[berlin / 12.11.2022] about blank: staub xl

ich versuche das mal mit der rückkehr zum normalmodus. habe jetzt drei monate ausgesetzt (at.tension sowie urlaub kamen dazwischen), wird also wieder zeit. line-up gibt’s wie immer hinterher.

lobby
10h00 modschi
13h00 bertrand.
16h00 dj eternal
19h00 sabine hoffmann
22h00 svt
01h00 formella
04h00 olin
07h00 resom

mdf
14h00 caleb esc
17h00 sebastian bayne live
18h00 espen lauritzen b2b montero
21h00 strathy
00h00 harre
03h00 kimmy msto
05h00 magna pia
07h00 ed davenport

zelt
14h00 ady toledano
16h30 kuprion
19h00 tink

nachbetrachtung
fazit vorab: toll war’s! menschlich, musikalisch, familiär sowieso.

kam erst ab dem frühen abend (17 uhr) hinzu und an sich wollte ich nach svt heim. dank verquasseln und luftschlösser bauen wurde es dann doch anderthalb stunden später. also das übliche blank-phänomen.

musikalisch gab’s nichts, was mich gelangweilt hätte. im zelt bekam ich nur etwas aus der letzten halben stunde mit, aber das war gut selektierte disco-musik, die auch etwas hang zur opulenz hatte. nicht mein steckenpferd, aber für die kurze zeit hat’s mich gut unterhalten.
zu strathy auf dem mdf fand ich keinen zugang – war halt das set, das für den aktuellen tempowahn steht, wo 145 bpm zum guten ton gehören. nicht sein problem, der mdf war ja gut gefüllt. mir war zu wenig dynamik im set bzw. sabine / herr von thülen für meinen geschmack / meine stimmung klar besser.
wie das ganze auf dem mdf treibend, groovig und mit weniger tempo funktioniert, haben zuvor sebastian bayne sowie das duo espen lauritzen / montero gezeigt. bei letzteren gelernt: richtig versaute dance mania-sachen kann mensch in der autonomendisko spielen.

für mich gewinnt dieses mal die lobby – das war mindestens gutes bis ziemlich großes tennis von 17 bis 1 uhr. obwohl melodisch-harmonischer techno (vulgo: „trance“) bekanntermaßen nicht zu meinen stärksten feldern gehört: dj eternal kann das so vermitteln, dass es nicht übertrieben episch oder gar kitschig wirkt. gut und gerne auch im dubtechno verortet ist das eine mischung, mit der er mich ködern kann. passte zu ort und zeit. hoffe, seiner premiere folgen neuauflagen.
sabine hoffmann entweder mit rauhem house, auch gerne dubbig, garniert mit ein paar klassikern. hab während ihres sets dennoch ein stündchen an der mdf-bar verbracht, weil das dort im doppelten sinne sehr unterhaltsam war.

zu svt einfach nur „wow!“. auch nicht weiter verwunderlich, weil detroit und chicago jedes mal feste bestandteile seiner sets waren, wenn ich ihn hörte. und das sind eben auch die grundpfeiler, auf denen mein techno-fundament steht. er rennt also offene türen ein. und das noch ergänzt mit rave-sachen aus der naiven anfangsphase anfang der 1990er ist eine mischung, der ich nicht müde werde.

formella ließ sich danach breakig an, aber die luftschlösser wurden an anderer stelle abseits der akustischen einflugschneisen gebaut. insofern kann ich zum rest ihres sets nichts sagen.

war (wieder mal) wie nach hause kommen. bis dezember!

trackauswahl (*: shazam bzw. vom plattenlabel abgelesen. also so wie früher)

dj eternal
heiko laux – walkout*
humano – death*

sabine hoffmann
gesloten cirkel – chasing away the night*
pvnv – rollin dust*
senh – be true*
wk7 – do it yourself
laurent garnier – crispy bacon

espen lauritzen / montero
truncate – work this track* (und damit ähnliches fahrwasser wie besagte nicht jugendfreie dance mania, die da wäre…)
traxmen – f____n suckin

svt
love inc – trance atlantic xs* (erste platte im set)
robert armani – exit only, in kombination mit „up“
dj t-1000 – pump it!*
eqd – equalized 001 (b1)
e-dancer – velocity funk
subliminal cuts – le voie le soleil*
time of the mumph – blowout (george & lynn’s electric landlady)*

fornella
pseudopolis – high for life* (erster track)

[berlin / 09.07.2022] about blank: staub

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

garten
10h00 i&i (inez & irakli)
12h00 june*
15h00 jacob park
17h00 nadine talakovics
19h00 fiedel

mdf
14h00 prantel
17h00 vp allowed
20h00 kimmy msto

*: großes j, großes n. kleinschreibungsdogma damit umschifft.

nachbetrachtung

wäre gerne früher aus dem knick gekommen, so dass es mehr als nur die anderthalb stunden gewesen wären, die immerhin zum hallo-sagen, updates zu befindlichkeiten sowie ein zwei (dutzend) huftschwünge auf dem ohne gehörschutz ziemlich gut klingenden mdf und einer schnellen abschiedsrunde gereicht haben. aber da mein verstand zur hälfte noch auf dem lärzer acker lag und zur anderen mit der inneren einkehr beschäftigt ist, wurde es leider nur so kurz. aber immerhin: es ging so schnell vorbei wie ein wimpernschlag und war trotz der kurzen zeit aufbauend.

insofern fällt auch das musikalische revue-passieren-lassen so knapp wie selten aus:
nichts zu meckern, jedenfalls zwischen (grob) 16h00 und 17h30. acid im garten, wobei ich etwas brauchte, um zu begreifen, dass das setup von der hütte ins zelt verlegt worden ist, angesichts des april-artigen wetters aber auch nur zu verständlich.
mdf bei vp allowed treibend-trippig. hätte die zeit mir nicht im nacken gesessen, wäre das meine option geblieben. allerdings hat sich der frühere aufbruch für deejaah da-niel (gemeint ist mr ryan-spaulding im columbiatheater) gelohnt.

[berlin / 11.06.2022] about blank: staub xl

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

garten
10h00 messages from concrete lady
12h00 oscar.
14h00 frau b
16h00 kovvalsky
18h00 inez / alex tomb
20h00 derek plaslaiko

lobby
22h00 olin
00h00 generali minerali
01h00 stype
03h00 alex tomb
07h00 modschi / paso

mdf
14h00 ed 1999
17h00 adrestia
20h00 sitsope
23h00 caleb
03h00 denise rabe
06h00 i/y

nachbetrachtung

als gast für mich die staub auf der bank neben dem denkmal im garten. ergab sich irgendwie von selbst, dass die gesprächspartner*innen sich dort eingefunden haben.

hätte mich generell schon früher auf den weg und mir im vornherein (klassiker) weniger sorgen machen können. so war ich „erst“ kurz vor derek plaslaiko am start, der aber mit gewohnter klasse spielte.
kurzausflug zu sitsope auf den mdf zu (getappten) schranzigen 150 bpm und ansonsten am besagten platz neben dem denkmal en passant mitbekommen, was drinnen so passiert. dabei geschmunzelt, dass es doch okay war, den (immer noch sehr fetten) 808-state-remix von „blue monday“ daheim gelassen zu haben, weil olin den spielte.

generali minerali startete gemächlich-breakig, war zum schluss bei footwork-tempo (also um die 160) angekommen. drum & bass hatte ich nicht eingepackt und mich vorab auf einen track mit passendem intro festgelegt, der sich dann mit seinen 128 bpm auch sowas wie eine halbe vollbremsung anfühlte, aber ganz gut die richtung vorgab („preacher man“ von green velvet). das war neben zwei, drei daheim geprobten kombinationen auch so ziemlich das einzige, was irgendwie geplant war. der rest war spielen nach bauchgefühl. und da es das erste mal seit fast zehn jahren war, dass ich mal wieder mit vinyl im club gespielt habe, musste erstmal der kopf besänftigt werden, der überall falltüren vermutet, wo am ende keine sind.

am ende passte bis auf ein, zwei übergänge ziemlich viel. gab eine doppelpremiere: erstens die stanton ds-4 als eigene systeme mitgenommen (waren zuvor immer die shure m44/7), die zwar sehr transparent klingen, aber gerade bei richtig laut gemasterten platten beim cueing nicht wirklich spurtreu sind. läuft die platte erstmal, passt das. aber wenn’s beim übergang mal schnell gehen soll, wird’s brenzlig. da sind die shure klar besser.
zweitens hatte ich das erste mal das vergnügen mit den technics mk7, bei denen ich meine, dass der pitch etwas langsamer reagiert und zugleich leichtgängiger als bei den mk2 ist. als mk2-gewohnheitstier ist es auch keine sonderlich gute idee, die hand links neben dem pitch abzulegen, weil dadurch gerne mal der reset-knopf gedrückt werden kann, der das tempo auf 0 setzt.

das ist aber auch nur einmal passiert und der rest floss dank publikum in den zwei stunden ganz schön gut. angesichts hin- und rückweg mit zehn kilogramm mehr auf rücken und schultern sowie der zeitintensiven vorbereitung (meine schätze habe ich seit nunmehr fünf jahren ausgelagert), dem zustand der platten nicht unbedingt zuträglichen club-klima und der aussicht darauf, das alles jetzt wieder zurücksortieren zu dürfen, bin ich schon froh, die entscheidung pro digital getroffen zu haben – wohlwissend, dass das mit vinyl nach richtig arbeit aussieht. bleibt trotzdem bzw. gerade deswegen weiterhin eine ausnahme.

denise rabe fand ich auf dem mdf schön fordernd und dabei wesentlich feinfühliger als sitsope. caleb esc hatte ich leider aus gründen verpasst. bei alex tomb bleibt mir der sich in die synapsen schraubende „surface noise“ von herrn slater (ja ja, als planetary assault systems) im gedächtnis.

danke staub! tat gut, war nötig.

[berlin / 14.05.2022] about blank: staub

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

garten
10h00 dix
13h00 mike fly
15h00 diamin
17h00 amperia
19h00 steffen bennemann

mdf
14h00 ewa nomad
17h00 rooja
20h00 karapapak

nachbetrachtung

fazit vorweg: war ab ca. 14:15 uhr für neun stunden da und es gibt nichts zu meckern. da spielt wahrscheinlich auch die tatsache mit hinein, dass es (den ostersonntag an der warning-kasse ausgenommen) das erste mal seit fünf wochen war, dass ich mal wieder clubluft schnuppern konnte. vibe, musik, füllgrad – passte alles. gut, es war absehbar, dass letzteres nach 22 uhr auf dem mdf unangenehm werden könnte, aber mein training zum wieder reinkommen hatte ich laut smarter helferlein zu dem zeitpunkt wohl bereits erfüllt (ca. 19.000 schritte). da konnte ich leicht auf die nach zweieinhalb clubjahrzehnten liebgewonnene erfahrung verzichten, leuten den weg durch die menge zu ermöglichen oder blaue zehennägel wegen wiederholten drauflatschens zu riskieren (muss das alter sein, dass ich anderen diesen spaß lieber gönne).

musikalisch bestand gerade draußen kein zweifel dran, dass acid (schon) wieder zurück ist und das finde ich ziemlich gut so. ewa nomad hat (wenn’s eine gerade kickdrum gab) ziemlich ravig und sonst viel breakbeats gespielt. definitiv interessante auswahl, aber mixtechnisch nicht immer sicher – zumindest in den ca. 20 minuten, die ich insgesamt von ihr mitbekommen habe. wenn’s eine aufnahme gibt, überzeuge ich mich gerne vom rest.
diamin hat mich draußen gleich von beginn an gehabt, wahnsinnig gut. konsequent mit vinyl, richtig guter aufbau, genau so fordernd, wie es zum slot passte, klasse auswahl (ich kannte nichts – eine alte raygun hat sie als vorletzten track gespielt, von dem ich im nachhinein nicht verifizieren kann, welcher das ist). in ebay-sprech: gerne wieder! (ich hab ein aufnahmegerät am mixer gesehen. wenn das mitlief und veröffentlicht werden darf, lasst es mich bitte wissen.)
amperia knüpfte dort fordernder an, und die atb-nummer (siehe unten) kam als kontrast zu den tracks mit einer gewissen grundhärte schon ziemlich gut.
rooja drinnen von trippig zu trocken-perkussiv. steffen bennemann draußen erst recht zum schluss ziemlich hittig, aber da bekam ich nur den anfang und die letzte stunde mit, die leider ziemlich leise war, wofür aber sowohl er als auch das :// aus wohlbekannten gründen nichts können. an dem dazwischen scheiden sich wohl die geister. die trackauswahl steht unten, um den textfluss hier nicht zu stören.
karapapak fand ich schön divers. das einzige haar in der suppe (und das bitte nicht als aussage der style-polizei auffassen, der sowas auf dem mdf nicht passt) war für mich die disco-nummer irgendwann gegen 23 uhr. fand ich im kontext des restlichen sets schräg, schmälert aber den wirklich guten gesamteindruck nicht.

trackauswahl

steffen bennemann
scion – emerge (wie bereits erwähnt)
aril brikha – on & on
johannes heil – paranoid dancer (im original, nicht der dj-hell-remix. den spielt irakli gerne mal.)
vice – spectrum
dj rush – freaks on hubbard (dave clarke remix)
green velvet – flash (vorletzter track)

karapapak
dj hmc – cum on
emmanuel top – tone
bruce – i’m alright mate
untold – motion the dance
digital express – the club
green velvet – destination unknown (nach besagt-beklagter disco-nummer)

[berlin / 12.03.2022] about blank: staub

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

zelt
14h00 garçon gaston
17h00 melizards
19h00 killa

lobby
10h00 modschi + i.nez
14h00 ryba
16h30 dk.dent
19h00 nadine talakovics

mdf
14h30 kimmy msto
17h30 yanamaste
20h30 caleb esc

nachbetrachtung

hätte beileibe nicht so eine schlange erwartet. aber zeigt einerseits, dass das :// die wiedereröffnung rechtzeitig kommuniziert und die staub an strahlkraft nichts eingebüßt hat. hälfte ostkreuz stimmte jedenfalls vor dem start der desserts noch, als ich um 23:30 uhr raus bin.

da ich eine woche zuvor im berghain üben konnte, was es bedeutet, leuten in dunklen, lauten räumen ohne maske zu begegnen, hatte ich evtl. einen mentalitätsvorsprung. kann aber jede*n verstehen, der*die erstmal etwas fremdelte und wäre ohnehin nicht überrascht, wenn die ersten c19-symptome bei mir um die ecke schielen würden.
andererseits preise ich sowas mittlerweile ein. angesichts der momentanen lage nehme ich lieber die möglichkeiten wahr, die sich zur hedonistischen flucht in die vermeintlich mögliche utopie einer idealisierten gemeinschaft bieten. wohlwissend, dass das nur temporär ist. gleichzeitig darauf hoffend, dass sich dieser effekt einstellt.

das staub-typische gemeinschaftlich-familiäre war für mich von der ersten sekunde an spürbar. also an der tür und dann auf der lobby. das ebbte auch in den darauf folgenden 12 stunden nicht ab. an der stelle danke an alle für offene ohren.

es war dann auch wie so häufig, dass die musik für die hälfte der zeit in den hintergrund getreten ist. nichtsdestotrotz: gekonntes warm-up in der lobby von modschi & i.nez, bei dem mir noch „o-ton reassembled 1“ von luke slater sehr positiv auffiel.
musikalisch gab’s für mich keine ausreißer nach unten, eher nach oben. müsste ich favorit*innen benennen: ryba und (eigentlich fest gesetzt) caleb.esc.
kimmy msto fand ich für die uhrzeit schon ganz schön sportlich (heißt: schnell) und irgendwann zu statisch. allerdings: den leuten gefiel’s sichtlich. ähnliche kerbe bei yanamaste, er hat das durch synkopierte tracks (s. unten) aber sehr gut auflockern können.
das zelt war mit disco, wave, house, uk-hardcore (bei killa) alles andere als berechenbar und daher (an sich auch wie üblich) der beste kontrast zu drinnen (und idealer quasselraum).

tracks als anhaltspunkte (* = schützenhilfe durch shazam)

ryba
a45 – we have already passed the point of no return (tobias. remix)*
yan cook – perfect storm*

kimmy msto
_asstnt & roll dann – emergency break*

garçon gaston
the new morning – anthems*

yanamaste
blawan – justa
dj boss – atmolam

killa
girls unit – wut (der zelt-rausschmeißer)

[berlin / 27.-29.08.2021] h13 kulturpark: staub fest

nach dem gelungenen comeback im allzu vertrauten garten geht es in den westen der stadt, um die gerade eingerostete festivalkondition (ich lecke immer noch meine wunden) erneut auf die probe zu stellen.
findet in zusammenarbeit mit der botschaft der künste und gefördert von initiative musik sowie neustart kultur statt. 40 künstler*innen auf zwei bühnen (nein, darunter nicht ich – mensch wird mich trotzdem hinter den kulissen sehen), es gibt eine hygienemaßnahmenbedingte pause am samstag von 18 bis 19 uhr.

adresse
h13 kulturpark
am juliusturm 13
u7 haselhorst

start / ende
freitag 18 uhr / samstag 18 uhr
samstag 19 uhr / sonntag 19 uhr

eintritt
12 euro pro tag
tickets gab es über residentadvisor, sind aber aktuell ausverkauft. bitte das glück beim wiederverkauf versuchen.

hygieneregeln
3g (getestet oder genesen oder geimpft – impfmobil ist vor ort), maske ist allerorten zu tragen, außer beim sitzen.

[berlin / 15.08.2021] about blank: staub x sektgarten

da mache ich’s mir leicht, weil es dem text aus dem ://-newsletter bzw. -flyer nichts (bis auf eines) hinzuzufügen gibt: sonntag. tanzen. maske. staub. (endlich!)

garten
10h00 i.nez & modschi
13h00 dj skull
15h00 anja zaube
18h00 caleb esc
20h00 irakli

nachbetrachtung (in aller kürze)
bei mir ist caleb vorne. einfach nur in sich so stimmig, dass ich es auf der einen seite schade finde, dass diese art von trippigem techno einfach nicht meine tasse tee beim musikkauf ist. allerdings spricht daraus auch der neid. möchte stimmungen und harmonien auch mal so ineinanderbekommen, wenn ich mal groß bin.

andere höhepunkte war dieser stroboartige effekt beim licht bei iraklis set, was in kombination mit dem nebel und ein wenig (meint: ganz viel) vorstellungskraft bezüglich lautstärke wehmut ans berghain hervorrief. war trotzdem das zu erwartende familienfest.

besonderer dank geht an:
– i.nez für „utility“ von barker
– modschi für „pigeon epilepsy“ von vladimir dubyshkin. die trip-katalognummer wäre mir sonst wahrscheinlich entgangen.

[berlin / 03.07.2021] gart.n: staub & dial present „major signals“

irakli hat im april sein erstes album auf dial veröffentlicht. da konnten veröffentlichungs-parties noch nicht so recht stattfinden, also wird das jetzt im gart.n nachgeholt. tickets gab es nur im vorverkauf über residentadvisor und es gelten die üblichen hygieneregeln.
nichtsdestoweniger: das erste wochenende seit langem, das zwei meiner herzenspartyreihen bietet.

ablauf
14h00 hang aoki / lawrence
16h00 soela
18h00 carsten jost
20h00 irakli

nachbetrachtung
diese neue normalität, nach der mensch sich mit apps einloggen muss, hat auch ihr gutes. so lässt sich nachvollziehen, wann genau die pforte überschritten worden ist. in meinem fall um 16:59 uhr, geblieben bis zum schluss.
war auch gleich ein anderes bild als bei der bewegungsfreiheit zwei wochen zuvor, also fünf mal so viele besucher*innen (fast 300). gut gefüllte tanzfläche, soela spielte dubbigen house, passte zu wetter, ort und stimmung.
wie bei der staub so üblich, plauderte ich mich erstmal warm, bzw. versuchte mich, wieder an die gegenwart von menschen zu gewöhnen. erstaunlicherweise fühlte sich das aber wie bei guten freundschaften an, bei denen nur der pause-knopf gedrückt worden ist. und spätestens ab der zweiten hälfte von carsten jost blieb auch mir nichts anderes als tanzen übrig. wie immer ein sehr toller aufbau von house über chicago hin zu techno („radium“ von acid jesus als letzter track – die geht auch nach 25 jahren immer noch und immer wieder), so dass irakli zum schluss schön technoid (und zuweilen hittig – bspw. dem „bad kingdom“-remix von marcel dettmann) abräumen konnte.

eine staub mit gewohntem spannungsbogen in fast gewohntem ambiente. kapazitätstechnisch war der gart.n damit ausgelastet, was sich an der wellenförmig auftretenden schlange an der bar ablesen lassen konnte. aber die atmosphäre war definitiv vergleichbar mit dem, was mensch aus der autonomendiskothek am ostkreuz kennt. apropos: dafür den 14. august vormerken.

trackauswahl
carsten jost
böhm – lost city*
dj skull – don’t stop the beat
acid jesus – radium

irakli
physical therapy – leipzig swing
moderat – bad kingdom (marcel dettmann remix)
choice – acid eiffel (rausschmeißer)

*: identifiziert dank shazam

[berlin / 07.03.2020] about blank: staub / strictly ://blank

da es sich mittlerweile eingebürgert hat, dass mensch nach der staub einfach bis zur nächsten party bleiben kann, die in diesem fall auch noch mit einem (dem anlass entsprechenden) kompletten damen-line-up auf den plan tritt, auf dem sich auch noch upsammy als eine derjenigen befindet, die für mich eines anno 2019 eines der besten sets des jahres gespielt hat, wird dies nicht nur einer der längsten schachtelsätze der letzten zeit, sondern auch ein double-feature. dafür bin ich etwas später bei der staub am start.

line-up
10h00-24h00 staub
dj fart in the club
upsammy
sabine hoffmann
tigerhead
solaris
marlene stark
future doctor
jasmín
kikelomo
jsky

[berlin / 08.02.2020] about blank: staub

sieben jahre schon. tolle entwicklung, in der sie sich nicht nur besuchertechnisch, sondern auch ihre bandbreite auf alle elektronischen spielarten (und darüber hinaus) erweitert haben. dabei fördern sie immer noch namen zutage, von denen ich nie gehört hätte und bleiben zugleich mit die bodenständigsten veranstalter, mit denen ich aus verschiedensten perspektiven zu tun hatte.
mehr gute gründe braucht es nicht. sie belohnen sich mit einer neuen veröffentlichung und dem 24-stunden-jubiläum, das meinerseits jedoch von einem anderen termin unterbrochen wird.