nach vier monaten endlich wieder der geliebte stammtermin am zweiten samstag im monat. und dann auch noch mit überlänge.

ablauf
garten
12:00 paso
14:30 ryba
17:00 atavem
19:00 anja zaube
mdf
15:00 ly sas
18:00 max shen
21:00 3.14
00:00 tigerhead
03:00 caleb esc
06:00 sebastian bayne
lobby
22:00 i.nez
01:00 max durante
04:00 modschi
hütte
00:00 kevin & friends
nachbetrachtung
rein: 15:45 uhr
raus: 3:45 uhr
es gab erwartungsgemäß was aufzuholen, daher war’s zur hälfte eine laberstaub. immerhin zum teil mit herumstehen am rande des gartens, und der mdf hatte bei meiner prioritätensetzung wieder mal das nachsehen. von ly sas habe ich dort gar nichts mitbekommen, max shen durchaus melodisch mit detroit-anleihen, aber auch treibend. war vor mitternacht allerdings bestenfalls 10-15 minuten dort, daher ist mein eindruck nicht repräsentativ.
ryba und atavem habe ich somit nur als hintergrundbeschallung mitbekommen, aber sie bauten jeweils gut aufeinander auf: erstere bei ankunft noch eher trippig (grob: italienische schule von vor zehn jahren) und stetiger verdichtung, die letzterer in ein treibendes, von dub geprägtes set ummünzen konnte. funktionierte beides bestens.
anja zaube überraschte mit minimalerer auswahl an tracks, wie sie vor 15 jahren noch en vogue waren und streute hier und da die düstere industrielle note ein, ohne dass es wie kraut und rüben wirkte. auch wenn mir letzteres bei ihr besser gefällt, finde ich es immer besser, so unberechen- und trotzdem erkennbar zu bleiben. das hat sie erneut unter beweis gestellt, der rest ist persönliche vorliebe.
anschließendes herumsitzen wegen zuvorigen herumstehens ging am besten an der kasse, danach hat mich i.nez in ihrer letzten stunde gekriegt. zackig tranciger techno, auch mal hypnotisch, auch mal den einen oder anderen track mit vocals eingestreut, auch das liest sich wie kraut und rüben, auch das ergab durch sie kontextualisiert sinn und die gut gefüllte lobby ihr recht.
kurze abstecher zu tigerhead nach drüben, was trocken-perkussiv um die 140 bpm vorwärts ging (u.a. mit dem nicht jugendfreien intro zu „freaks on hubbard“ von dj rush) und mit „turkish bazar“ von emmanuel top endete. von caleb esc habe ich nur die erste platte mitbekommen, mit der er (auch erwartungsgemäß) das tempo drosselte und die subs testete. insofern schien der mdf die gesamte zeit über die stabile techno-bank zu sein, was beim kontrastprogramm auf den beiden anderen floors (zumindest ab 1 uhr) auch komplett in ordnung so war.
kevin (von the29nov films) war in der hütte der zweite, bei dem ich länger verweilte. da war insgesamt (objektiv: leider, persönlich: zum glück) so wenig los, dass der sitzwürfel in der ecke wie gerufen kam, um einer auswahl ohne stilistische grenzen zuzuhören und dabei mitzunehmen, mich mit der diskographie von yo la tengo beschäftigen zu wollen. nach neun stunden vor ort (plus vorprogramm) war das bereits ein zeichen meines zns, dass der exzess der nacht anderen vorbehalten ist. auch wenn max durante in der lobby richtig guten electro spielte, zeigte sich, dass breakbeats in berlin (oder generell) abseits dezidierter partys holpriges terrain bleiben, wobei es ein teil der leute wenigstens versuchte. daher war’s bei ihm leider bestenfalls halbvoll, wenn ich mal vorbeischaute und die heimeligkeit der hütte für mich verlockender.
also auch nach vier monaten pause gewohnter staub-standard. ich hab auch nichts anderes erwartet. (das alles liest sich vermeintlich trocken, ist aber ein gewaltiges zeichen für stabilität im besten sinne.)
notierte tracks
atavem
cosmin trg – in your body
anja zaube
maetrik – deepa
recondite – cleric
max shen
nortsch – xeno
3.14
dj misjah & dj tim – access
i.nez
feral – eclipse
polygonia – voltage blues
burden – the circle’s end
kevin
neu! – hallogallo
yo la tengo – autumn sweater
beastie boys – three mc’s and one dj (direkt danach)
plastikman – consume (direkt danach)
quadrant – infinition (direkt danach)
daf – verschwende deine jugend
len faki – kraft und licht
max durante
anthony rother – destroy him my robots
alden tyrell – digger beats
anthony rother – don’t stop the beat (direkt danach)
anthony rother – simulationszeitalter
chaos – afrogermanic
room 506 – drop out








