{"id":7097,"date":"2024-02-07T17:46:46","date_gmt":"2024-02-07T16:46:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7097"},"modified":"2024-02-21T12:13:58","modified_gmt":"2024-02-21T11:13:58","slug":"berlin-10-02-2024-about-blank-staub-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2024\/02\/07\/berlin-10-02-2024-about-blank-staub-11\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 10.02.2024] about blank: staub 11"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">11-j\u00e4hriges jubil\u00e4um \u00fcber 24 stunden. um schon mal vorab den erwartungshorizont f\u00fcr die nachlese einzugrenzen: ich arbeite von 16 bis 24 uhr als k\u00fcnstler*innenbetreuer. es ist also gut m\u00f6glich, dass es ein schichtbericht wird, weil es zu den nebenwirkungen des jobs geh\u00f6rt, wegen des herumwuselns auf mehreren floors nur wenig gelegenheit daf\u00fcr zu haben, sets mal l\u00e4nger beiwohnen zu k\u00f6nnen. andererseits ist gerade das manchmal ganz reizvoll. auch gut m\u00f6glich, dass ich nach meiner &#8222;schicht&#8220; l\u00e4nger bleibe &#8211; tagesform und stimmung werden&#8217;s zeigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/02\/staub20240210-1024x1024.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-7098\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/02\/staub20240210-1024x1024.webp 1024w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/02\/staub20240210-300x300.webp 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/02\/staub20240210-150x150.webp 150w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/02\/staub20240210-768x768.webp 768w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/02\/staub20240210.webp 1442w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"text-decoration: underline;\">ablauf<\/span><br><br><strong>mdf<\/strong><br>10:00 modschi<br>13:00 frantzmichael<br>16:00 sissys reiterstaffel<br>19:00 farhan<br>22:00 stanislav tolkachev <em>b2b<\/em> katya milch<br>00:00 caleb esc<br>03:00 ly sas<br>06:00 irakli<br><br><strong>lobby<\/strong><br>16:00 rezzo gionti <em>live<\/em><br>17:00 buttechno <em>b2b<\/em> tri\u0161<br>19:00 lena willikens <em>b2b<\/em> kinzua<br>22:00 philipp strobel<br>01:00 elena sizova<br>04:00 nadine talakovics<br>06:30 dk dent<br><br><strong>zelt<\/strong><br>15:00 tom<br>17:00 i.nez<br>19:00 vilma &amp; bkmn<br>22:00 i.nez <em>b2b<\/em> modschi<br>00:00 death to our friends<br>02:00 fufu<br><em>05:00 pause<\/em><br>10:00 anja zaube<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>rein: kurz nach 15 uhr, raus: kurz nach 3 uhr.<br><br>wie \u00fcblich: ankommen hei\u00dft, gef\u00fchlten zwei dutzend leuten hallo zu sagen, auf die nahende schicht und damit potentielle unabk\u00f6mmlichkeit hinzuweisen, dann noch kurz den anweisungen lauschen (anzahl der getr\u00e4nkemarken, darauf achten, welche leute empfangsbest\u00e4tigungen ausstellen, welche eine rechnung geschickt haben, platte als dankesch\u00f6n nicht vergessen) und beim soundcheck von rezzo auf der lobby gegen 15:45 uhr merken, dass die arbeit schon begonnen hat bzw. ich mental bereits l\u00e4ngst im k\u00fcmmer-modus bin. gl\u00fccklicherweise auch die initiator*innen der staub, die das los der gastgeber*innen gezogen hatten: auf der eigenen feier kommt mensch einfach nicht zur entspannung. bestenfalls zum schluss, aber der war beim besten willen f\u00fcr mich nicht mehr drin. daf\u00fcr war mein gehirn nach 12 stunden \u00fcberreizt und meine kondition h\u00e4tte es auch nicht hergegeben, bis 5 oder 6 uhr morgens zu warten, wenn sich der ansturm von samstagnacht wieder gelegt hat und nur noch der harte kern anwesend ist.<br><br>die merch-artikel finde ich gelungener als zum zehnj\u00e4hrigen und bin nach wie vor gl\u00fccklich dar\u00fcber, eines der letzten &#8222;boring&#8220;-shirts abbekommen zu haben, bei denen ich das motiv urspr\u00fcnglich etwas \u00fcberfrachtet fand, aber mit ein paar jahren verz\u00f6gerung kam die einsicht dann doch.<br>so sehr ich zusehe, alles unter kontrolle zu haben, muss ich mir einen gewissen kontrollverlust eingestehen:<br>erstens mein beh\u00e4ltnis f\u00fcr meinen geh\u00f6rschutz irgendwo ziemlich fr\u00fch zwischen ankunft und schichtbeginn (wahrscheinlich am merch-stand) liegengelassen zu haben. mein geh\u00f6rschutz befand sich da bereits in den ohren, au\u00dferdem ist es kein hochpreisiger artikel und bereits vom online-warenhaus nachgeliefert, baumelt also wieder am schl\u00fcsselbund.<br>zweitens dazu passend beim geh\u00f6rschutz bleibend: w\u00e4hrend der umarmung mit einer stammbesucherin flog der filter auf der rechten seite aus der silikonfassung. elacin-kund*innen wissen von der sollbruchstelle zwischen den beiden scheiben. das war bei mir vor einem guten halben jahr (wenn nicht gar l\u00e4nger) soweit und es auch nicht das erste mal, dass das passiert ist. bislang fand ich den filter stets wieder, im zelt auf der tanzfl\u00e4che war das jedoch unm\u00f6glich. gelernt: bei berliner h\u00f6rger\u00e4tespezialisten kostet ein filter gerne mal 40 euro, bei thomann 69 euro pro paar. dabei auch endlich mal das vorhaben nachgeholt, die 15-db-filter zu bestellen, was beim auflegen wahrscheinlich besser als die 25er ist. also 138 euro f\u00fcr zwei paare gelassen. geht nach mehr als sieben jahren aber in ordnung.<br><br>das war an sich schon das spektakul\u00e4rste, was passiert ist. musikalisch fand ich den drone-ambient von rezzo am anfang auf der lobby sehr passend. buttechno und tri\u0161 rannten mit trockenem, rauhen, minimaleren, mich an profan mitte der 1990er erinnernden techno bei mir offene t\u00fcren ein (und ich schaue mir da einfach mal ab, die &#8222;ugandan speed trials&#8220; auf downwards mal auf 128 bpm heruntergepitcht zu spielen &#8211; funktioniert da genauso gut). lena und kinzua erg\u00e4nzten sich ebenfalls hervorragend (notiert: al wootton &#8211; xana, konduku &#8211; zifir), philip strobel auch publikumsorientiert (vitalic &#8211; you prefer cocaine), elena sizova stilistisch querbeet. die breakigen passagen fand ich super, die ravigen weniger. geschmackssache.<br><br>auf dem mdf sissys reiterstaffel mit acid-einschlag, farhan mit z\u00fcgigem tempo und dub-chords, fand ich ziemlich gut. \u00fcberraschend, weil er mich mit seinen ver\u00f6ffentlichungen entweder gar nicht oder v\u00f6llig kriegt: stanislav tolkachev mit katya, weil schn\u00f6rkellos rauh und trocken zugleich. caleb war wieder in seinem element. aber ich bekam ihn bestenfalls am hinteren ende der tanzfl\u00e4che mit, wo jedoch auch entsprechender publikumsverkehr angesagt war. nach mehreren stunden hindurchlavieren mit ein oder mehr kaltgetr\u00e4nken in der hand war ich nicht mehr in der stimmung daf\u00fcr, nonverbal zu signalisieren, dass ich den drittelquadratmeter gerne f\u00fcr mich h\u00e4tte. an der bar sitzend war&#8217;s f\u00fcr mich entspannter.<br><br>im zelt betrieb i.nez wie immer stilwechsel, was von indie-rock bis psytrance vieles beinhalten konnte. vilma und bkmn bekommen den preis f\u00fcr das rechtzeitige finden des richtigen men\u00fcs am cdj 3000, bevor der letzte track der vorg\u00e4nger ausl\u00e4uft (gut 15 sekunden vorher, start war dann mit &#8222;clutch&#8220; von pearson sound, sp\u00e4ter vernahm ich noch &#8222;freed from desire&#8220; von gala).<br>da der zustrom an besucher*innen konstant blieb und es vor mitternacht sogar eine veritable schlange vor dem about blank gab, f\u00fcllten i.nez und modschi die eigentlich zwischen 22 und 0 uhr angedachte pause im zelt (und das gekonnt, u.a. mit &#8222;be brave clenched fists&#8220; von leon vynehall oder &#8222;members of warning (2023 live version)&#8220; von giraffi dog &amp; the doom chakra family, das vor einem halben jahr ca. 20 meter luftlinie vom dj-pult im zelt entfernt auf der live-b\u00fchne im garten gespielt worden ist).<br><br>der arbeitsmodus war f\u00fcr mich schon der richtige, vor allem weil es zwischen allen beteiligten so reibungslos lief, wie mensch es sich w\u00fcnschen kann. ein kleines weinendes auge deswegen, weil ich zwischen 17 und 22 uhr am liebsten durchg\u00e4ngig auf der lobby geblieben w\u00e4re und zur selbstbelohnung gerne ungest\u00f6rter zu caleb esc auf dem mdf getanzt h\u00e4tte (wobei ich mir dort nur einen anderen platz h\u00e4tte suchen m\u00fcssen, aber hin und wieder erliege auch ich der gruppendynamik). das alles ist jedoch jammern auf hohem niveau. sah f\u00fcr mich nach einem geburtstag nach ma\u00df aus und ich hoffe, die staub-schl\u00fcsselpersonen konnten das drei, vier, &#8230; stunden nach meinem abflug \u00e4hnlich sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11-j\u00e4hriges jubil\u00e4um \u00fcber 24 stunden. um schon mal vorab den erwartungshorizont f\u00fcr die nachlese einzugrenzen: ich arbeite von 16 bis 24 uhr als k\u00fcnstler*innenbetreuer. es ist also gut m\u00f6glich, dass es ein schichtbericht wird, weil es zu den nebenwirkungen des jobs geh\u00f6rt, wegen des herumwuselns auf mehreren floors nur wenig gelegenheit daf\u00fcr zu haben, sets&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[37,53],"class_list":["post-7097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-about-blank","tag-staub"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7097"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7114,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7097\/revisions\/7114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}