ein begriff wie „lebende legende“ sollte nicht überstrapaziert werden, in bezug auf juan atkins ist er jedoch nicht zu weit hergeholt. neue veröffentlichungen waren in den letzten jahren rar gesät (die zusammen mit pacou produzierten „berlin sessions“ sind auch schon fünf jahre alt), was im zusammenhang mit kurzfristig abgesagten auftritten eine menge stoff für spekulationen bietet.
umso überraschender, dass er sich gegenüber bleep43 dazu erstaunlich offen äußert, und wer darüber hinaus etwas über cybotron erfahren möchte, sollte sich die zeit nehmen, sich die zwei teile in ruhe durchzulesen. das ist eine ausführlichkeit, an der sich im netz einige ein beispiel nehmen könnten.
[berlin / 02.10.2009] suicide: hertzattacke
kurzentschlossen verschlägt es mich heute abend dorthin.
hertzattacke
00h00-02h00: astma
02h00-04h00: tanith
04h00-06h00: asem shama
06h00-ende: arzt
ab 23h59
eintritt: 6 euro
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bilanz september 2009
am spätsommer kann es nicht gelegen haben, vielleicht tatsächlich an der qualität der einträge? ich freue mich über (ausgangsseitige) 6.695 besucher, das sind 223 pro tag und somit im schnitt mal eben 34 mehr. vielen dank dafür!
die suchmaschinen führten die leser deswegen hierher:
1. karneval der verpeilten 2009 (fand nicht statt)
2. moritz von oswald schlaganfall (gerade im zuge des konzertes im berghain letzte woche wieder aktuell. wer nicht extra den eintrag raussuchen und / oder lesen will: es geht ihm den umständen entsprechend gut, die linke körperhälfte ist noch gelähmt, allerdings hut ab, dass er kaum ein jahr danach schon wieder auf der bühne steht.)
3. karneval der verpeilten (*seufz*)
4. dissonanzstudien (musste ja kommen)
5. site:dissonanzstudien.de weloveberlin (weloveberlin ist ein für mich immer noch nicht in frage kommendes portal, welches mit seinen bildern und usern nicht repräsentativ für das ist, was ich mir unter der berliner techno-szene vorstelle. allerdings sind das angesichts der userzahlen und der größe der dort favorisierten parties dimensionen, die man nicht unter den teppich kehren kann. ein glück, dass man hier anderweitig sein vergnügen haben kann und demnach nicht zwangsweise damit in verbindung kommt. klingt unter dem aspekt des niemanden-ausschließen-prinzips zwar arrogant, andererseits hat auch techno als ehemalige subkultur schon längst eigenständige formen des mainstreams oder seltsame stilblüten entwickelt, von denen man sich emanzipieren kann, sofern man denn möchte.)
6. stypeblog (siehe 4.)
7. dissonnzstudien (das üben wir nochmal)
8. karneval der verpeilten berlin 2009 (siehe 1.)
9. stype blog (bin gespannt auf weitere variationen)
10. verlorenwasser party (kann nur das panzerwerk gewesen sein, dann über das true-spirit-board, weil ich selber nie dort war)
11. zplaesh (wahrscheinlich der werte herr hier.)
12. anstam (nachschub zu „cree“ wird sehnlichst erwartet.)
13. krsnskate tracklist (wozu? zum mix auf soundcloud, der den besucher der wmf-website begrüßt?)
14. rekd001db (ah, die erste katalognummer des digital-sublabels von rekids, muss man auch erstmal drauf kommen.)
15. ritter butzke geschlossen (aber nicht mehr lange)
wünsche einen spannenden, aufregenden oktober. hier wird mal wieder einiges geboten in den nächsten wochen. bleibt mir dennoch gewogen.
[berlin / 03.10.2009] mädcheninternat: möbelrücken
da mein tresor-boykott tatsächlich seit einem jahr anhält und ich somit seltener dazu komme, marcel zu unterstützen, ist die gelegenheit günstig, sich eine der von vielen hochgelobten locations anzuschauen. bzgl. spielplan bin ich überfragt: marcel von 0-2 uhr – mehr weiß ich nicht.

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[brd / 27.09.2009] bundestagswahl 2009
„brd“ stellvertretend für das wahllokal, was in der benachrichtigung jedes berechtigten vermerkt ist. als service noch der unterschied zwischen erst- und zweitstimme, weil auch ich diesbezüglich alle vier jahre nachschauen muss.
macht eure stimme nicht alleine vom wahl-o-mat abhängig, lest stattdessen vielleicht ein bis zwei wahlprogramme. wählt nicht alleine aus protest, sondern schaut, welche der parteien euren vorstellungen für die nächsten vier jahre entspricht und in einer nicht-großen koalition etwas bewegen kann. macht in jedem fall von eurer stimme gebrauch, man kann sich an anderen sonntagen dem hedonismus hingeben.
das amtliche endergebnis steht dann hier, wenn’s soweit ist.
und das endergebnis:
bundesweit (wahlbeteiligung: 70,8%)
spd: 23,0%
cdu: 27,3%
fdp: 14,6%
linke: 11,9%
grüne: 10,7%
csu: 6,5%
sonstige: 6%
für den wahlbezirk 522 (f’hain-kreuzberg, wahlbeteiligung: 53,5%, in gesamt-berlin: 70,9%)
spd: 18,5%
cdu: 8,7%
fdp: 5,5%
linke: 20,7%
grüne: 34,7%
npd: 0,3%
rep: 0,1%
sonstige: 11,5%
[berlin / 25.09.2009] wmf: die allianz #4
auf dem plakat nur im kleingedruckten, bzw. gar nicht vermerkt:
beginnt um 23 uhr, kostet 15 euro.
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[berlin / 23.09.2009] berghain: elektroakustischer salon
glaube, bei dem angebot bleiben keine fragen offen, bis auf die nach dem eintrittspreis. dafür siehe unten.
vvk: 16 euro (plus gebühr)
ak: 19 euro
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[berlin / 24.09.2009] breipott: bassgewichtheben
der dritte streich, für den ich anfang der woche noch ein wenig etwas einkaufen gehe. vielleicht hält der spätsommer bis donnerstag, so dass man sich gerne abends auf den weg macht, aber rechtzeitig genug reingeht, um mir gesellschaft zu leisten.
bassgewichtheben
stype (killekill / berlin) -ableton-set-
ab 21 uhr
eintritt: 0 euro / ein dj-euro beim ersten getränk
breipott / skalitzer straße 81 / u-bhf schlesisches tor
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r.i.p. roc raida
in unregelmäßigen abständen wird mir als rein auf beatmatching bedachtem plattenjongleur bewusst, dass andere in kürzerer zeit wesentlich mehr mühe darauf verwandt haben, das publikum mit fader- und körperakrobatik in den bann zu ziehen. dabei sind es solche leute, die nicht nur zwei plattenspieler und einen mixer als instrumente zur kreation eines neuen tracks gebrauchen (so wie es eigentlich der anspruch eines jeden techno-djs sein sollte, anstatt acht-takte-sicherheits-mixing zu betreiben), sondern mit rhythmus- und koordinationsgefühl auch eine viertelstunde mit nur einer einzigen platte und einem crossfader spannend gestalten können.
einer der pioniere ist heute mit 37 jahren viel zu früh verstorben. am rückgrat hatte er sich durch einen unfall beim kampfsport-training eine verletzung zugezogen und wurde deshalb ins krankenhaus eingewiesen. die genaueren umstände sind nicht bekannt, weshalb auch keine weiteren spekulationen angestellt werden sollen, bis von offizieller seite etwas verlautbart wird.
in jedem fall: r.i.p.
tim exile – the finger ep
wenn ich schon unentwegt von seinen live-auftritten schwärme, sollte das auch endlich akustisch-visuell untermauert werden. hintergrund ist eine von ihm mitgestaltete software für native instruments (eben „the finger„), welche die grundlage für die vier live arrangierten tracks lieferte. das alles noch mit videos garniert, so dass der laptop-nachwuchs sich schon mal anschauen kann, dass man seinen gesamten körper benutzen kann, um gute musik zu machen, nicht nur die maus zum klicken (schreibt jemand, der selber gerade die segnungen eines midi-controllers genießt und somit auch nicht wesentlich mehr show bietet).

