{"id":6504,"date":"2023-02-23T10:29:27","date_gmt":"2023-02-23T09:29:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6504"},"modified":"2023-03-02T10:51:40","modified_gmt":"2023-03-02T09:51:40","slug":"berlin-23-02-2023-ohm-system-revival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2023\/02\/23\/berlin-23-02-2023-ohm-system-revival\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 23.02.2023] ohm: system revival"},"content":{"rendered":"\n<p><em>eine weitere nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier leicht abgewandelt her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"844\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2023\/03\/ohm20230223.webp\" alt=\"flyer zur system revival im ohm am 23. februar 2023\" 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durchgangsverkehrs erinnert.<br>hab aufgrund des damit bei mir einhergehenden nervpotentials weite teile einfach nur in der ecke an der bar gesessen und sporadisch geplaudert. ein wenig besser wurde es so ab 5 uhr, aber auch da innerliches oder gar \u00e4u\u00dferliches augenrollen meinerseits wegen diverser leute mit mangelnder bis keiner kenntnis der tanzfl\u00e4chenetikette. also kein vortasten vom rand der tanzfl\u00e4che, sondern den sich vor mir wahrgenommenen viertelquadratmeter f\u00fcr sich nutzen und ihn soweit f\u00fcr sich freir\u00e4umen, dass au\u00dfer mein zur\u00fcckweichen wenig optionen bleiben (verdr\u00e4ngung gibt&#8217;s also nicht nur auf den hiesigen wohnungsmarkt). von gruppenrudelt\u00e4nzen fange ich erst lieber nicht an.<br><br>wei\u00df zwar nicht, wie es bei der system revival sonst um die besucher*innenzahlen bestellt ist (die vergangenen line-ups waren jedenfalls klasse), aber mich hat der zuspruch schon gefreut. von diversen atonal-ausgaben oder der version war mir bekannt, dass es schnell voll werden kann, insofern habe ich das von vornherein eingepreist. 50 leute weniger h\u00e4tten aus meiner besucherperspektive einen sehr positiven unterschied gemacht, andererseits muss sich so ein abend auch rechnen.<br><br>all dieser n\u00f6rgelei zum trotz: die gesamtstimmung empfand ich als positiv und auch offen. jedenfalls goutierte die tanzfl\u00e4che den bassdrop bei den breakbeatigen tracks deutlich.<br>und damit bin ich endlich mal beim musikalischen bzw. dem hauptgrund f\u00fcr meine ambivalenz: vier cdjs, ein xone:92 und zwei djs, die ein trackfeuerwerk z\u00fcnden, das wie aus einem guss wirkt. toolige tracks gerne als unterbau, um bestehende im mix noch etwas fetter wirken zu lassen. charakteristische tracks lie\u00dfen sie auch gerne mal f\u00fcr sich sprechen, ohne sie im hauruck-system durch das set zu peitschen. nur: das set h\u00e4tte genauso gut eine t\u00fcr weiter an einem wochenendtag im globus laufen k\u00f6nnen. in der zeit, als ich da war, steigerte sich das (gef\u00fchlte, nicht getappte) tempo von 130 bis 140 bpm, experimente blieben leider die ausnahme bzw. auf die letzte stunde beschr\u00e4nkt und auch da eher im gediegenen rahmen (grime, trap). damit haben beide f\u00fcr meine begriffe eine gro\u00dfe chance zum v\u00f6lligen stilistischen freidrehen auf der strecke gelassen. wenn das publikum bei von gebrochenen beats begleiteten sub-basslines schon jubelt und das ohm als spielwiese mit wesentlich weniger erwartungsdruck als gr\u00f6\u00dfere clubs auch mit die besten akustischen gegebenheiten daf\u00fcr bietet, verstehe ich nicht so ganz, wieso beide diese steilvorlage nicht als einladung genommen haben, darauf aufzubauen. stranger war bis dato zugegeben bei mir ein unbeschriebenes blatt, aber bei skee mask ist die kompromisslose musikalische vielfalt eigentlich gegeben.<br><br>gut, viele shazam-versuche waren fehlversuche, weil ich hinten rechts am durchgang kaum empfang hatte. das klappt zwischen dj-pult und bar besser. allerdings fand ich&#8217;s erstaunlich, das meiste von alleine zuordnen zu k\u00f6nnen, weil&#8217;s zum guten 1990er\/2000er-techno-kanon geh\u00f6rt. darunter auch offensichtliche hits.<br>kann mensch im dienst f\u00fcr die party alles machen. aber das wirklich abseitige, bei dem ich am liebsten am cdj-display geklebt und alles mitgeschrieben h\u00e4tte, blitzte leider nur ziemlich kurz auf. es steht daf\u00fcr wiederum auf der plus-seite: ein richtig gutes techno-set mit stilistischen ausfl\u00fcgen.<br><br>summa summarum: die gut acht (bzw. f\u00fcr mich gut sechseinhalb) stunden h\u00e4tten mehr hergegeben, wenn beide in kauf genommen h\u00e4tten, zwei, drei dutzend leute zu vergraulen. entweder h\u00e4tten sich in der schlange vor&#8217;m club wahrscheinlich dankbare abnehmer*innen gefunden oder zumindest ich aufgrund nicht so penetranter f\u00fclle l\u00e4nger die tanzfl\u00e4che bev\u00f6lkert.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">trackauswahl (*: shazam)<\/span><br><br>jonzon &#8211; cardiological stomp<br>cj bolland &#8211; sugar is sweeter (armand van helden remix)<br>joey beltram &#8211; energy flash<br>sole tech &#8211; bass the countdown<br>aril brikha &#8211; groove la chord<br>wicked wipe &#8211; rok da house (ian pooley remix)<br>unspecified enemies &#8211; multi ordinal tracking unit (direkt danach)<br>paul johnson &#8211; i&#8217;m a freak (and your girl is too)<br>fuse vs. lfo &#8211; loop<br>the sun god &#8211; maum<br>faces drums &#8211; faces drums 2<br>erik &amp; fiedel &#8211; grundig<br>joey beltram &#8211; arena<br>alias &#8211; warriors*<br>jeff mills &#8211; casa<br>dj funk &#8211; black energy*<br>dizzee rascal &#8211; stand up tall<br>chris liebing &#8211; next try ep (chris mccormack remix)*<br>frost &#8211; chimera (techno classic mix)*<br>dj deeon &#8211; da dik suk*<br>bam bam &#8211; where&#8217;s your child<br>dj assault &#8211; techno freak<br>drexciya &#8211; black sea<br>l.a.m. &#8211; toxic tv<br>jeff mills &#8211; tango<br>erik &#8211; re-tics (direkt danach)<br>circuit breaker &#8211; overkill<br>robert armani &#8211; grind<br>funk d&#8216; void &#8211; diabla (samuel l. session&#8217;s juice mix)<br>3 phase feat. dr. motte &#8211; der klang der familie<br>sir spyro &#8211; check*<br>chief keef &#8211; faneto*<br>k1 n15 &#8211; free em*<br>cj bolland &#8211; camargue (direkt danach)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eine weitere nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier leicht abgewandelt her\u00fcberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zur\u00fcck. nachbetrachtung die zusammenfassung vor dem l\u00e4ngeren text: ich seh den besuch ambivalent. war von mitternacht bis zum schluss (6:45 uhr) dort. hatte damit noch ganz gutes timing, 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