es steht alles auf dem flyer. bei ra gibt es noch günstige tickets.

nachbetrachtung
rein: 22:45 uhr
raus: 2:45 uhr
und die kurze dauer meines aufenthaltes nimmt mein fazit bereits vorweg: ich kam beim besten willen nicht in den abend hinein. lag auch an der eigenen frustration: ich hätte den tag gerne produktiver verbracht als mich mit chatgpt im kreis zu drehen, weshalb mein anno 2019 gekaufter lg-monitor unter mac os tahoe eine vernünftige hdr-wiedergabe verweigert (er zeigt dann einen violetten stich) und adobe lightroom classic keine bearbeitung von raw-fotomaterial in hdr zulässt, obwohl das mit dem bildschirm des macbook pro immerhin geht.
wenn schon der wegfall meines arbeitsplatzes u.a. mit dem einsatz künstlicher intelligenz verargumentiert wird, war dies ein beispiel dafür, dass eine menge produktivität dafür draufgeht, eben diese künstliche intelligenz daran zu erinnern, was wenige prompts zuvor bereits getippt worden ist.
lösungsvorschläge gab es keine verwertbaren. daher: wer einen vernünftigen 27″-monitor um die 1000 euro kennt, schreibt mir das gerne in die kommentare. anforderungen: muss nicht für’s gaming geeignet sein, aber hdr vernünftig darstellen und darüber hinaus per usb-c angeschlossen werden können. ich habe aktuell einen usb-hub mit zwei usb-a-anschlüssen, die tastatur und maus versorgen und hätte das gerne weiterhin. wenn noch ein dritter usb-a-port vorhanden ist, der ein festplatten-dock mit durchsatzraten von usb 2.0 bespielen kann, wäre das perfekt.
womit ich gekonnt meine eigenen befindlichkeiten zum hauptthema gemacht habe. allerdings hatten diese unmittelbaren einfluss auf die stimmung, mit der ich richtung jannowitzbrücke gefahren bin. victor fehlte, dafür wechselten sich tasha und stenny im b2b-modus ab. meinem eindruck nach erst ab 2 uhr mit einer gemeinsamen sprache, davor passten die tracks für meine begriffe (und die lädierte grundstimmung) nicht so recht ineinander.
aufteilung jedoch anfangs klar: stenny dubbig, tasha (tech-)housig, ab 2 uhr wurde der grundtenor technoid und stenny sorgte mit „slider“ von tube jerk für meinen persönlichen (da unerwarteten) höhepunkt des abends, weil brighton und artverwandtes in den letzten jahren in clubs einfach mal unterrepräsentiert ist. auch „channel b“ von mono junk lasse ich mir zur begrüßung schmecken.
weiterhin für die party positiv: der niedrige vorverkaufspreis. ich war noch rechtzeitig genug für den super early bird (5,50 euro). hätte ich das alles verschlafen, wären bei ra 13 euro als endpreis fällig gewesen. evtl. wurde der auch an der tür aufgerufen. aus meiner sicht sehr fair, wo 20 euro auch unter der woche durchaus standard sein können.
im sinne des füllgrads ging das kalkül völlig auf: es war bereits bei meiner ankunft halbvoll und bei meinem aufbruch sehr gut gefüllt – wenn auch nicht überfüllt, wie es von der version oder dem objekt-wormhole am wochenende bekannt ist. das führte allerdings zu einer negativen begleiterscheinung, die mich mittlerweile daran hindert, mich wirklich lockermachen zu können: raucher (dieses mal bewusst nicht gegendert) auf der tanzfläche, die ihre kippe nicht innerhalb der handfläche halten und damit potentielle quelle für brandlöcher an klamotten sind. klar könnte mensch argumentieren, dann halt mal nicht das lieblingsshirt auf partys anzuziehen. andererseits (wohlwissend, dass das eine potentiell unpopuläre meinung ist) finde ich den nichtraucher*innenschutz neben den olfaktorischen sowie gesundheitlichen gründen auch aufgrund der tatsache sehr gut, dass ich mir keine gedanken machen muss, irgendwie angesengt zu werden. positiv hervorheben möchte ich jedoch die beiden herren, die mich an getrennten zeitpunkten am rande sitzend proaktiv gefragt haben, ob es okay wäre, wenn sie eine rauchen würden. das ist die umsicht, wie ich sie mir auf partys wünsche.
grundsätzlich auch weiterhin partys in so einem format. auch wenn victor verhindert war, finde ich es total super, wenn sich zwei geschmackssichere leute auf dem line-up den abend nach ihrem gusto aufteilen, sich dabei bälle zuspielen und idealerweise eine gemeinsame dramaturgie entwickeln können. auch wenn das meinem eindruck nach erst ab 2 uhr der fall war, ist der ansatz in zeiten überbordender line-ups genau der richtige: lieber weniger leute ins line-up, den eintrittspreis entsprechend schmal halten und sich stilistisch acht stunden komplett frei entfalten – so habe ich die szene kennengelernt und so nostalgisch das auch ist: es ist wichtig, auch solche abende zu haben, die zeigen, dass weniger mehr ist, und somit den szenemotor kühlen, bevor der völlig überhitzt.
insofern: gerne auch beim nächsten mal. ich sehe dann zu, mich vorher nicht mit irgendwelchen technischen finessen herumzuschlagen.