{"id":7156,"date":"2024-04-25T12:35:37","date_gmt":"2024-04-25T10:35:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7156"},"modified":"2024-04-29T15:57:04","modified_gmt":"2024-04-29T13:57:04","slug":"berlin-26-04-2024-berghain-reef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2024\/04\/25\/berlin-26-04-2024-berghain-reef\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 26.04.2024] berghain: reef"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">besagter zweiter besuch in einem monat, sogar innerhalb einer woche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.berghain.berlin\/de\/event\/77255\/\">reef<\/a><br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br>00:00 sim<br>02:00 dj lag<br>04:00 neffa-t<br>06:00 darwin <em>b2b<\/em> esposito<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br>22:00 yushh<br>02:00 greg<br>04:00 msjy<br>07:00 calibre<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>vorneweg: f\u00fcr mich war&#8217;s nicht die herausragendste reef-ausgabe, aber immer noch echt guter durchschnitt. es w\u00e4re aber auch vermessen, ma\u00dfst\u00e4be wie beim letzten mal und der lektion eines abschluss-sets von djrum anzulegen.<br>auch hier gab es jedoch gerade zum ende im berghain mal wieder tolle momente, in denen mir klar wurde, dass hip hop im passenden kontext so richtig gut sein kann, um einen der floors zu schlie\u00dfen. beim dauerkartenabo stellt sich die frage nach wie vor nicht &#8211; das bleibt selbstredend bestehen, wenn musikalisch mehr als an den sonntagen passiert.<br><br>anwesend war ich von 23:00 bis kurz nach 9:00 uhr. so gerne ich calibre noch bis zum schluss mitgenommen h\u00e4tte: anderweitige verpflichtungen und meine kondition gaben mir sehr deutlich zu verstehen, dass es an der zeit f\u00fcr den aufbruch ist. zumal mich die nachricht von mikes tod via instagram von marcel dettmann in der panorama bar sitzend ereilte und das ein ziemlicher d\u00e4mpfer f\u00fcr meine stimmung war.<br><br>generell hat auch diese reef dinge auf den kopf gestellt, und das ist f\u00fcr mich per se schon mal gut. konkret: die panorama bar fand ich durchg\u00e4ngig musikalisch stabiler und fordernder als das berghain. die ausnahme davon bildet calibres erste stunde, in der er nach einem sich stetig steigernden set von msjy (von gef\u00fchlten 110 bis 170 bpm alles dabei, was in drei stunden so geht &#8211; wird hoffentlich nicht ihr letztes mal gewesen sein) dub, dubstep, generell sehr zur\u00fcckgenommen gespielt hat, weil darwin und esposito eine etage tiefer mit drum &amp; bass zugange waren. und selbst das: v\u00f6llig in ordnung so. mensch mag meinen, dass sich die uhr nach drum&amp;bass zum finale unten stellen l\u00e4sst und die dramaturgie in der hinsicht auch bei der reef berechenbar ist. aber erstens hat es sich bew\u00e4hrt, zweitens klingt das unten nach wie vor grandios und drittens war das nach dem verlauf des abends im berghain nur folgerichtig.<br>sim hat zu beginn musikalisch schwer verdaubare tracks gespielt. schwer kategorisierbar &#8211; drone-ambient zu beginn, danach meistens downbeat. shazam hat h\u00e4ufig kapituliert.<br>grunds\u00e4tzlich finde ich sowas erstmal gut. aber die technischen probleme fuhren ihm dann doch ziemlich in die parade: gerade noch okayes mixing, stellenweise kam es mir so vor, dass nur die (mit 25db-geh\u00f6rschutz neben dem dj-pult stehend immer noch ganz sch\u00f6n lauten) monitorboxen anstelle der pa zu h\u00f6ren waren. keine ahnung, ob es die nervosit\u00e4t war, aber ich h\u00e4tte mir von der hauseigenen technikabteilung etwas hilfestellung gew\u00fcnscht, ehe der dj v\u00f6llig demotiviert dasteht.<br>dj lag mit gqom, was nicht meine baustelle wird. aus dem stand technisch besser, wenn auch mit gef\u00fchlten 120 bpm \u00fcber den mehr oder minder gesamten zeitraum etwas zu verhalten. dachte mir, dass das sonntagmittag eine etage weiter h\u00f6her gut funktionieren k\u00f6nnte. im berghain tat es das eine gute stunde, dann gingen die leute entweder an die bar oder nach oben, so dass eine gut zur h\u00e4lfte gef\u00fcllte tanzfl\u00e4che blieb. ohnehin erneut erfrischend, zu keiner zeit einen \u00fcberf\u00fcllten club zu haben. auch wenn die schlange von mitternacht bis 2 uhr durchaus vorhanden war: ausma\u00dfe von manch letztem mal hatte sie nicht, wenn ich mal durch die fenster schaute. dennoch fand sich eine gute publikumsmischung zusammen &#8211; im schnitt j\u00fcnger und mit ausgewogenerem geschlechterverh\u00e4ltnis als manch sonntag. in jedem fall aufnahmebereit f\u00fcr die stile abseits des 4\/4-kick-dogmas.<br><br>bis 4 uhr fiel die wahl zwischen beiden floors f\u00fcr mich also leicht. yushh hatte in ihren vier stunden mit einem richtig gut erz\u00e4hlten set vorgelegt. das war vor mitternacht kantiger, minimaler techhouse, der so durchaus auch auf einer get perlonized h\u00e4tte laufen k\u00f6nnen. ich war jetzt l\u00e4nger nicht mehr freitags dort, wenn &#8222;nur&#8220; die panorama bar ge\u00f6ffnet hat. aber so wie ich sie in erinnerung habe, waren ihre ersten zwei stunden ein ziemlich guter k\u00f6der f\u00fcr das freitagspublikum, das house im weitesten sinne erwartet. danach zunehmend breakig mit etwas electro-einschlag. auch richtig gut, wie msjy gerne wieder zur reef. sonntags f\u00e4nde ich sie auch passend.<br>greg ebenfalls electro-lastig, in seiner auswahl rauher, dreckiger und damit f\u00fcr meine begriffe die l\u00fccke f\u00fcllend, die stimmungstechnisch im berghain klaffte. auch ihn behalte ich auf dem zettel.<br><br>neffa-t, bis dato f\u00fcr mich unbeschriebenes blatt. hab mir zwar sagen lassen, dass er f\u00fcr seine verh\u00e4ltnisse auf nummer sicher spielte. aber wenn dabei ein set herauskommt, das zwischen techno, dubstep und grime vermittelt, soll mir das recht sein. nach gef\u00fchlt vier stunden warm-up (also einem f\u00fcr sonntag \u00fcblichen zeitrahmen) war das die n\u00f6tige initialz\u00fcndung, in der er sich auch bis footwork steigerte. darwin und esposito haben bei mir flashbacks zu den zeiten ab anno 2007 ausgel\u00f6st, wo sich sonntags herauskristallisierte, dass die residents einfach mal am besten wissen, wie das stammpublikum so tickt. start-ziel-sieg, mit kendrick lamar (womit esposito sich als wiederholungst\u00e4ter erwies, auch wenn es seinerzeit das gro\u00dfartige &#8222;count me out&#8220; war) sowie missy elliott als rausschmei\u00dfer bei eingeschaltetem putzlicht und nochmal freidrehenden, grinsenden leuten um mich herum. nach ziemlich holprigem start und verhaltener fahrweise bis in die prime-time war das der zeitpunkt, an dem die reef f\u00fcr mich auch unten endg\u00fcltig die kurve gekriegt hatte.<br><br>nachdem im berghain kurz nach 8 schluss war, schaltete calibre zeitnah in den drum&amp;bass-modus &#8211; gr\u00f6\u00dftenteils mit eigenproduktionen, wenn ich auf meinen shazam-verlauf schaue. auch dort gelernt: die anlage kann mit drum&amp;bass erstaunlich gut bzw. calibre selbst hatte auch stets ein auge auf die pegelanzeige, die nur punktuell rote ziffern anzeigte. er selbst gab den tracks viel raum, betrieb zugleich unaufgeregtes mixing &#8211; einfach die routine desjenigen, der schon jahrzehnte dabei ist.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">trackauswahl<\/span><br><br><strong>yushh<\/strong><br>dj dying &#8211; headless<br>thomas garcia &#8211; el carpintero<br>zenker brothers &#8211; intense incense<br>yaleesa hall &#8211; second cullen<br>k-65 &#8211; lock off<br>rhyw &#8211; engine track<br>re:ni &#8211; bursttrap<br><br><strong>sim<\/strong><br>dave nadazero &#8211; be happy<br>tsvi &#8211; disturbo<br>kunley mccarthy &#8211; cosa nostra<br>josi devil &#8211; breathe easy<br><br><strong>dj lag<\/strong><br>funky qla &amp; dlala thukzin &#8211; dark or durban<br>dj lag &#8211; something different<br>novaboy &#8211; inkinga ye trouble<br><br><strong>greg<\/strong><br>noroi &#8211; heart under blade<br>greg &amp; king doudou &#8211; dembow tronico (simo cell rhythm &amp; clicks remix)<br>xupid &#8211; fractal keel (p.e.a.r.l. remix)<br><br><strong>neffa-t<\/strong><br>matty g &#8211; turf w*rz<br>nickname &#8211; ra-ta-ta<br>heavee &#8211; make it work<br><br><strong>darwin b2b esposito<\/strong><br>tech noir &#8211; bamboo<br>marcus intalex &#8211; roller 170<br>leftfield &#8211; inspection (check one)<br>goldie &#8211; kemistry<br>kendrick lamar &#8211; swimming pools (drank)<br>missy elliott &#8211; lick shots<br><br><strong>calibre<\/strong><br>calibre &#8211; say enough<br>calibre &#8211; venus &amp; mars<br>calibre &#8211; instant<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>besagter zweiter besuch in einem monat, sogar innerhalb einer woche. reef berghain00:00 sim02:00 dj lag04:00 neffa-t06:00 darwin b2b esposito panorama bar22:00 yushh02:00 greg04:00 msjy07:00 calibre nachbetrachtung vorneweg: f\u00fcr mich war&#8217;s nicht die herausragendste reef-ausgabe, aber immer noch echt guter durchschnitt. es w\u00e4re aber auch vermessen, ma\u00dfst\u00e4be wie beim letzten mal und der lektion eines abschluss-sets&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[29,767,492,619,772,696,773,491,771],"class_list":["post-7156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-berghain","tag-calibre","tag-darwin","tag-esposito","tag-greg","tag-msjy","tag-neffa-t","tag-reef","tag-yushh"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7156"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7176,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7156\/revisions\/7176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}