{"id":7987,"date":"2025-11-13T09:50:15","date_gmt":"2025-11-13T08:50:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=7987"},"modified":"2025-11-18T10:30:34","modified_gmt":"2025-11-18T09:30:34","slug":"berlin-14-11-2025-berghain-reef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2025\/11\/13\/berlin-14-11-2025-berghain-reef\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 14.11.2025] berghain: reef"},"content":{"rendered":"\n<p>die letzte f\u00fcr dieses jahr, daf\u00fcr geht es im n\u00e4chsten jahr direkt im april weiter. im berghain ist es mit dem 20-j\u00e4hrigen tectonic-jubil\u00e4um verkn\u00fcpft, oben einfach ein super-booking, das zugleich eine ziemliche ansage an meine kondition ist. esposito ist hoffentlich beim n\u00e4chsten mal wieder dabei.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.berghain.berlin\/de\/event\/79102\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.berghain.berlin\/de\/event\/79102\/\">reef<\/a><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">berghain<\/h3>\n\n\n\n<p>00:00 proverb<br>01:00 appleblim<br>02:30 om unit<br>04:30 pinch &amp; trim<br>06:00 darwin<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">panorama bar<\/h3>\n\n\n\n<p>22:00 axle<br>01:00 smokey<br>03:00 roska<br>05:00 jasm\u00edn<br>07:00 tim reaper<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">nachbetrachtung<\/h2>\n\n\n\n<p>rein: 22:45 uhr<br>raus: 8:15 uhr<br><br>und wie soll es auch anders sein: nat\u00fcrlich die beste reef seit der letzten. sogar mit tendenz zum leichten \u00fcberdurchschnitt.<br><br>das war zum beginn jedoch nicht unbedingt gesetzt. vor 23 uhr war das besucher*innenaufkommen noch erwartbar verhalten und die panorama bar vielleicht zu einem viertel gef\u00fcllt. axle spielte jedoch bereits ziemlich rauhe breakbeats und dubstep als ob es bereits peaktime w\u00e4re. so sehr ich die motivation nachvollziehen kann, sich in diesem rahmen zu beweisen und schon fr\u00fch m\u00f6glichst gro\u00dfe teile des publikums auf die tanzfl\u00e4che bewegen zu wollen: mir war das zu hochtourig. zwar steige ich bei zu wenig fordernden sets im allgemeinen aus, aber das gilt eher zur peaktime. bei warm-ups ist mehr behutsamkeit gefragt &#8211; erst recht, wenn sich abzeichnet, dass die leute nicht in scharen in den club str\u00f6men. daran hat&#8217;s mir gefehlt.<br><br>proverb hat das unten in die f\u00fcr mich absolut richtigen bahnen gelenkt und mit &#8222;8&#8220; von various artists f\u00fcr einen der berghain-momente schlechthin gesorgt. den track wollte ich an ort und stelle ewig schon mal h\u00f6ren und im rahmen einer klubnacht w\u00e4re es mutig, ihn sonntags in seiner vollen l\u00e4nge von gut 18 minuten zu spielen. auch bei proverb waren&#8217;s &#8222;nur&#8220; f\u00fcnf, aber da sie nur eine stunde zur verf\u00fcgung hatte, konnte ich&#8217;s nachvollziehen, dass sie noch ein paar tracks mehr unterbringen wollte. mit autechre hat sie eine weitere sperrangelweit offen stehende t\u00fcr bei mir eingerannt und blieb auch sonst unter 120 bpm. richtig gute auswahl und dramaturgie, gerne wieder, auch zum gleichen slot, wenn sie mag. aber dann wenigstens zwei stunden.<br><br>appleblim steigerte das tempo parallel zur intensit\u00e4t. melodische breakbeats, wie mensch sie u.a. von martyn \/ 3024 kennt, stellenweise ein tectonic-best-of. hat damit hervorragend auf om unit hingearbeitet, ohne die (schon mehr als ordentlich gef\u00fcllte) tanzfl\u00e4che zu \u00fcberlasten. auch wenn smokey das meinem kurzen eindruck nach mit ad\u00e4quat f\u00fcr die uhrzeit fordernden dubstep oben sehr gut machte, hatte sie gegen\u00fcber appleblim leider das nachsehen.<br><br>om unit selbst war eine ziemliche \u00fcberraschung. freut mich ziemlich, weil er schon eine lebende legende ist, seine produktionen jedoch eher seltener bei mir klicken. wie so h\u00e4ufig: geschmacksfrage und immerhin sitzen sie komplett richtig, wenn sie mir gefallen. begann wie j:kenzo beim letzten mal mit dub und blieb in seinen zwei stunden ziemlich konsequent bei dubstep und durchaus technoiden breakbeats. auch mit langgezogenem mixing, das sich nicht von drop zu drop hangelte, sondern neues erschuf &#8211; so geschehen mit dem &#8222;people hold on&#8220;-acappella von lisa stansfield, das \u00fcber zwei tracks lief. sorgte mit getappten 150 bpm f\u00fcr das schnellste im berghain gemessene tempo an dem abend &#8211; ergo blieb drum&amp;bass bei dieser reef im berghain aus. ging jedoch mit der anstehenden jungle-breitseite von tim reaper, worauf jasm\u00edn bereits mit footwork und artverwandtem hingearbeitet hat, auch v\u00f6llig in ordnung so.<br><br>roska vor jasm\u00edn mit viel eigenproduktionen, die ganz gut zwischen technoiderem house und (post-)dubstep vermitteln k\u00f6nnen. hat seine wirkung erwartbar nicht verfehlt, om unit habe ich dennoch den vorzug gegeben.<br>bei jasm\u00edns set gab es die reef-\u00fcbliche delle bei der publikumsanzahl, aber die fiel nicht so deutlich aus wie manche male zuvor &#8211; die panorama bar war wenigstens zur h\u00e4lfte gef\u00fcllt. im direkten vergleich zu pinch und trim im berghain war sie mit ihrem teilweise knochentrockenen stil f\u00fcr mich eindeutig interessanter. nur ist davon scheinbar noch nicht so viel ver\u00f6ffentlicht oder shazam noch nicht ausreichend trainiert. wer mehr tracks aus ihrem set kennt, schreibt das gerne in die kommentare. sie war f\u00fcr mich jedenfalls die weitere \u00fcberraschung.<br><br>mit trim finde ich es zwar gut, dass mcs im rahmen der reef zur geltung kommen und er hat das auch alles andere als schlecht gemacht. ein paar dezibel weniger h\u00e4tten dem mic-kanal jedoch nicht geschadet. bei pinch komme ich mit der mittenlastigen sound\u00e4sthetik, wie auch im letzten jahr bei mala, nicht wirklich gut klar (zur veranschaulichung: &#8222;qawwali&#8220; oder &#8222;cave dream&#8220; nehmen und &#8222;smoke&#8220; mit trim aus diesem jahr gegen\u00fcberstellen). z\u00e4hlt aber zur k\u00fcnstlerischen weiterentwicklung, die ich prinzipiell begr\u00fc\u00dfe, ehe leute v\u00f6llig auf der stelle treten. die d\u00fcstere seite, mit der er bei mir vor 17 jahren offene t\u00fcren einrannte, blitzte nach wie vor auf. zudem ist der drop bei malas &#8222;militant don&#8220;, bei dem das publikum komplett mitging und der lightjockey dies obendrein noch super akzentuierte, auf jeden fall ein weiterer eintrag f\u00fcr meine liste an berghain-momenten anno 2025. da mich das berghain aber eh seit mitternacht bis auf die geschilderten kurzvisiten \u00fcber weite strecken fest im griff hatte, war der ausflug in die panorama bar aufgrund des geringeren f\u00fcllgrades f\u00fcr mich ein klassisches win-win.<br><br>nach dem start von darwin das typische luxusproblem: mich parallel zu jasm\u00edn entscheiden zu m\u00fcssen, wo ich die zeit am besten verbringe. bei tim reaper war&#8217;s einfacher &#8211; er begann erwartbar mit jungle, was mir zu dem zeitpunkt aufgrund allgemeiner \u00fcberreizung schon etwas viel war. darwin lie\u00df die party unten mit meditativerem dubstep ausklingen, anstatt mit drum&amp;bass ein konkurrenzprogramm zu starten. v\u00f6llig richtig so, die leute blieben dennoch bis zum schluss p\u00fcnktlich um 8. ich wollte es dann noch oben wenigstens ein bisschen probieren, hab dann jedoch der ordentlichen m\u00fcdigkeit nachgegeben und mich mehr als zufrieden mit einer menge vorfreude auf den april heimw\u00e4rts bewegt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">notierte tracks<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">axle<\/h3>\n\n\n\n<p>digital mystikz &#8211; molten<br>goth-trad &#8211; cut end vip<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">proverb<\/h3>\n\n\n\n<p>emperor x &#8211; intracellular<br>various artists &#8211; 8<br>boreal massif &#8211; we all have an impact<br>low jack &#8211; one pop<br>parris &#8211; y\u016brei<br>autechre &#8211; dael<br>boreal massif &#8211; low forties<br>dbridge &#8211; dead peak<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">appleblim<\/h3>\n\n\n\n<p>kassian &#8211; replicate<br>peverelist &#8211; pulse xii<br>beatrice m. &#8211; midnight swim<br>pinch &#8211; get up (feat. yolanda)<br>introspekt &#8211; shapeshifter<br>introspekt &#8211; prototype iii<br>2562 &#8211; enforcers<br>main phase &amp; talons &#8211; as we proceed<br>rsd &#8211; over it<br>fixate &#8211; conundrum<br>stereotyp &#8211; jahman (feat. tikiman)<br>peverelist &#8211; feel something<br>appleblim &amp; peverelist &#8211; circling<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">smokey<\/h3>\n\n\n\n<p>soa420 &#8211; no nerve<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">om unit<\/h3>\n\n\n\n<p>prince far i &#8211; borno (dub)<br>king jammy &#8211; jammys a shine<br>dr. alimantado &#8211; poison flour<br>mala &#8211; anti war dub<br>dj luck &amp; mc neat &#8211; a little bit of luck<br>skream- trapped in a dark bubble<br>sobolik &#8211; heavy eyes<br>martyn &#8211; vancouver<br>siu mata &amp; sim &#8211; u see b<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">roska<\/h3>\n\n\n\n<p>roska &#8211; the difference<br>roska &#8211; pree me (feat. \u306a\u304b\u3080\u3089\u307f\u306a\u307f)<br>flowdan &#8211; pump fake (roska remix)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">pinch &amp; trim<\/h3>\n\n\n\n<p>distal &#8211; not cool<br>capo lee &amp; bullet tooth &#8211; keep it rolling<br>boylan &#8211; grid<br>rips &#8211; faceoff<br>d3u5e &#8211; leyton lorikeet<br>mala &amp; magugu &#8211; militant don<br>noodles142 &#8211; magma<br>sir spyro &#8211; topper top (feat. teddy bruckshot, lady chann &amp; killa p)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">jasm\u00edn<\/h3>\n\n\n\n<p>a. fruit &#8211; incredible<br>simo cell &#8211; rushin&#8216;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">darwin<\/h3>\n\n\n\n<p>dbridge &#8211; digital dread<br>nomine &#8211; still water<br>alix perez &#8211; psychosis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die letzte f\u00fcr dieses jahr, daf\u00fcr geht es im n\u00e4chsten jahr direkt im april weiter. im berghain ist es mit dem 20-j\u00e4hrigen tectonic-jubil\u00e4um verkn\u00fcpft, oben einfach ein super-booking, das zugleich eine ziemliche ansage an meine kondition ist. esposito ist hoffentlich beim n\u00e4chsten mal wieder dabei. reef berghain 00:00 proverb01:00 appleblim02:30 om unit04:30 pinch &amp; trim06:00&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[262,29,492,907,909,173,908,491,904,906],"class_list":["post-7987","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-appleblim","tag-berghain","tag-darwin","tag-jasmin-2","tag-om-unit","tag-pinch","tag-proverb","tag-reef","tag-roska","tag-trim"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7987"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7987\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7993,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7987\/revisions\/7993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}