[berlin / 11.12.2025] uber arena: radiohead

dieses mal war es der digitale wiederverkauf anstelle des analogen. zwar weit im oberrang, aber das sollte hoffentlich reichen, um „idiotèque“ identifizieren zu können. und somit eine weitere band auf der „möchte ich abgehakt haben“-liste.

nachbetrachtung

als fazit vorab: zum fan haben radiohead mich mit diesem konzert nicht konvertiert, aber das soll ihre qualitäten als musiker und live-band absolut nicht schmälern. die sind gleichermaßen großartig. kleine fehler gehören dazu und machen darüber hinaus sympathisch.

hat sicherlich daran gelegen, dass ich in der letzten reihe gefühlt unter dem hallendach gesessen bzw. gestanden habe. dort ging (trotz leinwänden) eine menge von der sicht und auch etwas von der akustik verloren, die aufgrund des layouts mit runder bühne eh schon schwierig war. an meinem standort fand ich’s ok. hatte mich ohnehin mit der tatsache arrangiert, den größten teil der stücke abseits von „kid a“ (eines der alben auf meiner ewigen bestenliste) nicht zu kennen und zu sehen, wie die fans reagieren. und da war ich positiv erstaunt, dass radiohead auch ein jüngeres publikum ansprechen, so dass von 20 bis 60 alles vertreten war.

„kid a“ hatten sie überraschenderweise im set, das live für mich richtig gut funktionierte. „idioteque“ leider weniger, weil sie das hektisch mit ca. 150 bpm gespielt haben – das original ist deutlich langsamer. „15 step“ habe ich von den neueren stücken noch erkannt, „videotape“ ist mit „in rainbows“ auf dem gleichen album, aber das war für mich der heimliche höhepunkt im set. abschluss mit „no surprises“ nach gut zwei stunden, in denen der großteil der bandmitglieder an verschiedenen instrumenten über die bühne wirbelte. in der hinsicht konnte der runde bühnenaufbau seine qualitäten völlig ausspielen.

wenn sie erneut nach berlin kämen, würde ich wieder hin. wahrscheinlich genauso „gut“ (also gar nicht) vorbereitet in der rolle des zaungastes. noch gespannter wäre ich, wie ein neues album klänge, wenn sie sich nochmal darauf einigen können. ansonsten könnte ich auch sehr gut mit touren wie dieser leben, wo sie sich in eindrucksvoller form präsentiert haben.