und da bin ich wieder. vielleicht schaffe ich es bis dahin, mir sein neues album anzuhören. andererseits wird’s bei dem anlass wohl genug gelegenheit dazu geben.
nachbetrachtung
wie so immer bei abenden, die mich restlos überzeugt haben, gibt’s das fazit vorneweg: war für mich einer der musikalisch interessantesten und allgemein wertvollen berghain-abende 2014. kann ich auch drastischer ausdrücken: die fünf stunden, die ich dort war, gaben mir zumindest vom musikalischen inhalt mehr als manche samstags-klubnacht, deren besuche in letzter zeit manchmal etwas länger werden konnten.
barker spielte zunächst ein eher von ambient geprägtes intro, aber auch experimentielle beat-mathematik von autechre (ipacial section). gajeks album auf monkeytown hatte ich zuvor nicht gehört und das daher (wie das clark-album) auf den live-act verlegt. sein stil ist ein ganz interessanter hybrid aus post-dubstep, techno, house-anleihen und natürlich electronica, wirkte aber – gerade was die übergänge zwischen den tracks anging – noch sehr skizzenhaft. so einen wirklichen fluss ergab das set (wie das album, das habe ich im nachhinein dann doch mal gehört) zwar nicht, aber das potential ist vorhanden.
mondkopf als brücke zwischen ihm und clark mit einem astreinen techno-set wie schon zur not equal, clark absolut ohne tadel. viel aus der „turning dragon“, generell sehr treibend, tanzbar, und ja – auch ergreifend. für mich steht jedenfalls außer frage, dass er mit seinen zuweilen epischen melodischen arrangements perfekt zum ort passt. schön jedoch, dass es gerade zum schluss hin auch sehr ravig werden durfte.
barker sorgte dann bis kurz nach 1 für einen ebenfalls ziemlich technoiden ausklang des abends mit „a journey to reedham (7 am mix)“ von squarepusher zum finale bei angeschaltetem putzlicht.
wie schon erwähnt: bot an spektrum einiges mehr als mancher samstag. toll auch, dass so einige leute inmitten der woche den weg zum wriezener karree fanden und sich clarks stil vor toller kulisse und vollem haus entfalten konnte.
