{"id":954,"date":"2009-04-05T21:10:26","date_gmt":"2009-04-05T20:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=954"},"modified":"2009-04-09T13:48:10","modified_gmt":"2009-04-09T11:48:10","slug":"berlin-08042009-berghain-elektroakustischer-salon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2009\/04\/05\/berlin-08042009-berghain-elektroakustischer-salon\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 08.04.2009] berghain: elektroakustischer salon"},"content":{"rendered":"<p>unterhalb der woche beweist man weiterhin courage. das sollte unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/03\/berghain20090408.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-955\" title=\"berghain20090408\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/03\/berghain20090408.jpg\" alt=\"berghain20090408\" width=\"400\" height=\"565\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/03\/berghain20090408.jpg 400w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/03\/berghain20090408-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>10 euro (vvk) \/ 12 euro (ak)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id683611934'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id683611934\" style=\"display:none\">das lie\u00df sich alles andere als vielversprechend an. keine schlange um 21 uhr, \u00fcber einen alternativen weg (treppe zur panorama bar, dann durch den notausgang) rein ins berghain, wo vielleicht 50 leute versammelt waren und dj poingi eher zuh\u00f6rten. der spielte sch\u00f6ne, nicht allzu schnelle tracks, allerdings auf einer vielleicht zu einem viertel ausgelasteten anlage.<br \/>\n\u00e4nderte sich mit dem wechsel auf larvae p\u00fcnktlich. hatte ihn bislang noch nicht n\u00e4her in augenschein genommen, sondern lediglich seinen namen in \u00e4hnlichen zusammenh\u00e4ngen gelesen. hat aber beste werbung f\u00fcr sich gemacht &#8211; war als erster live-act goldrichtig platziert, da er mit downbeat mit ambient-kl\u00e4ngen als untermalung nebst videoprojektionen gl\u00e4nzen konnte. steigerte im laufe der zeit das tempo, ohne dass man dazu drum&amp;bass oder breakcore sagen k\u00f6nnte. mittlerweile war auch die tanzfl\u00e4che gut gef\u00fcllt, so dass ein potentiell guter abend locker drin war.<br \/>\nnach einem kurzen poingi-intermezzo weiter mit current value, den ich in den vergangenen jahren aus den augen verloren habe, weil er in die drum&amp;bass-ecke abgedriftet ist, in der sich einige der altgedienten recken befinden, die vormals f\u00fcr schn\u00f6rkellos d\u00fcstere tracks standen. also s\u00e4gezahn-terror, wo es nur geht, damit sich auch ja zeigen l\u00e4sst, wie hart es gehen kann &#8211; bei mir verpuffen solche versuche. das hielt sich im set gottseidank die waage. gepunktet hat er bei mir mit tracks, die an alte klangkrieg-zeiten erinnerten. teilweise mit halfstep-betonung, so dass es sich wie d\u00fcster geratener hiphop anh\u00f6rte, aber f\u00fcr mich die besten momente. andererseits ging das &#8211; mittlerweile &#8211; volle haus bei s\u00e4mtlichen tracks mit, vom roten strobo wurde ausgiebig gebrauch gemacht, und \u00fcber die anlage brauchte man sich mittlerweile nicht mehr zu beschweren. da w\u00e4re sogar noch toleranz nach oben gewesen, klang aber auch so schon toll.<br \/>\ndirekt danach venetian snares. bin der meinung, dass weniger bei ihm eindeutig mehr w\u00e4re, was die h\u00e4ufigkeit seiner ver\u00f6ffentlichungen angeht, da einige der letzten planet-mu-alben f\u00fcr mich doch zu sehr im mittelma\u00df verpufften. darin liegt auch der grund, weshalb ich nicht zu jedem seiner letzten berlin-gastspiele gepilgert bin und auch im berghain war ich nur, um mir das \u00fcber die funktion one anzuh\u00f6ren, ohne viel zu erwarten. die erste h\u00e4lfte mit viel acid- und jungle-reminiszenzen, also dem, was in letzter zeit auf den alben zu h\u00f6ren war. hat mich auch gute zwanzig, drei\u00dfig minuten bei laune gehalten, dachte mir dann aber, dass der ber\u00fchmte funke bisher fehlte. kam in der zweiten h\u00e4lfte, dann aber gewaltig, 200 bpm als untergrenze, zumeist gerade beats, und das wichtigste, weil irgendwie unerwartet: das publikum stieg darauf voll ein. nun waren es weniger die klassischen berghain-g\u00e4nger, eher diejenigen, die man bei clash of the titans antrifft, allerdings auch einige andere, die genau wussten, weshalb sie den weg auf sich genommen hatten. f\u00e4uste in der luft, apokalypse vom herrn mit den langen haaren auf der b\u00fchne, dazu blitzendes licht und ein f\u00fcr alle anwesenden am ende schwei\u00dftreibendes vergn\u00fcgen.<br \/>\npoingi machte dann den ausklang, den ich aber nicht mehr bis zum ende mitbekommen habe, gegangen bin ich um 1h30.<\/p>\n<p>fazit:<br \/>\nein in mehrerer hinsicht \u00fcberraschender abend. h\u00e4tte &#8211; gerade bei dem bild, was sich bei meiner ankunft bot &#8211; nicht erwartet, dass dort in zwei stunden die luft brennt. scheinbar reicht die vorarbeit der letzten monate \/ jahre aber aus, dass auch leute, die sich schon daran gew\u00f6hnt haben, dass solche musik hierzulande eher auf kleineren parties stattfindet, keine probleme mit einem club dieser gr\u00f6\u00dfenordnung haben. gebe zu, dass ich schon bedenken hatte, ob der abend musikalisch nicht vielleicht v\u00f6llig aus dem rahmen f\u00e4llt, aber am ende wurde ich auf ganzer linie eines besseren belehrt.<br \/>\nw\u00e4re sch\u00f6n, so etwas dort nun h\u00e4ufiger zu h\u00f6ren. stand dem berghain n\u00e4mlich musikalisch und von der personellen zusammensetzung her sehr gut zu gesicht. ein xanopticon w\u00e4re \u00fcber die anlage sicherlich ein traum.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>unterhalb der woche beweist man weiterhin courage. das sollte unterst\u00fctzt werden. 10 euro (vvk) \/ 12 euro (ak) review zeigen das lie\u00df sich alles andere als vielversprechend an. keine schlange um 21 uhr, \u00fcber einen alternativen weg (treppe zur panorama bar, dann durch den notausgang) rein ins berghain, wo vielleicht 50 leute versammelt waren und&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=954"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":957,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/954\/revisions\/957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}