{"id":7419,"date":"2024-11-25T18:31:15","date_gmt":"2024-11-25T17:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7419"},"modified":"2024-12-19T17:36:53","modified_gmt":"2024-12-19T16:36:53","slug":"berlin-27-11-2024-silent-green-ryoji-ikeda-presents-ultratronics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2024\/11\/25\/berlin-27-11-2024-silent-green-ryoji-ikeda-presents-ultratronics\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 27.11.2024] silent green: ryoji ikeda presents ultratronics"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">im silent green war ich vor gut zehn jahren zur er\u00f6ffnung des krake-festivals, als anika oben in der kuppelhalle gespielt hat. ryoji ikeda ist mir von der ersten &#8222;strom&#8220;-ausgabe in der philharmonie anfang 2020 noch in bester erinnerung. das ganze findet in der betonhalle statt, was mich auf musik und r\u00e4umlichkeiten zugleich gespannt sein l\u00e4sst.<br><br><a style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" href=\"https:\/\/www.silent-green.net\/programm\/detail\/2024\/11\/27\/ryoji-ikeda-presents-ultratronics\">ryoji ikeda presents ultratronics<\/a><br>ryoji ikeda<br>pyur<br><br>ab 20 uhr<br>tickets sind bereits ausverkauft<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>das wird eher eine abhandlung \u00fcber die r\u00e4umlichkeiten. daher widme ich mich zuerst dem musikalischen.<br><br>hat in der dramaturgie und zusammensetzung schon gepasst. pyur war zuvor ein f\u00fcr mich unbeschriebenes blatt (obwohl sie auf hotflush und subtext ver\u00f6ffentlicht hat), wird leider nicht mein fall. \u00e4hnlicher ansatz wie bei barker, indem sie filter und lfos den rhythmus diktieren l\u00e4sst. das ganze etwas opulenter, wo ich vielmehr mit reduktion kann. nicht ihr problem &#8211; sie war im vorprogramm sehr gut besetzt.<br>bei ryoji ikeda h\u00e4tte ich mir von vornherein mal vergegenw\u00e4rtigen k\u00f6nnen, dass &#8222;ultratronics&#8220; seit zwei jahren auf dem markt ist. das album ist f\u00fcr seine verh\u00e4ltnisse erstaunlich melodisch und zug\u00e4nglich. war sein set zum strom-festival noch von hohen t\u00f6nen sowie schwarz\/wei\u00df-visuals gepr\u00e4gt, wurden letztere zum schluss farbig &#8211; und das gilt f\u00fcr die klangpalette \u00fcber das gesamte set. steht ihm absolut nicht schlecht und ist etwas leichter verdaulich f\u00fcr diejenigen, die mit seiner discographie noch nicht so vertraut sind. im gegensatz zu manch anderen live-sets keine \u00fcberblendungen zwischen den tracks, sondern pausen, was auch die tempiwechsel erleichterte.<br>in so einer umgebung also gerne wieder &#8211; erst recht, weil er so selten im lande ist.<br><br>und damit zu den r\u00e4umlichkeiten: mensch merkt, dass die betonhalle als veranstaltungsort noch ziemlich frisch ist &#8211; fast schon steril sind die r\u00e4umlichkeiten. keine tags an den w\u00e4nden, h\u00f6chstens aufkleber in den klos.<br>mir gef\u00e4llt das minimalistische in der halle an sich, und der sound ist sehr gut, sobald mensch innerhalb des stereo-dreiecks (also zwischen den beiden line-arrays) steht. war bei uns am front-of-house, da war&#8217;s ein genuss. auch ein pluspunkt, da noch nicht so bekannt: die kleineren toiletten hinten links. so kann mensch sich den weg in die lounge sparen.<br>diese lounge befindet sich oberhalb der halle und ist mit glasscheiben abgetrennt, so dass es eine aussicht in die halle gibt. snacks und eine kleine bar finden sich dort ebenfalls. und auf dem weg in die halle die gr\u00f6\u00dferen toiletten.<br>mobile bar im durchgang von der lounge zur halle, mit projektionen an den w\u00e4nden &#8211; das ging bei dem andrang noch klar. aber wenn dort mal personelle unterbesetzung herrscht und sich die leute in die reihe stellen m\u00fcssen, wird&#8217;s f\u00fcr diejenigen schwierig, die nur zur halle durchgehen m\u00f6chten. es g\u00e4be eine abk\u00fcrzung: vom podest auf h\u00f6he der lounge die treppen zur halle hinunter. jedoch ist das der bereich, der f\u00fcr mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte besucher*innen gedacht ist und unten von einer security beaufsichtigt wird. kann mir interessantere jobs vorstellen als den leuten alle paar sekunden zu verstehen zu geben, dass sie an der stelle nicht hochgehen k\u00f6nnen.<br><br>das linke viertel der halle ist f\u00fcr meine begriffe verschenkter platz. am hinteren ende sind gut 10 meter f\u00fcr den backstage reserviert, wovor (richtig geraten) wieder ein security-mensch steht. dann gibt&#8217;s ca. 20 meter leere und am vorderen ende den eingang zu den toiletten. akustisch ist mensch dort au\u00dferhalb des line-arrays, es klingt also auch nicht mehr so klasse.<br>mir f\u00e4llt auch nicht ein, wie mensch dies am elegantesten l\u00f6sen k\u00f6nnte. eine bar am linken ende w\u00fcrde zu dem problem f\u00fchren, das im gretchen gang und g\u00e4be ist: publikumsstr\u00f6me nach links und zur\u00fcck. b\u00e4nke bzw. andere sitzgelegenheiten w\u00e4ren mit oder ohne notfall potentielle stolperfallen. um den viereckigen charakter der halle nicht zu gef\u00e4hrden, fiele mir nur ein, an der hinteren wand (also dem b\u00fchnenende) noch eine zwischenwand einzuziehen, die als backstage dienen kann. klar, geht auf kosten potentieller besucher*innenzahlen und damit an die wirtschaftlichkeit. das podest f\u00fcr in welcher form auch immer eingeschr\u00e4nkte personen k\u00f6nnte mit rampe am rechten rand platz finden.<br><br>ziemlich chaotisch: die garderobe. und nein, das personal ist nicht gemeint. die platzierung am ende der rampe nach unten ist nicht verkehrt. aber &#8222;improvisation&#8220; ist noch schmeichelhaft, wenn sich die dort arbeitenden mit ganz normalen garderobenst\u00e4ndern behelfen m\u00fcssen. f\u00fcr rucks\u00e4cke und taschen gibt&#8217;s keine separaten ablagem\u00f6glichkeiten au\u00dfer den boden.<br>theoretisch ist die garderobe zu zwei seiten offen (nach vorne sowie links), praktisch besteht keine m\u00f6glichkeit, die leute auf der zu schmalen linken seite zu bedienen. die absperrung besteht aus den von flugh\u00e4fen bekannten gurten, und gerade beim durcheinander nach dem auftritt w\u00e4re die security \u00fcberfordert gewesen, wenn sich ein bis zwei dutzend leute dort zutritt verschafft h\u00e4tten. davon abgesehen fiel f\u00fcr ein paar minuten auch das licht aus, so dass das personal sich mit den smartphone-taschenlampen behelfen musste.<br><br>es besteht also noch einiges an optimierungsbedarf. akustisch gibt es nichts zu meckern und das ambiente ist in seiner sterilit\u00e4t wahrscheinlich so gewollt. aber bei der raumaufteilung sollte sich echt noch was tun. das programm ist vielversprechend &#8211; zumindest schaue ich mittlerweile auch sporadisch mal auf deren website vorbei, ob es etwas nach meinem gusto gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>im silent green war ich vor gut zehn jahren zur er\u00f6ffnung des krake-festivals, als anika oben in der kuppelhalle gespielt hat. ryoji ikeda ist mir von der ersten &#8222;strom&#8220;-ausgabe in der philharmonie anfang 2020 noch in bester erinnerung. das ganze findet in der betonhalle statt, was mich auf musik und r\u00e4umlichkeiten zugleich gespannt sein l\u00e4sst.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[535,812],"class_list":["post-7419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-ryoji-ikeda","tag-silent-green"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7419"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7448,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7419\/revisions\/7448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}