der horst hat sich angeblich eine pa von kirsch audio gegönnt – ein netter nebenaspekt, hinzugehen. hauptgrund ist das line-up, welches dem laden gut zu gesicht steht und sich hoffentlich bei möglichst vielen leuten herumsprechen wird.
eintritt
10 euro
der ablauf
00h00-02h00: n>e>d
02h00-04h00: clark
04h00-05h00: jimmy edgar
05h00-ende: dj flush
review
zeigen
acts:
n>e>d: house mit stellenweise discoidem einschlag, zu clark hin mit bleeps & clonks. da standen wenige beine still.
clark: wer (so wie ich) annahm, dass er sich im horst mäßigen würde, sah sich im letzten drittel des sets eines besseren belehrt. da gab’s die drill&bass-breitseite. hinterließ bei mir einen insgesamt etwas wirren eindruck, aber das ist bei ihm beinahe schon stilmittel und daher auch nicht negativ wertend, sondern die schiere vielfalt seiner ideen anerkennend gemeint.
jimmy edgar: electro mit pop-einschlag erster güteklasse, punkt.
dj flush: spielte als erster des abends mit vinyl. in berlin an sich noch keine weltbewegende tatsache, wo man im ausland scheinbar vertraglich regeln muss, dass neben dem pult noch technics stehen, deren nadeln jedoch seit längerem nicht gewechselt worden sind. umso überraschter war ich, dass genau das problem sich von beginn seines sets an durch verwaschene höhen und mitten bemerkbar machte. anstatt erstmal die nadeln zu tauschen, wurde der mixer ausgewechselt (xone92 => djm-800), ohne dass dies zu einer verbesserung führte. schließlich kam der nachtmanager mit einem alten satz ortofon-nadeln an, die prompt unverzerrten klang lieferten. ungefähr ein drittel der leute war da schon gegangen (reine spekulation, ob es auf die klangliche verzerrung oder die absolvierten headliner zurückzuführen ist), entsprechend die laune bei flush, dem musikalisch mal wieder nichts vorzuwerfen ist. manch einer mag meinen tick belächeln, zu vinyl-sets meine shure-systeme mitzunehmen, aber im zuge der fortschreitenden digitalisierung des djings wird die pflege der technics und der clubeigenen systeme wahrscheinlich eine zunehmend stiefmütterliche rolle einnehmen, so dass man besser beraten ist, wenn man selber vorsorgt.
fazit:
musikalisch ein wie erwartet vielfältiger abend mit jimmy edgar (und eigentlich auch dj flush, jedenfalls bis 5h30, das war der zeitpunkt für den beginn des heimwegs) als musikalischem höhepunkt. die kirsch audio zählt für meine begriffe nun zu einer der referenzanlagen der stadt, womit noch ein weiterer, nicht zu unterschätzender anreiz gegeben ist, den club öfter zu besuchen, wenn das line-up stimmt.
eine kleine schwachstelle bleibt immer noch das licht, wobei ich es als angenehm empfand, dass der laser vom september wieder abmontiert war. aber die led-reihen an der decke können die gesetzten musikalischen akzente nicht so recht widerspiegeln. bin ja immer noch für zwei, drei strobos, aber sowas muss auch erstmal finanziert werden, und da hat man mit der anlage schon goldrichtig investiert.

