{"id":940,"date":"2009-03-25T11:21:18","date_gmt":"2009-03-25T10:21:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=940"},"modified":"2009-03-25T11:27:19","modified_gmt":"2009-03-25T10:27:19","slug":"handlungsbedarf-beim-so36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2009\/03\/25\/handlungsbedarf-beim-so36\/","title":{"rendered":"handlungsbedarf beim so36"},"content":{"rendered":"<p>die situation mit der nachbarschaftlichen beschwerde und dem limiter als deren resultat war bereits im zusammenhang mit der &#8222;killin&#8216; me&#8220;-party vom 2. m\u00e4rz ein thema. da d\u00e4mmert es jedem veranstalter, dass es so nicht weitergehen kann. bands kommen sich verschaukelt vor, wenn sie an einem solch renommierten ort gebeten werden, ihre instrumente leiser zu stimmen, dem publikum l\u00e4sst sich auch nicht ohne weiteres ein maulkorb verpassen.<br \/>\neine l\u00f6sung f\u00e4nde sich im bau einer schallschutzmauer &#8211; so weit, so gut. nur kann das so36 deren bau aus eigener kraft nicht finanzieren und unternimmt einen richtigen schritt: sie machen die ganze thematik publik.<br \/>\ngibt viel lesestoff, sollte einem die zeit aber wert sein. ansonsten k\u00f6nnten sich andere clubs oder partyreihen ausnahmsweise altruistisch zeigen und eine soli-party veranstalten, die den fortbestand des legend\u00e4ren ortes sichert. es w\u00fcrden sich bestimmt eine menge bands oder djs finden, die dort f\u00fcr lau spielen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>SO36 \u2013 30 JAHRE OHNE MAUER SIND GENUG<\/strong><\/p>\n<p><strong>SO36 bald ohne SO36?<\/strong><\/p>\n<p>Das Kollektiv f\u00fcr Kultur- und Musikveranstaltungen SO36 in der Kreuzberger Oranienstra\u00dfe feiert dieses Jahr sein 30j\u00e4hriges Bestehen. Doch das SO36 ist gerade jetzt massiv bedroht. Ein gew\u00f6hnlicher Nachbarschaftskonflikt um Ruhest\u00f6rung hat sich zu einer existenzbedrohenden Krise ausgeweitet. Letztlich scheint eine mehrere Meter hohe Schallschutzmauer die einzige M\u00f6glichkeit, das Weiterbestehen des SO36<br \/>\nin Kreuzberg zu sichern.<\/p>\n<p>Was ist passiert? In den letzten Monaten gab es Beschwerden eines Nachbarn, der sich vom SO36 durch sein K\u00fcchenfenster gest\u00f6rt f\u00fchlt. Wir haben alles in unserer Macht stehende versucht, zu einer einvernehmlichen L\u00f6sung zu gelangen, da ein gutes Nachbarschaftsklima immer wichtig f\u00fcr uns war. Der gegenseitige Respekt ist<br \/>\nein Grundbaustein der Vielf\u00e4ltigkeit, die Kreuzberg auszeichnet. Es war uns jedoch diesmal nicht m\u00f6glich, den Konflikt unb\u00fcrokratisch zu l\u00f6sen. Die neueste Entwicklung ist eine offizielle Anordnung vom Wirtschafts- und Ordnungsamt des Bezirks.<\/p>\n<p>Am 27. Februar erreichte uns ein Schreiben mit Auflagen zur L\u00e4rmreduzierung. Nat\u00fcrlich bedeutet so ein Brief noch nicht das Ende, aber wir k\u00f6nnen diese Auflagen so zun\u00e4chst nicht erf\u00fcllen. Denn das, was sich offiziell L\u00e4rmreduzierung in Wohn- und Mischgebieten nennt, hei\u00dft f\u00fcr uns konkret: Konzerte in \u201eZimmerlautst\u00e4rke\u201c. Um zu einer einvernehmlichen L\u00f6sung zu kommen, f\u00fchrt letztlich kein Weg an umfangreichen bauakustischen Ma\u00dfnahmen im SO36 vorbei. Zentrum dieser Ma\u00dfnahmen wird die Errichtung einer Schallschutzmauer neben unserem Geb\u00e4ude sein. Das SO36 ist jedoch finanziell nicht in der Lage, die Kosten f\u00fcr den Bau der Mauer zu tragen. Ohne Unterst\u00fctzung bedeutet dies das Ende des SO36.<\/p>\n<p><strong>30 Jahre SO36 in Kreuzberg<br \/>\n<\/strong><br \/>\nSeit 30 Jahren spiegelt sich im SO36 das wieder, wof\u00fcr Kreuzberg geliebt und gehasst wird. Seit 1979 arbeiten wir im und mit dem Kiez f\u00fcr bezahlbare Kultur. 30 Jahre SO36, das hei\u00dft 30 Jahre kollektive, linke und schwullesbische Untergrundkultur in Zusammenarbeit mit unz\u00e4hligen sozialen und politischen Projekten.<\/p>\n<p>Das SO36 ist einer der wenigen Ausbildungsbetriebe im Kiez mit derzeit 6 Auszubildenden! Insgesamt sind es weit \u00fcber 50 Menschen, die durch das SO36 in ihrem Kiez Arbeit haben, die vom und mit dem SO36 leben. Wir sind alt, jung, schwul, lesbisch oder andersrum, wir sind Punks und StudentInnen, JobberInnen und<br \/>\nFestangestellte, \u00dcber- und Unterqualifizierte. Viele von uns haben einen sogenannten Migrationshintergrund, haben Wurzeln in Anatolien oder dem Maghreb, im Breisgau oder Cottbus.<\/p>\n<p>Wir reden nicht nur davon &#8211; wir sind die kulturelle Vielfalt im Kiez! Wir sind keine neue Alternative zu Media-Spree und Umstrukturierung, wir sind schon lange hier und durch und mit uns ist Kreuzberg erst zu dem geworden, was es heute so au\u00dfergew\u00f6hnlich und weit \u00fcber die Grenzen Berlins hinaus bekannt macht.<\/p>\n<p>Nach wie vor bedienen wir nicht nur Kommerz und aktuelle Trends &#8211; bei uns gibt es fast alles an Subkultur, von Punk und Hardcore \u00fcber HipHop von und mit Jugendlichen aus dem Kiez bis zu schwullesbischem Standardtanz bei deutscher Schlagermusik. Ein Highlight ist unser monatliches KiezBingo zugunsten sozialer und politischer Projekte, f\u00fcr das Gesch\u00e4fte und Kneipen aus der Umgebung die Gewinne sponsern.<\/p>\n<p><strong>Was wir wollen<\/strong><\/p>\n<p>Es war 30 Jahre lang kein Problem, das SO36 so zu betreiben wie es ist. So wie die Hochbahn seit 100 Jahren durch den Kiez rattert und trotz Sanierung nachts immer noch lauter ist als wir, muss auch das SO36 erhalten bleiben. In den letzten Jahren hat sich auch bei uns einiges ver\u00e4ndert. Durch vielf\u00e4ltige Investitionen zur<br \/>\nSoundverbesserung sind wir effizienter und leiser geworden. Aber es gibt eine Grenze, an der es nicht mehr weiter geht. Wir k\u00f6nnen und wollen keine Konzerte und Partys auf Zimmerlautst\u00e4rke veranstalten.<\/p>\n<p>Bezirk und Stadt m\u00fcssen eine L\u00f6sung finden! Es sind nicht die oft bem\u00fchten Sachzw\u00e4nge, die dem Fortbestehen des SO36 im Wege stehen, sondern es ist eine politische Entscheidung. Wenn es m\u00f6glich ist, Gro\u00dfprojekten wie der O2-World Millionen f\u00fcr infrastrukturelle Anbindung zu gew\u00e4hren und L\u00e4rm-Sonderverordnungen<br \/>\nzu erlassen, dann kann es nicht unm\u00f6glich sein, eine L\u00e4rmschutzmauer f\u00fcr das SO36 zu finanzieren.<\/p>\n<p>Wir sind eine kulturelle, soziale und wirtschaftliche Bereicherung.<\/p>\n<p>Deshalb fordern wir von Bezirk und Stadt:<br \/>\n\u2022 Gebt uns Geld f\u00fcr eine Schallschutzmauer, damit wir unsere Arbeit fortsetzen k\u00f6nnen.<br \/>\n\u2022 Es ist nicht an der Zeit dem SO36 Steine in den Weg zu legen, sondern Bedingungen zu schaffen, damit es weiter<br \/>\ngeht. Wir brauchen weder Lippenbekenntnisse noch Auflagen, sondern konkrete Unterst\u00fctzung! Es geht um die<br \/>\nEntscheidung f\u00fcr oder gegen unsere Kultur.<\/p>\n<p>Wir sind laut und wir wollen es auch bleiben, nicht gegen, sondern mit unseren Nachbarn.<\/p>\n<p>Wir werden nicht kampflos aufgeben.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.so36.de\/sobleibt.htm\" target=\"_blank\">via<\/a> (dort ist auch alles weitere vermerkt. e-mail-adressen, an die man sich wenden kann, spendenm\u00f6glichkeit ebenfalls).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die situation mit der nachbarschaftlichen beschwerde und dem limiter als deren resultat war bereits im zusammenhang mit der &#8222;killin&#8216; me&#8220;-party vom 2. m\u00e4rz ein thema. da d\u00e4mmert es jedem veranstalter, dass es so nicht weitergehen kann. bands kommen sich verschaukelt vor, wenn sie an einem solch renommierten ort gebeten werden, ihre instrumente leiser zu stimmen,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[11,5],"tags":[],"class_list":["post-940","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-notizen","category-stadtleben"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=940"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/940\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":947,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/940\/revisions\/947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}