Archive for the ‘ins netz gegangen’ Category

david firth: dog of man

Monday, November 17th, 2008

nach über einem halben jahr lässt uns mr firth endlich wieder daran teilhaben, was seinem gehirn so entsprungen ist. typisch verstörend, wie immer.
als disclaimer die warnung, dass zur melancholie oder schlimmerem neigende personen den clip am besten bei tageslicht anschauen sollten - wenn überhaupt. eltern sollten ihre kinder vorher in einen anderen raum schicken.

interna aus einem outbound-callcenter

Monday, July 9th, 2007

soeben beim shopblogger entdeckt, und wer hier in letzter zeit mitgelesen hat, kann sich noch an die primacall-geschichte erinnern (lustig auch, dass heute mittag einer der jungen herren bei uns am s-bahnhof ostkreuz stand, um den nachwuchs mit neun euro pro stunde zu locken). dank herrn wallraff ist das thema vor einigen wochen auf der allgemeinen agenda gelandet, und auch ich habe anno 2003 bei einer mittlerweile - aus gründen, die ich wahrscheinlich nicht näher zu beleuchten brauche - geschlossenen “agentur” versucht, private krankenversicherungen zu verkaufen. dies für drei wochen an drei tagen pro woche, inklusive “selbstrecherche” der telefonnummern unter fadenscheinigen begründungen, und dann auch nur bei leuten im süden oder südwesten deutschlands, weil man im rest des landes schon dabei war, das einzig richtige bei solchen “cold calls” (”kaltakquise” nannte sich das damals) zu tun.
ich habe es in der wenigen arbeitszeit zu keinem einzigen termin zum beratungsgespräch gebracht und meine arbeitszeit seinerzeit auch eher damit verbracht, die telefonnummern zu ordnen, bzw. die relevanten leute herauszufiltern und zu markieren. für eine terminvereinbarung habe ich bei ziemlich wenigen angerufen - mag blumig klingen, aber das gewissen kann stärker sein als man denkt.

wurde also zeit, dass jemand endlich mal ein tagebuch eröffnet und seine erfahrungen unter den von ständigem druck geprägten arbeitsbedingungen niederschreibt. mag auch der selbsttherapie dienen, trägt aber hoffentlich dazu bei, dass die praxis dieser call-center weiterhin im gespräch bleiben und diese seifenblase in hoffentlich nicht allzu ferner zukunft platzen wird. da bin ich mit meinen astrologisch interessierten aber hoffnungslos unsicheren hausfrauen und einsamen herren (neben telefonstreichen spielenden kiddies) doch echt hervorragend bedient.

klick für den callcenter agent

g(oogle)mail für jedermann

Wednesday, February 7th, 2007

eine meldung nur für zwischendurch. wer mit seinem hotmail-postfach nicht zufrieden ist oder sich endgültig von aol-fesseln befreien möchte, kann sich nun ohne vorherige einladung anmelden. aktuell stehen 2814,irgendwas megabyte für lau zur verfügung, obendrein gibt es einen der nach wie vor besten spam-filter, google-chat ist automatisch mit von der partie, wenn man sich über den browser einloggt. letzteres ist ein nettes feature, wenn man fix unterwegs was geklärt wissen möchte, allerdings werden auch die mails nach wie vor als unterhaltung angezeigt, und außerdem setzt der direkte chat einen anderen google-teilnehmer voraus. wer bereits bei icq und co. aktiv ist, wird über den chat lediglich milde lächeln.

dennoch: die oberfläche punktet massiv mit ihrer schlichten aufbereitung (gerade für einen freemailer). und wer noch eine adresse für geschäftliche korrespondenz und / oder für spam-analysen benötigt, kann sich jetzt ganz einfach registrieren. man beachte, dass die mindestanzahl bei den zeichen für das gewünschte alias zwischen 6 und 30 zeichen liegen muss, sonst wünsche ich viel spaß.

(via heise)

tim renner über die zukunft des dudelfunks

Thursday, October 26th, 2006

und zwar bei spiegel online, wo hin und wieder tatsächlich was äußerst brauchbares zu lesen ist. klar, es ist zukunftsmusik, aber wenn man sich schon aufgrund des studiums mit der entstehung der “größten hits der 80er und 90er und das beste von heute” (und co.) beschäftigt hat, werden die perspektiven dadurch automatisch interessant.

es sei denn, die gez funkt (haha) mal wieder dazwischen - abgabe für handys etc. aber für das modell sehen manche eh keine zukunft.

goodbye derby - vive lafraise

Thursday, September 28th, 2006

klingt zunächst dramatisch, ist aber ein logischer schritt.
hatte vor einigen monaten (16. juni diesen jahres) über den derby store als spreadshirt-ableger berichtet, die haben wiederum seit juli die französischen kollegen von lafraise übernommen und wollen sich nicht länger selbst schaden, indem sie das derby auf zwei plattformen stattfinden lassen, sondern machen sich den größeren benutzerkreis neben der besseren bedienbarkeit zunutze und organisieren das lieber bei und mit den franzosen. bis es soweit ist, gibt es das derby in “klassischer” form an gewohnter adresse. die kriegen das bestimmt selber hin, euch die änderungen zu vermitteln, ansonsten fungiere ich bestimmt als informationswiederkäuer.

hoffentlich kommt das brainwashed-shirt (aktuell der letzte gewinner, hatte das selber mit der höchsten bewertung versehen und gehofft, dass einige ähnlich denken) bald in den laden, damit auch von mir endlich mal was zum umsatz beigetragen werden kann.

dell-austausch von 4 millionen akkus

Tuesday, August 15th, 2006

unverhofft kommt oft, aber der reihe nach…

wie heise meldet, sieht dell sich nach gewissen vorkommnissen mit explodierenden laptops gezwungen, zwischen april 2004 und juli 2006 ausgelieferte akkus kostenlos umzutauschen. ob man einer der betroffenen kunden ist, kann man anhand dieser website herausfinden. ich war einer davon, habe meine bestellung eben abgeschickt - “unverhofft”, weil mein akku eh ein opfer des memory-effekts geworden ist, deshalb seit geraumer zeit nicht länger als eine viertelstunde durchhält und das angenehme mit dem nützlichen dadurch auf eine schon beispielhaft zu nennende weise verbunden wird.
in den nächsten 20 tagen bekomme ich den neuen zugeschickt, werde euch auf dem laufenden halten, ob das tatsächlich so reibungslos läuft.

google earth als sicherheitsrisiko

Friday, April 7th, 2006

der lacher zum wochenende. die bislang ihresgleichen suchende frei verfügbare auflösung der satellitenbilder inkl. präziser koordinaten soll es terroristen wohl noch einfacher gestalten, ihre marschflugkörper richtung allianz-arena (auf den aktuellen bildern allerdings noch im bau, da waren wir mit unserem olympiastadion leicht schneller) zu schicken. fehlt nur noch, dass die verbreitung der software per einstweiliger verfügung gestoppt wird. andere probleme scheinen wir derzeit eh nicht zu haben.

(via heise)

p.s.: kann bei der gelegenheit gleich darauf hinweisen, dass die bilder von berlin seit beginn der woche aktualisiert sind. müssten vom mai / juni 2005 stammen.

die top 10 der besten film-musikvideos der 80er

Friday, March 31st, 2006

natürlich wurden in den 80ern die besten videos gedreht. das weiß jeder, der gegen ende des jahrzehnts mtv geschaut und alles in den nachkommenden jahren daran gemessen hat.

mike sampson hat sich ein herz gefasst und eine top 10 der besten musikvideos zusammengestellt, die im unmittelbaren zusammenhang mit einem blockbuster stehen. damals war die erfolgreiche vermarktung des soundtracks entweder an filmausschnitte im clip oder - wie hier - an gastauftritte der hauptdarsteller gekoppelt. heutzutage drehen die stars ihre filme lieber selber und die verkürzte aufmerksamkeitsspanne lässt videos wie von cindy lauper beinahe komplett unrealistisch erscheinen, aber damals war das alles noch so schön naiv, dass man sich an grenzenlosem kitsch (und davon taucht einiges in der liste auf, ist schließlich ein bewertungskriterium) nicht störte.

freut euch unter anderem auf kathleen turner, michael douglas und danny de vito in ihren neuen paraderollen als background-sänger oder dan aykroyd mit tom hanks im duett rappend. ein wiedersehen mit peter cetera und daniel-san gibt es auch: klick.

(via ehrensenf.)

dj technochrist

Sunday, March 19th, 2006

wie gestaltet man sich den verkaterten oder sonstwie durcheinandergeratenen sonntag, wenn man es nicht mehr rechtzeitig zum gewissenreinigenden gottesdienst geschafft hat?

die lösung liegt so nahe: dj technochrist. gottseidank mit einem reichhaltigen angebot an soundclips. halleluja!

(mit bestem dank an katrin.)

phonoverbände vs. sendeprivileg

Tuesday, February 21st, 2006

neuestes hirngespinst (anders kann man das schon nicht mehr nennen) der phonoverbände - allen voran die ifpi und der bundesverband der phonographischen wirtschaft.
um es kurz zu skizzieren: bisher durften bereits erschienene tonträger uneingeschränkt ausgestrahlt werden. die vergütung der künstler inkl. deren plattenfirmen wurde durch dieses privileg ebenfalls geregelt. ginge es nach dem willen dieser “lobby”, soll dieses privileg zukünftig ausschließlich für den hörfunk gelten, dem damit das exklusive verwertungsrecht zufallen soll (ähnlich der filmverwertung). in der praxis dürfen sich die plattenfirmen dann aussuchen, auf welchem sender welches stück gesendet werden darf oder nicht. die sender wiederum müssten dafür jeweils einzelne genehmigungen einholen, und was das für einen verwaltungsaufwand darstellt, leuchtet wohl jedem ein.

meine eh schon nicht positive meinung gegenüber deren gebaren wird durch solche “beschäftigungsmodelle” einmal mehr bestätigt. in zeiten, wo die gewinnspannen bei den majors (verdientermaßen) jahr für jahr ein bisschen mehr einbrechen, wird immer weiter nach den letzten rettungsstrohhalmen gesucht, damit man ja nicht in die verlegenheit gerät, auch mal selbstkritik gegenüber den versäumnissen der letzten jahre (kein aufbau “wirklicher” talente, total verschlafene chance der digitalen vermarktung, die bei den indies im übrigen super funktioniert) üben zu müssen. stattdessen sollen programme, die sich um so etwas wie vielfalt bemühen, noch mehr gegängelt werden, damit die massenprodukte immerhin wieder ein paar abnehmer mehr finden. wenn schon nichts anderes im radio läuft, wird es auch nichts anderes geben. ein naiver und einmal mehr konsumentenfeindlicher trugschluss. man kann nur hoffen, dass es lediglich bei dieser schnapsidee bleibt.

(via computerbase)