{"id":6601,"date":"2023-07-15T16:07:49","date_gmt":"2023-07-15T14:07:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6601"},"modified":"2023-07-22T14:28:20","modified_gmt":"2023-07-22T12:28:20","slug":"laerz-28-06-02-07-2023-fusion-festival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2023\/07\/15\/laerz-28-06-02-07-2023-fusion-festival\/","title":{"rendered":"[l\u00e4rz \/ 28.06-02.07.2023] fusion festival"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ich stelle gerade fest, dass die nachlese f\u00fcr 2022 auch noch aussteht, jedoch ist die f\u00fcr dieses jahr dringlicher. allem vorangestellt: es stand bereits am fr\u00fchen samstagmorgen auf dem r\u00fcckweg vom festival- zum campinggel\u00e4nde f\u00fcr mich fest, dass ich eine auszeit von der fusion brauche. wo in den vorjahren am montag bei der abreise bei mir stets das gef\u00fchl zu sp\u00fcren war, wieder zur\u00fcckzuwollen, war es in diesem jahr vielmehr die offensichtliche schieflage an einigen stellen, was im demonstrationsaufruf und <a rel=\"noreferrer noopener\" style=\"\" class=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" href=\"https:\/\/fusioncrews.noblogs.org\/post\/2023\/07\/01\/texts-flyer\/\" target=\"_blank\">einer parallelen seite zur sammlung der texte<\/a> gipfelte.<br>diese schieflage ist mittlerweile auch medial aufgegriffen worden* und wird hoffentlich den ansto\u00df zu internen diskussionen geben. insofern ist vieles von dem, was ich hier wiedergebe, nichts neues. es soll vielmehr erstmal meine faktenorientierte darstellung sein, daher starte ich mit der anreise und den acts.<br>es folgen dann die f\u00fcr mich positiven aspekte, gefolgt von den negativen, meine gr\u00fcnde f\u00fcr&#8217;s fernbleiben und zum schluss ein paar mehr oder minder (eher minder) realistische w\u00fcnsche, inwiefern die besinnung auf mehr \u00fcbersicht auch positive auswirkungen auf interna haben kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">anreise \/ bands \/ acts<\/strong><br><br>anreise: strenggenommen war sie sogar schon dienstagabend, um mittwochfr\u00fch ohne stress auf das ruhecamping zu kommen. dank camper meines stammbegleiters (gr\u00fc\u00dfe und dank!) ging das in rechlin problemlos. vorbote auf das kommende war die bereits mittwochfr\u00fch um 7:30 uhr vorhandene, bis zur botschaft reichende autoschlange. also mal eben 4,5 km. die gesamtl\u00e4nge bis zur autobahn deutlich l\u00e4nger, so dass manche bis zu vier stunden darin verbrachten.<br>dennoch um 9:00 uhr auf dem gel\u00e4nde, dabei feststellen, dass das ruhecamp schon fast zur h\u00e4lfte belegt ist, leute mit eigenem absperrband stellenweise gef\u00fchlte 100 qm fl\u00e4che f\u00fcr nachz\u00fcgler*innen freihalten und auch einige supporter*innen dabei waren. den quasi-wunschplatz bekamen wir dennoch, das w\u00e4re jedoch ab mittag bereits unm\u00f6glich gewesen. platz freigehalten haben auch wir, jedoch nicht in den ausma\u00dfen (f\u00fcr f\u00fcnf zelte plus tarp). war mit der grund, weshalb ich es erst mittwochabend auf das gel\u00e4nde geschafft habe.<br><br>zu den acts, erstmal in kurzform: reinf\u00e4lle gab es f\u00fcr mich nicht.<br>h\u00f6hepunkte:<br>eher nicht elektronisch, weil&#8217;s f\u00fcr mich eher eine punk-fusion war: alarmsignal, team scheisse, the notwist, rauchen, lambrini girls, dazu noch die performances in den zelten auf der insel (collectif sous le manteau, haa collective) &#8211; und ja: auch die beatsteaks.<br>elektronisch: muovipussi, sterac &amp; colin benders (\u00fcberraschenderweise), marie midori, der subardo im allgemeinen (und dort im besonderen luma lake, bassface sascha und fracture).<br><br>in langform, chronologisch, optional zu lesen.<br><a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id794893540'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id794893540\" style=\"display:none\"><br>mittwoch, 28. juni 2023<br>lambrini girls, triebwerke: drei junge damen aus brighton mit zorn \u00fcber patriarchale strukturen innerhalb der punkszene (boys in the band), gegen catcalling aus autos heraus (white van). waren eine empfehlung meines mitbewohners und richtig gut.<br>reckless, subardo: nachdem das subardo im letzten jahr dank mc mit stetigem vergewisserungsbed\u00fcrfnis (&#8222;ready for the drop?&#8220;) zum bereich wurde, den wir leider aus sorge vor weiterem zutexten gemieden haben, war&#8217;s f\u00fcr mich erleichternd, dass das in diesem jahr gar nicht stattfand. stattdessen durchgehend wenigstens stabil oder sogar sehr gut. dazu aber sp\u00e4ter. wegen kurzer nacht ging&#8217;s fr\u00fch ins bett.<br><br>donnerstag, 29. juni 2023<br>collectif sous le manteau, la ballena: in der nachmittagssonne im aufgeheizten zelt, was mit der dauer der show auch nicht besser wurde. die anzahl an g\u00e4sten, die vorzeitig das zelt verlie\u00dfen, hatte nichts mit der qualit\u00e4t der darbietung zu tun &#8211; die war fantastisch. aber bei gef\u00fchlten 40 grad konnte ich verstehen, dass einige richtung frischluft gerannt sind, um nicht komplett zu dehydrieren. wer die chance hat, sich das in klimatisierten r\u00e4umen anzuschauen: unbedingt machen! sehr bemerkenswert, wie alleine das b\u00fchnenbild eines gigantischen mikadospiels daf\u00fcr sorgt, dass sie in der h\u00f6he und am boden improvisieren m\u00fcssen.<br>alarmsignal, haupttresen: gibt&#8217;s seit 20 jahren, sind bislang an mir vorbeigegangen. toller melodischer punkrock mit tollem publikum und toller spielfreude. eine meiner fusion-entdeckungen.<br>atlantik, turmb\u00fchne: war bei der er\u00f6ffnung selbst nicht dabei, weil das mit ansage zu voll wird. die v\u00f6lkerwanderung lie\u00df sich bei alarmsignal am haupttresen auch beobachten. zum schluss hin hatte sich das schon etwas gelichtet. melodisch mit weiten basslines &#8211; damit macht mensch an ort und stelle nichts verkehrt.<br>kink, turmb\u00fchne: eher so am rande mitbekommen. da hatte sich die er\u00f6ffnungseuphorie sowie -f\u00fclle schon sehr gelegt. fand ich musikalisch ansprechender als davor.<br>team scheisse, palapa: im vergleich zum konzert im festsaal kreuzberg mitte mai muss ich sagen, dass sie in kleineren r\u00e4umen mit 1.000-2.000 leuten besser wirken als auf der gr\u00f6\u00dften b\u00fchne, welche die fusion zu bieten hat. andererseits organisatorisch goldrichtig, sie dort zu platzieren &#8211; der hype ist vorhanden, sie haben das momentum auf ihrer seite, und das alles zurecht. machen live einfach spa\u00df, toller moshpit sowieso, auch wenn jeweils zwei, drei songs bei meinen zwei ausfl\u00fcgen ausgereicht haben, dass mein shirt durchgeschwitzt war und ich dringend wasser brauchte. ansonsten bin ich nicht mehr objektiv, sondern auf dem besten weg zum fan.<br>the notwist, palapa: haben vor jahren auf dem roten platz mal den abschluss am sonntagabend gespielt. daher fragte ich mich schon, ob das donnerstags als quasi-start f\u00fcr das festival nicht etwas fehlplatziert sein k\u00f6nnte. v\u00f6llig unbegr\u00fcndet, das war ganz fantastisch und verschmolz kraut-, stoner rock, elektronik sowie improvisation ineinander.<br>hyperaktivist, turmb\u00fchne: platz hinten mittig, dazu schneller, trockener techno, der an dem ort auch mit am besten klang. an den seiten der turmb\u00fchne war der delay zwischen den vorderen und hinteren boxen schon deutlich zu h\u00f6ren und der bass schw\u00e4cher. drinnen gibt&#8217;s jedoch nichts zu meckern.<br><br>freitag, 30. juni 2023<br>t. raumschmiere, dubstation: ewigkeiten her, dass ich ihn geh\u00f6rt habe. und wenn, dann war&#8217;s nur als dj. dieses mal als live-act auf der dubstation, fing auch mit drone \/ ambient in der ersten viertelstunde an und machte dann um die 100 bpm mit nicht \u00fcbertriebenen wohlf\u00fchlmelodien weiter. gut zu wissen, dass er auch mit dieser seite von sich bestehen kann.<br>dj stingray 313, triebwerke: musikalisch treibend-technoid, hat sich also auch dem etwas g\u00e4ngigen trend angepasst, kontrastiert das aber nach wie vor mit seinem steckenpferd (also electro). ein set, das durchaus zum verweilen eingeladen h\u00e4tte. aber hier zeigte sich der offensichtlich schon vorzeitig erreichte h\u00f6hepunkt des f\u00fcllgrads. was in vergangenen jahren samstagabend auf dem gel\u00e4nde los war, hat sich nun auf donnerstagabend vorverlegt und am freitag nochmal etwas potenziert. gl\u00fcckwunsch an diejenigen, die es in die triebwerke geschafft haben &#8211; wir waren davor und auch auf der rechten seite bereit, das set zu feiern. am sound h\u00e4tte es nicht gelegen, der war auch drau\u00dfen super. jedoch hat die ellenbogenmentalit\u00e4t der leute, die mich zu sto\u00dfzeiten bereits in namhaften berliner clubs nervt, nun auch leider auf der fusion einzug gehalten. keine sonderlich gute kombination, wenn erlebnishunger mit ins spiel kommt. so tanzt mensch also nicht sonderlich ausufernd und genie\u00dft einen halben quadratmeter f\u00fcr sich, der aber im n\u00e4chsten moment von einer wenigstens f\u00fcnfergruppe gest\u00f6rt wird, die sich erstmal vor ort koordiniert, dann feststellt, dass es zu voll ist und wieder umkehrt, in der zeit aber den platz sch\u00f6n blockiert hat. es war schon von au\u00dfen klar erkennbar, dass es geduld braucht, ehe mensch \u00fcberhaupt drinnen landen k\u00f6nnte. sprich: was mich im berghain am sonntagabend nervt, trifft auch hier zu. ist aber vielleicht auch ein problem, das techno mit dem hang zur selbstdarstellung generell momentan hat &#8211; daf\u00fcr kann die fusion eher weniger was. das mit dem fallenlassen ins set war f\u00fcr mich unter den umst\u00e4nden beim besten willen nicht m\u00f6glich.<br>sterac &amp; colin benders, tanzw\u00fcste: \u00fcberraschung! techno jenseits der 140 bpm kann auch gut sein. spielten live f\u00fcr drei stunden, wobei wir nicht alles davon mitbekamen. aber die gute stunde war balsam f\u00fcr das herumgeschiebe bei stingray. nur unterbrochen durch den einsetzenden regen, aber das tages-\/nachtprogramm hatte bis dahin eh gereicht.<br>&#8212;<br>sven weisemann, tanzw\u00fcste: gerne mal hittig (&#8222;sing it back&#8220;), viel cutting, also alles wie immer.<br>vixen sound feat. tom spirals, rootsbase: wenigstens einmal im jahr rootsbase vom bass massieren lassen und sich die anlage als mindestausstattung f\u00fcr alle basslastige musik w\u00fcnschen. war nicht sonderlich lange da, hab&#8217;s aber genossen.<br>marie midori, querfeld: alles an breakbeats, was es so gibt, um die 130 bpm. behutsamer setaufbau mit langsam ansteigendem druck &#8211; hat meinen eindruck vom neujahr im about blank best\u00e4tigt. war richtig gut.<br>panic shack, triebwerke: zweite empfehlung meines mitbewohners, jedoch melodischer und lakonischer als die lambrini girls. letztere im direkten vergleich meine favoritinnen.<br>todeskommando atormsturm, datscha: empfehlung eines arbeitskollegen. f\u00fcnferband mit vier typen an den instrumenten plus s\u00e4ngerin, grundsolider punkrock.<br>beatsteaks, palapa: da war ich vorab schon sehr erstaunt, dass sie auf dem line-up standen. weniger aus befremdung, vielmehr dass eine band ihres kalibers auf der fusion spielt. lieferten in ihrer stunde mit gewohnter klasse ab. f\u00fcr mich das zweite mal moshpit, jedoch dieses mal mit mehr ausdauer. im vergleich zu team scheisse war die au\u00dfentemperatur auch k\u00e4lter, daher ging&#8217;s f\u00fcr mich l\u00e4nger. shirt am ende \u00e4hnlich durchgeschwitzt.<br>dr. rubinstein, turmb\u00fchne: nur kurz auf dem triebwerke-hangar stehend mitbekommen, weil&#8217;s unten einfach zu voll gewesen w\u00e4re. acid, alte uk-breakbeats &#8211; passte.<br><br>samstag, 1. juli 2023<br>muovipussi, neuland: auf der at.tension letztes jahr mit ihrer performance &#8222;noise juice&#8220; mitbekommen, die bereits dort polarisierte. jetzt also mit konzert &#8211; kurz, heftig, zwischen schnellen elektronischen sounds, scream-punk im wechsel mit death metal. zogen im verlauf des sets mehr und mehr aufmerksamkeit auf sich. wie schon bei der at.tension: eines meiner h\u00f6hepunkte. ich hoffe, die erste ver\u00f6ffentlichung wird nicht mehr lange auf sich warten lassen &#8211; w\u00fcrde das liebend gerne spielen.<br>nikki nair, querfeld: das querfeld ist immer eine sichere bank f\u00fcr breakbeats &#8211; da machte das set keine ausnahme. nicht spektakul\u00e4r, aber auch nicht schlecht.<br>drumbule, tubebox: nur kurz reingeschaut. ging vom platzangebot her eigentlich ganz gut, aber irgendwie lud der sound sowie mein schwerer werdender sch\u00e4del nicht zur sonst gewohnten drum&amp;bass-abfahrt ein.<br>&#8212;<br>haa collective: picader\u00f8, grand palais: das beste, was mensch vom ruhecamp aus bei wechselnder regenintensit\u00e4t machen konnte. auch sehr k\u00f6rperintensive performance der dame plus tollen von der drehscheibe mitverursachten und gesampleten sounds.<br>schlecht, tube tresen: schneller punk mit schreiender frontfrau und guter themenpalette. als weitere entdeckung mitgenommen.<br>ninamarie, datscha: &#8222;ehrlicher postpunk&#8220; stand im festivalguide, ein mitglied ist von turbostaat und ninamarie f\u00fcr mich eine \u00e4hnliche kategorie. also leider nichts weltbewegendes bzw. diplomatischer leider nicht mein fall.<br>raz ohara, dubstation: war er das wirklich? dreier-band, wozu ich eher &#8222;indie-rock&#8220; gesagt h\u00e4tte. war f\u00fcr mich zu der zeit die bessere wahl als die datscha.<br>saufknast, tube tresen: bin wegen des namens hin. einerseits ein toller trend, dass frauen bei punkbands am mikrofon zu finden sind. hatte hier nur das gleiche problem wie mit (sehr hinkender vergleich) danzig. ich komme mit der intonation nicht klar. geschmackssache, bzw. mein problem. nicht ihres.<br>egg idiot, triebwerke: dritte empfehlung meines mitbewohners. punk im eikost\u00fcm, auch hier war die intonation nicht meins.<br>fuffifuffzich, roter platz: coverte &#8222;alkohol&#8220; von herbert gr\u00f6nemeyer und ist ansonsten wohl eine der bei den jungen leuten angesagten k\u00fcnstlerinnen. den roten platz hatte sie jedenfalls sehr gut gef\u00fcllt und sehr gut im griff.<br>ebow, roter platz: durch die \u00e4rzte kennengelernt, f\u00fcr die sie bei &#8222;kerngesch\u00e4ft&#8220; ein paar zeilen beisteuerte. weniger zwingend als fuffifuffzich davor, was aber auch an der f\u00fcr sie unangenehmen situation gelegen haben k\u00f6nnte, als drei leute zu beginn ihres auftritts nahe der b\u00fchne zusammengebrochen sind und sie abwarten musste, dass die leute hinter die b\u00fchne gebracht werden konnten. allerdings: sie hat dies in anbetracht der umst\u00e4nde sehr gut koordiniert, wobei es echt nicht zu ihrer aufgabe geh\u00f6rt h\u00e4tte, den zust\u00e4ndigen mitzuteilen, dass die leute in den backstage gebracht werden k\u00f6nnen. gibt es keine anweisungen f\u00fcr f\u00e4lle wie diesen?<br>luma lake, subardo: drum&amp;bass-live-acts gibt es nicht so h\u00e4ufig. und mit live-instrumentierung sowie -gesang noch seltener. zwei saxophonistinnen, ein geiger, eine s\u00e4ngerin, zwei produzenten &#8211; richtig gut.<br><br>sonntag, 2. juli 2023<br>rauchen, datscha: spielten letztes jahr bereits zum geburtstag des about blank, nur machte corona mir einen strich durch die rechnung. das warten hat sich gelohnt. live versteht mensch die texte, die in der wall of sound bei den ver\u00f6ffentlichungen gerne mal untergehen (gemeint sind die hardcore-songs, nicht die shoegaze-sachen). &#8222;zugaben sind rockstar-schei\u00df, sowas machen wir nicht.&#8220; wenn das so weitergeht, werde ich auch da fan.<br>g\u00f8ldi, tube tresen: auch wenn ich mich wiederhole, aber weibliche punkbands waren tats\u00e4chlich deutlich im line-up repr\u00e4sentiert und in diesem fall (genauso wie bei schlecht und &#8211; leider verpasst &#8211; deutsche laichen) h\u00e4tte ich&#8217;s auch richtig gut gefunden, wenn sie in der tubebox gespielt h\u00e4tten. laut, zornig schreiend, bei mir offene t\u00fcren einrennend.<br>bassface sascha, subardo: lebende legende, hat sich bislang nie wirklich ergeben, ihn mal zu h\u00f6ren. musikalische innovation suchte mensch hier vergeblich. aber: er versteht es, sich in den dienst der party zu stellen und ein set zu spielen, das nicht komplett aus allen rohren feuert, sondern auch mal zeit zum durchatmen l\u00e4sst. f\u00fcr die uhrzeit (1:00-2:30) also genau richtig. und noch wichtiger: was mensch hier fand, war endlich mal der bekannte fusion-vibe auf einer b\u00fchne mit elektronischer musik. gen\u00fcgend platz, umsichtige leute, euphorie &#8211; der subardo von seiner besten seite.<br>fade black, subardo: gefiel mir musikalisch fast sogar einen tick besser. aber die f\u00fc\u00dfe und der kopf machten sich unweigerlich bemerkbar.<br>&#8212;<br>dj koze: turmb\u00fchnen-wiederer\u00f6ffnung um 14 uhr und mit seinem stil auch die beste wahl f\u00fcr den sonntagnachmittag. l\u00e4sst sich zeit und bringt damit die einzelnen tracks zur entfaltung, hatte trotzdem letztes jahr auf der nation of gondwana einen besseren tag. positiv: angesichts der vorherigen tage hatte ich schon schlimmste f\u00fclle bef\u00fcrchtet, stattdessen war&#8217;s hinten mittig vor der h\u00fctte f\u00fcr&#8217;s licht die ganze zeit \u00fcber sehr gut auszuhalten.<br>systemabsturz, haupttresen: schneller electroclash inklusive mitsingpotential. nett, nicht mehr, nicht weniger.<br>jacques palminger &amp; 440 hz trio, palapa: das langgezogene &#8222;wooooow&#8220; wird wohl eine zeitlang in meinem sprachgebrauch bleiben. jazz nach art des studio braun &#8211; also tollen musiker*innen und mit ironischer brechung. zum durchatmen nach den bereits vier festivaltagen gar nicht schlecht.<br>dame area, triebwerke: new wave gepaart mit electroclash? irgendwie so? braucht&#8217;s \u00fcberhaupt schubladen? wie auch immer: leider nicht mein fall.<br>uta, subardo: spielte beim reinkommen die a-seite der night slugs von pearson sound und auch sonst sehr divers. leider etwas ohne roten faden.<br>kerala dust, palapa: indie-rock gepaart mit samples und synth-sounds sowie einer stimme, die an ian curtis von joy division erinnert. nichts, was ich mir gezielt anh\u00f6ren w\u00fcrde, aber f\u00fcr den sonntagabendabschluss super.<br>fracture, subardo: dachte, er w\u00fcrde direkt mit drum&amp;bass einsteigen. stattdessen irgendwo um die 135 bpm. steigerte das tempo jedoch in seinen anderthalb stunden, so dass er am schluss mit einem monstr\u00f6sen track landete, der aus der feder von source direct h\u00e4tte stammen k\u00f6nnen. tolle spannungskurve.<br>alegria, subardo: \u00fcbernahm die dynamik, aber hielt sie nicht aufrecht, obwohl die leute (inklusive uns) noch gewollt h\u00e4tten. so leerte es sich in der ersten dreiviertelstunde merklich, so dass mir soraya schon etwas leid tat, die den subardo von 4 bis 6 uhr schlie\u00dfen durfte. das bekamen wir dann auch nicht mehr mit.<br><\/div>\n<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">positives<\/strong><br><br>immer und immer wieder: der technische standard. beim sound m\u00fcsste ich jetzt \u00fcberlegen, wo er mal nicht gestimmt h\u00e4tte. sicher gab&#8217;s tote punkte und delay an der turmb\u00fchne, aber hinten mittig war&#8217;s eine sehr runde sache, die zumal nicht bis weit auf den zeltplatz hinter den essensst\u00e4nden ausstrahlte.<br><br>auch wie immer: die dinge am rande, allem voran die installationen am f\u00ear \u00e0 coudre neben der landebahn. ausgediente videob\u00e4nder in fl\u00fcssigkeit einzulegen, diese fl\u00fcssigkeit einzuf\u00e4rben und in rohre zu packen &#8211; da wurden erinnerungen an &#8222;alien&#8220; wach.<br>der zauberwald zwischen tubebox und querfeld ist etwas neugestaltet, der stoner garden zwischen firespace und trancefloor ebenfalls.<br>generell kommt mir der bereich zwischen firespace und sonnendeck etwas heller vor als fr\u00fcher, was auch sicher mit der drehung sowie verlegung des roten platzes zu tun hat. dort hoffe ich, dass die sehr markante und nun demontierte bar in \u00e4hnlicher form wiederaufersteht.<br><br>die essensst\u00e4nde habe ich nicht sonderlich h\u00e4ufig in anspruch genommen, aber die elfik-pizza neben der turmb\u00fchne war verl\u00e4sslich gut und die wartezeit kurz. gleiches gilt f\u00fcr die nice fries.<br><br>da das bewusstsein auch in die gesellschaft einsickert und das publikum zumindest in berliner clubs freiz\u00fcgig ist: die sichtbarkeit von queers und kinkstern steigt auch in l\u00e4rz. sehr gut so.<br><br>die in der timetable-app sehr prominent platzierte nachricht, dass auf den tanzfl\u00e4chen keine fotos gemacht werden sollen, fand zwar bei nicht allen resonanz. aber jedoch so viel, dass es zumindest mir so vorkam, als ob smartphone-kameras weitaus weniger im einsatz waren.<br>auch in puncto selbsterkenntnis brachte dies etwas: war meine nikon noch zeitweise begleiter in den letzten jahren (ja, auch am rande der tanzfl\u00e4che), blieb sie dieses jahr zuhause. und auch die anzahl an fotos auf meinem smartphone l\u00e4sst sich auf f\u00fcnf dutzend eingrenzen (bei dingen wie dem lasertunnel am rande der turmb\u00fchne konnte ich bspw. nicht widerstehen).<br><br>siebdruck gibt&#8217;s an vielen ecken, nicht nur im workshop-hangar, wobei es dort am meisten laune macht.<br><br>ausnahmslos nettes personal, was bei den vorgebrachten kritikpunkten umso mehr wundert.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">den sanit\u00e4ren standard haben sie \u00fcber die jahre wirklich stark verbessert. dixis sind tats\u00e4chlich nur noch randerscheinung und werden dort aufgestellt, wo f\u00fcr eine klocrew kein platz ist. stattdessen kompoletten oder flugzeugtoiletten, die zumindest im ruhecamping immer in einem richtig guten zustand waren. dickes dankesch\u00f6n und kompliment daf\u00fcr. h\u00e4lt wildpinkler trotzdem nicht ab, auf dem festivalgel\u00e4nde vor lauter ungeduld einfach in die b\u00fcsche zu gehen. daf\u00fcr kann die fusion nichts &#8211; es h\u00e4tte nicht mal viel guten willen gebraucht, sich auf die suche nach der n\u00e4chsten rinne zu machen, die f\u00fcr die herren der sch\u00f6pfung auf dem festivalgel\u00e4nde unter garantie weniger als f\u00fcnf minuten vom aktuellen standort entfernt waren.<br>die anzahl an flinta-rinnen wurde ausgeweitet. es k\u00f6nnten dennoch immer noch mehr sein, so dass frau nicht weiter laufen muss als die herren.  die duschen habe ich nicht in anspruch genommen, stattdessen den kanal am westlichen ende des ruhe-campings.<br><br>der palapa-moshpit (getestet bei team scheisse und den beatsteaks) z\u00e4hlt mit zu dem fairsten, was ich in solchen kontexten bislang erlebt habe.<br><br>nach wie vor die stilistische mischung im programm einer b\u00fchne. trancefloor bleibt trancefloor und die dramaturgie auf der turmb\u00fchne auch vorhersehbar. beim rest kann mensch sich nach wie vor \u00fcberraschen lassen.<br><br><strong>negatives<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">beides eher platit\u00fcden, wof\u00fcr die fusion nun echt nichts kann: das wetter ist eine gnaden-4. zwar war der regen am freitag und samstag gut daf\u00fcr, dass das gel\u00e4nde nicht verstaubt ist und auch 30 grad im schatten m\u00fcssen nicht sein. aber dennoch lockt die sonne schon eher aus dem camp &#8211; erst recht, wenn es um wichtige anl\u00e4sse wie die demonstration am samstagabend um 18 uhr geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">auch das r\u00fccksichtslose verhalten des publikums an b\u00fchnen, wo gerade elektronische musik l\u00e4uft (also sich in gruppen von wenigstens f\u00fcnf leuten durch \u00fcbervolle tanzfl\u00e4chen zu schieben und erstmal herumstehenderweise beraten, wie weiter verfahren werden soll) und der fokus auf selbstdarstellung ist etwas, das die schieflage widerspiegelt, die sich durch techno als neuem (oder wieder) mainstream zum feiern ergeben hat. da ist eher die selbstregulation der szene gefragt, die fusion bildet das lediglich im gr\u00f6\u00dferen festivalkontext ab. oder befeuert diese anspruchshaltung, womit ich beim eigentlichen thema w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">weshalb demn\u00e4chst ohne mich?<\/strong><br><br>als jemand, der stets als gast zugegen war, lediglich einmal eine schicht f\u00fcr das ticket gearbeitet hat und sich sonst auf erz\u00e4hlungen aus dem freund*innenkreis st\u00fctzen kann, habe ich beileibe nicht den allumfassenden blick. es ist zugegebenerweise eine privilegierte position, einfach &#8222;nur&#8220; f\u00fcr das ticket zu zahlen und zu erwarten, urlaub vom funktional gepr\u00e4gten arbeitsalltag zu haben. jedoch machte sich bereits vor dem aufbruch nach l\u00e4rz ein leicht flaues gef\u00fchl breit, das sich im laufe der tage und durch diverse eintr\u00e4ge im fusion-forum auch im nachhinein best\u00e4tigt hat. ich werde trotzdem versuchen, nicht nur die schwachpunkte zu nennen, sondern auch konstruktive vorschl\u00e4ge (meine wunschvorstellung kommt zum schluss) einstreuen.<br><br>die fusion hat begehrlichkeiten geweckt. und damit meine ich nicht die offensichtliche versuchte polizeiliche einflussnahme anno 2019, deren abwehr f\u00fcr mich immer noch als sternstunde des zusammenspiels zwischen kulturkosmos, presse sowie \u00f6ffentlichkeitsarbeit z\u00e4hlt.<br>es ist vielmehr das alleinstellungsmerkmal in der hiesigen festivallandschaft, wonach sie ohne werbung und sponsoring durch mund-zu-mund-propaganda einen mythos erschaffen haben, der mehr und mehr und dann zu viele leute (2012) anzog. so sehr ich die kontroverse um den zaun als ende des hippiesken traums nachvollziehen kann: er war leider n\u00f6tig.<br>in den folgejahren kam jedoch das wachstum durch die hintert\u00fcr. auch die pause zur \u00fcberarbeitung des konzepts (2017) wurde nicht wirklich genutzt. stattdessen: mehr installationen, mehr b\u00fchnen (extravaganza, haupt- und tubetresen nun offizielle bestandteile des programms, palapabar, bar am roten platz), aufw\u00e4ndige renovierung vorhandener b\u00fchnen (trib\u00fcnen an der turmb\u00fchne, dieses jahr mit sonnensegeln auf dem cloud cuckoo-hangar &#8211; alles ein ohne zweifel nicht nur optischer hinzugewinn. jedoch frage ich mich schon, ob eklatante finanzierungsl\u00fccken wie 1,6 mio. euro im letzten jahr durch solche ideen zustandekommen.), anreisetag auf mittwoch vorverlegt und damit auch der start des (zugegeben nicht kompletten) programms. zudem engere taktung an acts: waren anno 2008-2011 an der turmb\u00fchne noch dj-sets mit drei stunden die regel, sind es jetzt bereits zwei. konzerte dauerten fr\u00fcher gerne mal anderthalb stunden mit der m\u00f6glichkeit f\u00fcr zugaben, jetzt ist es meistens eine mit vorgegebenem schluss, damit das mit der umbaupause klappt.<br>kurzum: mehr von allem, insbesondere mehr verdichtung &#8211; im programm und auf dem gel\u00e4nde. da ist es klar, dass leute von der angst von floor zu floor getrieben werden, dass es anderswo bestimmt besser ist. und auch nachvollziehbar, dass manche (inklusive uns) bereits dienstagabend in der n\u00e4he \u00fcbernachten, damit die wartezeit in der autoschlange nicht zu lang wird. insofern waren wir auch teil dieses systems.<br><br>es wird jedoch dann interessant, wenn wie bei dieser ausgabe vorab durchsickert, dass b\u00e4ndchen am kulturkosmos vorbei verkauft worden sind, was die verifikation durch ein zweites klebeb\u00e4ndchen erforderte. die waren donnerstag jedoch auch schon vergriffen, es insofern also auch nicht mehr wirklich nachvollziehbar, wer jetzt als &#8222;legal&#8220; zahlende*r auf dem gel\u00e4nde war und wer nicht. aus klatsch-und-tratsch-gr\u00fcnden interessiert mich noch die motivation, weshalb jemensch aus dem umkreis des kulturkosmos das b\u00e4ndchendesign vorab durchsticht und sich daran bereichert. kann mir schwerlich vorstellen, dass das eine aktion einer einzelperson war &#8211; irgendeine firma wird diese b\u00e4ndchen sicherlich hergestellt haben.<br><br>das supporter*innensystem ist als reaktion auf diejenigen, die in vergangenen jahren ihre option auf ein ticket durch ableisten einer schicht insofern missbraucht haben, als dass sie einfach nicht zur arbeit aufgetaucht sind, sicher richtig. es verdient aber mehr anerkennung als das ticket, nicht sonderlich \u00fcppige freigetr\u00e4nke, essen und ein paar socken bei drei schichten \u00e0 sechs stunden. zumal im fusion-forum auch zu lesen ist, dass manche von ihnen mehrere stunden warten oder sich selber darum k\u00fcmmern mussten, wo ihre arbeitsbereiche nun liegen. und auch dort schwankte das aufgabenspektrum von g\u00e4hnender langeweile bis zu \u00fcberbordendem stress.<br><br>dieser stress wurde in diesem jahr gl\u00fccklicherweise durch die demo nach au\u00dfen getragen. bereits in der vergangenheit liegende erz\u00e4hlungen aus dem backstage-betrieb best\u00e4tigen \u00fcberarbeitete mitarbeiter*innen sowie eine damit einhergehende toxische atmosph\u00e4re. nun sind unvorhersehbare ereignisse w\u00e4hrend eines festivals in dieser kapazit\u00e4t durchaus ein grund, dass manche unter stress nicht unbedingt ihre besten seiten zeigen. aber gerade die vorkommnisse vom letzten jahr rund um den auftritt der moscow death brigade zeigt entweder mangelnden willen zum dialog oder eine \u00fcberforderung mit der situation. den vorab ge\u00e4u\u00dferten bedenken der soundsysters h\u00e4tte sich der kulturkosmos weit mehr im voraus annehmen k\u00f6nnen als sie am festival-sonntag (vereinfacht geschrieben) vor die wahl &#8222;friss oder stirb&#8220; zu stellen. auch ein jahr sp\u00e4ter scheint das nur insofern aufgearbeitet zu sein, als dass der kulturkosmos die soundsysters einfach nicht mehr als teil der fusion haben m\u00f6chte.<br>\u00e4hnliches mit dem faq infoladen, der einen rassistischen vorfall mit der security thematisierte und ebenfalls nicht mehr eingeladen wird. beides sendet das signal an initiativen, lieber nach den regeln des kulturkosmos zu tanzen, weil sich gen\u00fcgend andere in der warteschlange befinden, die nur ihren platz einnehmen wollen. ein kritischer dialog sieht anders aus. bzw. wenn er stattfand, m\u00fcsste dies transparent geschehen.<br><br>auch wenn awareness vorne im programmheft einen prominenten platz einnimmt: es gibt vier leute pro awareness-schicht, was f\u00fcr ein festival von 80.000 leuten schlicht und ergreifend viel zu wenig ist bzw. dann doch sehr auf die selbstregulierung hofft. zwar ist dort zu lesen, dass leute sich im fall der f\u00e4lle an menschen mit funkger\u00e4t sowie die infopoints oder den haupttresen wenden k\u00f6nnen. wenn es jedoch auf dem campingplatz zu einem vorfall gekommen ist, m\u00fcssen leute dort oder auf dem hauptgel\u00e4nde erstens ganz sch\u00f6n lange suchen oder sind zweitens vielleicht aufgrund von schockzustand dazu gerade gar nicht f\u00e4hig und brauchen drittens hilfe von leuten aus ihrer gruppe oder von fremden. und gerade bei letzterem ist es schwer, das vertrauen aufzubringen.<br>zum vergleich: bei bewegungsfreiheit-ausgaben sind es wenigstens zwei leute pro schicht bei einem publikum von in jedem fall unter 1000 leuten. und auch wenn nichts zu tun ist: besser ist es, vorbereitet zu sein. f\u00fcr das fusion-gel\u00e4nde w\u00e4ren 50 leute (besser das doppelte, und motorisiert als teil der security) pro schicht das absolute minimum. plus fixe orte, die auch im festivalplaner sowie in der karte innerhalb der app ausgewiesen sind. es ist sch\u00f6n, dass es eine nummer gibt, die im bedarfsfall angerufen werden kann. jedoch hilft das nichts, wenn mensch irgendwo zwischen palapa und landebahn oder noch schlimmer im s\u00fcdostbereich des campingplatzes im funkloch festh\u00e4ngt. ich hoffe, dass es bereits zum mindeststandard z\u00e4hlt, dass das barpersonal per funk eine direkte verbindung zur security hat.<br><br>als weiterer beleg zu den begehrlichkeiten im weitesten sinne, da die fusion f\u00fcr viele kollektive die gelegenheit bietet, ihre basisarbeit erst finanziell m\u00f6glich zu machen und die erl\u00f6se von bars sowie essensst\u00e4nden hierzu herangezogen werden: aus einer telegram-gruppe wei\u00df ich vom weitergeleiteten gesuch eines essensstandes. dort war wegen krankheit ein platz freigeworden und jemensch konnte sich ein ticket verdienen. bedingung daf\u00fcr: vier schichten f\u00fcr jeweils sieben stunden. bei 28 stunden und einem ticketpreis von 220 euro sind das also aufgerundete 7,86 euro, was vom mindestlohn ziemlich weit entfernt ist.<br>bei aller notwendigkeit zur finanzierung linker strukturen bei um sich greifender inflation: wenn es sich um einen gut gehenden essensstand handelt, kann ich mir nur schwer vorstellen, weshalb dieser stundensatz nicht so angehoben werden kann, dass entweder die anzahl auf drei schichten reduziert wird (der*diejenige im besten fall also sogar etwas vom festival hat) oder der verdienst auf den mindestlohn aufgerundet wird. sicher geht dies zu lasten der einnahmen, aber mit dem wissen im hinterkopf hatte ich bei den wenigen malen an den essensst\u00e4nden gewissensbisse, wenn ich mich angestellt habe und mir dennoch freundlich begegnet worden ist. wobei mir hier auch die einsicht fehlt, ob jeder essensstand dies so gehandhabt hat oder es nur einige wenige beispiele gibt, die das einsammeln von soligeldern als vorwand nehmen, die begehrlichkeiten f\u00fcr ein ticket auf diese weise ausnutzen zu m\u00fcssen.<br>als kontrast hierzu die nation of gondwana im letzten jahr: zwei (zugegebenerma\u00dfen stressige) schichten am m\u00fcllpfand. diente auch dem spendensammeln, und das sehr erfolgreich &#8211; es kamen 12.000 euro zusammen. dennoch wurde jede*r mit einem ticket, einem essen pro tag, freigetr\u00e4nken plus 12 euro die stunde bezahlt. mir ist klar, dass die nation von einer gmbh zentraler organisiert wird und bei einem zur fusion vergleichbaren ticketpreis weniger b\u00fchnen mit weniger acts \u00fcber weniger tage bespielt. dennoch: das war \u00fcberaus fair.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">im direkten vergleich zur nation erschlie\u00dft sich mir jedoch der haupts\u00e4chtliche knackpunkt: bei allem zuspruch, den ich der fusion aufgrund der dahinterstehenden idealistischen idee mehr als g\u00f6nne, kann ich mich (mangels transparenz) des eindrucks nicht erwehren, dass die schiere gr\u00f6\u00dfe des festivals dem kulturkosmos \u00fcber den kopf gewachsen ist. der laufende betrieb scheint wegen der unzureichenden personellen struktur nur durch ungebrochenen willen zur selbstausbeutung m\u00f6glich. ich wei\u00df: das ist im kulturbetrieb gang und g\u00e4be. und der balanceakt, wie sich bei \u00fcberall gestiegenen kosten eine faire bezahlung mit einigerma\u00dfen gleichbleibender qualit\u00e4t des unterhaltungsprogramms und bezahlbaren eintrittspreisen vereinbaren l\u00e4sst, wird nicht nur auf der fusion zu l\u00f6sen sein. das betrifft alle kulturbetriebe, die sich gerade nach der pandemie mit einer noch h\u00e4rteren betriebswirtschaftlichen realit\u00e4t konfrontiert sehen.<br><br>ich gebe zu: auch ich wurde vom &#8222;h\u00f6her, schneller, weiter&#8220; (nicht nur auf) der fusion verw\u00f6hnt, jedoch war dies in den vergangenen jahren immer noch irgendwie handzuhaben. es mag eine frage des alters sein oder auch des verdrusses, der mich bspw. sonntagabend im berghain am rande verweilen l\u00e4sst. insofern ist meine wunschliste sehr von meinem derzeitigen bed\u00fcrfnis nach mehr \u00fcbersicht gepr\u00e4gt. r\u00fcckblickend w\u00e4re der kulturkosmos meinem eindruck nach besser gefahren, das jahr 2012 als absolute ausnahme zu betrachten, damit die begehrlichkeiten eben begehrlichkeiten bleiben zu lassen und die anzahl der tickets h\u00e4rter zu limitieren. oder eben bei sich personell so aufzustocken, dass sichergestellt ist, den selbstgesetzten anspruch eines gerechteren gegenentwurfs zum kapitalismus bei der organisation eines festivals in der gr\u00f6\u00dfenordnung nicht zu verw\u00e4ssern. mit dem, was jetzt so durchsickert, scheinen diese mechanismen (arbeitsverdichtung beim gleichzeitigen pochen auf idealismus einzelner, den laden am laufen zu halten, auch wenn von den energiereserven l\u00e4ngst nichts mehr \u00fcbrig ist) auch dort einzug gehalten zu haben. und genau das bekomme ich als verkappter idealist, der die fusion bislang stets als urlaub von dieser tretm\u00fchle begriffen hat, nicht \u00fcberein und w\u00fcrde mir vom kulturkosmos w\u00fcnschen, sich trotz h\u00e4rter gewordenen wirtschaftlichen und politischen realit\u00e4ten gerade in der hinsicht kritisch zu reflektieren. dem idealanspruch scheinen sie im hintergrund seit jahren nicht gerecht geworden zu sein &#8211; dieses jahr wurde es f\u00fcr mich offensichtlich. daher setze ich mit der gro\u00dfen hoffnung aus, dass sie sich ihrer vorreiterrolle bewusst werden und die fusion nicht zu einem weiteren festival wird, das ohne r\u00fccksicht auf vorhandene personaldecken so viele leute mitzunehmen versucht wie nur irgend m\u00f6glich. wachstum hat grenzen.<br><br><strong class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">w\u00fcnsche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">vielmehr meine idealvorstellung. wobei das auch dem bau von luftschl\u00f6ssern entspricht &#8211; das betriebswirtschaftliche verst\u00e4ndnis wurde mir nicht gerade in die wiege gelegt. beinhaltet auch einige sehr bittere pillen, weil die fusion ihren reiz der abwesenheit von regulierung verdankt. jedoch wird seit einigen jahren sichtbar, dass dies l\u00fccken zum durchschl\u00fcpfen bzw. ausnutzen bietet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>generell: weniger ist mehr!<\/li>\n\n\n\n<li>um wieder mehr \u00fcbersicht \u00fcber das geschehen zu bekommen: schrumpft euch gesund. limitiert die tickets auf 50.000 st\u00fcck, besser noch 40.000. zugegeben: das ist die gr\u00f6\u00dfe der jahre 2008\/9, als ich hinzukam. im r\u00fcckblick quasi ideal.<\/li>\n\n\n\n<li>reduziert damit einhergehend die anzahl der b\u00fchnen. palapa ist als konzertb\u00fchne eine bereicherung und der rote platz als kleinerer bruder (sowie die triebwerke als noch kleinere schwester) davon ausreichend. daf\u00fcr braucht es keine musikalische unterhaltung an den bars. was ist die n\u00e4chste steigerung vom tubetresen? der tubetresentresen? sowas zieht leute von den eigentlichen b\u00fchnen ab, was bei der aktuellen gr\u00f6\u00dfenordnung von 80.000 zwar deren entlastung dient, bei der h\u00e4lfte der kapazit\u00e4t aber nicht n\u00f6tig sein wird.<\/li>\n\n\n\n<li>mit der reduzierung der b\u00fchnen einhergehend: weniger acts, auch auf den verbliebenen b\u00fchnen. bietet daf\u00fcr mehr raum zu deren entfaltung. womit wir wieder bei den begehrlichkeiten w\u00e4ren, da viele sich bestimmt gerne in die biographie schreiben m\u00f6chten, mal auf der fusion gespielt zu haben. wenn kollektive schon das booking f\u00fcr die b\u00fchnen \u00fcbernehmen: gebt leuten aus eurem dunstkreis die gelegenheit und den djs wenigstens drei stunden. und bands so lange wie sie wollen. wenn es wie bei rauchen eine heftige dreiviertelstunde wird, w\u00e4re es im gegenzug v\u00f6llig ok, kalibern wie the notwist wenigstens anderthalb stunden zu geben. ich pers\u00f6nlich kann gut damit leben, wenn es auf den b\u00fchnen nicht schlag auf schlag geht, ergo: gen\u00fcgend zeit f\u00fcr umbaupausen w\u00e4hrend den acts ist. allerdings bin ich auch aus dem alter raus, in dem ich umwerfende unterhaltung zu jeder zeit an jedem ort brauche. alleine die anzahl an talks und workshops ist erschlagend (und zwar so sehr, dass ich dieses jahr nichts davon wahrgenommen habe). ich brauche auch keine zwei zelte f\u00fcr performances neben dem see. am besten eines, das an den seiten offen ist (ehe die leute in der hitze zerflie\u00dfen wie am donnerstag im la ballena).<\/li>\n\n\n\n<li>darauf aufbauend: verk\u00fcrzt die dauer der fusion und verlegt den start wieder von mittwoch auf donnerstag.<\/li>\n\n\n\n<li>damit einhergehend, wenn auch logistisch schwer handzuhaben: sperrt ebenfalls die zufahrtsstra\u00dfen bis donnerstag und lasst ausschlie\u00dflich anwohner*innen und supporter*innen durch, die exklusiv platz im supporter*innencamp haben und nicht anderweitig etwas freihalten. (wohlwissend, dass das durchaus egoistisch gedacht ist, weil der lieblingsplatz im ruhecamp in diesem jahr u.a. dadurch bereits gro\u00dffl\u00e4chig vergeben war. allerdings ist auch dies ein weiterer beleg f\u00fcr begehrlichkeiten von au\u00dfen, wenn supporter*innen von ottonormalbesucher*innen als vorbot*innen zum platz freihalten herangezogen werden und andererseits wiederum ein beleg f\u00fcr die allgemeine \u00fcberforderung, dass das bereits am dienstag nicht wirklich kontrolliert worden ist.)<\/li>\n\n\n\n<li>mit niedrigerer besucher*innenanzahl wird der bedarf an supporter*innen wahrscheinlich niedriger sein, was nun die m\u00f6glichkeiten bietet, entweder deren anzahl zu verringern oder sie weniger schichten arbeiten zu lassen. bei mir starke tendenz zu letzterem: sie bek\u00e4men dadurch immer noch die kosten f\u00fcr das ticket wenigstens zum teil wieder rein und h\u00e4tten bei zwei schichten immer noch genug vom festival. das w\u00e4re nur fair, weil die supporter*innen als diejenigen mit einer geh\u00f6rigen portion idealismus und motivation dazu beitragen, allen anderen durch ihre arbeitskraft ein sch\u00f6nes festival zu erm\u00f6glichen. als g\u00e4ste w\u00e4ren sie mir allemal lieber als der erlebnishungrige, sich in zehnergruppen \u00fcber tanzfl\u00e4chen schiebende mob.<br>mit ein bisschen polemik: die spaltung zwischen den unter tage schwerstarbeitenden ameisen und der hautevolee, die sich an den b\u00fchnen verlustiert, wurde dieses jahr offensichtlich und steht meiner ansicht nach nicht f\u00fcr den antikapitalistischen gedanken, mit dem die fusion nach wie vor antritt.<\/li>\n\n\n\n<li>trotz niedrigerer ticketanzahl: lasst die personelle infrastruktur im hintergrund bitte wachsen. wenn einerseits leerlauf herrscht und andere wiederum nicht wissen, wo ihnen der kopf steht, braucht es bei der personalplanung mehr leute bzw. wahrscheinlich \u00fcberhaupt erstmal eine \u00fcbersicht. ggf. ein freelancing-system einf\u00fchren, was es den leuten entweder erlaubt, fr\u00fcher zu gehen und dann entsprechend weniger stunden bezahlt zu bekommen (wobei der mindestlohn die untergrenze sein sollte) oder (besser) die m\u00f6glichkeit bietet, an anderen stellen einzuspringen.<\/li>\n\n\n\n<li>hinterfragt mit mehr realismus das, was mit den vorhandenen mitteln machbar ist und steckt ggf. auch mal zur\u00fcck oder gebt ruhig zu, dass mensch sich auch finanziell verhoben hat. so nachhaltig der ausbau der turmb\u00fchne auch ist, steht der f\u00fcr mich symbolisch f\u00fcr das, was vor dem hintergrund wegbrechender einnahmen durch die pandemie h\u00e4tte hinten angestellt werden m\u00fcssen. wenn mal eine b\u00fchne nicht ausgebaut werden kann, dann sind die leute sicherlich mit dem standard von vor zwei, drei jahren ebenfalls zufrieden. oder macht zeitn\u00e4here, zweckbasierte crowdfundings &#8211; die fanbasis habt ihr ja.<\/li>\n\n\n\n<li>der unpopul\u00e4rste vorschlag von allen, jedoch im wissen darum, dass alles nicht g\u00fcnstiger geworden ist: lasst trotz verk\u00fcrzter dauer (donnerstag bis sonntag\/montagfr\u00fch) und weniger tickets den ticketpreis gleich oder ca. um die 200 euro. bei weniger zu bespielenden b\u00fchnen, damit einhergehend weniger kosten f\u00fcr miete und strom f\u00fcr die technik sowie f\u00fcr das booking w\u00e4ren selbst zwei drittel des vorhandenen programms f\u00fcr mich als ziemlich-ok-verdiener mehr als nur ausreichend.<br>diejenigen mit schmaleren kassen k\u00f6nnten teil der supporter*innen sein und sich auf basis des mindestlohnes entweder einen teil oder das komplette ticket zur\u00fcckverdienen. etwas unrealistisch herumgesponnen: gutverdiener*innen ebenfalls, die durch ableisten von einer oder zwei schichten durch spenden ihres stundensatzes in eine art fonds einzahlen, der anderen wiederum ein erm\u00e4\u00dfigtes ticket erm\u00f6glicht (wobei der nachweis f\u00fcr die bed\u00fcrftigkeit wieder gelegenheit f\u00fcr schlupfl\u00f6cher bietet). da die app bereits ein riesiges potential bietet: wenn es m\u00f6glich ist, sie mit den durch das ticket \u00fcbermittelten pers\u00f6nlichen daten zu verkn\u00fcpfen und das fusion-arbeitsamt auch kurzfristig stellen ausschreiben kann, f\u00fcr die mensch sich vom campingplatz aus melden kann, sollte das genutzt werden. im gegenzug geh\u00f6ren leute, die bei den supporter*innen durch abwesenheit gl\u00e4nzen, f\u00fcr wenigstens ein jahr auf eine schwarze liste, auch bei der ticketverlosung.<\/li>\n\n\n\n<li>eher unrealistisch umzusetzen, aber dennoch: wenn die g\u00e4steanzahl insgesamt ann\u00e4hernd gleichbleiben soll, macht zwei kleinere fusion-ausgaben an zwei wochenenden. oder zwei festivals mit unterschiedlichem namen, wenn das wochenende nach der sommersonnenwende exklusiv &#8222;fusion&#8220; sein soll. plan:et c hat gezeigt, dass die infrastruktur \u00fcber mehrere wochen aufrecht erhalten werden kann. im nachhinein frage ich mich zwar: zu welchem preis? aber grunds\u00e4tzlich ist es m\u00f6glich, das gel\u00e4nde mehrere wochenenden hintereinander zu bespielen. ich m\u00fcsste nicht zwingend auf &#8222;fusion&#8220; als label bestehen, sondern viel lieber ein festival mit \u00fcberschaubarer gr\u00f6\u00dfe und unbekannteren acts genie\u00dfen. mit den zwei ausgaben k\u00f6nnte bei unterschiedlichen bookings auch wiederum das problem gel\u00f6st werden, dass m\u00f6glichst viele dort spielen wollen, wenn es auf einmal zwei mal viereinhalb tage bei insgesamt 100.000 g\u00e4sten sind (keine dopplungen beim booking vorausgesetzt).<\/li>\n\n\n\n<li>bringt frischen wind in die strukturen.<br>um den oben mit der forderung nach &#8222;weniger ist mehr&#8220; ge\u00f6ffneten kreis zu schlie\u00dfen: wenn schon viele potentielle besucher*innen das bed\u00fcrfnis nach dem haben, was einst als ferienkommunismus angetreten ist, sollte von oben auch vorgelebt werden, was das bedeutet. das ist f\u00fcr mich mitnichten das streben nach immer mehr, um m\u00f6glichst viele leute mitzunehmen und ihnen daf\u00fcr im gegenzug mehr bieten zu m\u00fcssen. gerade dieses jahr hat gezeigt, dass diese verw\u00f6hnkultur eine spirale in gang gesetzt hat, die seitens des kulturkosmos nur noch schwer durchbrochen werden kann &#8211; im gegenteil: ich habe sogar zweifel daran, dass dies \u00fcberhaupt in deren interesse ist.<br>sp\u00e4testens durch die demo und deren aufruf haben hoffentlich viele begriffen, dass dieses wachstum nicht nur kosten, sondern auch seinen tribut zollt. wenn ich die skepsis beiseite lasse, kann ich annehmen, dass das unkontrollierte wachstum so chaotisch verlaufen ist, dass das von der personaldecke des kulturkosmos alleine aufgrund von \u00fcberforderung nicht mehr gehandhabt werden kann (was nur menschlich w\u00e4re). inklusive skepsis werfe ich die these in den raum, dass an wirklich strukturellen verbesserungen kein interesse besteht, die fusion als eine gelegenheit zum gelddrucken wahrgenommen wird und sich damit dem kapitalistischen ideal nach arbeitsverdichtung und optimierung der einnahmen andient. es mag sein (bzw. ich hoffe stark), dass deren gro\u00dfteil tats\u00e4chlich bei linken strukturen \/ l\u00e4den \/ initiativen landen. aber dennoch tr\u00e4gt es in diesem jahr f\u00fcr mich den besonders faden beigeschmack, wenn sich ein vermeintlich kollektiv organisiertes festival als dann doch sehr hierarchisch organisierte angelegenheit entpuppt, bei dem es eine frage des verhandlungsgeschicks ist, dass manche dabei besser dastehen als andere. es f\u00e4llt mir schwer, dass sich der kulturkosmos die &#8222;manche sind gleicher als andere&#8220;-haltung zu eigen machen m\u00f6chte, zu sp\u00fcren war dies beim publikum in diesem jahr in jedem fall. und dank engagierter supporter*innen auch dort, denen ich sehr die daumen dr\u00fccke, dass flugbl\u00e4tter sowie demo intern den handlungsbedarf aufgezeigt und damit diskussionen angesto\u00dfen haben.<br>ich bin sehr auf den newsletter gespannt. wenn dort nicht auf die kritikpunkte eingegangen wird, sehe ich es als beleg mangelnden willens, sich ernsthaft mit schiefgelaufenen internen entwicklungen zu besch\u00e4ftigen. gleichzeitig hoffe ich darauf, dass die stimmen geh\u00f6r finden, die eine augenh\u00f6he wiederherstellen m\u00f6chten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*: links<br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1174632.kulturkosmos-e-v-fusion-festival-mitarbeitende-beklagen-arbeitsbedingungen.html\" target=\"_blank\">neues deutschland: fusion-festival: mitarbeitende beklagen arbeitsbedingungen<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" class=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/panorama\/fusion-festival-personal-streikte-mehrere-stunden-was-sind-die-gruende-li.365781\" target=\"_blank\">berliner zeitung: fusion festival: personal streikte mehrere stunden &#8211; spielte rassismus eine rolle?<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" class=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"\" href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/regional\/mueritz\/klassenkampf-im-ferienkommunismus-das-steckt-hinter-dem-aufstand-auf-der-fusion-1746372\" target=\"_blank\">nordkurier: klassenkampf im ferienkommunismus: das steckt hinter dem &#8222;aufstand auf der fusion&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ich stelle gerade fest, dass die nachlese f\u00fcr 2022 auch noch aussteht, jedoch ist die f\u00fcr dieses jahr dringlicher. allem vorangestellt: es stand bereits am fr\u00fchen samstagmorgen auf dem r\u00fcckweg vom festival- zum campinggel\u00e4nde f\u00fcr mich fest, dass ich eine auszeit von der fusion brauche. wo in den vorjahren am montag bei der abreise bei&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[682,694,690,689,108,695,693,304,692,687,686,691,641,683,684,688,681,685],"class_list":["post-6601","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-alarmsignal","tag-bassface-sascha","tag-beatsteaks","tag-colin-benders","tag-dj-stingray","tag-fade-black","tag-fracture","tag-fusion","tag-goldi","tag-hyperaktivist","tag-lambrini-girls","tag-luma-lake","tag-marie-midori","tag-muovipussi","tag-rauchen","tag-sterac","tag-team-scheisse","tag-the-notwist"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6601"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6601\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6635,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6601\/revisions\/6635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}