{"id":6433,"date":"2022-12-17T17:02:00","date_gmt":"2022-12-17T16:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6433"},"modified":"2022-12-20T20:58:25","modified_gmt":"2022-12-20T19:58:25","slug":"berlin-17-12-2022-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2022\/12\/17\/berlin-17-12-2022-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 17.12.2022] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.berghain.berlin\/de\/event\/73108\/\" target=\"_blank\">klubnacht<\/a><br><br><strong>berghain<\/strong><br>00h00 primal state<br>04h00 beste hira<br>08h00 nene h<br>12h00 akua<br>16h00 mareena<br>20h00 orlando voorn<br>00h00 pete<br><br><strong>panorama bar<\/strong><br>00h00 dasco<br>04h00 bryan kessler<br>08h00 dinky<br>12h00 nat wendell<br>16h00 gonno<br>20h00 seth troxler<br>00h00 binh<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>fazit vorneweg: f\u00fcr mich war&#8217;s ein aus auch offensichtlichen gr\u00fcnden \u00fcberdurchschnittlich guter sonntag \/ montag.<br><br>meine hoffnung auf eine entspanntere gesamtsituation hat sich zum gr\u00f6\u00dften teil erf\u00fcllt. jedenfalls war&#8217;s sonntagnachmittag ungef\u00e4hr so wie anno 2010 am sonntagmorgen: zur t\u00fcr kommen, f\u00fcnf minuten warten, reingehen. wie schon bei meinem letzten mal im november gab es die nennenswerte menge an leuten erst sonntagabend vor der t\u00fcr &#8211; dieses mal ca. h\u00e4lfte des weges. ich nehme an, das hatte mit seth zu tun.<br>wirklich unangenehme f\u00fclle gab es f\u00fcr mich nicht. w\u00e4hrend seth troxler hatte ich bei dem pulk an leuten vor den toiletten in der panorama bar kurz die sorge, dass das ins stressige kippen k\u00f6nnte. aber pl\u00e4tze lie\u00dfen sich am rande der tanzfl\u00e4che sowie auf den sitzen unter den kunstwerken neben der bar stets finden. nach mitternacht hatte sich das alles auch wieder gelegt.<br><br>klar vorne f\u00fcr mich dieses mal das berghain. wenn es nach der abstimmung mit den f\u00fc\u00dfen geht, wohl auch f\u00fcr den rest der besucher*innen. wobei das wohl mehr mit dem aktuellen trend richtung techno als mit der musikalischen qualit\u00e4t zu tun hat. da gab&#8217;s f\u00fcr mich sowieso auf beiden floors mit einer ausnahme nichts zu meckern.<br><br>mein genereller eindruck zu den einzelnen (mit ein wenig dj-nerd-talk).<br><br>akua:<br>da hat die promotext-abteilung (siehe link oben) nicht \u00fcbertrieben. leider nur eine halbe stunde mitbekommen, aber das war in der tat sehr 1990er-lastig und mit kombinationen, die auf dem papier erstmal keinen sinn ergeben h\u00e4tten, vor ort jedoch sehr. war nach september ihr zweites mal und ich hoffe mal darauf, dass dieser turnus im gro\u00dfen und ganzen beibehalten wird. w\u00fcrde ich bei n\u00e4chster gelegenheit gerne komplett h\u00f6ren.<br><br>gonno:<br>wilderte stellenweise \u00fcberraschend in techno-gefilden, ohne melodischen house zu vernachl\u00e4ssigen. war nur kurz da, fand die mischung jedoch schl\u00fcssig.<br><br>mareena:<br>wahnsinnig gut. da hoffe ich analog zu akua auf einen \u00e4hnlichen modus, in dem mensch nach monaten rechnet und nicht wieder sieben jahre warten muss. klasse dynamik, die viele mitgenommen haben d\u00fcrfte, die ende der 1990er \/ anfang der 2000er mit ben sims \/ primate und dem, was seinerzeit aus schweden kam (thomas chrome, cari lekebusch etc.) eine menge anfangen konnten. das gespickt durch dubbige tracks und atempausen im set, die nur so lange ausfielen wie n\u00f6tig = eine menge spa\u00df f\u00fcr publikum und dj gleicherma\u00dfen.<br><br>orlando voorn:<br>am montag danach w\u00e4re ich weniger diplomatisch gewesen, mit einmal dr\u00fcber schlafen kommt immer noch ein &#8222;ging an meinen erwartungen an wenigstens passable dj-sets vorbei&#8220; heraus. ich will nichts gesagt haben, wenn er oder die technik einen schlechten tag erwischt hat. jedoch h\u00e4tte letzeres auch diejenigen vor und nach ihm betroffen. er hat durch viel cutting und backspins kaschiert, dass tracks im mix doch gerne mal auseinanderliefen. dazu kommen noch ziemliche lautst\u00e4rkeschwankungen zwischen manchen tracks, wenn der gain zu weit offen war. nun ja, wie bei k. alexi im september: geh\u00f6rt, produktionen im hinterkopf behalten, nicht als dj.<br><br>seth troxler:<br>gut und gerne hittig (u.a. ein garage-edit von dominicas &#8222;gotta let you go&#8220;, bei dem ich ganz gerne w\u00fcsste, von wem der ist), was aber erstens f\u00fcr die uhrzeit klar geht, zweitens nicht \u00fcberhand nahm und drittens f\u00fcr mich die beste gelegenheit war, um den beinen vor dem finale eine pause zu g\u00f6nnen. im nachhinein auch richtig so wegen&#8230;<br><br>pete:<br>brauchte 20-30 minuten, um reinzukommen. bis dahin dominierten loops aus zwei tracks als hauptmotiv, um im hintergrund am perkussiven unterbau zu werkeln. dadurch wirkte der anfang etwas statisch. aber danach (und mensch sehe mir bitte nach, dass die mischung aus fanboy-dasein und freude \u00fcber den slot nach so langer zeit keine objektivit\u00e4t zul\u00e4sst) einfach nur irre. es ist jedenfalls ziemlich lange her, dass ich das \u00fcberanalytische bewusstsein einfach mal in sendepause schicken konnte und &#8222;du gehst jetzt einfach bitte mal ab&#8220; \u00fcbernommen hat. kann jedoch im vergleich zu anderen den finger darauf legen und es sch\u00e4lt sich argumentativ auch ein hauptmerkmal f\u00fcr sets heraus, w\u00e4hrend denen es bei mir k(l)ickt: dynamik. das a und o.<br>vergleich numero eins, zugegeben etwas polemisch: der hauptvorwurf, den ich an die aktuelle h\u00e4rte-durch-viel-tempo-fraktion schicke. das hilft f\u00fcr mich alles nichts, wenn eine gef\u00fchlte wall of sound auf mich einprasselt, bei der ich gef\u00fchlt stundenlang die gleiche kickdrum mit alibi-breaks dazwischen in einer tour h\u00f6ren muss.<br>vergleich numero zwei: rolando. ein musterbeispiel daf\u00fcr, wie djs das publikum mit eqs und lautst\u00e4rke k\u00f6dern k\u00f6nnen. da kann ein track gerade noch laufen und der n\u00e4chste sogar schon im mix sein, und er setzt mit dem tiefen-eq noch einen drauf.<br>und genau letzteres hat pete gemacht. stellenweise auch umgekehrt: einem eh schon rollenden, grummelnden bass (macht ihm so schnell keine*r nach, und was habe ich das vermisst!) hier noch hihats und da noch eine snaredrum hinzuf\u00fcgen und die intensit\u00e4t damit noch steigern &#8211; aber auch zu wissen, wann das genug ist. da zahlt es sich aus, als resident (der er doch hoffentlich noch ist) die qualit\u00e4ten der anlage zu kennen und auszuspielen.<br>ab 5 uhr kehrte sich es dann um und es dominierten die filigraneren tracks mit einzeln eingestreuten h\u00f6hepunkten. dazu noch den einen oder anderen dubstep-track unter einen techno-loop legen und schon war auch die stilvielfalt gegeben. mit anderen worten: das set war das beste argument, ihn wieder regelm\u00e4\u00dfig auf dem line-up der klubn\u00e4chte zu haben. f\u00fcr mich jedenfalls das techno-set des jahres.<br><br>binh:<br>da war ich leider nur sporadisch oben. was ich dort h\u00f6rte, gefiel mir zwar (um kurz die schublade zu \u00f6ffnen: melodischer house der rauheren sorte, er spielte strikt mit vinyl), aber pete war f\u00fcr mich einfach zu gut, so dass ich nach zwei, drei minuten wieder nach unten bin. auch wenn ich die aktuellen gegebenheiten nicht so kenne (mein letztes closing habe ich zu pfingstmontag 2018 mitgenommen, wo das berghain noch vor der panorama bar schloss): kurz vor 7:30 uhr fand ich schon sehr sportlich, zumal es auch nicht leer wirkte, als ich kurz vor 7 mal schaute. generell finde ich den aus der not heraus geborenen entschluss (personalmangel, wodurch sich keine leute finden, die montagfr\u00fch\/-mittag noch die bars oder garderobe am laufen halten), klubn\u00e4chte p\u00fcnktlich um 8 uhr fr\u00fch am montag enden zu lassen, gar nicht mal schlecht. auch wenn das f\u00fcr einige einen r\u00fcckschritt zur verschiebung der grenzen nach hinten bedeutet, wie es vor der pandemie noch die regel war, ist das ein deutliches signal, dass so ein wachstum auch endlich ist. versetzt einen auch in die lage, besondere anl\u00e4sse wie den geburtstag oder neujahr auch wieder mehr sch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen bzw. klubn\u00e4chte nicht auf biegen und brechen bis dienstagabend verl\u00e4ngern zu m\u00fcssen.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">trackauswahl (*: shazam)<\/span><br><br>akua:<br>jb\u00b3 &#8211; forklift (luke slater&#8217;s filtered mix)<br>maurizio &#8211; m4 (b) (direkt danach)<br>robert armani &#8211; road tour (dave clarke remix)<br><br>mareena:<br>endlec &#8211; to maintain the flow*<br>juri heidemann &#8211; harsel*<br>head high &#8211; rave (dirt mix)<br>dj misjah &#8211; mindrecorder*<br>platform &#8211; rowcast*<br>bw &#8211; 2002 (palma (pt) remix)*<br><br>gonno:<br>killa bite 1 &#8211; a1<br><br>orlando voorn:<br>fix &#8211; flash (set-einstieg)<br>bobby konders &#8211; let there be house<br>underground resistance &#8211; timeline<br>cajmere &#8211; percolator<br><br>seth troxler:<br>jungle brothers &#8211; i&#8217;ll house you<br><br>pete (hier wird&#8217;s schwierig. da meistens ein oder mehrere loops mit einem track dar\u00fcber liefen, stie\u00df shazam an seine grenzen. musste mich also auf das langzeitged\u00e4chtnis verlassen, das sich mit den inhalten meiner sammlung abglich.):<br>viel surgeon: atol, patience pt. 2, earth-sinking-into-water, bad hands break<br>basic channel &#8211; phylyps trak (in der ersten set-h\u00e4lfte), octagon (in der zweiten)<br>twr72 &#8211; x1*<br>joey beltram &#8211; tenfour<br>endlec &#8211; linear authority (x501 vs lfj remix)*<br>tronikhouse &#8211; the savage and beyond (savage reese mix)<br>charlton &#8211; sinister*<br>scuba &#8211; twitch<br>burial &#8211; spaceape<br>o\/v\/r &#8211; post traumatic son<br>sleeparchive &#8211; the maid in the kitchen<br>robert hood &#8211; range*<br>jokasti &amp; nek &#8211; bumrush*<br>strathy &#8211; cllgdrpt<br>sigha &#8211; rawww<br>apparat &#8211; king of clubs* (schlusstrack)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck. klubnacht berghain00h00 primal state04h00 beste hira08h00 nene h12h00 akua16h00 mareena20h00 orlando voorn00h00 pete panorama bar00h00 dasco04h00 bryan kessler08h00 dinky12h00 nat wendell16h00 gonno20h00 seth troxler00h00 binh nachbetrachtung fazit&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[637,29,113,48],"class_list":["post-6433","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-akua","tag-berghain","tag-mareena","tag-pete"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6433","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6433"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6433\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6436,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6433\/revisions\/6436"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}