unter „spontanentscheidung“ abheften. gleich mit zeitplan, bin nicht vor sonntag mittag dort.
is it all over my face
FUNKPARK
14:00-17:00 JANINA
17:00-19:00 BLEED
19:00-20:00 TONY LIONNI – LIVE
20:00-22:00 SVEN DOHSE
22:00-24:00 JANINA
24:00-02:00 BLEED
02:00-04:00 KENNY CEE – PARTYCRASHERS // deeptech set
04:00-06:00 SAVAS PASCALIDIS // deep techhouse set
06:00-07:30 FUNCTION // deeptech set
07:30-09:00 SPECIAL/TBC
09:00-11:00 MACK
11:00-13:00 HOF GUTOW
13:00-15:00 KAOS
15:00-17:00 A GUY CALLED GERALD
17:00-20:00 SAVAS PASCALIDIS
20:00-22:00 LEN FAKI
22:00-24:00 DEADBEAT LIVE
RECHENZENTRUM
22:00-24:00 ALAN SOMMERVILLE
24:00-02:00 A GUY CALLED GERALD – LIVE
02:00-04:00 SANDWELL DISTRICT // Regis & Function
04:00-05:00 REDSHAPE LIVE
05:00-07:00 JAMES RUSKIN
07:00-08:00 WHATYES LIVE
08:00-10:00 KENNY CEE – PARTYCRASHERS
SONNENWIND FLOOR*
FRANK MARTINIQ
POR.NO
ANARKI
JERANDO
TEAMORE LIVE
eintritt: 15 euro / 8 euro (ab sonntag, 10 uhr)
*: ersatz für das von amts wegen abgesagte sonnenwind-festival.
review
zeigen
ankunft:
gegen 12 uhr mittags. vorgefunden haben wir ein mäßig gefülltes gelände, zwei leute auf der nicht im schatten liegenden tanzfläche, aber dafür mindestens 200 leute am rande auf den liegen, unter den zelten / pavillons / bäumen. bei 30 grad im schatten aber auch kein wunder.
acts:
hof gutow: zurückhaltender als auf der fusion, was angesichts der uhrzeit, der temperaturen und der umstände auch vollkommen klar ging. hatte in der zeit die schaukel an einem der baumstämme für mich entdeckt.
kaos: musikhistorisches bewusstsein schön und gut, war aber zu der zeit einfach nur deplatziert. disco zu beginn, irgendwann lief auch „rock the casbah“ von the clash, später acid house, dann auch halbwegs gemixt. tanzfläche zu weiten teilen leer, dafür füllte sich der rest der freifläche.
a guy called gerald: ihm fiel dann die aufgabe zu, die party nochmal neu zu starten, was ihm auch leidlich gelang. aus den sitzen erhoben sich zwar nur wenige (die hitze…), aber immerhin waren nach einer halben stunde wieder einige wenige leute vor seiner nase.
savas pascalidis: fand ich erstaunlich gut, weil ich wahrscheinlich nichts erwartet hatte. gut, mit dem mixing hat es weniger gut hingehauen, auch er hat größtenteils musik älteren datums gespielt, aber dafür passend zu ort und zeit. das erste mal, dass ich mich in richtung tanzfläche aufraffen konnte, wo ich erstmal über den klang staunen konnte. an den rändern war von der musik zwar auch etwas zu hören, das aber ungefähr in einer lautstärke, mit der man daheim nicht einmal die nachbarn belästigen würde. auf der tanzfläche hingegen ein satter, klarer sound, den ich sogar ohne hearsafes genießen konnte. interessant dabei das setup der acht subwoofer, von denen sich jeweils zwei direkt gegenüberstanden, die jeweils von einem direkt dahinter positionierten paar zusätzlich befeuert wurden. denke, damit hat das rechenzentrum den behördlichen auflagen rechnung getragen, aber zugleich den besten kompromiss bezüglich eines druckvollen, klaren sounds erzielt. fand das jedenfalls vollkommen ausreichend.
len faki: nur das intro mitbekommen, weil direkt nebenan noch ein konkurrenz-open-air stattfand, was den gesamten nachmittag über schon mit größerer lautstärke und außerdem freiem eintritt aufgefallen war. dort war der live-act von schulz und söhne gerade in den letzten zügen, allerdings war hier im gegensatz zum rechenzentrum eine feiernde meute zugange (wobei sich das auch erst im laufe des nachmittags entwickelt haben soll). da sind wir dann noch eine stunde geblieben, um gegen 21h30 in richtung heimat aufzubrechen. das hat dann auch gelangt.
fazit:
man kann jetzt ewig über die gründe spekulieren, weshalb der mittag / nachmittag / abend im rechenzentrum nicht in schwung kam. habe mir sagen lassen, dass die party nachts / am frühen morgen überaus gut gewesen sein soll. allerdings war das konkurrenzangebot auch nicht zu unterschätzen. damit meine ich nicht das open-air direkt nebenan, wo man – im gegensatz zum rechenzentrum – nicht auf irgendwelche auflagen rücksicht nehmen musste und daher alleine durch die lautstärke auffallen konnte. es gab außerdem das „berlin beach break“ in grünau, u.a. mit dbx live, ricardo villalobos und fumiya tanaka. kann sein, dass es auch dort einige hingezogen hat. vielleicht wären auch fünf euro eintritt genug gewesen, keine ahnung.
muss dennoch sagen: verschwendete zeit war der nachmittag im rechenzentrum nicht. zum herumgammeln in der hängematte oder reden mit zufällig getroffenen bekannten war’s ideal. keine ahnung, ob das vertretene publikum mittlerweile repräsentativ ist, weil ich erst das zweite mal innerhalb von einem jahr dort war, aber abgesehen von ein paar aufgepumpten solarium-stammkunden fiel mir absolut nichts negatives auf. scheint so, als ob der ort sich in den letzten monaten bei den üblichen sonntags-afterhour-verdächtigen herumgesprochen hat.
ein jammer nur, dass die tage dort auch gezählt zu sein scheinen. die reederei riedel möchte ihren hafen gerne ausdehnen und hat sich das gelände des rechenzentrums dafür ausgesucht und führt zur rechtfertigung mittlerweile an den haaren herbeigezogene geschichten von kontanimiertem grund und boden herbei, weshalb das areal erstmal grundlegend saniert werden müsste. bis ende september hat das rechenzentrum einen mietvertrag, danach wird sich zeigen, ob man an ort und stelle bleiben kann.