{"id":6496,"date":"2023-02-08T10:30:00","date_gmt":"2023-02-08T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6496"},"modified":"2023-02-18T17:32:34","modified_gmt":"2023-02-18T16:32:34","slug":"berlin-11-02-2023-about-blank-staub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2023\/02\/08\/berlin-11-02-2023-about-blank-staub\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 11.02.2023] about blank: staub"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">das zehnj\u00e4hrige jubil\u00e4um wird begangen, 24 stunden lang.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"1500\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/02\/staub20230211.webp\" alt=\"flyer zur staub vom 11. februar 2023\" class=\"wp-image-6497\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/02\/staub20230211.webp 1500w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/02\/staub20230211-300x300.webp 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/02\/staub20230211-1024x1024.webp 1024w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/02\/staub20230211-150x150.webp 150w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/02\/staub20230211-768x768.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"text-decoration: underline;\">ablauf<\/span><br><br><strong>lobby<\/strong><br>10:00 verboten<br>13:00 nadine talakovics<br>15:00 marcel heese <em>b2b<\/em> stype<br>18:00 ahu <em>b2b<\/em> modschi<br>21:00 zesknel <em>live<\/em><br>22:00 j dj<br>00:00 elena sizova<br>02:00 boyd schidt<br>05:00 alexis phase<br>07:00 mareena<br><br><strong>mdf<\/strong><br>13:00 alex tomb<br>16:00 sebastian k\u00f6kow<br>18:00 sissys reiterstaffel<br>20:00 the exaltics <em>live<\/em><br>21:00 caleb esc<br>00:00 stanislav tolkachev<br>02:00 bertrand <em>b2b<\/em> yacoub<br>04:00 madalba <em>b2b<\/em> dk dent<br>07:00 irakli (<em>b2b<\/em> yacoub <em>b2b<\/em> dasha rush)<br><br><strong>zelt<\/strong><br>14:00 ninasupsa<br>16:00 i.nez<br>18:00 paso<br>20:00 alienata <em>b2b<\/em> dj flush<br>22:00 (pause)<br>22:30 early_desire<br>02:30 eva<br><br><strong>secret floor<\/strong> (h\u00fctte)<br>00:00 kiskelfacit<br>02:00 charlie dior<br>04:00 marc von der hocht<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">bin bei meinem fazit auch eine woche danach immer noch zwiegespalten. das hat jedoch absolut nichts mit der hervorragenden gastfreundschaft und den gro\u00dfen m\u00fchen, die sowohl seitens der staub als auch vom about blank ins jubil\u00e4um investiert worden sind, zu tun. objektiv gesehen war das eine geburtstagsfeier mit allen schikanen &#8211; bzw. dank merch und smiley-offensive sogar mehr als das. deren leuchten an der fassade waren schon ein tolles bild, als ich gegen 2 uhr f\u00fcr eine kurze schlafpause ging.<br>auch wenn mir der f\u00fcllgrad ab dem sp\u00e4ten nachmittag etwas viel wurde, war ich sehr froh, dass der zuspruch gegeben war und dar\u00fcber hinaus die riesen-schlange beim gehen zu sehen. ich hoffe, die stammg\u00e4ste haben die erstg\u00e4ste vom nachtpublikum ordentlich davon \u00fcberzeugt, dass sich ein wiederkommen lohnt.<br><br>mein ambivalentes bild hat (und der kommende absatz ist wirklich sehr offensichtliches fischen nach komplimenten) vielmehr mit der tatsache zu tun, dass die vorfreude darauf, ein nicht nur techno-dominiertes set zu spielen und daf\u00fcr mindestens in richtung dj-pult fliegende blumen oder kuscheltiere (idealerweise beides) zu bekommen, sich nicht so recht erf\u00fcllt hat. electro (also der stil mit pr\u00e4gnanter snare auf der zwei und vier mit ungerader kickdrum und nicht &#8222;elektro&#8220;, was die jungen leute so ab mitte\/ende der 2000er-jahre als synonym f\u00fcr &#8222;ich geh zu techno-musik feiern&#8220; etabliert haben) sollte zur auflockerung der 4\/4-kick und als kontrast zum mdf dienen. tat es auch, aber auch mit \u00e4hnlich halb geleerter tanzfl\u00e4che wie bei meiner premiere im m\u00e4rz 2017. ich f\u00fchlte mich in der zweiten stunde also ganz sch\u00f6n unwohl angesichts der tatsache, den durch nadine sehr gut auf betriebstemperatur gebrachten floor abgek\u00fchlt zu haben.<br>klar ist es toll, veranstalter*innenseitig den blankoscheck f\u00fcr narrenfreiheit in petto zu haben und es l\u00e4sst sich dar\u00fcber debattieren, ob der gerade beim jubil\u00e4um eingel\u00f6st werden muss. andererseits auch: warum nicht?<br>\u00fcberhaupt steht bei mir seit dem jubil\u00e4umswochenende vielmehr die frage im vordergrund, ob diese selbstgei\u00dfelung \u00fcberhaupt sein muss, wenn nicht nur marcel als sparringspartner, sondern auch die teile des publikums freude am set hatten, die im zweiten drittel geblieben waren &#8211; zumal wir die kurve zur\u00fcck zur gut gef\u00fcllten tanzfl\u00e4che dank chicago, anderen geradlinigen tracks und frisch ankommenden neuen g\u00e4sten in der letzten stunde bekommen haben.<br>das alles nicht ausschlie\u00dflich pers\u00f6nlich, sondern auch andere tatsachen in den blick zu nehmen (offenes zelt, ein fahrt aufnehmender mdf, gesteigerter publikumszustrom ab 17 uhr) und lieber auf die eigene stilsicherheit vertrauen anstatt sich vom zuspruch anderer abh\u00e4ngig zu machen (von dem es nie genug geben kann) &#8211; diese erkenntnis und die tatsache, dass ich in der hinsicht (weiterhin) an mir arbeiten muss, habe ich aus dem wochenende mitgenommen. und das ist mitnichten negativ zu sehen, sondern f\u00fcr mich pers\u00f6nlich ein ganz sch\u00f6ner schritt nach vorne. insofern sollte es bitte bei diesem fischen bleiben. die aufbauarbeit daf\u00fcr, sich davon zu befreien, muss ich leisten und dabei auch lernen, gegenwind auszuhalten.<br><br>objektiv gesehen bin ich immer noch erstaunt, dass es zwischen marcel und mir vier jahre nach dem letzten b2b-set (in der else) immer noch so harmoniert, dass wir eigentlich nur mit unseren usb-sticks auftauchen mussten und vor set-beginn lediglich grobe absprachen getroffen haben. der rest war spontaneit\u00e4t und gegenseitiges vertrauen darin, den eigenen geschmack in den letzten jahren nicht soweit verw\u00e4ssert zu haben, dass es \u00fcberhaupt keine schnittmengen mehr gibt. im gegenteil: die waren ziemlich gro\u00df. auch wenn wir in den ersten beiden stunden nicht den geschmack von teilen des publikums getroffen haben, kam&#8217;s zumindest uns nicht wie kraut und r\u00fcben vor. au\u00dferdem ist&#8217;s f\u00fcr meine begriffe immer noch besser, drinnen einen floor zu haben, auf dem nicht lediglich &#8222;techno, nur minimal anders als auf dem mdf&#8220;, sondern was stilistisch v\u00f6llig anderes l\u00e4uft. und soviel steht fest: <em>das<\/em> haben wir nun wirklich hingekriegt.<br><br>zwiegespalten war ich auch bei meinen zwei &#8222;schichten&#8220;.<br>in der ersten war ich eher rastlos. vor dem set eh kaum aufnahmef\u00e4hig bzw. mit bekannten am plaudern. das hat sich danach auch nicht wirklich ge\u00e4ndert, was aber auch am allgemeinen f\u00fcllgrad und dem laut krakeelenden inneren kritiker lag.<br>insofern eher momentaufnahmen:<br>ahu \/ modschi eher technoid, dark-dubbig, passte zur uhrzeit.<br>alienata \/ flush: ach, chicago geht immer. &#8222;technology&#8217;s out of control&#8220; von green velvet zum schluss.<br>caleb esc: wie schon im ifz = weniger trippig, mehr perkussiv. mdf verdienterma\u00dfen fast bis zum anschlag gef\u00fcllt.<br>elena sizova: schnell, auch mit breakbeats, sch\u00f6n brachial. die dame merke ich mir.<br><br>die zweite schicht (ab kurz vor 8 uhr) war f\u00fcr mich wesentlich entspannter. das nachtpublikum gr\u00f6\u00dftenteils wieder weg, daf\u00fcr stammg\u00e4ste und (noch viel sch\u00f6ner) staub-schl\u00fcsselfiguren auf der tanzfl\u00e4che. das war diese stimmung, auf die mensch als veranstalter*in so hinarbeitet und das publikum idealerweise mit ansteckt (oder auch umgekehrt): nach allem stress im vorfeld (gerade bei jubil\u00e4en) endlich mal loslassen k\u00f6nnen, weil jetzt erstens eh alles und zweitens sogar ziemlich gut gelaufen ist &#8211; mensch sich also keinen druck mehr machen muss. (randnotiz: auch mein innerer kritiker war leiser &#8211; schlafmangel wirkt!)<br>sowohl in der lobby als auch auf dem mdf gab es den passenden soundtrack dazu. mareena vom tempo (um die 140 bpm) sogar etwas zackiger als irakli (plus yacoub plus dasha) dr\u00fcben. wie schon im berghain vor ein paar monaten: wer mit techno aus schweden ende der 1990er-jahre was anfangen konnte, wird an ihrem set helle freude gehabt haben. &#8222;evolution 1&#8220; von eusebeia als letzter track.<br>auf dem mdf war&#8217;s alexander kowalski &amp; raz ohara mit &#8222;all i got to know&#8220;, zwischendrin noch &#8222;one finger&#8220; von dj one finger erkannt.<br><br>kann mensch nicht h\u00e4ufig genug sagen: danke und herzen f\u00fcr die staub und an diejenigen, die sich auf unsere experimente zwischen 15 und 18 uhr eingelassen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>das zehnj\u00e4hrige jubil\u00e4um wird begangen, 24 stunden lang. ablauf lobby10:00 verboten13:00 nadine talakovics15:00 marcel heese b2b stype18:00 ahu b2b modschi21:00 zesknel live22:00 j dj00:00 elena sizova02:00 boyd schidt05:00 alexis phase07:00 mareena mdf13:00 alex tomb16:00 sebastian k\u00f6kow18:00 sissys reiterstaffel20:00 the exaltics live21:00 caleb esc00:00 stanislav tolkachev02:00 bertrand b2b yacoub04:00 madalba b2b dk dent07:00 irakli (b2b yacoub&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6,7],"tags":[37,53],"class_list":["post-6496","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","category-werbung","tag-about-blank","tag-staub"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6496"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6496\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6502,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6496\/revisions\/6502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}