{"id":7311,"date":"2024-09-20T14:40:42","date_gmt":"2024-09-20T12:40:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7311"},"modified":"2024-09-23T23:42:50","modified_gmt":"2024-09-23T21:42:50","slug":"berlin-22-09-2024-lokschuppen-abyss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2024\/09\/20\/berlin-22-09-2024-lokschuppen-abyss\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 22.09.2024] lokschuppen: abyss"},"content":{"rendered":"\n<p>die reef bekommt einen kleinen ableger, wof\u00fcr das digital steppaz soundsystem aus freiburg importiert sowie aufgebaut wird. es gibt zuvor einen (bereits ausgebuchten) workshop zu musik, atem und meditation durch bewegung. f\u00fcr alle anderen geht es ab 20 uhr los, was ungef\u00e4hr den uhrzeiten entspricht, die bereits von der wax treatment bekannt sind.<br><br>der lokschuppen ist \u00fcbrigens der suicide circus, der im laufe des jahres umbenannt worden ist. dar\u00fcber hinaus gibt es <a style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_style_link darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" href=\"https:\/\/www.wav.world\/post\/darwin-wav\">bei wav.world<\/a> ein \u00fcberaus lesenswertes interview mit darwin.<br><br><a style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" href=\"https:\/\/ra.co\/events\/1978792\">abyss<\/a><br><br>20:00 fyi robin<br>20:30 azu tiwaline feat. tikiman <em style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">live<\/em><br>22:00 darwin<br>23:00 v.i.v.e.k.<br>00:30 phrex<\/p>\n\n\n\n<p><span class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"text-decoration: underline; transition: none;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>im altbew\u00e4hrten standardformat: kurzes fazit > meckern > detailarbeit.<br><br>schreit nach wiederholung. f\u00fcr mich musikalisch keine ausrei\u00dfer nach unten (vielmehr nach oben). und wenn es nach den publikumszahlen sowie dessen reaktion geht, ist der bedarf offensichtlich da.<br><br>die haare in der suppe:<br><br>daf\u00fcr kann die abyss nichts: der aufbau des lokschuppens. war jetzt ca. zehn jahre nicht mehr da, ge\u00e4ndert hat sich seitdem nicht viel, au\u00dfer dass der au\u00dfenbereich jetzt auch \u00fcberdacht ist. mit dem zeitlichen abstand f\u00e4llt mir das auf, was mich vielleicht vor der pandemie schon zu nerven begonnen hat, aber definitiv seitdem sauer aufst\u00f6\u00dft: raumanordnungen, die publikumsstr\u00f6me quer \u00fcber die tanzfl\u00e4che beg\u00fcnstigen.<br>ich gebe zu, dass ich zur abyss sonntagabend noch weniger in der laune als ohnehin schon war, gruppendynamiken zu antizipieren, die entweder ihren platz auf der tanzfl\u00e4che erst noch finden oder richtung bar oder toilette gehen wollen. beides liegt genau gegen\u00fcber voneinander, womit im sweet spot eigentlich immer durchgangsverkehr herrscht. im hinteren bereich der tanzfl\u00e4che stand das soundsystem, im vorderen bereich lagen die sitzs\u00e4cke. beides fiel als ausweichpfade weg und ich hatte nirgends richtig das gef\u00fchl, wirklich ungest\u00f6rt zu sein. bin aber als tanzender auch nicht sonderlich raumgreifend.<br><br>zu den sitzs\u00e4cken: die lagen entlang des dj-pults und auf der linken seite zwischen dem gang zu den toiletten und dem backstage. bereicherten das klangerlebnis durch die ganzk\u00f6rperbassmassage und hatten noch dazu eine \u00e4hnlich gute gravitation wie eine gut eingesessene couch.<br>dennoch fallen sie f\u00fcr mich in die kategorie &#8222;gut gemeint&#8220;. bei 50 leuten weniger im laden w\u00e4re die idee eher aufgegangen. stattdessen war die tanzfl\u00e4che bereits kurz nach beginn von azu tiwalines set schon so gut gef\u00fcllt, dass die tanzenden in ziemlicher n\u00e4he zu den sitzs\u00e4cken standen und damit gefahr liefen, auf f\u00fc\u00dfe der sitzenden zu treten oder \u00fcber deren beine zu stolpern. die sitzenden wiederum (na gut, ich rede von mir) versetzt das in sorge, dass irgendwer hintenr\u00fccks auf sie drauffallen k\u00f6nnte oder mensch selbst zur stolperfalle wird.<br>die verz\u00f6gerung (der workshop ging l\u00e4nger, daher fing die party gut 40 minuten sp\u00e4ter an, was wiederum dazu f\u00fchrte, dass die tanzfl\u00e4che bereits bei fyi robin mehr als nur halbvoll war) mag ihren teil dazu beigetragen haben. wirklich lockermachen konnte ich mich trotz der erweiterten sensorischen erfahrung jedenfalls dort nicht.<br>es war eine premiere. auch deswegen \u00fcberwiegt bei mir die milde, es probiert zu haben. zum wohle der publikumsstr\u00f6me bzw. dessen k\u00f6rperlicher unversehrtheit k\u00f6nnen die sitzs\u00e4cke bei der wiederholung weggelassen werden &#8211; zumindest, wenn es nochmal in den lokschuppen geht, wo es f\u00fcr mich keine wirklich g\u00fcnstige position daf\u00fcr gibt, die nicht fernab vom soundsystem liegt.<br><br>apropos soundsystem, und damit endlich mal zum positiven: einfach nur&#8230; wow!<br>da sich der vergleich zur wax treatment wegen wochentag und uhrzeit und konzept eh aufdr\u00e4ngt: wo der bass der killasan eher sanft, dennoch bestimmt daherkam, entkommt man der welle beim digital steppaz soundsystem nicht. auch wenn der grundriss der tanzfl\u00e4che (notausgang am hinteren ende) nicht erlaubte, dass die anlage mittig an der wand steht: es hat gereicht, sie v\u00f6llig zu vereinnahmen. besser klang das ex-suicide-jetzt-lokschuppen bisher definitiv nicht. und mich h\u00e4tte es auch nicht gewundert, wenn team blau wegen beschwerden von anwohnenden aus der revaler stra\u00dfe vor der t\u00fcr gestanden h\u00e4tte, weil dort die gl\u00e4ser aus der vitrine fallen. tats\u00e4chlich habe ich auf dem r\u00fcckweg zur warschauer ecke revaler vom bass nichts mehr geh\u00f6rt.<br>andere parallele zur wax treatment und bei der heutzutage \u00fcblichen fixierung auf djs immer wieder sch\u00f6n zu sehen: gef\u00fchlte 90% des publikums tanzen richtung soundsystem.<br><br>zu den einzelnen:<br>fyi robin mit ambient, nur kurz vor schluss mit einem track, der sowas wie eine kickdrum hatte. von derzeitigen musikalischen vorlieben gepr\u00e4gtes wunschdenken: sofern das mit dem p\u00fcnktlichen anfang klappt, gerne eine stunde in dem stil.<br>azu tiwalines set war in der zweiten h\u00e4lfte sehr 4\/4-kick gepr\u00e4gt, dabei aber zumindest im sub-bereich so sch\u00f6n angereichert, dass das f\u00fcr (tech-)house, durchaus auch techno und auch f\u00fcr die dub-fraktion anschlussf\u00e4hig war. die erste h\u00e4lfte abstrakter mit dem minimal-sph\u00e4rischen, wie mensch sie von ihren ver\u00f6ffentlichungen auf livity sound her kennt. und der abschnitt mit dem 3\/4-beat um die 90 bpm hatte auch etwas f\u00fcr sich. tikimans stimme umschmeichelte ihre sounds eher, anstatt sich bei den tracks in der vordergrund zu mischen. damit erg\u00e4nzte er azus sph\u00e4ren mit seinem nachhall und dem damit einhergehenden eindruck, ob ich mir nur einbilde, dass er l\u00e4ngst am werke ist, sehr gut.<br>darwin spielte einfach k\u00fcrzer und holte die menge mit dubstep alter schule quasi von beginn an ab. start-ziel-sieg, schlicht und ergreifend.<br>v.i.v.e.k. begann den aufbau halb von vorn mit dub\/reggae und arbeitete sich zu klassischem, gerne mal wobbligen dubstep mit technoidem einschlag vor. und phrex geb\u00fchrt das verdienst, meinen aufbruch hinauszuz\u00f6gern, obwohl ich die jacke bereits angezogen und einen der ohrenst\u00f6psel herausgenommen hatte. aber &#8222;roll with the punches&#8220; von peverelist kann ich einfach nicht nicht betanzen. toller schlusspunkt zu gut vier stunden, in denen musikalisch einiges f\u00fcr mich drin war (au\u00dfer dass drum &amp; bass fehlte, aber das ist ein echtes luxusproblem).<br><br><span class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"text-decoration: underline; transition: none;\">trackauswahl<\/span><br><br><strong style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">darwin<\/strong><br>j:kenzo &#8211; vanquisher<br>alix perez &#8211; spooked<br>dbridge &#8211; digital dread<br><br><strong style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">v.i.v.e.k.<\/strong><br>jowaa &#8211; banku dade<br>calibre &#8211; man got sandwich<br>skee mask &#8211; play ha<br>dark sky &#8211; double u<br>calibre &#8211; barren<br><br><strong style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">phrex<\/strong><br>peverelist &#8211; roll with the punches<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die reef bekommt einen kleinen ableger, wof\u00fcr das digital steppaz soundsystem aus freiburg importiert sowie aufgebaut wird. es gibt zuvor einen (bereits ausgebuchten) workshop zu musik, atem und meditation durch bewegung. f\u00fcr alle anderen geht es ab 20 uhr los, was ungef\u00e4hr den uhrzeiten entspricht, die bereits von der wax treatment bekannt sind. der lokschuppen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[792,794,492,796,71,795,797,793],"class_list":["post-7311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-abyss","tag-azu-tiwaline","tag-darwin","tag-fyi-robin","tag-interview","tag-tikiman","tag-v-i-v-e-k","tag-wav-world"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7311"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7317,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7311\/revisions\/7317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}