war lange abwesend, aber das kommende wochenende reizt dafür doppelt.
berghain: leisure system

zeitplan:
23h00-01h30: n>e>d / voltek
01h30-02h30: machinedrum live
02h30-03h30: egyptian lover live
03h30-04h00: n>e>d / voltek
04h00-05h15: dmx krew live
05h15-06h30: headnoaks
06h30-ende: n>e>d / voltek
panorama bar: kompaktorama
00h00-04h00: tobias becker
04h00-05h00: matias aguayo & band
05h00-09h00: dominik eulberg
09h00-ende: dj fra
12 euro
review
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ankunft: kurz nach 1 uhr, in befürchtung einer riesigen schlange, aber stattdessen warteten vielleicht 20 leute. entsprechend schnell ging’s dann auch voran. drinnen war’s im vergleich zu einem üblichen samstag etwas leerer.
acts:
voltek: legte schon zu früher stunde mit „on“ von aphex, „peschi“ von reload und artverwandtem zu früher stunde ordentlich vor, aber glücklicherweise war’s im berghain kurz nach 1 vergleichsweise voller als oben.
tobias becker: da bin ich tatsächlich gerne etwas länger geblieben. erstmal, um durch das fenster das geschehen vor der tür zu beobachten, und außerdem waren das sehr gediegene house-klänge, die der herr ausgewählt hat. äußerst gutes warm-up, aber auch der einzige act, den ich beim kompaktorama mitbekommen habe.
machinedrum: dubstep und idm in harmonischer eintracht. da zeichnete sich langsam ab, dass die schlange vor der tür etwas anwuchs.
egyptian lover: nun ja, „live“ war da übertrieben. eigene tracks, bzw. instrumentals, wurden von cd abgespielt und er gab den mc. aber abgesehen von dem kleinen makel: super tracks (immer noch), tolle stimmung, hatte etwas konzertcharakter, aber das passte auch zum stil.
n>e>d: sets zur überbrückung sind irgendwie immer undankbar, weil alle eh auf den nächsten act warten, dem man nicht die butter vom brot nehmen möchte (wenn man nicht gerade ein größeres ego-problem hat) und eine halbe stunde wirklich nicht für eine ordentliche spannungskurve ausreicht. entsprechend unprätentiös, und das ist für die situation als kompliment zu verstehen.
dmx krew: wahnsinnig gut. schoss aus seinem akai mpc-1000 (bitte ggf. korrigieren, so genau habe ich nicht hingeschaut) electro- und acid-salven ab, dass es eine wahre freude war, das publikum und ihn selbst dazu in bester stimmung zu sehen. der vocoder rundete das ganze noch ab. man merkte, dass der herr in den letzten jahren einiges an praxiserfahrung gesammelt hat, so souverän brachte er sein set über die bühne. danach war für mich alles interessante an dem abend gelaufen und der heimweg ließ nicht lange auf sich warten.
fazit:
der abend kam zwar später in schwung als üblich, dann aber richtig. musikalisch gibt’s für das berghain nichts zu kritisieren, was der musikalisch geschlossenen zusammenstellung und dem stringenten timetable zu verdanken ist. hätte zwar gerne noch etwas von matias aguayo mitbekommen, aber dmx krew ließ mir als gewinner des abends keine andere wahl, als weiterhin unten zu bleiben.