der 13. fällt im august auf einen freitag, das wird prompt ausgenutzt.
schaltstufe13
hanno hinkelbein
mack
kriek
a.l.e.x.s.
startet um 23 uhr, der eintritt hängt vom glück beim würfeln ab.
review
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kurz nach 5. die anti-poser-türopolitik wurde so gestaltet, dass der türsteher nach dem namen und der herkunft der party fragte. nachdem beides erfolgreich absolviert worden war, kam beim würfeln eine vier raus. manch einer mag über elitarismus sprechen, für meine begriffe war das eine sympathische art, sich das publikum auszusuchen, zumal man auch ausgesprochen freundlich behandelt wurde.
drinnen positive bauliche veränderungen: der provisorische bauzaun, der den gang von der tanzfläche trennt, ist passé, stattdessen gibt’s das ganze jetzt gemauert. macht gleich einen professionelleren eindruck. außerdem führt nun eine stahltreppe vom garten in die obere etage (mit pong-spiel und tischtennis quasi doppelt gut ausgestattet), da muss man also nicht zwingend durch’s treppenhaus, wo es bei entsprechender fülle schon eng werden kann. der garten konnte seine qualitäten wegen des schauerwetters nicht entfalten, aber da war’s schon letztes jahr gemütlich.
für kurzzeitige verwirrung sorgte die beschallung auf den toiletten – da gab’s hörbücher, u.a. von martin semmelrogge. auch eine klasse idee, weiß aber nicht, ob das schaltstufe-exklusiv ist.
acts:
kriek: immer noch mit seiner vorliebe für verschaffelte tracks, auch die seit monaten / jahren obligatorische clark durfte nicht fehlen. dennoch: irgendwie komme ich mit der neueren wonky-schule nicht mehr mit oder bin dem entwachsen.
a.l.e.x.s.: leichtfüßig zwischen techno härterer gangart, dreckigen breaks und dubstep unterwegs, hat mich damit überzeugt.
hanno hinkelbein: mal ehrlich – wenn jemand von der „portrait of a dead girl“ von i-f erst „superman“, dann einige tracks später auch noch die a1 spielt, kann das nur gut sein. trifft auf den rest allerdings auch zu. als ich gegen 9 uhr ging, gab es den dreier-ping-pong.
fazit:
eine mal wieder gediegene techno-veranstaltung mit familiärem charakter – das ist die konstante, auf die bei der schaltstufe verlass ist. da muss man nicht die fülle einer party zum maßstab erheben, sondern einfach genießen, unter gleichgesinnten zu sein (auch wenn es mir stellenweise bei den tanzpausen so vorkam, als ob manche ihr redebedürfnis unbedingt bei mir ausleben wollten – aber den umgang damit kann man nach mehr als zehn jahren cluberfahrung auch gelernt haben).
neben den strobo-röhren gab es auch oben an der decke rote und blaue lichter. keine ahnung, ob es das mikz-inventar oder die schaltstufen-sonderanfertigung ist – war definitiv gelungen.