ich war soeben auf dem sekundärmarkt erfolgreich und werde in dieser saison noch wenigstens zwei male hier vorbeischauen. aber erstmal die legende erleben.
nachbetrachtung
die verlierer mit punk, der mit emo gekreuzt ist. hat sicherlich seine anhänger*innen, mich jedoch nicht dazu bewogen, mich auf streaming-diensten oder anderweitig mit ihnen zu befassen. aber für’s aufwärmprogramm definitiv eine passende wahl.
mit die erste amtshandlung von iggy pop bestand daraus, sich seiner weste zu entledigen und seine anderthalb stunden oberkörperfrei zu bestreiten. fast alle zutaten dabei, wie mensch sie von iggy kennt und beinahe erwartet, nur der selbstverletztende anteil blieb aus. sonst auch gerne mal am boden liegend. schön, dass er neben „the passenger“ und „now i wanna be your dog“ auch „real wild child“ im set hatte, was viele seiner fans aufgrund seiner anleihen beim synth-pop wahrscheinlich als halbverrat ansehen.
ich hab währenddessen überlegt, ob er sich mit diesem gestus alter schule einen gefallen tut. hab mich aber für’s wohlwollende entschieden. nach all dem, was er durch hat, mit beinahe 80 jahren noch so über die bühne zu fegen und mit seiner präsenz auch nicht ins leere zu laufen, sondern das publikum mitreißen zu können, verdient absoluten respekt. gerade bei ihm eine wandlung zu erwarten, der besagten rockstar-gestus entscheidend mitgeprägt hat, wäre komplett daneben. solange er kann und die leute es wollen, sollen sie iggy bekommen. ich hab das jetzt einmal mitgemacht und kann hinter ihm einen haken machen. nochmal würde ich nicht hin.