u00f6n warme resonanz im raum. im gro\u00dfen und ganzen best\u00e4tigt sich mein eindruck, den ich von der l\u00e4rzer turmb\u00fchne mitgenommen habe: im vergleich zu funktion one klingt das w\u00e4rmer, runder und dabei nicht weniger transparent. das ist gl\u00fccklicherweise jammern auf hohem niveau und mich freut es irgendwie, dass mensch den globus jetzt nicht nur wegen der r\u00e4umlichkeiten, sondern auch des klanges wegen empfehlen kann.<br>das licht besteht jetzt eher aus led-ketten, bei denen zumindest an dem abend etwas mehr akzente h\u00e4tten gesetzt werden k\u00f6nnen. ist f\u00fcr meine begriffe jedoch nebens\u00e4chlich.<br><br>im tresor selbst hat sich auf den ersten blick nichts ver\u00e4ndert. die anlage strahlt jetzt nur nach hinten ab. wo vier tops zuvor die tanzfl\u00e4che eingerahmt haben, sind jetzt zwei paare nach hinten ausgerichtet. immer noch void und im vergleich zum status 15 jahre zuvor (mir wird beim schreiben gerade mal klar, dass es den tresor 2.0 damit l\u00e4nger gibt als den in der leipziger stra\u00dfe) immer noch besser. h\u00e4tte jedoch nichts dagegen, wenn auch dort mal mit lambda labs experimentiert oder der vorherige zustand mit auf die tanzfl\u00e4che ausgerichteten boxen wiederhergestellt wird.<br><br>damit genug zu den r\u00e4umlichkeiten und der f\u00fclle: musik gab&#8217;s auch noch. dabei kein ausrei\u00dfer nach unten, eher mindestens gut, meistens sogar sehr gut.<br>erhofft gut: fret. ist mit legenden ja immer so eine sache, ob deren produktionen nicht zuviel vorfreude verhei\u00dfen, die mit wenig gesp\u00fcr f\u00fcr einen guten setaufbau verpufft. trat absolut nicht ein, obwohl er seine vor jahrzehnten mit scorn etablierte formel im wesentlichen nicht ver\u00e4ndert. die perkussion bzw. beats sind bei fret halt dichter bzw. im vergleich zu scorn eben kein dubstep, sondern offensichtlich techno-kompatibel. da bleibt zwar weniger raum f\u00fcr die dr\u00fcckenden basslines, aber im hintergrund grummelt es dennoch stetig. mein favorit des abends, passte perfekt zum raum.<br>skee mask wie bei der reef bereits sehr techno-lastig, aber auch mit um die 140 bpm in der letzten stunde ziemlich z\u00fcgig unterwegs. hat re:ni mit jungle im anschluss sogar noch auf die spitze getrieben, wobei ich wegen der staub im hinterkopf relativ zeitig kurz vor 6 uhr los bin. fand aber die bandbreite im globus innerhalb der fast vier stunden (von house bei dario zenker \u00fcber techno\/grime\/artverwandtes bei skee mask hin zu jungle\/footwork bei re:ni) bemerkenswert und vor allem, dass das publikum auf alles einstieg.<br>bei ron morelli sind mir zwei tracks von jeff mills in erinnerung (medusa, if (we)), was bei der tradition des clubs aber eh offene t\u00fcren sind, die mensch einrennen kann.<br><br>wie zuvor: das line-up behalte ich im auge. f\u00fcr freitagnacht gibt&#8217;s eigentlich fast keine bessere m\u00f6glichkeit, wenn mensch gestandenen techno erleben m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>der globus wurde renoviert und es wird zeit, dass ich mir das anschaue. das programm verspricht auf beiden etagen einiges. tresor23h55 december03h30 fret live04h30 ron morelli07h00 nastia reigel globus23h55 dario zenker03h00 skee mask05h30 re:ni07h30 stenny eintritt20 euro nachbetrachtungfazit vorab: der tresor hat sich einmal mehr als alternative entpuppt, bei der djs aus dem techno\/house-korsett ausbrechen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[636,145,98],"class_list":["post-6414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-mick-harris","tag-skee-mask","tag-tresor"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6414"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6455,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6414\/revisions\/6455"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}