wetter passt, die spiellaune der drei herren auch. also mache ich mal das triple voll, wenn der sekundärmarkt mir gewogen ist.
16:30 cari cari
17:30 donots
19:00 die ärzte
nachbetrachtung
zwar weite teile von cari cari verpasst, war aber rechtzeitig genug dort, um ein bändchen für die zweite welle abzugreifen. und daran könnte ich mich gewöhnen – die sicht auf die bühne ist von dort definitiv nicht zu verachten und das publikum in puncto pogo auch sehr gemäßigt. das beste beider welten also.
die donots mit punkrock nach allen regeln der kunst (und „whatever happened to the 80s“ sowie „we’re not gonna take it“ als cover) und als aufwärmprogramm für die drei ging das auch komplett in ordnung. aber gezielt würde ich keines ihrer konzerte besuchen. dafür überwog mir zu sehr der rock-faktor, wie mensch ihn noch aus den 1980ern kennt, obwohl sie eigentlich alterskohortentechnisch näher an mir dran sind.
egal, sie haben das souverän gemeistert. klar, dass mensch auf so einer großen bühne alles geben möchte. es hat mit meinen präferenzen zu tun, dass ich mit den eher rockigeren klängen, obwohl mensch punk sein möchte, nicht warm werde.
belafarinrod waren auch an tag drei für überraschungen gut: erst zur eröffnung „nicht allein“ antäuschen und dann einfach mit „sommer, palmen, sonnenschein“ reingrätschen – ein signal an das stammpublikum, es auch an tag drei für sich selbst spannend halten zu wollen. „instrumente des orchesters“ leider nur angetäuscht, ging in „super drei“ auf. bei „nie wieder krieg, nie mehr las vegas!“ würde es mich nicht überraschen, wenn das spontan ins set genommen worden ist – so ungeprobt klang das. „alle auf brille“ kam ebenfalls unverhofft und auch mit texthängern, aber das funktioniert von den neuen stücken erstaunlich gut. „gehn wie ein ägypter“ sowie „bitte bitte“ waren vom freitag wieder drin. „zu spät“ kam mal nicht ganz zum schluss. stattdessen „teenager liebe“, nachdem farin festgestell hatte, dass sie noch vier minuten haben, die sie prompt damit gefüllt haben.
als krönung noch der pikachu-moment, der sich auf youtube nachschauen lässt (vor „anastasia“). platz für schabernack blieb also auch am letzten abend.
wenn auch (diese zeilen entstehen am 7. januar 2026) farins kooperation mit flakes weihnachtsalbum dazwischenkam und einen schalen beigeschmack hinterlassen hat: eines der besten wochenenden anno 2024 – und ich würd’s wieder tun.