{"id":7352,"date":"2024-10-24T12:57:24","date_gmt":"2024-10-24T10:57:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7352"},"modified":"2024-11-02T01:25:25","modified_gmt":"2024-11-02T00:25:25","slug":"berlin-26-10-2024-panke-wonky-rumble","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2024\/10\/24\/berlin-26-10-2024-panke-wonky-rumble\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 26.10.2024] panke: wonky rumble"},"content":{"rendered":"\n<p>es ist mal wieder besuch in der stadt, der (bzw. die) mich endlich mal in die panke f\u00fchrt. und in all den jahren meiner wonky-techno-obsession habe ich es auch nie geschafft, tsr live zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/10\/wonkyrumble20241026-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7353\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/10\/wonkyrumble20241026-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/10\/wonkyrumble20241026-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/10\/wonkyrumble20241026-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/10\/wonkyrumble20241026-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2024\/10\/wonkyrumble20241026.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">nachbetrachtung<\/span><br><br>allem voran: das mit tsr ist vertagt, f\u00fcr ihn war ich zu sp\u00e4t. und von cora habe ich auch nur die letzten drei tracks mitbekommen (trefferquote: zwei von drei. istari lasterfahrer &#8211; proud of what?! &amp; crystal distortion &#8211; only wish, letzterer war auch der schluss). schon mal positiv: sie hatte wesentlich bessere technische bedingungen als in der lobby des about blank im vergangenen april und war somit wesentlich zufriedener. den totmacher habe ich tats\u00e4chlich zum ersten mal geh\u00f6rt. zwar konnten mich die ver\u00f6ffentlichungen auf scatty brainz ihrerzeit nun echt nicht mehr abholen und ich dachte, es w\u00fcrde auf hyperaktive wonky-signale auf hohem tempo mit noisigem breakcore ohne struktur hinauslaufen (was mich nach 2008 auch von dem genre vertrieb, leider), aber: das war in seinem chaos sch\u00f6n abwechslungsreich. habe jedenfalls die &#8222;detroit underground 03&#8220; nach oben auf meine wunschliste gesetzt, wovon er &#8222;flexia deconstruction&#8220; von himawari spielte, das ich erst f\u00fcr einen bj\u00f6rk-remix hielt.<br>death of a disco dancer lie\u00df sich zwar gut an, hat einiges von toecutter gespielt (genauer: von &#8222;system corrupt&#8220;) und auch eine handbag\/abba-7&#8243; auf sozialistischer plattenbau (&#8222;don&#8217;t cry!&#8220;, wer&#8217;s ganz genau haben m\u00f6chte). sie hat jedoch nicht meinen humor getroffen, indem sie breakcore oder noise u.a. mit rex gildo (&#8222;fiesta mexicana&#8220;), modern talking (&#8222;cherry cherry lady&#8220;), matthias reim (sein gr\u00f6\u00dfter hit, ihr wisst schon) oder gottlieb wendehals (hat er \u00fcberhaupt was anderes als &#8222;polon\u00e4se blankenese&#8220; gemacht?) kontrastierte. rief beim publikum vereinzelt die bierzelt-reaktionen hervor, die es sicherlich auch schon mitte der 1990er-jahre auf mallorca, ibiza oder der love parade gab. um das gut zu finden, war ich sicherlich zu n\u00fcchtern &#8211; (zu) analytisch bin ich sowieso. aber ich dachte eigentlich, dass die szene fast 20 jahre nach dem h\u00f6hepunkt der breakcore-popularit\u00e4t weiter w\u00e4re als die &#8222;ach, ist doch lustig&#8220;-signale mit der brechstange.<br>als versuch eines konstruktiven vorschlags: der effekt h\u00e4tte f\u00fcr mich eher gesessen, wenn sie den rhythmus eines gestandenen schlagers als grundlage daf\u00fcr genommen h\u00e4tte, auf kanal zwei ein noise-st\u00fcck (gerne auch mit weit aufgedrehten eqs) hereinzucutten. so war&#8217;s das laufen lassen der zdf-hitparade und planloses her\u00fcbercutten auf noise oder breakcore und wieder zur\u00fcck. \u00fcberreizt hat sie das blatt f\u00fcr meine begriffe jedenfalls. ausnahme: &#8222;ohne dich&#8220; von der m\u00fcnchener freiheit &#8211; das kann ich dutzende male am st\u00fcck h\u00f6ren. lief dankenswerterweise auch zwei mal.<br><br>damit mal wieder genug gemeckert. meckere ich mal \u00fcber mich: ich tappe immer und immer wieder in die bequemlichkeitsfalle. hei\u00dft: ausgetretene pfade nur selten zu verlassen und auszunutzen, zwischen berghain und about blank zu wohnen. seltener mal ins ohm, den tresor oder ins rso, in letzter zeit h\u00e4ufiger zu konzerten. es hat sich bei mir bekannterma\u00dfen auch eine gewisse clubm\u00fcdigkeit eingestellt, weil sich die rituale nach mehr als 25 jahren in der szene auch etwas gleichen.<br>aber ich schweife ab &#8211; um den status quo der szene (und das jammern dar\u00fcber) soll es nicht nochmal gehen, sondern um selbstkritik: warum ich es erst im 13. jahr ihres bestehens in die panke geschafft habe, muss ich mir selbst dick ankreiden. dachte bei der adresse erst, dass es ein lacher w\u00e4re, wenn es sich um die gleiche location wie damals bei der schaltstufe13 handelt (im \u00fcbrigen, sofern einer von ihnen mitliest: macht gerne mal wieder was!). ist aber ein anderer hof.<br>richtig gut durchdacht, das alles. drau\u00dfen k\u00f6nnen leute im hof vor dem club herumsitzen und plaudern &#8211; anwohner*innen werden dank gewerbehof nicht gest\u00f6rt. der club selbst ist die beste mischung aus diy und professionalit\u00e4t an den richtigen stellen. die sitzgelegenheiten bei der bar bestehen jedenfalls berlin-typisch aus restbest\u00e4nden und die bar selbst ist r\u00e4umlich so gut von der tanzfl\u00e4che getrennt, dass mensch sich dort richtig gut unterhalten kann. barrierefreiheit ist noch dazu weitestgehend gegeben. die tanzfl\u00e4che ist mit 100 leuten brechend voll, was nun wiederum hei\u00dft, dass auch abende mit 50 zahlenden den club nicht leer wirken lassen. niedrige decke, sound tendenziell \u00fcberdimensioniert und fett, wird auch stetig technisch \u00fcberwacht.<br>einziger kritikpunkt (ich kann es echt nicht lassen &#8211; ist aber nun mal meine pers\u00f6nliche pr\u00e4ferenz): das erh\u00f6hte dj-pult mit leinwand dahinter, auf der gute projektionen liefen. das l\u00e4dt jedoch dazu ein, in richtung der djs zu tanzen und sie damit mehr zu inszenieren als n\u00f6tig. aber: es ist die einzige b\u00fchne, ergo auch f\u00fcr bands, und die raumaufteilung l\u00e4sst nichts anderes zu. der rest lie\u00dfe sich durch diskretere beleuchtung des dj-pults regeln.<br><br>sonst bin ich die vergangenen monate des programms mal durchgegangen und hab mich bei zwei gelegenheiten schon ge\u00e4rgert, dass ich die verpasst habe. ist also ein weiterer club f\u00fcr die &#8222;da sollte ich \u00f6fter mal hin&#8220;-liste, weil dessen gr\u00f6\u00dfe und niedrigschwellige preise experimente gestatten. und f\u00fcr ein line-up wie vergangenen samstag sowie damit verbundene klassentreffen komme ich in jedem fall gerne wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>korrektur, 2. november 2024: ich habe \u201efiesta mexicana\u201c irrt\u00fcmlich roy black zugeschrieben. das ist jetzt oben korrigiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>es ist mal wieder besuch in der stadt, der (bzw. die) mich endlich mal in die panke f\u00fchrt. und in all den jahren meiner wonky-techno-obsession habe ich es auch nie geschafft, tsr live zu sehen. nachbetrachtung allem voran: das mit tsr ist vertagt, f\u00fcr ihn war ich zu sp\u00e4t. und von cora habe ich auch&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[375,802,800],"class_list":["post-7352","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-cora-s","tag-der-totmacher","tag-panke"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7352"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7392,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7352\/revisions\/7392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}