{"id":652,"date":"2008-10-06T20:38:23","date_gmt":"2008-10-06T18:38:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=652"},"modified":"2008-10-15T00:15:03","modified_gmt":"2008-10-14T22:15:03","slug":"berlin-07102008-berghain-yellow-lounge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2008\/10\/06\/berlin-07102008-berghain-yellow-lounge\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 07.10.2008] berghain: yellow lounge"},"content":{"rendered":"<p>anderweitige verpflichtungen haben sich in wohlgefallen aufgel\u00f6st, kann also doch hier hin.<br \/>\nhintergrund ist, dass die herren craig und von oswald ravels &#8222;bolero&#8220; und mussorgskys &#8222;bilder einer ausstellung&#8220; f\u00fcr die deutsche grammophon im rahmen der &#8222;recomposed&#8220;-serie nachbearbeitet haben. erscheint am 10. oktober, zwei tracks kann man <a href=\"http:\/\/media.universal-music.de\/caj\/_klassik\/_recomposed\/recomposed.htm\" target=\"_blank\">hier<\/a> vorab anh\u00f6ren. morgen live im berghain, anwesenheit ist daher ehrensache.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\">yellow lounge<\/a><br \/>\nren\u00e9 pape (bassbariton) <em>live<br \/>\n<\/em>carl craig &amp; moritz von oswald <em>live<br \/>\n<\/em>djs: canisius &amp; cl\u00e9<\/p>\n<p>ab 21 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id405700722'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id405700722\" style=\"display:none\">vorab: ren\u00e9 pape war erkrankt, stattdessen rutschte catrin finch ins programm. wurde an der t\u00fcr auch angek\u00fcndigt, ein begriff war mir die dame nicht.<br \/>\nein ganz anderes musikalisches konzept als das, was man sonst von dem ort gew\u00f6hnt ist. war manuel g\u00f6ttsching anno 2006 noch locker im elektronischen kontext unterzubringen, wird manch einer bei der yellow lounge wahrscheinlich vor den kopf gesto\u00dfen. es gab den gesamten abend \u00fcber tats\u00e4chlich klassische musik zu h\u00f6ren (ja, auch von cl\u00e9), ein drittel des dancefloors war f\u00fcr die b\u00fchne reserviert, die beiden vorderen boxent\u00fcrme daher in richtung publikum gedreht. f\u00fcr die beleuchtung sorgten die pfadfinderei und satis&amp;fy, unter anderem mit einer led-wand hinter den musikern, bzw. an auf streifen \u00fcber dem treppenaufgang montierten lichtreihen. ganze arbeit, gerade im zusammenspiel mit den lampen, die durch die wandbeleuchtung die architektur richtig zur geltung brachten.<br \/>\nzur musik: catrin finch ist eine harfenspielerin, die kurzfristig als ersatz verpflichtet wurde. erw\u00e4hne ich deshalb, weil der klang an der einen oder anderen stelle \u00fcbersteuerte. wirklich zeit wird man f\u00fcr einen soundcheck nicht gehabt haben, glaube ich. abgesehen davon bestach die dame neben ihrem k\u00f6nnen durch britisch-trockenen humor.<br \/>\ncarl craig und moritz von oswald gab es tats\u00e4chlich mit einem kleinen ensemble (u.a. trompete, saxophon, querfl\u00f6te, harfe, kontrabass, percussion, klavier), den rest erledigte die arbeitsteilung: craig am synthesizer, der das macbook pro via midi f\u00fctterte, von oswald sorgte am mischpult f\u00fcr delays auf dem einen oder anderen instrument. erstens merkte man, dass vorab viel zeit f\u00fcr proben aller art investiert wurde &#8211; der klang lie\u00df also dieses mal absolut nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. zweitens, von ein paar feedbacks abgesehen, harmonierte das alles wunderbar miteinander. eine bassdrum gab es nicht, f\u00fcr das rhythmische grundger\u00fcst sorgte die dezente percussion. wer eine simple \u00fcberf\u00fchrung des bolero-motives in einen techno-track erwartet hat, wird sich gewundert haben. wer die cd schon ansatzweise geh\u00f6rt hat, wird es wissen: lediglich fragmente kommen zum einsatz. so war das auch bei der auff\u00fchrung, wo ich als einziges bem\u00e4ngeln muss, dass nach knapp 45 minuten schon alles vorbei war.<br \/>\nnichtsdestoweniger war ihnen minutenlanger applaus und den musikanten eine (gelbe) rose sicher, besonders sympathisch war noch carl craig, der sich artig vorne am b\u00fchnenrand f\u00fcr den (zahlreich vertretenen) besuch bedankte. das berghain hat sich &#8211; im doppelten sinne &#8211; in einem anderen licht pr\u00e4sentiert und dabei dennoch geh\u00f6rig etwas f\u00fcr das profil als veranstaltungsort getan, zumal der eintrittspreis von 8 euro mehr als fair war.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>anderweitige verpflichtungen haben sich in wohlgefallen aufgel\u00f6st, kann also doch hier hin. hintergrund ist, dass die herren craig und von oswald ravels &#8222;bolero&#8220; 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