[berlin / 17.05.2023] lab.oratory: revolting

wieder himmelfahrt, wieder ist die heimlich bessere panorama bar für alle geschlechter und orientierungen geöffnet.

ablauf

23:00 nd_baumecker
02:00 curses
05:00 wannadosomething?
08:00 woi$meing€ld

nachbetrachtung

vor ort war ich von kurz nach mitternacht bis kurz nach neun, und ab 1:30 uhr wurde es auch merklich voll. also so voll, dass wie üblich auf der tanzfläche und deren rändern nicht daran zu denken war, sich unter die leute zu mischen. aber zu sehen gibt’s ja abseits davon immer etwas und dank über die nebenräume verteilten anlagen hört mensch auch überall, was im auge des orkans geschieht.

so gut die öffnung des lab-gartens auch gemeint war, um den publikumsandrang etwas zu entzerren: bei einstelligen plusgraden konnte / kann ich mir nicht vorstellen, wie mensch sich dort körperlichen vergnügungen abseits des tanzens hingeben wollte, auch wenn die möglichkeiten dafür existierten. das war vor fünf jahren mit garten und offener säule besser gelöst und alleine vom andrang her hätte es der party wahrscheinlich nicht geschadet, die säule statt des gartens zu öffnen.

im nachhinein ist „hätte“ aber wiederum müßig. auch wenn riesen-andrang nicht mein fall ist, freute ich mich über den zuspruch. die stimmung war wie seit jeher eher rücksichtsvoll und jeder interpretierte den slot auf seine*ihre art und weise. davon „nur“ gut: woi$meing€ld mit dem, was ich unter normalem house inklusive sprach-samples einordnen würde. keine ahnung, wie sich das zum schluss hin noch entwickelt hat. der rest jedoch mindestens sehr gut, mal mit mehr pop (nd), mehr melodie (curses), mehr varianz (wannadosomething?). die revolting bleibt damit als termin auf meinem zettel, auch wenn das für mich weniger futter zum nachkaufen und vielmehr genießen der prickelnden stimmung in den verwinkelten räumlichkeiten ist (die jetzt unter anderem mit einem séparée inklusive riesen-spiegeln an zwei seiten aufwarten können, was die aussage des berghains als spiegelfreien raum hinfällig macht, auch wenn sinn und zweck hier klar sein sollten).

trackauswahl (stets dank shazam)

nd_baumecker:
röyksopp – unity feat. karen harding (baauer remix) (relativ zum schluss)

curses:
yello – lost again (extended)
ricardo baez – animarara

wannadosomething:
qalo-mota – don’t leave me (qm rmx)
o.n.o. – gran music (captain mustache remix)

[berlin / 06.05.2023] berghain: klubnacht

(teil der nachgereichten nachbetrachtungen, so dass das tagebuch möglichst vollständig ist und ich jahrzehnte später noch ggf. alibis vorweisen kann. das veröffentlichungsdatum habe ich auf den tag des besuchs zurückverlegt.)

klubnacht

berghain
00:00 valentino mora
04:00 answer code request
08:00 kwartz
12:00 justine perry
16:00 the lady machine
20:00 dasha rush
00:00 kangding ray

panorama bar
00:00 audrey danza
04:00 regularfantasy
08:00 gideön
12:00 gene on earth
16:00 heidi lawden b2b lovefingers
20:00 massimiliano pagliara
00:00 binh

nachbetrachtung

eingestempelt um 11 uhr früh, ausgestempelt gut 12 stunden später. und obwohl es ein für sonstige verhältnisse entspannterer sonntag war, wurde mir klarer, dass ich mir die sonntagabende unten eigentlich schenken kann und das gedränge eigentlich sogar bereits nachmittags startet. so habe ich weniger von the lady machines premiere betanzt als ich eigentlich wollte.
das lag nicht an ihr. vielleicht gibt’s meinerseits mehr bewusstsein über das, was mich an vollen tanzflächen und gruppendynamiken so nervt. eventuell bin ich auch noch sensibler geworden (wenn das überhaupt geht), aber ich kann sets nicht genießen, wenn meine antennen ständig das umfeld fokussieren, um zu antizipieren, welcher fuß auf oder unter meinem landen kann oder wer von wo als nächstes die tanzfläche durchpflügt. von den kandidat*innen, die sich wie selbstverständlich in eine kleine lücke drängen und dann erwarten, dass die anderen gäste schon platz für sie machen werden, fange ich lieber nicht an.
es sind halt solche dinge, die weiterhin zum strategischen denken beitragen. also nicht nur kurzfristig, wie ich vor ort von a nach b komme, ohne körperkontakt zu anderen gästen zu haben (wobei ich das mittlerweile als herausforderung für mich sehe, wie das mit dem durchschlängeln auch weniger invasiv geht), sondern auch nach den uhrzeiten zu gehen, was schon seit jahren thema ist. es ist zumindest unten für mich seit geraumer zeit nicht mehr selbstverständlich, dass ich mich wirklich auf sets einlassen kann. wenn es klappt, ist es super. aber das funktioniert nur zu den randzeiten (opening / closing – beides aus rücksicht auf die biologische uhr keine dauerlösung) oder eben sonntagfrüh zum schichtwechsel bis zum frühen nachmittag.

oder halt oben, wozu ich abgesehen von massimiliano pagliara nicht mal viel sagen kann. in jedem fall abwechslungsreich genug, wenn ich mal da war, aber er spielte für meine begriffe trockener, mehr acid-lastiger als sonst. und das steht ihm ziemlich.
kwartz war für mich unten die eigentliche überraschung bzw. wäre bei einer wiederholung ein grund, für ihn hinzugehen. gerne auch für die gleiche uhrzeit, dann schäle ich mich früher aus den federn. das war in der letzten stunde richtig gut nuancierter dunklerer, trippiger, leicht angedubbter techno (kommt nicht von ungefähr, dass er auf polegroup veröffentlicht), bei dem die spannung durch den mix der tracks entstand. justine perry der uhrzeit völlig angemessen eher trippig. the lady machine immer noch komplett mit vinyl, wird auch hoffentlich nochmal eingeladen. dasha rush zog (auch sonntagabend-typisch) das tempo deutlich an, verfiel dabei aber nicht in das gängige rave-geballer, das ich (um aller negativität zum trotze auch mal was positives zum sonntagsgeschehen zu sagen) seit geraumer zeit nicht mehr im berghain gehört habe, was nicht heißt, dass das dort nicht mehr stattfindet.

unter’m strich eine solide angelegenheit. ich kann aber nicht verhehlen, dass die reef-freitage mir durchaus mehr geben, weil sich dort mehr musikalisches risiko mit weniger füllgrad vereint.

trackbeispiele (*: shazam)

the lady machine:
dj boss – medziposchodny*
decka – subversion*
richard bartz – subway (a1)
suburban knight – infra red spectrum
dave clarke – wisdom to the wise

dasha rush:
regal & alien rain – acid affair pt. 1*

[berlin / 28.04.2023] berghain: reef

ich dachte eigentlich, dass ich wenigstens den platzhaltereintrag mit dem ablauf schon veröffentlicht hätte und nur noch die nachlese aussteht. stattdessen war da: nichts. also: gepostet am 5. august 2023, rückdatiert auf das besuchsdatum.

reef

berghain
00:00 laksa
03:00 kampire
04:30 kode9
06:00 esposito

panorama bar
22:00 peverelist b2b a made up sound
03:00 mi-el
05:00 re:ni
07:00 darwin

nachbetrachtung

eine weitere ausgabe, welche die entscheidung für das dauerkarten-abo gefestigt hat. berlin-typisch bildet sich die schlange erst nach mitternacht, dann auch gleich richtig. jedoch blieb es drinnen stets beim angenehmen füllgrad ohne durchzwängen, was fast schon mit zum markenzeichen der reef gehört.

ich war kurz nach mitternacht da, kann also zur vorherigen dynamik in der panorama bar nichts sagen. allerdings sehr erstaunlich, dass viele leute kurz nach mitternacht bereits unten zu finden waren, was wahrscheinlich zu lasten der oberen etage ging. aber auch das war bis 2 uhr längst wieder ausgeglichen.
laksa zu beginn mit downbeat, zog das tempo jedoch schnell an. bei peverelist / a made up sound habe ich gelernt, dass sich „walking on the moon“ von the police mühelos mit (post-)dubstep vereinbaren lässt (keine ahnung, wer von beiden es gespielt hat). kampire mit techno-kompatiblem tempo, für die stilbeschreibungen bitte einfach auf den link klicken, der den berghain-promotext beinhaltet und das alles einzuordnen weiß. mi-el dafür zur gleichen zeit oben mit drum & bass. ergo auf den kopf gestellte dramaturgie, was die berechenbarkeit rausnahm. sehr gut, das.
kode9 hat mich richtig positiv überrascht. so sehr ich seine arbeit mit hyperdub auch schätze, kaufe ich die veröffentlichungen darauf leider zu selten. geht einfach an meinem geschmack vorbei, was auch leider für seine produktionen gilt. aber sein set war eine reine footwork-offensive und einfach nur dick. und wenn esposito unten den schluss macht (da kommt die berechenbarkeit zurück), ist drum & bass gesetzt.
darwin brachte das ganze oben mit gewohnter ruhe zum schluss. jedenfalls deutete sich das an, durchgehalten habe ich bis dahin nicht.

trackbeispiele (*: shazam)

laksa:
villaelvin – etiquette stomp*
amit – cold blood*
greg & king doudou – dembow tronico (simo cell rhythm & clicks remix)*

peverelist / a made up sound:
shed – warped mind
the police – walking on the moon
arkajo – truth*
rebound x – rhythm and gash*

kampire:
spacepose – gear 6*

kode9:
eq why – jukelicious*
dj rashad – drums please*

esposito:
alix perez – blueprint (feat. metropolis)*
alix perez & fracture – archetype*

darwin:
dj fulltono – melt in to the floor

[berlin / 11.03.2023] berghain: klubnacht

(nachträglich am 13. april 2023 eingefügt, weil erst jetzt zeit und muße zur nachlese.)

klubnacht

berghain
00:00 rødhåd
04:30 beatrice
08:30 matrixxman
12:30 stefan goldmann
16:30 volvox
20:30 blawan
00:30 kr!z

panorama bar
00:00 stathis
04:00 mystery affair
08:00 jacques greene
12:00 livwutang
16:00 nd_baumecker
20:00 the blessed madonna
00:00 luigi di venere

nachbetrachtung

ich hab’s erst zur mittagszeit hin geschafft und obwohl ich ein noch nicht so prall gefülltes berghain erwartet hatte, war’s zu der uhrzeit doch schon ziemlich eng unten. in den entsprechenden ecken zwar noch gut aushaltbar, aber da erstens das platzangebot in der panorama bar wie schon bei den letzten besuchen besser war und livwutang einen derart guten eindruck machte, dass ich auch nicht nach unten wollte, wurden die prioritäten ziemlich früh klar. erst recht, da es unten bei mindestens ordentlichem füllgrad blieb und mir bei volvox sowie erst recht bei blawan zu anstrengend wurde. nicht unbedingt musikalisch – da kam ich nur bei den trance-ausflügen von volvox aus bekannten gründen nicht mit. blawan drückte beherzt auf’s tempo, obwohl er improvisieren musste, da es mit den technics probleme gab und er daher von usb-sticks spielte.

ich kann also zum geschehen im berghain nicht viel sagen. wenn ich mal kurz unten war, mindestens guter durchschnitt (matrixxman, volvox) bzw. sogar etwas drüber (stefan goldmann, blawan, kr!z).
als ich nach oben kam, spielte livwutang gerade „sniff and destroy“ von neil landstrumm, was im langsameren tempo dort verdammt gut funktioniert, auch fast 20 jahre nach dem höhepunkt meiner no-future-fanboy-phase immer noch offene türen einrennt und aufschlag für ein set war, das sich durch eine lässig präsentierte diversität auszeichnete. sie bleibt damit definitiv auf meinem zettel.
dort ist nd eh fest gesetzt, wird sich durch das set auch nicht ändern. spielte so wie mensch ihn kennt: melodischer als seine vorgängerin, nicht ohne acid, nicht ohne breakbeats, passend zum nachmittag. einfach nichts zu meckern.
the blessed madonna nutzte ihre spielzeit für gewollte brüche. bspw. mit dem legowelt-remix von „synthesizer voice“ von pampidoo einfach mal tempo rausnehmen, später noch einen mir unbekannten mix von portisheads „machine gun“. fand’s gut, dass sie ihren status zu der uhrzeit auch für so etwas nutzte, anstatt einfach abzuliefern (wobei ich jetzt nicht weiß, ob sie auch „it’s raining men“ spielte – ich war nicht ständig vor ort).

scheint sich also dahin zu entwickeln, dass die line-ups für das berghain entscheidend sind, ob ich hingehe, jedoch die panorama bar sich für mich vor ort als entspanntere und musikalisch vielfältigere option herausstellt. ist auch völlig ok so – zur horizonterweiterung eine etage tiefer gibt’s ja nach wie vor die entsprechend aufgestellten veranstaltungen am freitag (wozu ich live from earth klub jedoch nicht zähle).

trackauswahl (*: shazam)

livwutang:
neil landstrumm – sniff and destroy
mu – paris hilton
mathew jonson – automaton*
cj bolland – sugar is sweeter (armand van helden remix)
ace & the sandman – let your body talk*

stefan goldmann:
quelza – the free speech*
aiken – potential*
dold – rave break*

nd_baumecker:
paul rutherford – get real (happy house mix)*
gideön – ritmo*
tensnake – wait it out (tiger & woods noir extended mix)*
the blessed madonna – shades of love (feat. the joy)* (letzter track zur übergabe)

[berlin / 25.02.2023] berghain: klubnacht

eine weitere nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier leicht abgewandelt herüberkopiere. das veröffentlichungsdatum des beitrags ist daher auf den jeweiligen clubbesuch zurückdatiert.

klubnacht

berghain
00:00 polygonia
04:00 speedy & steve live
08:00 drumcell
12:00 dj maria.
16:00 etapp kyle
20:00 rod
00:00 aurora halal

panorama bar
00:00 peachonfuse
04:00 sam goku
08:00 roi perez
12:00 aida
16:00 francesco menduni
18:00 chez damier
20:00 massimiliano pagliara
00:00 terr

nachbetrachtung

von mittags bis 17 uhr herrschte ein füllgrad, dessen status ich am liebsten eingefroren hätte. danach jedoch das am sonntagabend übliche. die panorama bar hat es mal wieder aufgefangen bzw. da war’s mit dem platzangebot wie bei den letzten malen auch besser.
und auch musikalisch. etapp kyle hat mich leider nicht kriegen können. jedoch gelernt: trance geht dieser tage auch ohne schrille signale und langsamer als 150 bpm. weite teile der besucher*innen hatte er damit mühelos auf seiner seite, es ist einzig mein (leidlich bekannter) mangel an affinität zum stil. nicht sein problem.
dj maria. sowie aida boten grundsolide gute unterhaltung. hätte gerne ein paar beispiele angeführt, aber sowohl shazam als auch ich müssen da kapitulieren.
francesco menduni baute die stimmung nochmal auf, indem er weit unter 120 bpm anfing und sich dann langsam steigerte. „vibes“ lassen sich bei dem massiven raum für bass da schon wörtlich nehmen. fand ich richtig gut, behalte ich für künftige gastspiele auf dem zettel.
chez damier fand ich dagegen schwächer, was aber auch damit zusammenhängt, dass die klavier-/pianolastige deep-house-schiene mit disco-einschlag (wie trance eben auch) leider nicht mein metier wird. es war aber eben auch kein billboard-dancechartgewitter wie bei kaay alexi vor einem guten halben jahr und somit klar besser.

rod hat eines meiner lebensziele erfüllt: „birds on e“ im berghain zu erleben. kribbelte bis unter meine kopfhaut und war gegen 22:00 uhr der aufschlag für eine chicago-breitseite im set, die mit zu einem der für mich besten erlebnisse vor ort an einem sonntagabend im laufe des letzten jahres zählt (das pete-closing vom dezember läuft bei mir immer noch außer konkurrenz). fand’s gut, wie er die verschiedenen städte (birmingham, chicago, berlin, detroit) im set nacheinander unterbrachte. war damit eine sehr 1990er-lastige auswahl, aber die türen stehen bei mir bekanntermaßen weit offen.
einziges haar in der suppe: der auf 148 bpm hochgepitchte „phylyps trak 2“ (die dubbig-minimale b-seite, die sonst bei 128er-reisetempo unterwegs ist, nicht das techno-brett auf der ersten), dem dadurch jeglicher groove abhanden kommt. keine ahnung, ob er selbst den gleichen eindruck hatte, aber er hat zwischendrin den track zu einem sprach-interlude ausgefadet und bei 138 wieder rein. das war dann schon besser. hat mir dennoch in den 13 stunden, in denen ich dort war, am meisten spaß gemacht.

massimiliano wie gewohnt melodisch mit acid-sprenkseln, terr mit perkussion und basslines. bei aurora halal hätte ich im nachhinein betrachtet lieber später aufschlagen und den montag freinehmen sollen, obwohl es zu beginn ihres sets nochmal voller wurde. da flossen die dunklen, mystisch-sphärischen sounds so mühelos ineinander, dass die leute sich um 8 uhr wahrscheinlich gefragt haben, wo die zeit geblieben ist. naja, nächstes mal.

trackauswahl (*: shazam)

francesco menduni:
freaks – situations (justin harris re-do)*
underground resistance – hardlife (aaron carl remix)
marlon d – jesus creates sound*

chez damier:
tom bug & grooveline – love will shine*
tommy bones – lost love (dub)* (ähnlichkeiten zu „the sun can’t compare“ sind wirklich rein zufällig.)

rod:
surgeon – thx-1139 (level)
millsart – step to enchantment (stringent)
mike dearborn – birds on e (direkt danach)
mike dearborn – razorsharp (dream mix) (direkt danach)
bam bam – where’s your child
dj deeon – yo mouf
mike dearborn – deviant behavior (instrumental mix) (auch so eine nummer, die mir bis ans ende meiner tage gänsehaut bescheren wird)
dbx – live wire (direkt danach)
phylyps trak – 2/2
substance – relish (direkt danach)
drexciya – the journey home
aril brikha – groove la chord
joris voorn – many reasons*

aurora halal:
uvb – mixtion

[berlin / 21.01.2023] berghain: klubnacht

eine weitere nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier leicht abgewandelt herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00:00 blanka
04:00 inox traxx
08:00 mary yuzovskaya
12:00 talismann
16:00 erika
20:00 chris liebing
00:00 ryan elliott

panorama bar
00:00 ady toledano
04:00 audrey danza
08:00 mike starr
12:00 nd_baumecker
16:00 fafi abdel nour
20:00 paramida
00:00 chris cru

nachbetrachtung
„gefälligkeitsbesuch“ wäre viel zu hart gesagt. jedoch will ich nicht verhehlen, dass meine primäre motivation daraus bestand, direkt ein wochenende nach dem letzten mal mit jemandem hinzugehen, der seit mehr als einem jahrzehnt nicht mehr im berghain war und zudem punkt mitternacht geburtstag hatte. da dieser im familiäreren rahmen mit weniger nebel und blitzenden lichtern am sonntagnachmittag begangen worden ist und ich wirklich keine wiederholung des marathons in der woche zuvor anstrebte, geriet mein besuch für klubnacht-verhältnisse ziemlich kurz (fast sieben stunden bis 7:30 uhr). zwar schade, da ich gerne erika und nd noch gehört hätte. aber das wird sich schon irgendwann noch ergeben, wenn auch wohl nicht an einem abend.

auch dieses mal: das war völlig in ordnung so und schön unaufgeregt, das ganze. nach dem, was im „bh line“-telegram-kanal zu lesen war, wurde es aber auch tagsüber sowie sonntagabend nicht übermäßig stressig. mag mit dem besucher*innentechnisch allgemein eher schwierigen januar zu tun haben, aber beschweren möchte ich mich über die dreiviertelfülle in meinem zeitfenster wirklich nicht. könnte schon fast der idee von letzter woche vorschub leisten, wieder zum nachtmodus zurückzukehren. auf dem papier sieht mein anvisierter februar-termin (der 25.) ganz danach aus. aber: zukunftsmusik…

in der „kürze“ entsprechend nur drei der djs mitbekommen. ady toledano dabei quasi gar nicht, weil blanka (sekundäre motivation) meinen guten eindruck von ihr vom neujahr im about blank bestätigte: dieses mal weniger toolig, eher vielseitig (u.a. auch mit etwas acid) und wie schon fr. jpla in der woche zuvor nicht sämtliches pulver verschießend, so dass für die nachfolgerin gar nichts mehr übrig bleibt. stattdessen lieber einzelne akzente. wenn ich ein manko bei ihrem set benennen müsste: die zweimalige steigerung der lautstärke um jeweils gefühlte 20 db, anstatt das (wie temposteigerungen auch) unauffällig im break zu verstecken. jedoch finde ich es stets besser, wenn djs es damit nicht von sich aus übertreiben und lieber auf das „go“ von techniker*innen warten, so wie in ihrem fall.

bei inox traxx erinnere ich mich in der ersten stunde an trancige anleihen (also dem trance aus den 1990ern), spielte im weiteren verlauf reduzierter. audrey danza in ähnlich technoiden (nein, nicht getappt, vielmehr“ geschätzt) tempogefilden mit trance-gefärbtem acid, wie er ebenfalls mitte der 1990er von hardfloor hätte kommen können. eher semi-repräsentativ dafür mein einziger shazam des abends: uk gold – agent wood.

[berlin / 14.01.2023] berghain: klubnacht

eine nachbetrachtung, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier mit ein paar zusätzlichen informationen herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00:00 fr. jpla
04:00 yonti
08:00 quelza
12:00 cecilia tosh
16:00 justine perry
20:00 rene wise
00:00 jakojako

panorama bar
00:00 massimiliano pagliara
04:00 richii
08:00 sedef adasi
12:00 ogazón
16:00 jennifer cardini
20:00 gerd janson
00:00 alinka

nachbetrachtung

für das fazit musste ich mich einigermaßen wieder sortieren. irgendwie hat es sich so ergeben, dass sich nach dem staub-frühschoppen und anderen privaten verabredungen der direkte gang richtung wriezener karree anschloss. also kein nickerchen zwischendurch, am ende war ich 32 stunden wach. ist ganz gut gegen negativitätsspiralen im kopf, jedoch hätten meine kondition sowie konzentration die über den sonntagnachmittag hinausgehende langstrecke beim besten willen nicht mehr gebacken bekommen – und das war auch vollkommen gut so.
für mich war’s wie eine zeitreise in die ersten zehn berghain-jahre, also zumindest, was meine damalige nachteulen-standardzeit angeht. damals ™ blieb einem ja auch nichts anderes – die grenzen waren noch nicht so nach hinten verschoben wie heute und die schlangen auch noch nicht so lang, so dass mensch meistens vor 1 uhr im club war. heutzutage nimmt die klubnacht erst dann richtig schwung auf, wo anno 2010 unten schluss war.

was neben den favoritinnensets (mehr dazu unten) am ehesten hängenblieb: das frühe auftauchen hat zum abbau meines vorurteils beigetragen, wonach die nacht von samstag auf sonntag die touri-schicht ist und manche sich in mehrerlei hinsicht erstmal im laden zurechtfinden müssen. anteil daran hatte sicherlich der pünktliche ://-fanblock. in kombination mit ein paar leuten im fetisch-outfit war das für meine begriffe eine publikumsmischung, die dem berghain zu der frühen uhrzeit sehr gut zu gesicht steht. noch viel besser: bis zum frühen nachmittag eine allerorten gute, sehr aushaltbare fülle, wobei die panorama bar etwas mehr zeit brauchte, um in schwung zu kommen. massimiliano pagliara hat trotzdem nicht in die leere hineingespielt, wenn ich in seiner zweiten hälfte kurz oben war.
nach der erfahrung könnte die überlegung naheliegen, dass ich wieder zum „alten“ modus zurückkehre – also die nacht zum tage mache. aber gemach damit – ich habe mich ziemlich daran gewöhnt, meinen biorhythmus nicht durcheinanderzubringen. auch wenn ich der realität ins auge sehen muss, dass die zeit zwischen 16/17 und 0/1 uhr am sonntag/montag für mich meistens reizüberflutung bzw. mehr oder minder stilles raunen über die dynamik zu großer menschenmassen bedeutet, heißt das nicht, jetzt wieder regelmäßig wertvolle schlafenszeit zu opfern und samstag auf sonntag hinzugehen.

damit zur musik. und seht es mir bitte nicht nach, dass das insbesondere für die zeit ab 8/9 uhr allgemeine schilderungen ohne bpm-verlaufskurven oder track-ansammlungen sind. meine ganz klaren favoritinnen jedenfalls: fr. jpla und richii.

erstmal zum rest bzw. grundsätzlich: zumindest über die dauer meines besuchs gab’s keine enttäuschungen. alles abseits besagter favoritinnen mehr als nur gutes mittelfeld. yonti war der einzige, mit dem ich nicht viel anfangen konnte, aber das ist geschmackssache. melodisch-treibend ist einfach nicht meins – er hatte jedoch auch seine perkussiven, schnörkelloseren momente. für die uhrzeit (also erste peaktime) ging das klar.
cecilia tosh spielte später mit dem, was im hardwax als „big room dj tool techno“ gehandelt wird, erfreulich zurückgenommen und arbeitete geduldig auf höhepunkte hin. quelza hat den positiven eindruck von seinem september-debüt mehr als bestätigt und war als übergang zwischen yonti und ihr goldrichtig: erste hälfte fordernd, viel arbeit an den eqs, etwas cutting, ein checkpunkt bei der dynamik also. in seiner zweiten hälfte reduzierter. und zwar so weit, dass es mir parallel bei sedef adasi oben schon so vorkam, als ob in ihrem set mehr druck ist (gut, bei dem tempo, das sie mit getappten 138 bpm an den tag gelegt hat, verwundert das wenig). ein eindruck, den ich ebenfalls im vergleich zwischen ogazón und cecilia tosh hatte. da war’s mir bereits zu voll / zu viel, um mich ins getümmel zu stürzen. unbestritten hatte sie die panorama bar so fest im griff, dass ich besser mal zusehe, vorher mehr schlaf zu bekommen, sobald sie innerhalb der nächsten monate wieder auf dem line-up stehen sollte.

fr. jpla machte einfach das, was sie bereits in der autonomendisko am ostkreuz auszeichnet: ausschließlich mit vinyl zu spielen und das so gut ineinander zu verweben, dass es eine dichte mixtur aus rauhen, dubbigen tracks oder denen mit industrieller note geworden ist. geschenkt, dass in ein, zwei fällen die nadel im mix sprang – das gehört zur imperfektion des tonträgers. sonst einfach ein warm-up nach maß mit vereinzelten höhepunkten und den rest der zeit treibend genug, um neugierig auf das zu machen, was danach kommt. vom stil her super zum raum und zum slot passend. und wenn es nach dem applaus am ende geht: ganz schön vieles richtig gemacht (also auch beim booking).
kompliment an richii, die berechenbare dramaturgie eines abends nach dem auf house-tempo tanzbaren set von massimiliano pagliara auf den kopf gestellt zu haben. fing um die 100 bpm an, stilistisch schwer einzuordnen – in jedem fall weit entfernt von generischem techhouse oder einer dominanten 4/4-kick. es blieb in der phase ihres sets in shazam lediglich beim versuch, irgendwas identifizieren zu wollen, habe daher keine hörbeispiele. nach anderthalb stunden war auch sie bei house mit acid-sprenkseln angekommen. aber alleine dass sie in kauf nahm, dass leute den anfang auf der tanzfläche nicht verstehen und sich anderweitig umschauen, ist couragiert und zahlte sich am ende ohnehin wieder aus, als sie eine gut gefüllte panorama bar an die im verlauf besagt zackig spielende sedef übergeben konnte.

erwähnenswerte tracks (*: shazam)

fr. jpla:
shifted – untitled 808 workout
neel – vanadio*
kwartz – dissociation of body and mind*
kwartz – show me that light (cleric remix)*
svreca – frue (sigha remix)
tensal – bihotxak*
jokasti & nek – chromium*

richii:
absis – running up hill*
ebi – hi*
volodymyr gnatenko – adal heid*

quelza:
planetary assault systems – mod
moderat – running (instrumental mix)
furfriend – geck
norman nodge – manmade
dj rush – freaks on hubbard (davon das politisch nicht ganz korrekte intro)

sedef adasi:
oots – alldat junk*

marcel dettmann gibt einblicke in seinen produktions- und entwicklungsprozess

die newsartikel-spalte liest sich bei residentadvisor manches mal wie die zeitleiste in der selbstgebauten social-media-blase, aber umso schöner, dass in features weiterhin in die tiefe gegangen wird. auch wenn dies teil der promo-maschinerie rund um sein unlängst erschienenes fear of programming ist, bringt es leser*innen schon auf den aktuellen stand, was sich seit dem hype um ihn und ben klock als posterboys des berghains (um die groove mal zu zitieren) mitte/ende der 2000er-jahre sowie nach der zäsur durch corona ergeben hat.

marcel dettmann: the next chapter

[berlin / 17.12.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 primal state
04h00 beste hira
08h00 nene h
12h00 akua
16h00 mareena
20h00 orlando voorn
00h00 pete

panorama bar
00h00 dasco
04h00 bryan kessler
08h00 dinky
12h00 nat wendell
16h00 gonno
20h00 seth troxler
00h00 binh

nachbetrachtung

fazit vorneweg: für mich war’s ein aus auch offensichtlichen gründen überdurchschnittlich guter sonntag / montag.

meine hoffnung auf eine entspanntere gesamtsituation hat sich zum größten teil erfüllt. jedenfalls war’s sonntagnachmittag ungefähr so wie anno 2010 am sonntagmorgen: zur tür kommen, fünf minuten warten, reingehen. wie schon bei meinem letzten mal im november gab es die nennenswerte menge an leuten erst sonntagabend vor der tür – dieses mal ca. hälfte des weges. ich nehme an, das hatte mit seth zu tun.
wirklich unangenehme fülle gab es für mich nicht. während seth troxler hatte ich bei dem pulk an leuten vor den toiletten in der panorama bar kurz die sorge, dass das ins stressige kippen könnte. aber plätze ließen sich am rande der tanzfläche sowie auf den sitzen unter den kunstwerken neben der bar stets finden. nach mitternacht hatte sich das alles auch wieder gelegt.

klar vorne für mich dieses mal das berghain. wenn es nach der abstimmung mit den füßen geht, wohl auch für den rest der besucher*innen. wobei das wohl mehr mit dem aktuellen trend richtung techno als mit der musikalischen qualität zu tun hat. da gab’s für mich sowieso auf beiden floors mit einer ausnahme nichts zu meckern.

mein genereller eindruck zu den einzelnen (mit ein wenig dj-nerd-talk).

akua:
da hat die promotext-abteilung (siehe link oben) nicht übertrieben. leider nur eine halbe stunde mitbekommen, aber das war in der tat sehr 1990er-lastig und mit kombinationen, die auf dem papier erstmal keinen sinn ergeben hätten, vor ort jedoch sehr. war nach september ihr zweites mal und ich hoffe mal darauf, dass dieser turnus im großen und ganzen beibehalten wird. würde ich bei nächster gelegenheit gerne komplett hören.

gonno:
wilderte stellenweise überraschend in techno-gefilden, ohne melodischen house zu vernachlässigen. war nur kurz da, fand die mischung jedoch schlüssig.

mareena:
wahnsinnig gut. da hoffe ich analog zu akua auf einen ähnlichen modus, in dem mensch nach monaten rechnet und nicht wieder sieben jahre warten muss. klasse dynamik, die viele mitgenommen haben dürfte, die ende der 1990er / anfang der 2000er mit ben sims / primate und dem, was seinerzeit aus schweden kam (thomas chrome, cari lekebusch etc.) eine menge anfangen konnten. das gespickt durch dubbige tracks und atempausen im set, die nur so lange ausfielen wie nötig = eine menge spaß für publikum und dj gleichermaßen.

orlando voorn:
am montag danach wäre ich weniger diplomatisch gewesen, mit einmal drüber schlafen kommt immer noch ein „ging an meinen erwartungen an wenigstens passable dj-sets vorbei“ heraus. ich will nichts gesagt haben, wenn er oder die technik einen schlechten tag erwischt hat. jedoch hätte letzeres auch diejenigen vor und nach ihm betroffen. er hat durch viel cutting und backspins kaschiert, dass tracks im mix doch gerne mal auseinanderliefen. dazu kommen noch ziemliche lautstärkeschwankungen zwischen manchen tracks, wenn der gain zu weit offen war. nun ja, wie bei k. alexi im september: gehört, produktionen im hinterkopf behalten, nicht als dj.

seth troxler:
gut und gerne hittig (u.a. ein garage-edit von dominicas „gotta let you go“, bei dem ich ganz gerne wüsste, von wem der ist), was aber erstens für die uhrzeit klar geht, zweitens nicht überhand nahm und drittens für mich die beste gelegenheit war, um den beinen vor dem finale eine pause zu gönnen. im nachhinein auch richtig so wegen…

pete:
brauchte 20-30 minuten, um reinzukommen. bis dahin dominierten loops aus zwei tracks als hauptmotiv, um im hintergrund am perkussiven unterbau zu werkeln. dadurch wirkte der anfang etwas statisch. aber danach (und mensch sehe mir bitte nach, dass die mischung aus fanboy-dasein und freude über den slot nach so langer zeit keine objektivität zulässt) einfach nur irre. es ist jedenfalls ziemlich lange her, dass ich das überanalytische bewusstsein einfach mal in sendepause schicken konnte und „du gehst jetzt einfach bitte mal ab“ übernommen hat. kann jedoch im vergleich zu anderen den finger darauf legen und es schält sich argumentativ auch ein hauptmerkmal für sets heraus, während denen es bei mir k(l)ickt: dynamik. das a und o.
vergleich numero eins, zugegeben etwas polemisch: der hauptvorwurf, den ich an die aktuelle härte-durch-viel-tempo-fraktion schicke. das hilft für mich alles nichts, wenn eine gefühlte wall of sound auf mich einprasselt, bei der ich gefühlt stundenlang die gleiche kickdrum mit alibi-breaks dazwischen in einer tour hören muss.
vergleich numero zwei: rolando. ein musterbeispiel dafür, wie djs das publikum mit eqs und lautstärke ködern können. da kann ein track gerade noch laufen und der nächste sogar schon im mix sein, und er setzt mit dem tiefen-eq noch einen drauf.
und genau letzteres hat pete gemacht. stellenweise auch umgekehrt: einem eh schon rollenden, grummelnden bass (macht ihm so schnell keine*r nach, und was habe ich das vermisst!) hier noch hihats und da noch eine snaredrum hinzufügen und die intensität damit noch steigern – aber auch zu wissen, wann das genug ist. da zahlt es sich aus, als resident (der er doch hoffentlich noch ist) die qualitäten der anlage zu kennen und auszuspielen.
ab 5 uhr kehrte sich es dann um und es dominierten die filigraneren tracks mit einzeln eingestreuten höhepunkten. dazu noch den einen oder anderen dubstep-track unter einen techno-loop legen und schon war auch die stilvielfalt gegeben. mit anderen worten: das set war das beste argument, ihn wieder regelmäßig auf dem line-up der klubnächte zu haben. für mich jedenfalls das techno-set des jahres.

binh:
da war ich leider nur sporadisch oben. was ich dort hörte, gefiel mir zwar (um kurz die schublade zu öffnen: melodischer house der rauheren sorte, er spielte strikt mit vinyl), aber pete war für mich einfach zu gut, so dass ich nach zwei, drei minuten wieder nach unten bin. auch wenn ich die aktuellen gegebenheiten nicht so kenne (mein letztes closing habe ich zu pfingstmontag 2018 mitgenommen, wo das berghain noch vor der panorama bar schloss): kurz vor 7:30 uhr fand ich schon sehr sportlich, zumal es auch nicht leer wirkte, als ich kurz vor 7 mal schaute. generell finde ich den aus der not heraus geborenen entschluss (personalmangel, wodurch sich keine leute finden, die montagfrüh/-mittag noch die bars oder garderobe am laufen halten), klubnächte pünktlich um 8 uhr früh am montag enden zu lassen, gar nicht mal schlecht. auch wenn das für einige einen rückschritt zur verschiebung der grenzen nach hinten bedeutet, wie es vor der pandemie noch die regel war, ist das ein deutliches signal, dass so ein wachstum auch endlich ist. versetzt einen auch in die lage, besondere anlässe wie den geburtstag oder neujahr auch wieder mehr schätzen zu können bzw. klubnächte nicht auf biegen und brechen bis dienstagabend verlängern zu müssen.

trackauswahl (*: shazam)

akua:
jb³ – forklift (luke slater’s filtered mix)
maurizio – m4 (b) (direkt danach)
robert armani – road tour (dave clarke remix)

mareena:
endlec – to maintain the flow*
juri heidemann – harsel*
head high – rave (dirt mix)
dj misjah – mindrecorder*
platform – rowcast*
bw – 2002 (palma (pt) remix)*

gonno:
killa bite 1 – a1

orlando voorn:
fix – flash (set-einstieg)
bobby konders – let there be house
underground resistance – timeline
cajmere – percolator

seth troxler:
jungle brothers – i’ll house you

pete (hier wird’s schwierig. da meistens ein oder mehrere loops mit einem track darüber liefen, stieß shazam an seine grenzen. musste mich also auf das langzeitgedächtnis verlassen, das sich mit den inhalten meiner sammlung abglich.):
viel surgeon: atol, patience pt. 2, earth-sinking-into-water, bad hands break
basic channel – phylyps trak (in der ersten set-hälfte), octagon (in der zweiten)
twr72 – x1*
joey beltram – tenfour
endlec – linear authority (x501 vs lfj remix)*
tronikhouse – the savage and beyond (savage reese mix)
charlton – sinister*
scuba – twitch
burial – spaceape
o/v/r – post traumatic son
sleeparchive – the maid in the kitchen
robert hood – range*
jokasti & nek – bumrush*
strathy – cllgdrpt
sigha – rawww
apparat – king of clubs* (schlusstrack)

[berlin / 12.11.2022] berghain: klubnacht

dies ist ein teil von nachbetrachtungen, die ich in der restrealitaet verfasst habe und nun hier herüberkopiere. das datum des postings datiere ich auf den jeweiligen clubbesuch zurück.

klubnacht

berghain
00h00 vân anh
04h00 kasper marott
08h00 jakojako
12h00 answer code request
16h00 rolando
19h00 nazira
22h00 rroxymore
02h00 fiedel

panorama bar
00h00 audrey danza
04h00 barbara hofmann
08h00 eli escobar
12h00 steffi b2b nd_baumecker
20h00 dj pierre
23h00 gerd janson

säule
19h00 soft crash live

nachbetrachtung
umgekehrtes szenario zur reef neulich, wo ich mit der panorama bar nicht so viel anfangen konnte. dieses mal war ich eher weniger im berghain zu finden, dabei lag das nicht mal an der dortigen musik (bis auf nazira, trance um die 145 bpm ist nicht mein steckenpferd). wahrscheinlich vielmehr an der tatsache, dass es unten für mittlerweile herrschende sonntagsmaßstäbe zwar noch angenehm voll war, aber mit dem sorgenfreieren tanzen klappte das oben bei ebenfalls mindestens guter musik einfach besser. da waren die lücken zwischen den leuten einfach etwas größer, obwohl sich das spätestens bei herrn janson auch geändert hatte.
bemerkenswert auch, dass es den sonntag über außer am abend keine nennenswerte schlange draußen gab. drinnen war der übliche füllgrad (zumindest im berghain) spätestens ab 16 uhr erreicht, aber bei rroxymore war’s schon wieder etwas luftiger. hab in diesem jahr schon stressigere sonntagabende erlebt. nichtsdestotrotz war’s die ganze zeit über in der panorama bar für mich aufgrund der meistens luftigeren tanzfläche einfacher.

musikalisch gibt’s für meine begriffe ab sonntagmittag (ankunftszeit) nichts zu meckern. steffi und nd haben ihre durch mehr als 15 jahren residency gesammelte erfahrung in die waagschale geworfen und in den acht stunden ein stilistisch so variables set gespielt, ohne dass mensch wirklich ausmachen konnte, wer welchen track spielt. poppiger, manchmal rauher house, alte und neue breakbeats, ein bisschen acid und das alles in wellen kommend. könnten sie öfter machen. war ein gutes anschauungsbeispiel dafür, was den stil der panorama bar so ausmacht.
dj pierre zwar danach mit einem hittigen potpourri, aber das wesentlich besser gemixt und ausgewählt als von herrn shelby an gleicher stelle vor ein paar wochen. das wurde in seiner letzten stunde auch ziemlich technoid, aber es war echt schön zu hören, dass er nicht in der 1980er-trax-nostalgie festhängt, sondern auch recht aktuelle veröffentlichungen spielt.
herrn janson kann mensch mit gutem gewissen als routinier bezeichnen. in puncto melodien fast schon episch, aber das passt zum closing und zu seinem stil ja eh.

eindrücke von unten: answer code request durchaus ravig, allerdings mit den authentischen 1990er-signalen. rolando härter und anders als im august. vermag es immer noch, an stellen im set im subbass-bereich einen draufzusetzen, an denen mensch es nicht vermutet. nazira wie bereits erwähnt nicht mein fall. rroxymore dann wieder auf dem tempo wie rolando (also unter 140), mir tendenziell zu trocken. hab sie bislang nur einmal auf der letzten cocktail d’amore in der alten griessmühle gehört, was mir dort besser gefiel. nichtsdestoweniger gut von ihr, bei dem slot nicht die ganze zeit absolut vollgas gegeben zu haben, sondern dem publikum zu zeigen, dass das auch reduziert-funky gehen kann. wie auch bei regis letztens: das verschreckt die leute nicht.

ein, zwei sätze noch zu soft crash: ein für mich unbeschriebenes blatt, fand ich unerwartet gut. zwar bin ich mir unsicher, ob ich das jetzt als „italo mit ebm-einschlag“ oder „ebm mit italo-einschlag“ betiteln soll (oder ob schubladen immer und überall notwendig sein müssen), aber als anhaltspunkt reicht das vielleicht aus. nicht mein beuteschema beim musikkauf, jedoch gefiel mir diese im vergleich zu italo rauhere klangästhetik, was phase fatale mit seinen vocals noch unterstrich.

trackauswahl (*: shazam)

steffi / nd
renegade soundwave – the phantom (turntable scratch mix)
todd osborn – on the t*
fantastic man – trance sexual*
mind safari – enter sandman*
credit 00 – pink blunted (credit 00 f**k up)*
elliott thomas – sirius*
nicola cruz – surface tension*
beyoncé – break my soul (honey dijon remix)*

answer code request
tres demented – demented (or just crazy)
format – solid session

rolando
mark broom – dna*
kink – existence*

dj pierre
liaisons dangereuses – los niños del parque
ron trent – altered states (direkt danach)
gemini – klonopinless (direkt danach)
armando – morse code*
radio slave – wait a minute (mark broom’s non stop remix)*
robert hood – moveable parts 1 (untitled 1) (direkt danach)
audion – mouth to mouth
jeff mills – the bells
spokesman – acid creak (pierre’s reconstruction mix)