{"id":6639,"date":"2023-07-29T17:44:00","date_gmt":"2023-07-29T15:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=6639"},"modified":"2023-08-05T22:36:09","modified_gmt":"2023-08-05T20:36:09","slug":"berlin-29-07-2023-else-matter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2023\/07\/29\/berlin-29-07-2023-else-matter\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 29.07.2023] else: matter"},"content":{"rendered":"\n<p><em>zur transparenz: ist nachtr\u00e4glich eingef\u00fcgt und auf das datum des besuchs zur\u00fcckdatiert. tats\u00e4chlich verfasst am 5. august 2023.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.else.tv\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">matter<\/a><br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">ablauf<\/span><br><br>(bis 22 uhr drau\u00dfen, danach drinnen)<br>14:00 elena colombi<br>17:00 tapefeed<br>19:00 francesco devincenti <em>live<\/em><br>20:00 djrum<br>22:00 pete<br>01:00 msjy<br>03:00 dj red<\/p>\n\n\n\n<p><span class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>anwesend war ich von kurz vor 19 bis kurz nach 2 uhr. hatte mir f\u00fcr das wochenende nichts vorgenommen und dann kam die gelegenheit aus dem nichts. bin im nachhinein auch sehr froh dar\u00fcber, weil ich sonst eines der dj-sets des jahres verpasst h\u00e4tte (djrum, wobei pete wie \u00fcblich auch nicht von schlechten eltern war).<br><br>au\u00dferdem war ich neugierig. zum letzten mal war ich w\u00e4hrend der pandemie in der else, die als open-air-location das gl\u00fcck hatte, noch 2020 unter auflagen (maskenpflicht auf der tanzfl\u00e4che und beschr\u00e4nkung der g\u00e4stezahl) \u00f6ffnen zu d\u00fcrfen. daher war ich august 2020 dort, als i-f spielte &#8211; was auch klasse war.<br>in der zwischenzeit ist dort einiges passiert. war auch f\u00fcr diejenigen offensichtlich, die mit der s-bahn zwischen ostkreuz und treptower park unterwegs waren. der neubau der elsenbr\u00fccke ist dabei auch ein thema, ich ziele jedoch auf den umbau der else ab (der wiederum vom neubau der elsenbr\u00fccke beeinflusst ist).<br>so verstrich das gesamte jahr 2021, in dem ich mich angesichts der offensichtlichen baustelle beim vorbeifahren fragte, ob sie die er\u00f6ffnung f\u00fcr die sommersaison noch schaffen k\u00f6nnen. war nicht der fall, daf\u00fcr legten sie im fr\u00fchjahr 2022 wieder los &#8211; und ein gutes jahr sp\u00e4ter habe ich mir endlich mal ein bild gemacht.<br><br>vorweggenommen: das ergebnis ist richtig gut geworden. ein gem\u00fctlicher ort war&#8217;s bereits vorher, der mich beim erstbesuch eines besseren belehrt hat, weil ich eine sehr an die bar 25 \/ kater blau angelehnte \u00e4sthetik erwartet hatte. nicht falsch verstehen: ich find&#8217;s gut, dass es den holzmarkt plus club gibt &#8211; einzig sound und atmosph\u00e4re werden dort nicht meins. liegt an meiner sozialisation in dunklen kellern mit beton und stahl, absolut nicht deren fehler.<br>die else hat dem technoiden zeitgeist nun rechnung getragen, ohne das vorherige stammpublikum v\u00f6llig vor den kopf zu sto\u00dfen und sich vor allem beim innenliegenden floor massiv vergr\u00f6\u00dfert. generell wird der platz dort jetzt wesentlich besser genutzt als zuvor und die entscheidungen sind meiner ansicht nach ziemlich (eigentlich sogar sehr) gut durchdacht.<br><br>am eingang hat sich nicht viel ge\u00e4ndert. garderobe gibt es immer noch, optional schlie\u00dff\u00e4cher, deren schl\u00f6sser sich gegen pfand nutzen lassen. toilettenposition ist auch gleichgeblieben, es gibt jetzt sogar noch einen container dar\u00fcber. \u00fcberhaupt container: bereits schon vorher pr\u00e4sent, jetzt absolut dominierend. und die f\u00fchren tats\u00e4chlich zum immensen platzgewinn. zuvor auf der linken seite der tanzfl\u00e4che, jetzt auch rechts, mit zwei etagen, u.a. unten mit stauraum f\u00fcr die technik oder sitzgelegenheiten, durchgang zwischen containern und mauer, wenn mensch die abk\u00fcrzung zum vorderen ende der tanzfl\u00e4che nehmen m\u00f6chte. daf\u00fcr musste die mehrstufige empore weichen, die zwar auch ihren charme hatte. aber wenn es dort voll wurde und mensch am vorderen ende einer stufe tanzte, musste die h\u00e4lfte der aufmerksamkeit darauf verwendet werden, nicht unfreiwillig die gut 50 cm herabzustolpern. insofern ist das f\u00fcr mich kein verlust, sondern ein zugewinn.<br>erst recht, weil die treppe nach oben weit nach vorne verlegt worden ist. vor dem umbau (ohne container auf der rechten seite) war sie rechts neben dem dj-pult und f\u00fchrte auf das dach des innenbereichs. im vollbetrieb ebenfalls ein nadel\u00f6hr, jetzt drastisch entsch\u00e4rft. oben sitzb\u00e4nke mit s\u00e9par\u00e9es, gab es in den containern auf der linken seite schon vorher. richtig gut sind die offenen t\u00fcren mit balustraden, falls es auf der tanzfl\u00e4che zu voll ist, mensch aber dennoch einen ausblick darauf haben m\u00f6chte. die gibt es auch auf beiden seiten.<br><br>zum dach kann jede*r stehen, wie er*sie will &#8211; \u00e4sthetisch gelungen finde ich das nach wie vor nicht, ohne jetzt wirklich eine ahnung davon zu haben, wie das besser gestaltet werden k\u00f6nnte. tageslicht kommt durch, das ist die hauptsache. und die else wird dadurch zumindest unabh\u00e4ngiger vom regen bzw. direkter uv-einstrahlung.<br>pizza gibt&#8217;s nach wie vor, wenn auch nicht mehr vom salami social club. ist nach wie vor lecker. und auch wenn manche den gr\u00fcnen rasen dort vermissen k\u00f6nnten: die pflastersteine dort sind immerhin regendurchl\u00e4ssig und weniger wartungsintensiv als das von im laufe eines wochenendes von hunderten leuten niedergetrampelte gr\u00fcn. f\u00fcr mich ein guter kompromiss aus naturbelassenheit und etwas urbanerem charme. eine zweite bar gibt&#8217;s da oben auch, ich hab zu keinem zeitpunkt an einer der bars warten m\u00fcssen.<br><br>sound: lambda labs, zwei-punkt von vorne, raffinierte position der subwoofer. auch der bereich in den containern vorne rechts wird durch eine kleine box beschallt, wenn mensch sich lieber abseits der tanzfl\u00e4che h\u00e4lt. die position des dj-pults ist mehr oder minder gleich geblieben. ein gro\u00dfz\u00fcgiger arbeitsplatz war&#8217;s schon vorher und ist es auch jetzt noch, so dass es f\u00fcr den techniker kein problem war, drei technics plus djm aufzubauen, als francesco devincenti noch bei seinem hardware-dominierten live-act war.<br><br>drinnen: da der balkon zur spreeseite hin nun etwas h\u00f6her liegt und bis zum neubau der elsenbr\u00fccke wahrscheinlich auch ein eher tristes dasein fristen wird, ist das volumen deutlich gr\u00f6\u00dfer. es reicht sogar f\u00fcr eine galerie am hinteren ende. trapezf\u00f6rmig ist der raum immer noch mit kleinerem dj-pult als zuvor. wird dort schon ziemlich eng, wenn auch noch ein live-act anberaumt ist. gro\u00dfer vorteil jedoch: dj und publikum sind auf gleicher h\u00f6he und die subwoofer-t\u00fcrme links und rechts vom pult wirklich imposant. lichttechnisch k\u00f6nnte mehr passieren, aber da bin ich auch ziemlich verw\u00f6hnt. da mir der sound wichtiger ist (und der passte), ist das f\u00fcr mich zu verschmerzen.<br>die terrasse zur spreeseite liegt brach. das wird auch noch einige zeit so bleiben, bis die elsenbr\u00fccke auf der seite neu gebaut ist. damit einhergehend ist auch die fensterfront abgedunkelt. f\u00fcr den fall, dass die verl\u00e4ngerung der a100 nicht kommt (was ich stark hoffe), k\u00f6nnte dort ein panorama entstehen, das den vergleich mit dem unteren floor des watergate nicht scheuen muss.<br><br>die else spiegelt nach dem umbau nun auch die flexibilit\u00e4t im booking wider. dort hat es zwar einen bedeutenden umschwung richtung techno gegeben, was an sich sehr gut ist. aber sie halten sich zu vielen seiten hin offen, was schon der folgetag mit lena willikens \/ vladimir ivkovic sowie lux und der restliche august zeigt. f\u00fcr mich in jeglicher hinsicht ein gutes upgrade und damit eine ernstzunehmende option f\u00fcr die w\u00e4rmeren monate.<br><br>musik gab es auch noch, und dort haben ab francesco devincenti ausnahmslos alle \u00fcberzeugt. gro\u00dfe stilistische bandbreite bei allen, was insbesondere bei der komprimierten dauer eines live-acts beachtlich ist, in dem von electronica, techno mit synkopen sowie drum &amp; bass am ende ganz sch\u00f6n viel ging.<br>djrum konsequent mit vinyl. brauchte etwas, um in den flow zu kommen, was daran lag, dass die nadel bei einem der technics gerne mal spuruntreu wurde. aber atemberaubende tour durch stile sowie tempi. fing mit drum &amp; bass an, arbeitete sich dann wieder zu slow-motion-beats vor (alleine die kombination eines hardcore-tracks mit einer meiner lieblings-tracks aus der feder von andy stott&#8230;), techno \u00e0 la ilian tape, dubstep \u00e0 la mala, dann wieder bei jungle \/ drum &amp; bass landen. in zwei stunden damit eine geschichte erz\u00e4hlt, wie sie manche djs ihre gesamte karriere lang nicht hinbekommen. wahnsinnig gut.<br>pete machte einfach das, was er immer macht: sich nur kurz mit dem warm-up aufhalten, ansonsten basswelle. zwei tracks mindestens parallel laufen lassen, davon einer als loop (oder gar zwei) und einen davon als grundlage nehmen, den bass-eq auf zwei uhr zu stellen. auch sch\u00f6n, dass wenigstens ein drittel des sets aus in irgendeiner weise gebrochenen beats oder gleich dubstep bestand und er in seinen drei stunden damit gen\u00fcgend atempausen geschaffen hat. gewusst wie halt.<br>msjy nur kurz mitbekommen, aber sie kn\u00fcpfte in puncto breakbeats sehr gut an und untermalte das mit trockenen geraden st\u00fccken, wenn ich dort war. hat damit auch einen sehr guten eindruck hinterlassen. was ich auch vom publikum sagen muss: das machte den eindruck, als ob es sich vorab mit den protagonist*innen besch\u00e4ftigt h\u00e4tte und ging bei djrums drum &amp; bass-tracks richtig gut mit. klar gab es diejenigen, die sich in kleine l\u00fccken auf der tanzfl\u00e4che dr\u00e4ngelten, jedoch ziemlich schnell einsahen, dass es keinen zweck hatte. war nur eine randerscheinung und f\u00fcr mich daher auszuhalten.<br><br><span class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"text-decoration: underline;\">trackauswahl (*: shazam)<\/span><br><br>djrum:<br>paradox &#8211; desolator*<br>chimeira &#8211; deeper life (northern connexion remix)*<br>andy stott &#8211; numb<br>objekt &#8211; ballast*<br>skee mask &#8211; 60681z<br>mala &#8211; learn<br>mala &#8211; ancient memories (direkt danach)<br>kahn &#8211; dread*<br>breakage &#8211; the 9th hand*<br><br>pete:<br>distance &#8211; reboot<br>rdg &#8211; tiger style<br>thom yorke &#8211; the clock (surgeon remix)<br>regis &#8211; model friendship<br>brother from another planet &#8211; planet earth<br>darkstar &#8211; need you*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur transparenz: ist nachtr\u00e4glich eingef\u00fcgt und auf das datum des besuchs zur\u00fcckdatiert. tats\u00e4chlich verfasst am 5. august 2023. matter ablauf (bis 22 uhr drau\u00dfen, danach drinnen)14:00 elena colombi17:00 tapefeed19:00 francesco devincenti live20:00 djrum22:00 pete01:00 msjy03:00 dj red nachbetrachtung anwesend war ich von kurz vor 19 bis kurz nach 2 uhr. hatte mir f\u00fcr das wochenende&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[280,88,697,696,48],"class_list":["post-6639","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-djrum","tag-else","tag-francesco-devincenti","tag-msjy","tag-pete"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6639"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6639\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6657,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6639\/revisions\/6657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}