severance

wieder heißen wir eine neue kategorie willkommen, und solchen filmen überlässt man gerne den auftakt.

war der eröffnungsfilm des diesjährigen fantasy filmfestes (fff) – die feiern übrigens 20-jähriges, meinen glückwunsch – und dort widmet man sich u.a. den mal mehr, mal weniger aufwändig produzierten schockern (oder solchen, die es gerne wären). noch dazu werden die filme in der originalfassung gezeigt, was meinen vorlieben sehr entgegenkommt. aber genug der vorrede.

severance*

inhalt
ist schnell erzählt.
eine gruppe von fünf angestellten eines rüstungsunternehmens namens „palisade defence“ reist mitsamt ihrem teamleiter zu einem motivationswochenende nach rumänien. da hätten wir zum einen die beiden damen: die blonde maggie und die brünette jill, die ihre vorfreude auf die tage mit den vier herren kaum verbergen können. diese wiederum bestehen aus dem als leiter hoffnungslos überforderten richard, der seine fehlende autorität immer wieder verzweifelt unter beweis zu stellen versucht, seinem sekretär billy, der im gegensatz zu seinem chef stets den überblick bewahrt, dem hoffnungslos zynischen, seinem boss immer wieder in den rücken fallenden harris, dem notorischen ja-sager gordon, und zu guter letzt steve, der bereits auf der hinfahrt den rauchmelder auf der bordtoilette des busses durch’s kiffen auslöst.
nach einem zerwürfnis mit dem fahrer ist die meute auf sich allein gestellt und schlägt sich mitsamt gepäck zu einer bruchbude im wald durch, die sie als ihr vermeintliches quartier identifizieren. dummerweise waren dort einst kriegshungrige söldner untergebracht, bei denen „palisade defense“ ein – sagen wir mal – „ausbaufähiges“ image besitzt und die nach wie vor die wälder unsicher machen. unnötig zu erwähnen, dass die anwesenheit der motivationstruppe ihnen gerade gelegen kommt.

umsetzung
das ganze klingt nach allseits bekannten und oft genug durchgekauten schemata, und an sich hatte ich das slasher-genre vor zehn jahren schon hinter mir gelassen. allerdings machte die englische herkunft des films und die damit verbundene aussicht auf britischen humor neugierig, und enttäuscht wurde (wohl nicht nur) ich keineswegs. der film lässt eigentlich kein klischee aus, spielt aber auch gekonnt mit ihnen – inkl. ein paar schreckmomenten, aber die sind nach den beileibe nicht auf slapstick, sondern auf trockenen humor getrimmten lachnummern schnell verdaut. trotz einfachster mittel macht der film einen alles andere als billigen eindruck, das blut fließt in maßen (aber keine sorge, immer noch genügend), und es wird lieber auf die details beim morden als auf übertriebene effekthascherei wert gelegt. das gleiche gilt beim obligatorischen überlebenskampf.
insgesamt sehr kurzweilige unterhaltung, und dank des immer wohldosierten humors auch eine angelegenheit, bei der man gute gesellschaft in unmittelbarer nähe haben sollte. aber das ist bei filmen dieses genres eh ratsam.

lief beim fff als weltpremiere, kommt am 25. august in die englischen kinos, wird hoffentlich (wieder) den weg hierher schaffen – und bitte auch wieder als originalfassung.

severance-website

*: analog zu den discogs-links bei den tonträgern gibt es imdb-links bei filmen.

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