{"id":8134,"date":"2026-03-26T10:18:16","date_gmt":"2026-03-26T09:18:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=8134"},"modified":"2026-04-14T13:48:25","modified_gmt":"2026-04-14T11:48:25","slug":"berlin-28-03-2026-haus-der-visionaere-kontext-x-closer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2026\/03\/26\/berlin-28-03-2026-haus-der-visionaere-kontext-x-closer\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 28.03.2026] haus der vision\u00e4re: kontext x closer"},"content":{"rendered":"\n<p>nach wie vor bin ich neugierig auf neue locations, damit ich mal abseits der beiden friedrichshainer koordinaten wandle. dabei ist das haus der vision\u00e4re schon etwas l\u00e4nger auf meinem schirm, kontext als reihe mit sehr sch\u00f6n kuratierten line-ups ebenfalls. also hab ich mir anfang februar einfach mal das early-bird-ticket geholt, ohne dass einer der namen bekanntgegeben worden war. von dem angebot sagen mir ehrlicherweise auch zwei drittel nichts, aber die mir bekannten haben den vertrauensvorschuss schon mal gerechtfertigt. mal schauen, wie sich das vor ort darstellt. eine dezidierte b\u00fchne nur f\u00fcr live-acts und ein start am fr\u00fcheren abend ist schon mal genau nach meinem gusto.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/ra.co\/events\/2348196\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/ra.co\/events\/2348196\">kontext x closer<\/a><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">main stage<\/h3>\n\n\n\n<p>20:00 tobias. presents &#8222;semblance of nature&#8220; <em>live<\/em><br>20:50 mug <em>live<\/em><br>21:40 torus <em>live<\/em><br>22:30 defled <em>live a\/v<\/em><br>23:20 space afrika <em>live a\/v<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">sonnenraum<\/h3>\n\n\n\n<p>00:00 daura<br>04:00 marco shuttle<br>07:00 karine &amp; shakolin<br>10:00 timur basha &amp; yone-ko<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">halle<\/h3>\n\n\n\n<p>00:00 tri\u0161<br>01:30 dj python<br>04:00 eleftheria &amp; significant other<br>06:00 alex savage<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">nachbetrachtung<\/h2>\n\n\n\n<p>rein: 19:30 uhr (noch winterzeit)<br>raus: 05:00 uhr (schon sommerzeit)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">zusammenfassung<\/h3>\n\n\n\n<p>musikalisch gibt&#8217;s aus meiner sicht wenig bis gar nichts zu meckern &#8211; und wenn, dann war&#8217;s stilistisch einfach nicht meine baustelle. das publikum eher jung und aufgrund nicht abgeklebter kameras zum teil selbstdarstellerisch. allerdings: interessiert und geduldig, gerade was den konzertteil angeht. \u00fcber mangelnde partystimmung konnte ich mich im sonnenraum nicht beschweren. die location wirkt auf mich unfertig, aber kapazit\u00e4tstechnisch f\u00fcr solche gelegenheiten geeignet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ausf\u00fchrlicher<\/h3>\n\n\n\n<p>ich hatte erst irrt\u00fcmlich angenommen, dass das haus der vision\u00e4re in n\u00e4he des arena clubs in dem geb\u00e4ude direkt an der spree liegt. stattdessen ist es am anderen ende des geb\u00e4udes, in dem sich vorne der festsaal kreuzberg befindet. h\u00e4tte ich sogar vorher wissen k\u00f6nnen &#8211; schlie\u00dflich steht die adresse allerorten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">ortsbegehung<\/h4>\n\n\n\n<p>vielleicht bin ich mit zu gro\u00dfen erwartungen in die location gegangen, aber vieles wirkte improvisiert. mag auch sein, dass das bei etablierten gro\u00dfveranstaltungen (giegling) anders aussieht. es ist jedenfalls ein gro\u00dfer raum, der mit abgeh\u00e4ngtem molton flexibel gestaltet werden kann. lediglich der sonnenraum ist durch eine mauer abgetrennt.<br>f\u00fcr den start des abends war wenigstens die h\u00e4lfte der r\u00e4umlichkeiten verborgen und gef\u00fchlt jede*r zweite schaute neugierig hinter die vorh\u00e4nge, was sich wohl dahinter verbergen k\u00f6nnte. 360-grad-b\u00fchne auf der main stage, mobile bar an der rechten seite, paletten zum darauf sitzen an der wand geradezu. auf eben einer dieser paletten befand sich mein platz, den ich auch f\u00fcr vier stunden nicht verlassen habe. den vibrationen nach zu urteilen waren die subwoofer direkt darunter &#8211; instinktiv also den richtigen ort ausgesucht.<br><br>nach space afrika als letztem act auf der main stage den rest erkunden. die halle lag direkt daneben und war eigentlich ein langgezogener schlauch mit dj-pult an der breiten seite, empore gegen\u00fcber, kabelkanal als stolperfalle in der mitte. etwas mehr wucht h\u00e4tte bei der anlage nicht geschadet. aber letzteres kann auch dem l\u00e4rmschutz geschuldet sein &#8211; das haus der vision\u00e4re liegt nicht allzu weit von wohnh\u00e4usern entfernt.<br>den sonnenraum musste mensch ein wenig suchen. zwar gibt es einen zugang vom raum direkt hinter dem eingang linkerseits, in dem sich zwei toilettencontainer befinden (derer gibt&#8217;s noch mehrere auf dem hof &#8211; war bei der durchaus regenhaltigen witterung in der nacht nicht sonderlich angenehm, sollte in den fr\u00fchlings-\/sommermonaten jedoch aushaltbar sein), aber auch hier trennte molton nach \u00f6ffnung aller floors den bereich zur main stage ab. die machte nach dem abbau der technik einen etwas verwaisten eindruck, bis auf das posing einer jungen dame auf dem pult, wo sich wenige stunden zuvor noch die hardware befand. gab instagramw\u00fcrdige fotomotive, womit einer meiner hauptkritikpunkte benannt w\u00e4re: keine abgeklebten kameras, stattdessen scheinen kompaktkameras wieder ein ding zu sein. au\u00dferdem waren veranstalterseitig leute mit profi-ausr\u00fcstung unterwegs, um die live-acts abzufilmen. mir haben die musikalischen inhalte alleine gereicht und der wert von clubs \/ partys mit fotoverbot wurde einmal mehr deutlich.<br>der vorraum zum sonnenraum war fast nochmal so gro\u00df wie der floor an sich und als bereich zum plaudern bzw. zusammenkommen sehr gut. aber die herumstehenden kleintische bzw. sitzgelegenheiten w\u00e4ren im notfall gute stolperfallen gewesen. und so sehr die idee der mittelinsel zum herumsitzen auch ist: sie f\u00fchrt insbesondere an der bar und der mauer richtung eingang zum sonnenraum zu einem nadel\u00f6hr. breitere g\u00e4nge f\u00e4nde ich hier besser. oder mensch h\u00e4tte die b\u00fchne der main stage locker zu einem platz zum abh\u00e4ngen umbauen k\u00f6nnen. oder das molton nach oben rollen, so dass der raum ge\u00f6ffnet worden w\u00e4re.<br>temperaturen waren ein weiteres problem, aber einen gro\u00dfen raum wie die main stage \/ halle bekommt mensch auch schwer beheizt. das wurde mit zunehmendem f\u00fcllgrad besser. im sonnenraum war es von anfang an temperaturtechnisch gem\u00fctlich.<br><br>womit ich (typischerweise nach all dem meckern) beim sonnenraum als positivem punkt gelandet bin: da macht sich bemerkbar, dass er regelm\u00e4\u00dfiger bespielt wird. auch dort am hinteren ende eine bar, auch kleine emporen an der eingangsseite sowie links und rechts neben dem subwoofer. das dj-pult erstens ebenerdig (pluspunkt!) und zweitens an der breiteren seite. vor der bassbox richtig satter sound, wobei der druck sich direkt links oder rechts davon verst\u00e4ndlicherweise verliert. weiter drinstehend wiederum ausgewogen. finde ich gut, weil sich jede*r dadurch entsprechend individueller pr\u00e4ferenzen positionieren kann. licht ist sp\u00e4rlich und die fenster mit vorh\u00e4ngen versehen. w\u00e4re neugierig darauf, wie das bei tagespartys aussieht &#8211; bzw. f\u00e4nde es schade, wenn das tageslicht dort ausgesperrt w\u00fcrde. kapazit\u00e4t ist mit 300 leuten auf oberkante, bringt aber den vorteil, dass der raum auch mit 100 leuten nicht leer wirkt. f\u00fcr kleinere partys mit ausgesuchtem line-up ergo ideal.<br><br>ich behalte das haus der vision\u00e4re dennoch mal auf dem radar. bei allseits gestiegenen kosten finde ich&#8217;s nachvollziehbar, dass r\u00e4umlichkeiten nicht von anfang an perfekt sind. ich f\u00e4nde verschiebbare w\u00e4nde mit integrierten sitzgelegenheiten (wie im expo im club raum bspw.) als dauerhaftere l\u00f6sung zur raumtrennung bzw. flexiblen raumgestaltung besser als molton, aber das kommt evtl. mit der zeit. den sonnenraum finde ich auf anhieb sympathisch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">musik<\/h4>\n\n\n\n<p>da gibt&#8217;s f\u00fcr mich kein &#8222;schlecht&#8220;, nur &#8222;nicht mein fall&#8220;. es freut mich sehr, dass das konzept total aufgegangen ist, nach dem sie mit konzerten bzw. live-acts f\u00fcr berliner verh\u00e4ltnisse fr\u00fch in den abend gestartet sind. auf diese weise war&#8217;s um mitternacht schon ordentlich gef\u00fcllt, womit die djs auf beiden floors keine probleme hatten, erst noch eine stimmung erzeugen zu m\u00fcssen.<br><br>aber der reihe nach. meine wunschreihenfolge f\u00fcr die main stage w\u00e4re (mit dem f\u00fcr mich besten act am schluss) jedenfalls: mug (einerseits zwischen industriellem sounddesign \u00e0 la roly porter, andererseits emo-induziertem indie-rock mit reichlich reverb) &gt; space afrika (viele gesprochene botschaften \u00fcber soundscapes und h\u00f6rbaren aussetzern bei den soundkarten) &gt; torus (dj-set mit eigenmaterial, zumeist ambient, metallica bei &#8222;nothing else matters&#8220; zitierend und fatboy slim bei &#8222;right here, right now&#8220; samplend) &gt; defled (brachte die \u00e4sthetik hinein, wie mensch sie u.a. von huerco s. oder special guest dj kennt &#8211; entsprechend also sehr gut) &gt; tobias. (der zwar wei\u00df, wie ein er\u00f6ffnungs-slot bestens bestritten werden kann, mit seinem sounddesign und minimalem rhythmusfundament dennoch alle offenen t\u00fcren bei mir einrannte. sollten die tracks daraus ein album formen, w\u00e4re der kauf meinerseits sicher.)<\/p>\n\n\n\n<p>da die halle als floor f\u00fcr mich nicht attraktiv genug war, verblieb ich in etappen von f\u00fcnf bis zehn minuten dort. zwar schade, da das von tri\u0161&#8216; downbeat-beginn \u00fcber dj python bis zum stilistisch zwischen dubstep, breakbeats und electro m\u00e4andernden set von eleftheria &amp; significant other durchg\u00e4ngig hohes niveau war.<br>das gab es jedoch auch im sonnenraum, mit daura als entdeckung, weil sie es geschafft hat, mich mit einem techno-set zu begeistern. keine jagd nach tempo oder ein aneinanderreihen von perkussiven tools. stattdessen die schnittmenge an minimalen tracks mit querschie\u00dfenden sounds, mit dem einen oder anderen breakbeat-track dazwischen, das ganze konsequent um die 130 bpm und mit vinyl. das war richtig gut und als warm-up f\u00fcr marco shuttle perfekt, von dem ich jedoch nur teile seiner ersten stunde mitbekam. meine kondition h\u00e4tte definitiv nicht bis zum schluss gereicht. aber er lie\u00df den tracks wie seine vorg\u00e4ngerin gen\u00fcgend raum zur entfaltung, so dass sich die dynamik \u00fcber einen l\u00e4ngeren zeitraum erschloss. den sog daf\u00fcr hatte das set jedenfalls.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">notierte tracks<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">daura<\/h3>\n\n\n\n<p>summe &#8211; objectness<br>eight miles high &#8211; in this place<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">dj python<\/h3>\n\n\n\n<p>fedrico franchi &#8211; cream<br>tomas andersson &#8211; washing up<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">marco shuttle<\/h3>\n\n\n\n<p>agent orange &#8211; warm love<br>schatrax &#8211; dizzy<br>attila jahanvash &#8211; friday&#8217;s child<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">eleftheria &amp; significant other<\/h3>\n\n\n\n<p>peverelist &#8211; roll with the punches<br>dj assault &#8211; you can&#8217;t see me<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>nach wie vor bin ich neugierig auf neue locations, damit ich mal abseits der beiden friedrichshainer koordinaten wandle. dabei ist das haus der vision\u00e4re schon etwas l\u00e4nger auf meinem schirm, kontext als reihe mit sehr sch\u00f6n kuratierten line-ups ebenfalls. also hab ich mir anfang februar einfach mal das early-bird-ticket geholt, ohne dass einer der namen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[937,942,944,940,945,935,936,938,941,385,943],"class_list":["post-8134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-closer","tag-daura","tag-defled","tag-dj-python","tag-eleftheria","tag-haus-der-visionaere","tag-kontext","tag-marco-shuttle","tag-significant-other","tag-tobias","tag-torus"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8134"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8154,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8134\/revisions\/8154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}