[berlin / 24./25.01.2026] about blank: blank winter holidays

die staub fand im januar nicht statt, aber wenn die lieblingsautonomendiskothek sich mal selbst feiert, sollte der weg schon drin sein. bin sonntag tagsüber definitiv am start, evtl. auch bereits samstag.

blank winter holidays

zelt

samstag, 24.01.2026
15:00 jovana reisinger liest: pleasure
16:15 sven weisemann
20:30 rex the dog live
22:00 pause
23:00 dj flush & riots in paradise
sonntag, 25.01.2026
06:00 pause
08:00 jessamine
11:00 hypnorex
14:00 sven dohse
16:30 karete bu
19:00 barbara hofmann b2b denis stockhausen
22:00 abhängen und labern

lobby

samstag, 24.01.2026
21:00 lena brumby
sonntag, 25.01.2026
00:30 skala
02:30 cecilia tosh b2b kat davids
05:30 eva

mdf

samstag, 24.01.2026
22:00 soraya
sonntag, 25.01.2026
01:00 irakli
04:00 shaleen
06:30 fr. jpla
09:00 pause
15:00 v:sonntag
18:00 recondite live

garten

samstag, 24.01.2026, 16:00-21:00
aerotrim space simulator
pangalaktische donnergurgler
glühwein & tee
gulaschkanone (vegan)

nachbetrachtung

das blank hat mehr oder minder meinen wochenendablauf strukturiert und ich meine künstler*innenbetreuungsfähigkeiten ausgeweitet. weniger verklausuliert: ich habe rex the dog am samstagnachmittag vom flughafen abgeholt. dabei instinktiv die richtige entscheidung getroffen, den vw polo von miles gleich für sechs stunden zu mieten (wobei die 50 inklusiv-kilometer nicht ausgereicht haben). und gelernt, dass mensch in nähe des ikea auf der waltersdorfer allee in parkhäfen warten kann. die ausschilderung richtung terminal 1 & 2 lässt dort etwas zu wünschen übrig, so dass ich eine ehrenrunde später hinterherfahrenderweise gelernt habe, dass mensch einfach stur bis zum ende der hugo-eckener-allee fahren muss, um wieder auf den melli-beese-ring zu kommen, der vor die ankunftsebene führt. weiß ich alles für’s nächste mal – ich würd’s wieder tun. sogar die route, die über die seit eröffnung des a100-abschnitts notorisch tagsüber verstopfte elsenstraße/-brücke richtung club führte, war für den zeitpunkt die schnellste.

aber ich schweife ab. zwei mal war ich da. samstag von 16:00 bis 22:45 uhr, sonntag von 16:30 bis 22:00 uhr. und kann mich nur wiederholen: das about blank zeigt sich bei solchen hauseigenen wochenend-partys von seiner besten seite und das publikum nimmt es dankend an.
so war das zelt bereits um 18 uhr am samstag sehr gut auf betriebstemperatur, wo sven weisemann die erste halbe stunde sehr schön mit ambient bestritten und sich dann gemütlich zu house vorgearbeitet hatte. in den letzten anderthalb stunden hittig, aber damit der party dienlich.
der füllgrad im zelt hätte es schon zugelassen, dass lena brumby schon um 20 uhr in der lobby hätte anfangen können, so wurde das audiosignal vom zelt dorthin geleitet, wo rex the dog seinen durchaus mit pop-appeal angereicherten melodischen techhouse spielte und damit auch goldrichtig lag. „change this pain for ecstasy“ und sein remix für robyns „dancing on my own“ zum schluss.
lena brumby zum ersten mal gehört, hat mit deepem, aber zugleich forderndem house richtig guten eindruck bei mir hinterlassen. hunger sowie füllgrad und die aussicht auf den sonntag hatten bei mir jedoch längst mentales oberwasser, also bin ich los.

der sonntag war das erwartete treffen des harten kerns. v:sonntag hypnotisch-dubbig auf dem mdf, karete bu mit zackigem house im zelt. da hat es sich (blank-typisch) ergeben, dass ich mich verquatscht habe. es wurde jedoch indirekt klar, wann recondite gestartet ist, da es ab dann im zelt ca. halbvoll war. seine letzten zehn minuten habe ich mitbekommen, und das im durchgang zur mdf-bar, weil’s mir selbst im mdf-seitenschiff zu viel durchgangsverkehr gewesen wäre. schöne, dauerpräsente basslines jedenfalls und ein guter schlusspunkt.
barbara und denis hatten im anschluss keine mühe, das publikum im zelt zu halten – auch hier zwischen hits und episch, was für den abschluss komplett in ordnung ging.

notierte tracks

sven weisemann

aaron carl – down
cassius – feeling for you (direkt danach)
der zyklus – elektronisches zeitecho
moderat – bad kingdom (marcel dettmann remix)
shut up and dance – raving i’m raving
dave clarke – wisdom to the wise
deichkind – bon voyage (feat. nina mc) (direkt danach)
dune – hardcore vibes (als schlusstrack direkt danach)

karete bu

frankie knuckles – baby wants to ride
blaze – lovelee dae (zum schluss)

barbara hofmann b2b denis stockhausen

max mars – morgen war gestern (s.o.n.s. remix)*
dj ibon – svever
der dritte raum – hale bopp
blumfeld – tausend tränen tief (loverboy mix)
mj lan – generate bodies
wb – somewhere over the slippybergün
malaria! vs. chicks on speed – kaltes klares wasser (zum schluss)

*: durch amtshilfe von außerhalb identifiziert.

[berlin / 04.12.2025] about blank: treuhandtechno

in kurzform: die abwicklung des veb narva seitens der treuhand, die vom kollektiv panzerkreuzer rotkäppchen in form eines theaterstücks präsentiert wird. gab es anno 2021 und 2022 an ort und stelle schon mal, wird jetzt erneut aufgeführt.

mehr infos und tickets gibt es hier. und am 4. dezember eine aftershowparty mit diesen beiden damen:

21:00 cora s.
22:30 barbara hofmann

[berlin / 25.-27.04.2025] about blank: fifteen love – advantage blank

die lieblingsautonomendiskothek feiert mal wieder geburtstag, hat sich mit einer startnext-kampagne geld gewünscht, das mangels kulturförderung ausbleibt und fackelt das zu anlässen wie diesem übliche feuerwerk ab.
bei mir kommt dieses wochenende noch eine option (sage ich doch mal, wie es ist: objekt im ohm) dazu. daher ist der grob vorläufige plan: freitagabendauftakt mit den konzerten auf dem mdf mitnehmen und es darüber hinaus nicht zu lang werden lassen. samstag dann pause, sonntagmittag / -nachmittag zurück und kurz nach mitternacht weg.

ablauf (nach floors aufgeteilt)

garten
freitag, 25.04.2025:
14:00 ://my heart is a kinderdisco
19:00 umbaupause
20:00 sektempfang
20:30 fundsachenversteigerung mit gisela sommer & inge borg sowie d’accord & rattenchor
22:00 pause
samstag, 26.04.2025:
17:30 c:ko & guest live
18:45 bruno nagel studio live
19:45 sinem live
21:00 mutter live
22:00 pause
sonntag, 27.04.2025
10:00 jessamine
12:00 wasn & wunderwaffel
14:00 kalipo live
15:00 barbara hofmann
17:00 jenz steiner live
18:00 cyan85
20:00 hanna baertig
22:00 ende

mdf
freitag, 25.04.2025:
21:30 pizza 3 euro live
22:25 diensthund live
23:20 lagerregal live
00:00 pause
samstag, 26.04.2025:
02:00 alex.do
04:00 sylvie maziarz
06:00 melatronix
08:00 jaamann
10:00 pause
16:00 rodmin
19:00 mascha
21:00 hang aoki
23:00 jamaica suk live
sonntag, 27.04.2025:
00:00 guy kashpitzky
02:30 milena glowacka
05:00 fr. jpla
07:30 kwaint
10:00 ahu
12:30 fabrizio lapiana
15:00 caleb esc
17:30 a:tok
20:00 rill b2b reka zalan
23:00 v:sonntag
montag, 28.04.2025:
02:00 anja zaube

lobby
freitag, 25.04.2025:
23:00 eurobabes
samstag, 26.04.2025:
02:00 s-ray
04:00 dj https
06:00 sacid
08:00 pause
22:00 soela
sonntag, 27.04.2025:
00:00 lawrence
02:30 lydia eisenblätter
05:00 karete bu
07:00 vilma b2b bkmn
10:00 pause
22:00 iron curtis b2b johannes albert
montag, 28.04.2025:
00:30 diwa b2b eva

zelt
freitag, 25.04.2025:
20:00 hks97
02:00 pause
samstag, 26.04.2025:
08:00 thnts b2b vy tran
12:00 pause
23:00 disco destiny
sonntag, 27.04.2025:
02:00 bobbi bouletti

beach
samstag, 26.04.2025:
12:00 choreophila b2b multifun
14:00 tamarawrx3
16:00 beqqi
18:00 christa k
20:00 valeby
22:00 ende

hütte
sonntag, 27.04.2025:
01:00 staub allstars

nachbetrachtung

mein eingangs geschildeter plan ging auf, bis auf dass ich trotz großzügig eingeplanten schlaffenstern nicht genug davon (gemeint ist der schlaf) bekam. das sind jedoch fragen, die mein unterbewusstsein betreffen.

zwei schichten:
numero eins freitagabend, 20:15 uhr bis samstagnacht, 2:15 uhr.
numero zwei sonntagnachmittag, 15:15 uhr bis 1:00 uhr in der nacht von sonntag auf montag.

davon keine sekunde bereut, mich vielmehr für das blank gefreut, dass es das dritte wochenende in folge ordentlich voll war. ging sogar soweit, dass sonntagnachmittag nur noch bändchen- und ticketinhaber*innen eingelassen worden sind.
das publikum zeigte sich bei beiden schichten von der besten seite, wobei ich da nicht für die lobby am freitagabend sprechen kann. dort lief der zeitgemäße tiktok-trance mit hoher schlagzahl (und stellenweise acid-einschlag), der die jungen leute ™ abholt, aber mich leider nicht. hab aus der ferne nur die volle tanzfläche der lobby gesehen und es bei dem eindruck belassen. wenn es den nachwuchs an den club bindet, kann ich das in kauf nehmen. in der zeit zwischen 0:20 uhr (als lagerregal auf dem mdf fertig waren) und 2:00 uhr war damit für mich musikalisch ein wenig leerlauf – wäre da nicht hks97 im zelt gewesen, der dort house spielte.
weiterer vorteil: alex.do musste sich nach toresöffnung auf dem mdf nicht lange mit dem warm-up aufhalten, sondern hatte eine nach zehn minuten schon sehr schön gefüllte tanzfläche vor sich. melodischer tribal-techno funktionierte in der ersten viertelstunde wie von selbst.
bei den konzerten sind pizza 3 euro meine eindeutigen favorit*innen. punkband aus leipzig, bislang leider ohne veröffentlichungen, dafür mit queerem einschlag und mitsingpotential, ohne dabei gängige klischees zu bedienen. lagerregal war live-improvisation mit elektronischer rhythmusfraktion, dadaistischem gesang, holzblasintrumenten wie einer klarinette. als übergang zum restlichen geschehen des wochenendes auf dem mdf okay, aber gezielt würde ich keines ihrer konzerte besuchen.

der sonntag stand im zeichen des auffüllens von vitamin-d-reserven. den mdf habe ich daher nur mal für sekunden beim reingehen gesehen und bin direkt in den garten, wo barbara hofmann das für mich beste set des wochenendes gespielt hat. fokus auf melodischem house, konnte aber auch durchaus technoid werden. jenz steiner spaltete danach die gemüter und im wahrsten sinne des wortes auch das publikum – an einer stelle ließ er die jeweils eine seite vortanzen und die andere applaudieren bzw. anfeuern, dann umgekehrt. noch dazu freestyle-raps über gesamplete tracks (mir ist da nur „fight the power“ von public enemy in erinnerung, das ging jedoch auch wesentlich trashiger). ich mag trash, gerade in so einem rahmen. aber den auf tanzbares unter freiem himmel geeichten vertreter*innen im publikum war das durchaus zuviel. mir gefiel die konsequenz, mit der er sein programm durchgezogen und vor allem positive botschaften verbreitet hat.
cyan85 war für mich eher hintergrundbeschallung zum plaudern, hanna baertig brauchte etwas anlaufzeit, um ins set zu finden. war aber erstens nicht weiter wild, weil zweitens in der zweiten stunde super in der spur. leider bin ich durch die tresor-schließung vor 20 jahren vorbelastet, was „der traum ist aus“ von ton steine scherben angeht. daher bin ich vor dem endgültigen ende ihres sets richtung mdf, auf dem reka und rill schnörkellos trocken treibend spielten. ab dann das für mich im vergleich zu freitag auf samstag umgekehrte problem: gute musik auf beiden floors. war bei iron curtis sowie johannes albert durch die bewegungsfreiheit schon vorab klar. von v:sonntag kannte ich nur die vorschusslorbeeren, und denen wurde sie gerecht. die art von schnellerem, minimalerem techno mit melodiesprenkseln, die bei manch letzten staub-ausgaben schon zu hören war und für mich definitiv was hat. merke ich mir. von diwa und eva habe ich nur die ersten paar platten mitbekommen, da ist mein eindruck (wie bei alex.do auch) nicht repräsentativ.

der april bot jedenfalls schon mal anlass zur hoffnung für den sommer. ich denke schon, dass der sich gut ausgehen wird. das angebot für den sektgarten für die ersten wochen ab mai steht, konzerte sind ebenfalls anberaumt und um die politische stabilität mache ich mir bei dem laden nun wirklich keine sorgen. der geburtstag hat mir gleich am freitag verdeutlicht, wie systemrelevant das blank ist und bleibt. ich hatte den eindruck, dass das die mehrzahl der anwesenden ebenfalls sehr wohl wusste.

notierte tracks

hks97
levon vincent – 4am rush
gwen mccrae – keep the fire burning (schlusstrack)

barbara hofmann
l.b. dub corp – krank
wassermann – w.i.r. (dj hell remix)
robag wruhme – yes
âme – asa

hanna baertig
gat decor – passion (naked edit)
luke slater – love
floorplan – never grow old (re-plant) (direkt danach)
ton steine scherben – der traum ist aus

v:sonntag
ben reymann – wired