[berlin / 21.01.2023] berghain: klubnacht

eine weitere nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier leicht abgewandelt herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00:00 blanka
04:00 inox traxx
08:00 mary yuzovskaya
12:00 talismann
16:00 erika
20:00 chris liebing
00:00 ryan elliott

panorama bar
00:00 ady toledano
04:00 audrey danza
08:00 mike starr
12:00 nd_baumecker
16:00 fafi abdel nour
20:00 paramida
00:00 chris cru

nachbetrachtung
„gefälligkeitsbesuch“ wäre viel zu hart gesagt. jedoch will ich nicht verhehlen, dass meine primäre motivation daraus bestand, direkt ein wochenende nach dem letzten mal mit jemandem hinzugehen, der seit mehr als einem jahrzehnt nicht mehr im berghain war und zudem punkt mitternacht geburtstag hatte. da dieser im familiäreren rahmen mit weniger nebel und blitzenden lichtern am sonntagnachmittag begangen worden ist und ich wirklich keine wiederholung des marathons in der woche zuvor anstrebte, geriet mein besuch für klubnacht-verhältnisse ziemlich kurz (fast sieben stunden bis 7:30 uhr). zwar schade, da ich gerne erika und nd noch gehört hätte. aber das wird sich schon irgendwann noch ergeben, wenn auch wohl nicht an einem abend.

auch dieses mal: das war völlig in ordnung so und schön unaufgeregt, das ganze. nach dem, was im „bh line“-telegram-kanal zu lesen war, wurde es aber auch tagsüber sowie sonntagabend nicht übermäßig stressig. mag mit dem besucher*innentechnisch allgemein eher schwierigen januar zu tun haben, aber beschweren möchte ich mich über die dreiviertelfülle in meinem zeitfenster wirklich nicht. könnte schon fast der idee von letzter woche vorschub leisten, wieder zum nachtmodus zurückzukehren. auf dem papier sieht mein anvisierter februar-termin (der 25.) ganz danach aus. aber: zukunftsmusik…

in der „kürze“ entsprechend nur drei der djs mitbekommen. ady toledano dabei quasi gar nicht, weil blanka (sekundäre motivation) meinen guten eindruck von ihr vom neujahr im about blank bestätigte: dieses mal weniger toolig, eher vielseitig (u.a. auch mit etwas acid) und wie schon fr. jpla in der woche zuvor nicht sämtliches pulver verschießend, so dass für die nachfolgerin gar nichts mehr übrig bleibt. stattdessen lieber einzelne akzente. wenn ich ein manko bei ihrem set benennen müsste: die zweimalige steigerung der lautstärke um jeweils gefühlte 20 db, anstatt das (wie temposteigerungen auch) unauffällig im break zu verstecken. jedoch finde ich es stets besser, wenn djs es damit nicht von sich aus übertreiben und lieber auf das „go“ von techniker*innen warten, so wie in ihrem fall.

bei inox traxx erinnere ich mich in der ersten stunde an trancige anleihen (also dem trance aus den 1990ern), spielte im weiteren verlauf reduzierter. audrey danza in ähnlich technoiden (nein, nicht getappt, vielmehr“ geschätzt) tempogefilden mit trance-gefärbtem acid, wie er ebenfalls mitte der 1990er von hardfloor hätte kommen können. eher semi-repräsentativ dafür mein einziger shazam des abends: uk gold – agent wood.

[berlin / 14.01.2023] berghain: klubnacht

eine nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier mit ein paar zusätzlichen informationen herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00:00 fr. jpla
04:00 yonti
08:00 quelza
12:00 cecilia tosh
16:00 justine perry
20:00 rene wise
00:00 jakojako

panorama bar
00:00 massimiliano pagliara
04:00 richii
08:00 sedef adasi
12:00 ogazón
16:00 jennifer cardini
20:00 gerd janson
00:00 alinka

nachbetrachtung

für das fazit musste ich mich einigermaßen wieder sortieren. irgendwie hat es sich so ergeben, dass sich nach dem staub-frühschoppen und anderen privaten verabredungen der direkte gang richtung wriezener karree anschloss. also kein nickerchen zwischendurch, am ende war ich 32 stunden wach. ist ganz gut gegen negativitätsspiralen im kopf, jedoch hätten meine kondition sowie konzentration die über den sonntagnachmittag hinausgehende langstrecke beim besten willen nicht mehr gebacken bekommen – und das war auch vollkommen gut so.
für mich war’s wie eine zeitreise in die ersten zehn berghain-jahre, also zumindest, was meine damalige nachteulen-standardzeit angeht. damals ™ blieb einem ja auch nichts anderes – die grenzen waren noch nicht so nach hinten verschoben wie heute und die schlangen auch noch nicht so lang, so dass mensch meistens vor 1 uhr im club war. heutzutage nimmt die klubnacht erst dann richtig schwung auf, wo anno 2010 unten schluss war.

was neben den favoritinnensets (mehr dazu unten) am ehesten hängenblieb: das frühe auftauchen hat zum abbau meines vorurteils beigetragen, wonach die nacht von samstag auf sonntag die touri-schicht ist und manche sich in mehrerlei hinsicht erstmal im laden zurechtfinden müssen. anteil daran hatte sicherlich der pünktliche ://-fanblock. in kombination mit ein paar leuten im fetisch-outfit war das für meine begriffe eine publikumsmischung, die dem berghain zu der frühen uhrzeit sehr gut zu gesicht steht. noch viel besser: bis zum frühen nachmittag eine allerorten gute, sehr aushaltbare fülle, wobei die panorama bar etwas mehr zeit brauchte, um in schwung zu kommen. massimiliano pagliara hat trotzdem nicht in die leere hineingespielt, wenn ich in seiner zweiten hälfte kurz oben war.
nach der erfahrung könnte die überlegung naheliegen, dass ich wieder zum „alten“ modus zurückkehre – also die nacht zum tage mache. aber gemach damit – ich habe mich ziemlich daran gewöhnt, meinen biorhythmus nicht durcheinanderzubringen. auch wenn ich der realität ins auge sehen muss, dass die zeit zwischen 16/17 und 0/1 uhr am sonntag/montag für mich meistens reizüberflutung bzw. mehr oder minder stilles raunen über die dynamik zu großer menschenmassen bedeutet, heißt das nicht, jetzt wieder regelmäßig wertvolle schlafenszeit zu opfern und samstag auf sonntag hinzugehen.

damit zur musik. und seht es mir bitte nicht nach, dass das insbesondere für die zeit ab 8/9 uhr allgemeine schilderungen ohne bpm-verlaufskurven oder track-ansammlungen sind. meine ganz klaren favoritinnen jedenfalls: fr. jpla und richii.

erstmal zum rest bzw. grundsätzlich: zumindest über die dauer meines besuchs gab’s keine enttäuschungen. alles abseits besagter favoritinnen mehr als nur gutes mittelfeld. yonti war der einzige, mit dem ich nicht viel anfangen konnte, aber das ist geschmackssache. melodisch-treibend ist einfach nicht meins – er hatte jedoch auch seine perkussiven, schnörkelloseren momente. für die uhrzeit (also erste peaktime) ging das klar.
cecilia tosh spielte später mit dem, was im hardwax als „big room dj tool techno“ gehandelt wird, erfreulich zurückgenommen und arbeitete geduldig auf höhepunkte hin. quelza hat den positiven eindruck von seinem september-debüt mehr als bestätigt und war als übergang zwischen yonti und ihr goldrichtig: erste hälfte fordernd, viel arbeit an den eqs, etwas cutting, ein checkpunkt bei der dynamik also. in seiner zweiten hälfte reduzierter. und zwar so weit, dass es mir parallel bei sedef adasi oben schon so vorkam, als ob in ihrem set mehr druck ist (gut, bei dem tempo, das sie mit getappten 138 bpm an den tag gelegt hat, verwundert das wenig). ein eindruck, den ich ebenfalls im vergleich zwischen ogazón und cecilia tosh hatte. da war’s mir bereits zu voll / zu viel, um mich ins getümmel zu stürzen. unbestritten hatte sie die panorama bar so fest im griff, dass ich besser mal zusehe, vorher mehr schlaf zu bekommen, sobald sie innerhalb der nächsten monate wieder auf dem line-up stehen sollte.

fr. jpla machte einfach das, was sie bereits in der autonomendisko am ostkreuz auszeichnet: ausschließlich mit vinyl zu spielen und das so gut ineinander zu verweben, dass es eine dichte mixtur aus rauhen, dubbigen tracks oder denen mit industrieller note geworden ist. geschenkt, dass in ein, zwei fällen die nadel im mix sprang – das gehört zur imperfektion des tonträgers. sonst einfach ein warm-up nach maß mit vereinzelten höhepunkten und den rest der zeit treibend genug, um neugierig auf das zu machen, was danach kommt. vom stil her super zum raum und zum slot passend. und wenn es nach dem applaus am ende geht: ganz schön vieles richtig gemacht (also auch beim booking).
kompliment an richii, die berechenbare dramaturgie eines abends nach dem auf house-tempo tanzbaren set von massimiliano pagliara auf den kopf gestellt zu haben. fing um die 100 bpm an, stilistisch schwer einzuordnen – in jedem fall weit entfernt von generischem techhouse oder einer dominanten 4/4-kick. es blieb in der phase ihres sets in shazam lediglich beim versuch, irgendwas identifizieren zu wollen, habe daher keine hörbeispiele. nach anderthalb stunden war auch sie bei house mit acid-sprenkseln angekommen. aber alleine dass sie in kauf nahm, dass leute den anfang auf der tanzfläche nicht verstehen und sich anderweitig umschauen, ist couragiert und zahlte sich am ende ohnehin wieder aus, als sie eine gut gefüllte panorama bar an die im verlauf besagt zackig spielende sedef übergeben konnte.

erwähnenswerte tracks (*: shazam)

fr. jpla:
shifted – untitled 808 workout
neel – vanadio*
kwartz – dissociation of body and mind*
kwartz – show me that light (cleric remix)*
svreca – frue (sigha remix)
tensal – bihotxak*
jokasti & nek – chromium*

richii:
absis – running up hill*
ebi – hi*
volodymyr gnatenko – adal heid*

quelza:
planetary assault systems – mod
moderat – running (instrumental mix)
furfriend – geck
norman nodge – manmade
dj rush – freaks on hubbard (davon das politisch nicht ganz korrekte intro)

sedef adasi:
oots – alldat junk*

marcel dettmann gibt einblicke in seinen produktions- und entwicklungsprozess

die newsartikel-spalte liest sich bei residentadvisor manches mal wie die zeitleiste in der selbstgebauten social-media-blase, aber umso schöner, dass in features weiterhin in die tiefe gegangen wird. auch wenn dies teil der promo-maschinerie rund um sein unlängst erschienenes fear of programming ist, bringt es leser*innen schon auf den aktuellen stand, was sich seit dem hype um ihn und ben klock als posterboys des berghains (um die groove mal zu zitieren) mitte/ende der 2000er-jahre sowie nach der zäsur durch corona ergeben hat.

marcel dettmann: the next chapter

[berlin / 17.12.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 primal state
04h00 beste hira
08h00 nene h
12h00 akua
16h00 mareena
20h00 orlando voorn
00h00 pete

panorama bar
00h00 dasco
04h00 bryan kessler
08h00 dinky
12h00 nat wendell
16h00 gonno
20h00 seth troxler
00h00 binh

nachbetrachtung

fazit vorneweg: für mich war’s ein aus auch offensichtlichen gründen überdurchschnittlich guter sonntag / montag.

meine hoffnung auf eine entspanntere gesamtsituation hat sich zum größten teil erfüllt. jedenfalls war’s sonntagnachmittag ungefähr so wie anno 2010 am sonntagmorgen: zur tür kommen, fünf minuten warten, reingehen. wie schon bei meinem letzten mal im november gab es die nennenswerte menge an leuten erst sonntagabend vor der tür – dieses mal ca. hälfte des weges. ich nehme an, das hatte mit seth zu tun.
wirklich unangenehme fülle gab es für mich nicht. während seth troxler hatte ich bei dem pulk an leuten vor den toiletten in der panorama bar kurz die sorge, dass das ins stressige kippen könnte. aber plätze ließen sich am rande der tanzfläche sowie auf den sitzen unter den kunstwerken neben der bar stets finden. nach mitternacht hatte sich das alles auch wieder gelegt.

klar vorne für mich dieses mal das berghain. wenn es nach der abstimmung mit den füßen geht, wohl auch für den rest der besucher*innen. wobei das wohl mehr mit dem aktuellen trend richtung techno als mit der musikalischen qualität zu tun hat. da gab’s für mich sowieso auf beiden floors mit einer ausnahme nichts zu meckern.

mein genereller eindruck zu den einzelnen (mit ein wenig dj-nerd-talk).

akua:
da hat die promotext-abteilung (siehe link oben) nicht übertrieben. leider nur eine halbe stunde mitbekommen, aber das war in der tat sehr 1990er-lastig und mit kombinationen, die auf dem papier erstmal keinen sinn ergeben hätten, vor ort jedoch sehr. war nach september ihr zweites mal und ich hoffe mal darauf, dass dieser turnus im großen und ganzen beibehalten wird. würde ich bei nächster gelegenheit gerne komplett hören.

gonno:
wilderte stellenweise überraschend in techno-gefilden, ohne melodischen house zu vernachlässigen. war nur kurz da, fand die mischung jedoch schlüssig.

mareena:
wahnsinnig gut. da hoffe ich analog zu akua auf einen ähnlichen modus, in dem mensch nach monaten rechnet und nicht wieder sieben jahre warten muss. klasse dynamik, die viele mitgenommen haben dürfte, die ende der 1990er / anfang der 2000er mit ben sims / primate und dem, was seinerzeit aus schweden kam (thomas chrome, cari lekebusch etc.) eine menge anfangen konnten. das gespickt durch dubbige tracks und atempausen im set, die nur so lange ausfielen wie nötig = eine menge spaß für publikum und dj gleichermaßen.

orlando voorn:
am montag danach wäre ich weniger diplomatisch gewesen, mit einmal drüber schlafen kommt immer noch ein „ging an meinen erwartungen an wenigstens passable dj-sets vorbei“ heraus. ich will nichts gesagt haben, wenn er oder die technik einen schlechten tag erwischt hat. jedoch hätte letzeres auch diejenigen vor und nach ihm betroffen. er hat durch viel cutting und backspins kaschiert, dass tracks im mix doch gerne mal auseinanderliefen. dazu kommen noch ziemliche lautstärkeschwankungen zwischen manchen tracks, wenn der gain zu weit offen war. nun ja, wie bei k. alexi im september: gehört, produktionen im hinterkopf behalten, nicht als dj.

seth troxler:
gut und gerne hittig (u.a. ein garage-edit von dominicas „gotta let you go“, bei dem ich ganz gerne wüsste, von wem der ist), was aber erstens für die uhrzeit klar geht, zweitens nicht überhand nahm und drittens für mich die beste gelegenheit war, um den beinen vor dem finale eine pause zu gönnen. im nachhinein auch richtig so wegen…

pete:
brauchte 20-30 minuten, um reinzukommen. bis dahin dominierten loops aus zwei tracks als hauptmotiv, um im hintergrund am perkussiven unterbau zu werkeln. dadurch wirkte der anfang etwas statisch. aber danach (und mensch sehe mir bitte nach, dass die mischung aus fanboy-dasein und freude über den slot nach so langer zeit keine objektivität zulässt) einfach nur irre. es ist jedenfalls ziemlich lange her, dass ich das überanalytische bewusstsein einfach mal in sendepause schicken konnte und „du gehst jetzt einfach bitte mal ab“ übernommen hat. kann jedoch im vergleich zu anderen den finger darauf legen und es schält sich argumentativ auch ein hauptmerkmal für sets heraus, während denen es bei mir k(l)ickt: dynamik. das a und o.
vergleich numero eins, zugegeben etwas polemisch: der hauptvorwurf, den ich an die aktuelle härte-durch-viel-tempo-fraktion schicke. das hilft für mich alles nichts, wenn eine gefühlte wall of sound auf mich einprasselt, bei der ich gefühlt stundenlang die gleiche kickdrum mit alibi-breaks dazwischen in einer tour hören muss.
vergleich numero zwei: rolando. ein musterbeispiel dafür, wie djs das publikum mit eqs und lautstärke ködern können. da kann ein track gerade noch laufen und der nächste sogar schon im mix sein, und er setzt mit dem tiefen-eq noch einen drauf.
und genau letzteres hat pete gemacht. stellenweise auch umgekehrt: einem eh schon rollenden, grummelnden bass (macht ihm so schnell keine*r nach, und was habe ich das vermisst!) hier noch hihats und da noch eine snaredrum hinzufügen und die intensität damit noch steigern – aber auch zu wissen, wann das genug ist. da zahlt es sich aus, als resident (der er doch hoffentlich noch ist) die qualitäten der anlage zu kennen und auszuspielen.
ab 5 uhr kehrte sich es dann um und es dominierten die filigraneren tracks mit einzeln eingestreuten höhepunkten. dazu noch den einen oder anderen dubstep-track unter einen techno-loop legen und schon war auch die stilvielfalt gegeben. mit anderen worten: das set war das beste argument, ihn wieder regelmäßig auf dem line-up der klubnächte zu haben. für mich jedenfalls das techno-set des jahres.

binh:
da war ich leider nur sporadisch oben. was ich dort hörte, gefiel mir zwar (um kurz die schublade zu öffnen: melodischer house der rauheren sorte, er spielte strikt mit vinyl), aber pete war für mich einfach zu gut, so dass ich nach zwei, drei minuten wieder nach unten bin. auch wenn ich die aktuellen gegebenheiten nicht so kenne (mein letztes closing habe ich zu pfingstmontag 2018 mitgenommen, wo das berghain noch vor der panorama bar schloss): kurz vor 7:30 uhr fand ich schon sehr sportlich, zumal es auch nicht leer wirkte, als ich kurz vor 7 mal schaute. generell finde ich den aus der not heraus geborenen entschluss (personalmangel, wodurch sich keine leute finden, die montagfrüh/-mittag noch die bars oder garderobe am laufen halten), klubnächte pünktlich um 8 uhr früh am montag enden zu lassen, gar nicht mal schlecht. auch wenn das für einige einen rückschritt zur verschiebung der grenzen nach hinten bedeutet, wie es vor der pandemie noch die regel war, ist das ein deutliches signal, dass so ein wachstum auch endlich ist. versetzt einen auch in die lage, besondere anlässe wie den geburtstag oder neujahr auch wieder mehr schätzen zu können bzw. klubnächte nicht auf biegen und brechen bis dienstagabend verlängern zu müssen.

trackauswahl (*: shazam)

akua:
jb³ – forklift (luke slater’s filtered mix)
maurizio – m4 (b) (direkt danach)
robert armani – road tour (dave clarke remix)

mareena:
endlec – to maintain the flow*
juri heidemann – harsel*
head high – rave (dirt mix)
dj misjah – mindrecorder*
platform – rowcast*
bw – 2002 (palma (pt) remix)*

gonno:
killa bite 1 – a1

orlando voorn:
fix – flash (set-einstieg)
bobby konders – let there be house
underground resistance – timeline
cajmere – percolator

seth troxler:
jungle brothers – i’ll house you

pete (hier wird’s schwierig. da meistens ein oder mehrere loops mit einem track darüber liefen, stieß shazam an seine grenzen. musste mich also auf das langzeitgedächtnis verlassen, das sich mit den inhalten meiner sammlung abglich.):
viel surgeon: atol, patience pt. 2, earth-sinking-into-water, bad hands break
basic channel – phylyps trak (in der ersten set-hälfte), octagon (in der zweiten)
twr72 – x1*
joey beltram – tenfour
endlec – linear authority (x501 vs lfj remix)*
tronikhouse – the savage and beyond (savage reese mix)
charlton – sinister*
scuba – twitch
burial – spaceape
o/v/r – post traumatic son
sleeparchive – the maid in the kitchen
robert hood – range*
jokasti & nek – bumrush*
strathy – cllgdrpt
sigha – rawww
apparat – king of clubs* (schlusstrack)

[berlin / 12.11.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 vân anh
04h00 kasper marott
08h00 jakojako
12h00 answer code request
16h00 rolando
19h00 nazira
22h00 rroxymore
02h00 fiedel

panorama bar
00h00 audrey danza
04h00 barbara hofmann
08h00 eli escobar
12h00 steffi b2b nd_baumecker
20h00 dj pierre
23h00 gerd janson

säule
19h00 soft crash live

nachbetrachtung
umgekehrtes szenario zur reef neulich, wo ich mit der panorama bar nicht so viel anfangen konnte. dieses mal war ich eher weniger im berghain zu finden, dabei lag das nicht mal an der dortigen musik (bis auf nazira, trance um die 145 bpm ist nicht mein steckenpferd). wahrscheinlich vielmehr an der tatsache, dass es unten für mittlerweile herrschende sonntagsmaßstäbe zwar noch angenehm voll war, aber mit dem sorgenfreieren tanzen klappte das oben bei ebenfalls mindestens guter musik einfach besser. da waren die lücken zwischen den leuten einfach etwas größer, obwohl sich das spätestens bei herrn janson auch geändert hatte.
bemerkenswert auch, dass es den sonntag über außer am abend keine nennenswerte schlange draußen gab. drinnen war der übliche füllgrad (zumindest im berghain) spätestens ab 16 uhr erreicht, aber bei rroxymore war’s schon wieder etwas luftiger. hab in diesem jahr schon stressigere sonntagabende erlebt. nichtsdestotrotz war’s die ganze zeit über in der panorama bar für mich aufgrund der meistens luftigeren tanzfläche einfacher.

musikalisch gibt’s für meine begriffe ab sonntagmittag (ankunftszeit) nichts zu meckern. steffi und nd haben ihre durch mehr als 15 jahren residency gesammelte erfahrung in die waagschale geworfen und in den acht stunden ein stilistisch so variables set gespielt, ohne dass mensch wirklich ausmachen konnte, wer welchen track spielt. poppiger, manchmal rauher house, alte und neue breakbeats, ein bisschen acid und das alles in wellen kommend. könnten sie öfter machen. war ein gutes anschauungsbeispiel dafür, was den stil der panorama bar so ausmacht.
dj pierre zwar danach mit einem hittigen potpourri, aber das wesentlich besser gemixt und ausgewählt als von herrn shelby an gleicher stelle vor ein paar wochen. das wurde in seiner letzten stunde auch ziemlich technoid, aber es war echt schön zu hören, dass er nicht in der 1980er-trax-nostalgie festhängt, sondern auch recht aktuelle veröffentlichungen spielt.
herrn janson kann mensch mit gutem gewissen als routinier bezeichnen. in puncto melodien fast schon episch, aber das passt zum closing und zu seinem stil ja eh.

eindrücke von unten: answer code request durchaus ravig, allerdings mit den authentischen 1990er-signalen. rolando härter und anders als im august. vermag es immer noch, an stellen im set im subbass-bereich einen draufzusetzen, an denen mensch es nicht vermutet. nazira wie bereits erwähnt nicht mein fall. rroxymore dann wieder auf dem tempo wie rolando (also unter 140), mir tendenziell zu trocken. hab sie bislang nur einmal auf der letzten cocktail d’amore in der alten griessmühle gehört, was mir dort besser gefiel. nichtsdestoweniger gut von ihr, bei dem slot nicht die ganze zeit absolut vollgas gegeben zu haben, sondern dem publikum zu zeigen, dass das auch reduziert-funky gehen kann. wie auch bei regis letztens: das verschreckt die leute nicht.

ein, zwei sätze noch zu soft crash: ein für mich unbeschriebenes blatt, fand ich unerwartet gut. zwar bin ich mir unsicher, ob ich das jetzt als „italo mit ebm-einschlag“ oder „ebm mit italo-einschlag“ betiteln soll (oder ob schubladen immer und überall notwendig sein müssen), aber als anhaltspunkt reicht das vielleicht aus. nicht mein beuteschema beim musikkauf, jedoch gefiel mir diese im vergleich zu italo rauhere klangästhetik, was phase fatale mit seinen vocals noch unterstrich.

trackauswahl (*: shazam)

steffi / nd
renegade soundwave – the phantom (turntable scratch mix)
todd osborn – on the t*
fantastic man – trance sexual*
mind safari – enter sandman*
credit 00 – pink blunted (credit 00 f**k up)*
elliott thomas – sirius*
nicola cruz – surface tension*
beyoncé – break my soul (honey dijon remix)*

answer code request
tres demented – demented (or just crazy)
format – solid session

rolando
mark broom – dna*
kink – existence*

dj pierre
liaisons dangereuses – los niños del parque
ron trent – altered states (direkt danach)
gemini – klonopinless (direkt danach)
armando – morse code*
radio slave – wait a minute (mark broom’s non stop remix)*
robert hood – moveable parts 1 (untitled 1) (direkt danach)
audion – mouth to mouth
jeff mills – the bells
spokesman – acid creak (pierre’s reconstruction mix)

[berlin / 04.11.2022] berghain: reef

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

reef

berghain
00h00 esposito
03h00 sicaria sound
04h30 shackleton live
05h30 darwin

panorama bar
22h00 ghost phone
02h00 manuka honey
04h00 simo cell
07h00 ccl

nachbetrachtung
war wie im august bereits eine inspirierende und gleichzeitig entspannte angelegenheit. dieses mal ohne nennenswerte schlange vor der tür, wobei dennoch ein paar abgewiesen worden sind. drinnen ca. dreiviertelvoll, jedenfalls im berghain.

die panorama bar hat mich bis einschließlich simo cell nicht so wirklich abgeholt. ghost phone mit dancehall-tempo, manuka honey stellenweise ähnlich und mit einem „better off alone“-verschnitt (synthline aus dem alice deejay-clubhit mit distortion-kicks darunter) zum finale. ccl dafür ziemlich gut – jedenfalls von 8-9, dann bin ich gegangen. legte eine temposteigerung von ca. 130 bis 160 hin, keine einzige gerade kickdrum dabei.

das mit der panorama bar ist halb so wild, für mich war’s unten durchgängig super. esposito in seinen ersten zwei stunden mit dubstep der sorte, wie ich sie am liebsten mag (reduziert), in der dritten drum&bass. schön auch, dass er bereits um 0:30 uhr eine gut gefüllte tanzfläche hatte, was ein bisschen auf kosten der panorama bar ging.
sicaria sound konsequent wieder mit dubstep, stellenweise wobbly, aber auch das von der angenehmen sorte. shackleton bleibt in seiner „süßer die glocken nie klingen“-phase, was im vergleich zu seinen mystischeren skull-disco-sachen manchmal etwas überladen oder verspielt wirken könnte. nach 20 minuten hypnose kam jedoch das tanzflächenkompatible durch und das publikum folgte ihm willig. er hat jedenfalls nichts verlernt, was gute dramaturgie in einem live-set angeht.
darwin mit im vergleich zu ccl umgekehrter tempoentwicklung, fing mit drum&bass an, landete zwischendrin bei ghettotech und ließ alle sanft bei sphärischen (geschätzten) 135 bpm landen.

wie auch die bisherigen ausgaben, die ich so mitbekam: eine sehr runde sache, sieht wohl nach dauerkartenabo meinerseits aus. bis zum nächsten mal im april.

tracks (*: shazam)

esposito
11th hour – orbital*
substrada – shade’s form*
yoofee – medusa
compa – mind control (shazamed, obwohl ich die habe. beginnende altersdemenz.)
j:kenzo – cross polarity*
breakage – elmhurst dub*
dunk & teej – body boogie*

sicaria sound
head space – f_ck the beat up*
nicki nair & dj adhd – whaa (feat. logan)*

darwin
skeptical – charge*
dj godfather – get down*
pessimist – danger (siehe compa weiter oben.)

ccl
mala x commodo x tlc – silly (dis fig bootie)
dj technics – party people

[berlin / 22.10.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 shcuro
04h00 steffi live
05h00 ben sims
09h00 blasha & allatt
13h00 vil
17h00 tasha
21h00 regis
01h00 don williams b2b xdb

panorama bar
00h00 mala ika
04h00 init live
05h00 peach
09h00 curses
13h00 fort romeau
17h00 vale budino
21h00 massimiliano pagliara
01h00 benjamin fröhlich b2b coloray

nachbetrachtung

das fazit vorweg: hat mich in mehrerlei hinsicht besser abgeholt als die klubnacht vor vier wochen.

ben sims habe ich leider völlig verpasst, da ich erst mittags am start war.

blasha & allatt ließen sich unten im positiven sinne ravig an, war aber zu kurz dort, als dass ich mir ein wirkliches urteil anmaßen könnte. curses hat mich oben erstaunt. hatte 80s-pop-anleihen (u.a. mit einem edit von „send me an angel“, also dem von real life, nicht den scorpions, die streng genommen damit erst 1990 dran waren) und genau die richtige dosis an synth-melodien, die zu dem setting passten.

bei fort romeau vs vil läuft’s für mich auf ein unentschieden hinaus. waren beide für mich keine ausreißer nach oben, aber: genervt hat das auch nicht. solide gute unterhaltung, wobei fort romeau mal eben das tempo auf 130 anzog und damit für den rest des tages / abends in der panorama bar ein ausreißer war (wobei ich ab 17 uhr nur noch sporadisch oben war, aber dazu gleich mehr). darüber hinaus in der set-mitte ziemlich technoid und auch hittig.
vil so ungefähr um die 145, aber nicht mit den billo-rave-signalen, stattdessen perkussiv mit chords.

richtig gut (und mit einer der gründe, warum ich ab 17 uhr fast nur noch unten war): tasha. spielt wenigstens zur hälfte mit vinyl, und das technisch auf eine art, wovor ich bspw. im club zurückscheue. sie korrigiert auseinanderlaufende tracks im mix mit dem pitch anstatt am teller anzuschieben oder zu bremsen. braucht ziemlich viel feingefühl und ein gutes gehör.
ähnliches tempo wie bei vil, aber dafür mit sachen aus den späten 1990ern, die zu meiner tresor-sozialisation gehören und bei denen das tempo die tracks nicht entstellt bzw. eh näherungsweise den damals gängigen geschwindigkeiten entspricht. zumal die meisten der tracks mit einem gewissen groove im hinterkopf bzw. hintergrund gemacht worden sind.
und offensichtlich funktioniert sowas nach wie vor. vom sonntagsüblichen füllgrad war bei ihr jedenfalls viel zu merken. hat mich jedoch erstaunt, dass ab mittags eine allerhöchstens überschaubare schlange bis höchstens kurz hinter den gittern stand (meistens sogar gar keine), die aber scheinbar einen kontinuierlichen zustrom an leuten sicherte. in der mitte der tanzfläche brauchte ich’s jedoch zu dem zeitpunkt nicht mehr zu probieren, war mir auf dauer zu stressig.

tatsächlich überraschend gut: regis. fing passenderweise mit „falling the same way“ (in keiner ahnung was für einem der kursierenden sandwell-edits) als erstem track an und blieb tatsächlich ziemlich konsequent so um die 137/138. und damit bin ich bei dem hauptaspekt, warum ich mit einem besseren eindruck als im september heimwärts bin: das set war mit der beste beweis für den irrglauben, dem djs anheim zu fallen scheinen und somit zur vermeintlichen sonntagabend-peaktime (wobei… zählt im berghain nicht mittlerweile der gesamte sonntag dazu?) dem trend hinterherhecheln und sich einen tempo-wettstreit mit den vermeintlich bösesten sounds liefern müssen. ist nämlich nicht nötig. sicher, nach 2010er-standards sind selbst 137 bpm sportlich. aber das mal außen vor lassend verschreckt es das publikum (ja, auch die jüngeren) nicht, wenn ein set in wellenbewegungen kommt, auch mal ruhepausen und sogar hier und da den einen oder anderen gebrochenen beat einbaut. und selbst wenn, ist es gar nicht mal so verkehrt, den leuten zu vermitteln, dass mensch sich nicht von drop zu drop hangeln bzw. immer noch irgendwie einen draufsetzen muss. klappt auch anders, hat das set wunderbar gezeigt.

don / xdb wie zu erwarten zwischen gestandenen trockenen techno-brettern und melodischen chords, so dass ich bei convextions „miranda“ (zu dem mensch schon fast „don-williams-signature-track“ sagen könnte) gegen 2 mit dem gefühl nach hause bin, mir den richtigen oktober-termin herausgepickt zu haben. auch wenn klo- und tanzflächensituation ab sonntagnachmittag/frühabend mir auch dieses mal vermittelten, dass 100-200 leute weniger im laden eher nach meinem gusto wären, war zumindest der vibe allgemeinhin entspannt.

mensch sieht sich denn bei der reef.

p.s.: was ich von vale budino und massimiliano pagliara mitbekam, war wieder langsamer als bei fort romeau und darüber hinaus sehr melodisch geprägt, bzw. bei massimiliano auch gerne in alter chicago-tradition mit 303 angereichert. fiel beides auf fruchtbaren boden.

trackauswahl (*: shazam)

fort romeau
spencer parker – size: yes*
rush plus – sh, boom*
emmanuel top – turkish bazar
direkt drauf: nitzer ebb – murderous (müsste der remix von phil kieran gewesen sein)
josh wink – meditation will manifest
direkt drauf: choice – acid eiffel

vil
sedvs & peel – close enough*
dj savage – long time*

tasha
the advent – sketch 3
head high – rave (dirt mix)
stef mendesidis – gendarme classe a*
direkt danach: surgeon – patience 2
stenny – consumer’s tool
dhs – the house of god (surgeon remix)

regis
sandwell district – falling the same way
aphex twin – heliosphan (allerdings nur die melodie als loop mit etwas anderem unterlegt, was nach regis selbst klang)
damon wild – avion
nitzer ebb – join in the chant (surgeon remix): könnte novamute bitte mal dran arbeiten, den zu lizenzieren? den hätte der*die ein oder andere normalsterbliche ganz gerne in der sammlung – also zumindest ich 😉
rhythim is rhythim – the beginning: hier ist’s jedem*r überlassen, sich zu derrick may zu verhalten wie mensch möchte. mir fällt’s schwer, den künstler vom werk zu trennen.
basic channel – phylyps trak, lief aber auch wie bei aphex twin neben einem loop mit.
peter van hoesen – kelly criterion*

don williams / xdb
jb3 – believer
makaton – 2 jags*
convextion – miranda

[berlin / 24.09.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 polygonia
04h00 philipp gorbachev live
06h00 fiedel
10h00 quelza
14h00 ki/ki
18h00 gaetano parisio
22h00 freddy k
02h00 adiel

panorama bar
00h00 dasco
04h00 nick höppner
08h00 oracy
12h00 partok
16h00 hiroko yamamura
20h00 k’alexi shelby
23h00 virginia

nachbetrachtung

mr shelby war als hauptgrund meines besuchs für mich (wie freddy k im übrigen auch, aber mehr dazu gleich) ziemlich ernüchternd bzw. hatte mir mehr erhofft. fing zwar mit „no way back“ von adonis ganz vielversprechend an, auch „bostich“ von yello lasse ich mir gerne gefallen. mag sein, dass das set als reminiszenz an warehouse-zeiten gedacht war – so viel an acid-house lief den rest über leider nicht mehr. vielmehr war’s vocaldisco- und auch sehr hitlastig.
also bspw.: „you don’t know me“ (armand van helden), „i feel love“ (kennt hoffentlich jede*r) und „around the world“ (nicht von east 17, vielmehr daft punk). in meinen ohren alles tolle nummern, kamen nacheinander. später noch „horny“ von mousse t. dazu noch exzessive nutzung der pioneer-djm-filter – also überzeugt hat’s mich nicht. mag aber auch mit meiner erwartung über kreuz gelegen haben, wonach ich angesichts seines hintergrunds dachte, dass er in der chicagoer mottenkiste kramt, die über trax records und dj international hinausgeht.
im direkten vergleich fand ich marshall jefferson (vor jahren im about blank) oder paul johnson an ort und stelle (r.i.p.) um einiges besser. aber so weiß ich das jetzt und kann einen haken dahinter machen. hiroko yamamura war zwar im vergleich trockener unterwegs, aber ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn das als grundlage bis mitternacht weitergelaufen wäre.
sei’s wie es sei: virginia hat’s im anschluss souverän-reduziert gemeistert.

generell hat mich meine zweite schicht (also gegen 18:45 uhr bis kurz vor 1) gar nicht abgeholt. gaetano parisio toolig-perkussiv, mit mehr melodien als vor gut 20 jahren, aber das hat mich nicht zum längeren dableiben animieren können.
vor freddy k (so gegen 20:30 uhr) stellte ich noch mit einer mischung aus erleichterung und erstaunen fest, dass es draußen keine schlange mehr gab. angesichts des platzes in der panorama bar und unten an der garderobe freute es mich sogar, dass es sowas wie einlassstopp gegeben haben könnte. aber als ich dann mal im berghain vorbeischaute, wurde ich eines besseren belehrt: da waren selbst die hinteren flügel rund um das treppenhaus (wo es zur brücke geht) ordentlichst gefüllt. in die mitte der tanzfläche wollte ich’s schon nicht mehr wagen, da hat das durchschlängeln an der bar schon gereicht.

freddy k zwar immer noch mit vinyl, aber leider hat auch er dem trend nachgegeben, schnell (um die 150? geschätzt, nicht getappt.) zu spielen. das setzt zwar viel adrenalin frei, aber war mir halt auch zu überdreht bzw. steril (um nicht zu sagen: unsexy). es gab gegen 0:30 uhr eine schöne phase, in der er sowas wie ghettotech / breakbeats gespielt hat, wonach der subbass zur kick wenigstens einen takt zum nachhall hatte und auf einmal sowas wie ein groove vorhanden war.
mag sein, dass er sonst anders spielt und das set mal etwas spezielles war. der füllgrad gibt ihm (und auch ki/ki) ja recht. hatte aber auch was vom rennen an die spitze: wer kann schneller? der dj? das publikum? wer kann und will härter, nachdem ihr in den vergangenen zehn stunden schon ordentlich breitseite bekommen habt?
ehe ich als gerne mal hart spielender dj missverstanden werde: ist als phase im set toll. wenn das aber das einzige ist, worauf nicht nur ein set, sondern eine ganze reihe davon aufbaut, wird’s halt etwas statisch.
freddy k für mich also unter seinen möglichkeiten, und damit genug gemeckert.

positiv: es wurde in der panorama bar investiert. es gibt neue polster auf den sitzgelegenheiten und der gang bei den kabinen hinter der tanzfläche richtung bar ist endlich durchgängig beleuchtet.

außerdem (wichtiger): oracy und quelza. fiedel habe ich leider nur beim durchgehen nach oben gehört, nächstes mal länger.

oben lief bei ankunft jedenfalls „world of deep“ vom e-dancer, später noch „party boy“ von presence und relativ zum schluss der original def mix von „i’ll be your friend“ (von robert owens). das alles zwar vor einer vielleicht zweidrittelgefüllten panorama bar, aber das war einfach schön unaufgeregt.
gilt auch für quelza unten. also (erstmal) nicht für den jungen herrn hinter dem dj-pult, der in seiner ersten stunde noch sichtlich nervös war*. aber wer wäre das nicht? zumal: das publikum war geduldig und bei der angenehmen fülle noch so entspannt, dass es keiner großen signale bedurfte, um sie ködern oder die große abfahrt liefern zu müssen.
gerade deswegen war’s schön, ihm dabei zuzusehen, wie er nach einer stunde aufgetaut war, als er sah, dass es gut lief, und wie er bis zum schluss in den status kam, das genießen zu können. auch er um den einen oder anderen hit nicht verlegen („plastic dreams“ und „never grow old“, beide aufeinanderfolgend, ca. mitte des sets, finale mit „blue monday“ nach dem acapella von underground resistance – „transition“ mit noch irgendwas darunter.), aber auch sowas wie „windtunnel“ (alte synewave von norman) lag im mix. shazam hat mich ziemlich häufig im stich gelassen, daher diese eine trockene granate aus meinem langzeitgedächtnis.
wie oben erwähnt und gerade im vergleich zu dem, was danach kam: schön zurückhaltend mit fokus auf set-dynamik, gespür für das, was um die uhrzeit geht und das anziehen der zügel zu den passenden momenten (bzw. diese einfach selbst erschaffen). kann für meine begriffe gerne wiederkommen.

war aber bereits gegen 13:00/13:30 uhr so, dass sich der baldige start von ki/ki bei der fülle ankündigte. das hat sich unten auch bis nach mitternacht nicht wirklich gebessert, jedoch war platz die gesamte zeit über in der panorama bar eher wenig bis gar kein problem. wenn’s also wieder ans taktische geht, scheint’s im berghain sonntagfrüh bis frühen vormittag momentan am angenehmsten, wohingegen mensch den djs eine etage höher gerade am sonntagmorgen ein bis zwei dutzend tanzende mehr wünschen würde.
andererseits zielte auch der timetable darauf ab, unten ab 14 uhr keine atempause aufkommen zu lassen. aus betriebswirtschaftlicher sicht nachvollziehbar. zum „höher, schneller, weiter“ habe ich mich für den august bereits ausgelassen.

*: kurzer ausflug zum instagram-feed von efdemin: er stand eigentlich auf dem line-up, hat aber wegen eines trauerfalls abgesagt und stattdessen quelza zu seinem berghain-debüt verholfen.

[berlin / 19.08.2022] berghain: reef

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

reef

berghain
00h00 shannen sp
02h00 badsista
04h00 skee mask
06h00 esposito

panorama bar
22h00 darwin
02h00 dj voices
04h00 invt live
05h30 yung singh
07h30 elissa suckdog b2b enchanted rhythms b2b dan beaven

nachbetrachtung

war aus gründen (famoses deichkind-konzert in der wuhlheide vorher plus nachbesprechung) recht spät dran. randfrage: wenn mensch als mitglied einer bank der cash group im umfeld des ostbahnhofes gegen 2 uhr nachts geld abheben möchte, sieht’s ziemlich mau aus, oder? die tür zu den automaten der commerzbank in der koppenstraße blieb jedenfalls so konsequent zu wie die vom berghain bei der gästeauswahl.
und damit zurück zum thema: beim anblick beider schlangen staunte ich nicht schlecht bzw. befürchtete eine neuauflage des sonntags zuvor mit allgemeiner überforderung durch dichte an menschen allerorten. die normale schlange bis zum kiosk, die für bändchen / gästeliste / stammpublikum bis zum garten, beides nicht locker stehend.

drinnen dann jedoch das, was ich mir irgendwie erhofft hatte, an die samstage der anfangsjahre erinnerte und dankenswerterweise auch die gesamte zeit über so blieb: eine angenehme fülle. jederzeit war’s ohne probleme (also ohne durchschlängeln bis an den rand der tanzfläche) möglich, zwischen beiden etagen zu wechseln. und die klosituation dürfte auch für die damen angenehm genug gewesen sein. schlangen gab’s auch dort keine nennenswerten.

also um 3 uhr drinnen, shannen sp und darwin damit verpasst. dj voices viel eher mein fall als badsista. letztere spielte dann doch recht gefällig-geradlinig, während sich dj voices mehr traute (als einziges beispiel: phillip jondo feat. dj plead – whowhuwho im moa pillar remix).
skee mask für seine verhältnisse auch erstaunlich technoid. ohne krasse temposprünge und irgendwo zwischen 130 und 140 verortet (nicht getappt). mag manche erwartungen nicht ganz erfüllt haben, ist aber bei einer setlänge von zwei stunden ziemlich verständlich – zumal er in den zwei stunden eine vielseitigkeit untergebracht hat, wie ich sie mir von den sonntagen erhoffe. also die gerade kickdrum als grundlage, von der mit electro oder grime gerne mal abgewichen werden kann. geschmackssicher so oder so. bitte mal wieder die ilian-crew für einen sonntag einladen und ihn sich über vier stunden austoben lassen.
esposito gehört die krone für das beste intro und outro. er hat jedenfalls mit kendrick lamar zum schluss für mich einen dieser momente geschaffen, die den club nach all den jahren immer noch für mich attraktiv wirken lässt. es war auch gegen 7 uhr soweit, dass sowohl unten als auch oben zeitgleich drum&bass lief. von yung singh hätte ich sowieso gerne noch mehr mitgenommen. aber da die funktion one unten schon mal mit den basslines gefordert wurde, wollte ich das nicht versäumen.
das dreier-b2b war zumindest bis 9 (ab dann konnte ich nicht mehr) astreiner house, der auch dem sonntags-stammpublikum gefallen hätte bzw. diejenigen mit dem abend versöhnt haben könnte, die sich bis dahin was anderes erhofft und bis zum schluss durchgehalten haben.

die nächste und letzte ausgabe der reef für 2022 ist am 4. november, den ich mir jetzt schon mal freihalte (bei mir läuft’s ja jetzt schon auf ein zur sub:stance vergleichbares abo hinaus). der andrang gibt dem konzept ohnehin bereits recht. nachdem ich am sonntag zuvor noch meine allgemeine überforderung mit den menschenmassen zum abend selbstdiagnostiziert und den entspannteren vergangenen zeiten hinterhergetrauert hatte, spielte der freitag die liebgewonnenen qualitäten des ladens wieder aus: mut zur experimentierfreude mit dankbarem publikum, bei dem es weniger die masse, sondern vielmehr das interesse an abseitigem macht. einzige nebenwirkung: es bringt den biorhythmus durcheinander. aber das geht alle paar monate schon gut klar – und erst recht, wenn ich dabei erschöpft durch die kondition, aber mit einer menge musikalischem erkenntniszuwachs den club verlasse.

trackauswahl (*: shazam)

dj voices
phillip jondo feat. dj plead – whowhuwho (moa pillar remix)*

skee mask
x-101 – sonic destroyer
scion – emerge
dj pete – latifah (keine ahnung, welche der drei versionen)
313 bass mechanics – dress to sweat*
fonzo & riko dan – bushmaster (east man remix)*
game boy – playground*

esposito
das intro: source direct – call & response
loxy & resound – psyche*
breakage – tape bubbler spesh*
fixate – n2o*
fracture & sam binga – gripping grain*
coco bryce – cloud busting*
und bereits besagtes outro: kendrick lamar – count me out

[berlin / 13.08.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 so
04h00 barker live
05h00 luke slater
09h00 beste hira
13h00 nur jaber
17h00 françois x
21h00 rolando
01h00 vincent neumann

panorama bar
00h00 nd_baumecker
04h00 alex kassian
08h00 joe delon

20h00 roman flügel
00h00 sedef adasi

garten
12h00 steffi
16h00 virginia

nachbetrachtung

tl;dr: guter sonntag, mit der erkenntnis zwei, drei tage später, dass reizüberflutung wirklich ein thema bei mir zu sein scheint. steffi einfach eine bank. virginia, sedef adasi, rolando, roman flügel mindestens sehr gut. beste hira bitte nochmal einladen, muss ich unbedingt mal länger hören. nur jaber sowie françois x mittelmaß.

sonntagabend hatte ich jedenfalls wenig zu meckern, wobei ich’s erst gegen ende von roman flügel hochgeschafft habe. war aber das gewohnte bild: es lief einfach wie von selbst bzw. herr flügel hat sich das publikum so zurechtgelegt. shazam hat beim letzten track leider nichts erreichen können, aber das klang wie eine „easy lee“-coverversion. sollte das irgendwann mal erscheinen, bitte bescheid geben (und nein, der cassy-remix war’s nicht). kurz vorher jedenfalls „too late now (soulwax remix)“ von wet leg. also ziemlich fordernd.
sedef adasi nur zeitweise mitbekommen, aber nachdem mein eindruck von pfingsten im berghain so lala und auf der nation solide zackiger techhouse war, spielte sie in der panorama bar recht ähnlich – also zackig-techhousig. aber zu der zeit und dem ort fand ich das schlüssig.

besser von anfang an: hatte es erst um 12:30 uhr hingeschafft. das hat noch für die letzte halbe stunde von beste hira gereicht, die ebenso wie marrøn regelmäßig im amsterdamer radion anzutreffen und vom stil her mit ihm vergleichbar ist. weniger schnell, aber gutes gespür für das publikum. fand sie jedenfalls interessanter als nur jaber, deren anfang recht vielversprechend wirkte, weil sie nicht direkt drauflos bretterte, sondern etwas atmosphärischer spielte, so wie damals ™ bei ihren ersten staub-gastspielen. aber wenn ich später mal vorbeischaute, war das für mich wenig weltbewegendes gebretter. teilweise schnelle überblendungen zwischen den tracks anstatt langgezogenes mixing, wobei ich nichts gesagt bzw. gemeckert haben will, wenn es irgendwelche technischen probleme gab.

mein hauptaugenmerk galt dem garten – quasi als ausgleich, wenn ich schon an einem sonnig-heißen sonntag in einen club gehe. hat meine erwartungen übererfüllt. inbesondere steffi, die einerseits detroitig-verträumt, andererseits auch astreinen acid-house als kontrast spielte und das alles richtig super ineinander verwoben hat. meine favoritin für den sonntag.
virginia war eine schöne ergänzung dazu: schnörkellos zielführender house, dabei um den einen oder anderen hit nicht verlegen (bspw. „professional widow“, im original von tori amos, geremixt von armand van helden, andererseits aber auch „plugged in“ von einem der für mich immer noch nicht genug besungenen detroiter helden: anthony shakir).

drinnen kam mir das tempo bei françois x schon jenseits der 140er-marke vor. getappt habe ich nicht, irgendwo hat das buchhalterische auch mal seine grenzen.
was ich rolando im anschluss hoch anrechne: den slot nicht dazu genutzt zu haben, gnadenlos weiterzuknüppeln. stattdessen gefühlte vollbremsung auf ca. 130 bpm, nicht unbedingt immer nur techno spielen, sondern hier und da mal den einen oder anderen house-track unterjubeln, der auf der funktion one (um mal dvs1 zu zitieren) eh wie techno klingt.
wenn die puristen meckern wollen, die auf die goldene regel pochen, nicht mehr als zwei tracks eines produzenten bzw. eines labels im set zu haben: es waren wenigstens vier tracks von robert hood dabei. gut, bei dem detroiter hintergrund auch nicht ganz überraschend.

einzig betanzt hätte ich sein set gerne etwas länger. jedoch (und als ob es der subjektivität noch nicht genug ist, kommt noch die durch aktuelle lebensumstände geprägte einfärbung hinzu) schlug zu der zeit entweder der biorhythmus oder die tatsache durch, die sich in letzter zeit (und wenn ich ehrlich bin, auch schon vor der pandemie) bereits herauskristallisiert hat: mir wurde jedenfalls am dienstag im laufe des tages deutlich, dass diese reizüberflutung nach 10+ stunden bzw. gerade am sonntagabend nicht mehr wirklich etwas für mich ist. hatte sich schon zu pfingsten gezeigt, wo ich in der halle (und ja, auch im lab) am liebsten zeit verbracht habe. aber es gibt auch andererseits wie bei beste hira mittags noch die augenblicke, wo alles stimmig ist.
mag daran liegen, dass der kopf anfangs noch frischer und sowieso in freudiger erwartung der nächsten stunden vor ort ist. es ist aber auch leichter – erst recht, wenn mensch es vor 10 uhr hingeschafft hat. der erste ansturm ist weg, langsam trudelt das stammpublikum ein und es ist allerorten noch ziemlich entspannt.
ab dem späten nachmittag wendet sich dies dann und irgendwann ist es halt ein gefühlt permanentes durchschlängeln durch den club von a nach b bzw. im schlimmsten fall platzverteidigung auf der tanzfläche. das sowie die stetig aufkommende frage nach dem schlangenstatus hat etwas davon, sich so etwas wie eine strategie zurechtzulegen: wann gehe ich am besten hin? an welcher bar geht es jetzt am schnellsten? wo sind die klos nicht gerade überfüllt? an welchem platz auf der tanzfläche werde ich am seltensten angerempelt? selbst an „nur“ gut gefüllten sonntagen wie dem jetzigen (es gab für mich schon vollere) ist’s für mich eigentlich soweit, dass diese rekordjagd nach den schließungszeiten anno 2019 auch nicht mehr zwingend sein muss.
klar mischt sich da eine gehörige portion nostalgie hinein, die von der tatsache, dass die ausnahmezustände von vor zehn, zwölf jahren jetzt die regel sind, etwas übersättigt ist. der bedarf ist offensichtlich da und aus wirtschaftlicher sicht ist nichts dagegen zu sagen. mein stammkundenherz sehnt sich jedoch nach dem „weniger ist mehr“. vielleicht ist’s auch eine größere sensibilität gegenüber dem, was um mich herum auf der tanzfläche oder auf den zu- und abwegen geschieht und eventuell wird das hirn mit dem alter auch etwas träger, um das alles adäquat verarbeiten zu können.

hat das konsequenzen? nö, keine gravierenden. für mein mentales gleichgewicht ist der monatstermin immer noch unerlässlich. in erster linie sollte ich mich nur früher auf den weg machen, so dass ich nicht erst mittags aufschlage. ab irgendeinem zeitpunkt sonntagabends könnte ich mir einen sitzplatz in der säule oder der panorama bar reservieren. (notiz an mich: shirt mit waldorf & statler bedrucken. sowas wie eine loge gibt’s für beide floors eh.) mensch sieht jedoch: da kommt wieder das strategische zum tragen.

trackauswahl (*: shazam)

steffi
biosphere – novelty waves
d’marc cantu – acid test*
maruwa – freeze*
scan 7 – burdens down (dj deep & roman poncet remix)*

virginia
tori amos – professional widow (armand van helden remix)
paul johnson – the music in me
paul johnson – relieve me (direkt danach)*
anthony shakir – plugged in

rolando
e-dancer – pump the move
minimal man – make a move pt.1
robert hood – and then we planned our escape*
robert hood – the pace
robert hood – hate transmissions
h&m – real life
the lady machine – collide*
shlomi aber – warping*
paperclip people – throw
nicolas vogler – evolve*
… und ja, auch „jaguar“