{"id":7621,"date":"2025-03-27T23:20:54","date_gmt":"2025-03-27T22:20:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7621"},"modified":"2025-04-19T13:44:34","modified_gmt":"2025-04-19T11:44:34","slug":"barcelona-29-03-2025-laut-selectors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2025\/03\/27\/barcelona-29-03-2025-laut-selectors\/","title":{"rendered":"[barcelona \/ 29.03.2025] laut: selectors"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">anika kunst hat im berghain bereits ihr k\u00f6nnen unter beweis gestellt, hier nun auf heimischem boden, flankiert von einem veteran. und ein intimer rahmen noch dazu.<br><br><a style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_link darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" href=\"https:\/\/laut.es\/\">selectors<\/a><br>anika kunst<br>ben sims<br><br>start: 23:59 uhr<br>ende: 05:00 uhr<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"text-decoration: underline; transition: none;\">nachbetrachtung<\/span><br><br>rein: 0:30 uhr<br>raus: 4:30 uhr, wobei das nach sommerzeit ist. es waren also netto drei stunden.<br><br>kurzfazit voran: eine kleine, nach au\u00dfen hin unscheinbare keimzelle f\u00fcr techno (zumindest am wochenende) mit gutem sound und passender \u00e4sthetik. mensch muss sich halt vorab mit dem line-up besch\u00e4ftigen, da es &#8222;nur&#8220; den einen floor gibt. anika kunst f\u00fcr mich abwechslungsreicher als ben sims, der jedoch schlicht und ergreifend abgeliefert hat.<br><br>ansonsten wird&#8217;s schwierig, das nitsa nicht st\u00e4ndig als vergleich heranzuziehen. inhaltlich habe ich mich dort in der nacht zuvor besser aufgehoben gef\u00fchlt, allerdings war mir auch vorab klar, was mich bei ben sims erwartet. grunds\u00e4tzlich ist das laut der f\u00fcr mich wesentlich sympathischere club. genauso wie das nitsa zwar kein grund, extra deswegen nach barcelona zu fliegen, aber wenn ich das n\u00e4chste mal an einem wochenende hier bin, w\u00fcrde ich wieder hin.<br>nach au\u00dfen hin sehr unpr\u00e4tenti\u00f6s. ich war aber auch wieder zu fr\u00fch da &#8211; kurz nach mitternacht war noch nicht ge\u00f6ffnet, kurz vor 0:30 uhr hingegen schon. drau\u00dfen kein schild, keine leuchtreklame, lediglich eine ge\u00f6ffnete t\u00fcr mit security davor l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass hier ein club ist. schon mal sympathisch.<br>die schlange beginnt dann drinnen im gang vor der kasse, was den l\u00e4rm von der stra\u00dfe minimiert &#8211; clever gel\u00f6st, da der club mitten in einem wohngebiet liegt. die wartezeit l\u00e4sst einem gen\u00fcgend zeit f\u00fcr die vorbereitung: erstmal das ticket bereit haben. die frage nach eben diesem war auch die einzige, die mir vom t\u00fcrsteher gestellt worden ist (ich hatte am donnerstag nach einigen anl\u00e4ufen gl\u00fcck beim wiederverkauf). da das laut nach angaben von residentadvisor f\u00fcr 230 leute ausgelegt ist und menschenaufl\u00e4ufe vor der t\u00fcr vermieden werden wollen, gibt es keine abendkasse, stattdessen tickets im vorverkauf. was dazu f\u00fchrt, dass die besucher*innen idealerweise wissen, worauf sie sich bei dem line-up einlassen. zweitens (f\u00fcr die k\u00e4lteren monate relevant) kann mensch schon mal die nicht ben\u00f6tigten anziehsachen bereitlegen: die kasse ist zugleich garderobe. und hier sehr fair: keine extrakosten, ist im eintrittspreis inklusive.<br>hat mensch das absolviert, geht&#8217;s nach vorzeigen des stempels an einem weiteren t\u00fcrsteher an einer brandschutzt\u00fcr vorbei, und durch noch eine weitere steht mensch dann im club. eine art schleuse also, wobei faszinierend ist, dass keine bassdrum nach drau\u00dfen dringt, wenn beide t\u00fcren geschlossen sind.<br><br>das laut gibt es seit 2017. erw\u00e4hne ich deshalb, weil die s\u00e4ule im gleichen jahr er\u00f6ffnete und sich der vergleich dazu f\u00f6rmlich aufdr\u00e4ngt. \u00e4hnliche dimensionen, die gitter links und rechts oben erinnern sehr an die dortige \u00e4sthetik, der schmale schlauch mit dem dj-pult am hinteren ende ebenfalls. das steht erh\u00f6ht auf einer b\u00fchne, djs somit leider etwas exponiert. organisatorisch jedoch logisch: im laut finden auch konzerte statt, daher muss im wechsel zwischen beiden betriebsarten nicht gro\u00df umgebaut werden. und w\u00fcrde das dj-pult vor der b\u00fchne ebenerdig stehen, fiele wertvoller platz auf der tanzfl\u00e4che weg. insofern l\u00e4sst sich mit der l\u00f6sung leben.<br>schade ist jedoch, dass sich alles an licht auf die b\u00fchne konzentriert. nun ist der raum klein genug, dass die scheinwerfer von dort aus auch in richtung publikum strahlen k\u00f6nnen. beg\u00fcnstigt aber leider auch das tanzen in eine richtung. ein, zwei paar kleine scanner im publikumsraum, daf\u00fcr weniger b\u00fchnenbeleuchtung f\u00e4nde ich besser. sound kommt aus einem line-array von l acoustics &#8211; etwas schrill, wenn es noch nicht voll ist, bei hochbetrieb wesentlich besser. da die r\u00e4umlichkeiten sehr \u00fcbersichtlich sind und die sperrstunde auch hier f\u00fcnf stunden party bedeutet, kommt das laut im vergleich zum nitsa sogar noch schneller auf betriebstemperatur. die spanier*innen lassen sich also auch hier nicht lange bitten, mir war&#8217;s ab 3 uhr auf der tanzfl\u00e4che zu voll bzw. ich wie in berlin auch vom durchgangsverkehr am rand genervt. hatte das gef\u00fchl, als ob territorium erobert oder wenigstens verteidigt werden m\u00fcsse &#8211; nicht mein metier.<br>auch im laut: keine abgeklebten kameras. filmen, selfies etc. sind also kein problem, geschieht jedoch nicht so exzessiv wie bei konzerten. das laut besch\u00e4ftigt jedoch einen fotografen, der den ganzen abend schwer mit filmen oder fotografieren mit mini-stativ besch\u00e4ftigt war. ich wei\u00df nicht, ob das heutzutage f\u00fcr die visuelle pr\u00e4senz in den sozialen medien wirklich notwendig ist &#8211; eher leistet das alles der entwicklung vorschub, die entsprechenden momente zu inszenieren, anstatt sich einfach nur dem fluss der party hinzugeben. ergo: f\u00fcr mich eher unn\u00f6tig, gar sch\u00e4dlich.<br>publikumstechnisch auch hier m\u00e4nner\u00fcberschuss, au\u00dferdem das treffen der generationen: die \u00e4lteren erfreuen sich an den sounds, die sie vor zwei jahrzehnten schon feierten, die j\u00fcngeren entdecken es f\u00fcr sich und tanzen auch gerne mal im eigenen zirkel. zeichen der zeit eben. allerdings sind die spanier*innen sehr offen und auch aufmerksam. kaum sa\u00df mal eine dame auf den echt sehr bequemen sofas neben der bar, wurde gefragt, ob alles okay sei. das war ab kurz nach 3 uhr auch mein bevorzugter aufenthaltsort. <br><br>anika kunst war meinem eindruck nach gegen viertel nach eins gut warmgelaufen und zog die z\u00fcgel mit tooligen, hin und wieder dubbigen tracks kontinuierlich an. nach wie vor konsequent mit vinyl und auch langgezogenem mixing. positiver eindruck best\u00e4tigt.<br>ben sims spielte (demokratisch fair aufgeteilt ab 3:30 uhr) perkussiv dichter, aber das arbeiten mit tools war ihm schon immer zu eigen. legte auch tempotechnisch ein bis zwei kohlen drauf. alles im dienst der party, mir steckte jedoch am samstag tags\u00fcber das nitsa noch etwas in den knochen &#8211; sprich: ich kam da nicht aus dem knick. dank abendlichem nickerchen und kaffee ging das nachts, jedoch wollte ich den sonntag bei toller wetterprognose nicht auch noch verschwenden. auch wenn tanzen im bereich am hinteren ende der tanzfl\u00e4che vor der bar (es gibt \u00fcbrigens club mate und fritz kola &#8211; weiterer sympathiepunkt gegen\u00fcber dem nitsa, das auf erzeugnisse von red bull setzt bzw. sich sponsorn l\u00e4sst) m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, lieferten sowohl set als auch f\u00fcllgrad f\u00fcr mich keine gr\u00fcnde, das noch in die l\u00e4nge ziehen zu wollen.<br>stattdessen machte ich mir den vorteil zu nutze, dass die metro in barcelona wie in berlin auch in der nacht von samstag zu sonntag durchg\u00e4ngig f\u00e4hrt und dabei auch \u00e4hnlich frequentiert ist. hei\u00dft: ich war um 5:30 uhr im bett und tags\u00fcber rechtzeitig fit genug, um bei 20 grad am strand lesen zu k\u00f6nnen. f\u00fcr meine begriffe also mit dem &#8222;fr\u00fchen&#8220; aufbruch alles richtig gemacht.<br><br><span class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" style=\"text-decoration: underline; transition: none;\">notierte tracks<\/span><br><br><strong style=\"transition: none;\" class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\" data-darkmysite_preserved_classes=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\">anika kunst<\/strong><br>sciahri &amp; hertz collision &#8211; axis mundi<br>robert hood &#8211; protein valve (edit 2)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>anika kunst hat im berghain bereits ihr k\u00f6nnen unter beweis gestellt, hier nun auf heimischem boden, flankiert von einem veteran. und ein intimer rahmen noch dazu. selectorsanika kunstben sims start: 23:59 uhrende: 05:00 uhr nachbetrachtung rein: 0:30 uhrraus: 4:30 uhr, wobei das nach sommerzeit ist. es waren also netto drei stunden. kurzfazit voran: eine kleine,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[754,700,841],"class_list":["post-7621","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-anika-kunst","tag-ben-sims","tag-laut"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7621"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7621\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7674,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7621\/revisions\/7674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}