Dez 302018
 

das zitat ist zwar leicht zeitverzögert aus dem zusammenhang gerissen, aber passt so schön: alle jahre wieder…
der orientierung halber ergänze ich die wochentage. wer sich wundert, dass ein paar namen in den schlagworten fehlen: der lohnerwerb ruft am 2. januar. dadurch werde ich ein paar favoriten verpassen (nd, mark ernestus und rabih beaini beispielsweise).

silvester klubnacht

berghain
dienstag, 01.01.2019:
01h00 answer code request
05h00 dr. rubinstein
08h00 rødhåd
11h00 terence fixmer
13h00 norman nodge
16h00 steffi
19h00 volvox
22h00 phase fatale
mittwoch, 02.01.2019:
01h00 fiedel
04h00 somewhen
07h00 kobosil
10h00 efdemin
13h00 function
16h00 luke slater
19h00 marcel dettmann
22h00 boris

panorama bar
dienstag, 01.01.2019:
01h00 massimiliano pagliara
05h00 cormac
09h00 nemo b2b castro
13h00 virginia
17h00 ryan elliott
21h00 nick höppner
mittwoch, 02.01.2019:
01h00 tama sumo
05h00 dominic carter
09h00 nd_baumecker
13h00 honey dijon
17h00 tornado wallace
21h00 gerd janson
donnerstag, 03.01.2019:
01h00 roi perez

lab.oratory
dienstag, 01.01.2019:
05h00 luigi di venere
09h00 chris cruse
13h00 soundstream
17h00 heidi lawden b2b lovefingers
21h00 i-f
mittwoch, 02.01.2019:
00h00 dan beaumont
04h00 paramida
08h00 prins thomas
12h00 discodromo

halle
dienstag, 01.01.2019:
12h00 pom pom
15h00 lotus eater live
16h30 rachel lyn
20h30 tricky
22h30 vladimir ivkovic
mittwoch, 02.01.2019:
02h30 etapp kyle
06h30 mxwhd
09h30 rabih beaini
12h30 mark ernestus
15h00 barker
19h00 felix k
22h30 pom pom

eintritt
ist noch nicht kommuniziert. aber von wenigstens 20 euro ist auszugehen.
38 euro

Feb 152018
 

nachdem ich strenggenommen seit neujahr nicht mehr im eigentlichen berghain war und pete vor ort tatsächlich zu neujahr 2016/17 das letzte mal gehört habe, wird es mal wieder zeit.

klubnacht

berghain
00h00 damcase
04h00 uvb live
05h30 bas mooy
09h30 kangding ray
13h30 charlton b2b kamikaze space programme
17h30 nur jaber
21h30 pete
01h30 fiedel

panorama bar
00h00 tama sumo
03h00 zernell
06h00 dane
09h00 tornado wallace
13h00 beautiful swimmers
17h00 nick höppner
21h00 steffi
01h00 gerd janson

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
da das resümee ein gutes jahr danach entsteht (heute ist der 23. juni 2019, bevor es in richtung else zu skee mask geht, der wahrscheinlich auch einiges an nachbereitung erfordern wird), kann ich nicht widerstehen, euch mal die notizen (unbereinigt, also inklusive tippfehler) hier rein zu kopieren, die ich mir während dieser klubnacht auf dem schlauen telefon gemacht habe. sowas dient neben der shazam-historie und existierender stränge in der restrealitaet als gedächtnisstütze (eigene beiträge vorausgesetzt, die in diesem fall aber so spärlich waren, dass es notizen und shazam richten mussten):

charltonkamiksze

witchdokta

greenvelvet constanzchaosgelaber femaledwnwrds pannik gamerormdearborn hititfromthebackdmani danach wideopenhyperactve curveafx noch dazu bmblieblingstrk

swimmers

soundstreamsteings

bangalter gehackte discogitarre

höppner gehtsnoch

daraus muss ich also jetzt was machen…

ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr genau, wann ich da war. von kangding ray habe ich noch etwas mitbekommen und ganz sicher von tornado wallace, der sich nochmal nachdrücklich empfohlen hat (im nachhinein auch mit erfolg – schließlich durfte er neujahr 2019 an ort und stelle bestreiten):
mr flagio – take a chance (einer der italo-klassiker)
tevo howard – move
cloud 9 – do you want me baby (original club mix)
wyad – planetary rituals

beautiful swimmers danach mit ein paar hits:
soundstream – 3rd movement
taxi c.a.b. – chunk-a-nova (red dog mix) (dank shazam weiß ich auch endlich mal, wie der track heißt)
thomas bangalter – turbo

charlton und kamikaze space programme spielten sich unten sehr gut die bälle zu und variierten dabei auch in dynamik sowie stilen:
armand van helden – witch doctor
habits of hate – limelight roles
green velvet – abduction
female – slave
speedy j – pannik
joey beltram – game form (mike dearborn remix)
traxmen & eric martin – hit it from the back (direkt danach)
dj hyperactive – wide open
curve – falling free (aphex twin remix)
british murder boys – rule by law

nick höppner einmal mehr als einer der residents, die unterschätzt werden und einfach unprätentiös hin und wieder gestandene klassiker unterbringen. hab ihm jedenfalls den vorzug gegenüber nur jaber gegeben:
roman flügel – geht’s noch
solvent – my radio
project akc – welsh rarebit
project pablo – is it dry?

und auch nach mehr als einem jahr pause: pete bleibt unangefochten, wenn auch dieses mal sehr geradlinig:
kobold – rock the beat
und von ihm selbst: substance – keine angst

unter dem strich: eine klubnacht im sehr, sehr guten mittelfeld.

Feb 242017
 

der hauptgrund, meine selbstauferlegte einmal-im-monat-regel zu durchbrechen, findet sich in dem herrn, der auf honest jon’s in letzter zeit die pfade verfolgt, die er vor sechs jahren mit dem doppelpack „music for the quiet hour / the drawbar organ“ betreten hat. er hat in der zwischenzeit vor zwei jahren bewiesen, dass das im berghain ganz gehörig in die hüfte gehen kann, von daher laufe ich gefahr, die erwartungen zu überhöhen. das weitere angebot sieht unten bis 17 uhr jedoch ebenfalls interessant aus.

klubnacht

berghain
00h00 phase fatale
05h00 shackleton live
06h30 kangding ray
10h00 nthng
14h00 daze.
17h00 silent servant
21h00 anthony parasole
01h00 fiedel

panorama bar
00h00 virginia
04h00 zozo
08h00 honey dijon
11h00 soundstream
14h00 tornado wallace
17h00 gerd janson
21h00 avalon emerson
01h00 jennifer cardini

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
wie war das noch gleich mit dem vorsatz, es nicht mehr zwingend auf 12+x stunden anzulegen? nun ja, es wurde jedenfalls von beginn shackleton bis ende von herrn janson.

bei shackleton muss ich mich nicht wiederholen, den lasse ich außer konkurrenz laufen. wiedererkannt habe ich nur teile aus „freezing opening thawing“ und „the prophet sequence“ vom album mit vengeance tenfold (das war das set-intro).
war letztes jahr leider nicht da, als er gespielt hat. aber im vergleich zu 2015 funktionierte das beim publikum erstaunlich gut, auch wenn er weniger fordernd spielte als damals und eher seine markenzeichen-sequenzen und auf die magengrube zielenden basslines einsetzte. es blieb trotzdem zu wenigstens drei vierteln gefüllt. wenn ich mir etwas wünschen dürfte: mehr strecken mit kickdrums, aber die phase hat er hinter sich, glaube ich.

bei kangding ray finde ich es einfach faszinierend, dass er melodiös, ohne dabei verkitscht zu klingen und fordernd genug, ohne zugleich zu platt zu werden, spielen kann. erkannt habe ich wenig, nur „mutual codes“ von johannes volk hat shazam mir dankenswerterweise identifiziert, sonst habe ich das tanzen priorisiert.

nthng kombinierte trance mit acid und auch electro. toll auch, gleich mit dem titeltrack aus „ghost in the shell“ anzufangen. ansonsten gut erprobte tracks wie „acid wiss’l“ von dj skull, erneut (wie in der griessmühle im september) „the final frontier“ auf ur und „black sea“ von drexciya sowie „invisible invasion“ vom zweiten scan 7-album auf tresor. da war für die anhänger der detroit-fraktion also einiges dabei.

daze. kann man nur den technisch unsicheren umgang mit breakbeat-tracks ankreiden. aber „heliosphan“ von aphex twin von einem der – so weit lehne ich mich mal aus dem fenster – nicht nur für mich essentiellsten alben elektronischer musikgeschichte (das ich – zugegeben – auch erst beim repress vor gut zehn jahren entdeckt habe) sorgte für einen ziemlich langen gänsehautmoment bei mir, da fällt ein mal hier und da unrunder mix auch nicht negativ ins gewicht.
sonst noch schön: die a1 von der „awakening the sentient“ von oliver ho auf blueprint fast zu beginn und darüber hinaus schien er die „consume iv“ von stenny auf ilian tape so sehr zu mögen, dass er gleich drei tracks im ganzen set spielte – alle, bis auf „westward“. zumindest, als ich unten war. es sei ihm verziehen – die ep ist schließlich auch eine perle im ilian tape-katalog.

tornado wallace war oben zur gleichen zeit für mich die überraschung. electro alter schule, house und disco, schön langsam unter 120 bpm nahtlos ineinandergemischt – den merke ich mir.
gerd hatte für mich einen tollen flow, auch wenn die puristen bemängeln können, dass er nicht in die tiefe gegangen ist. obwohl der vergleich zum set von konstantin sibold und leif müller letztens hinkt, weil’s nicht mal ansatzweise so poppig-hittig war: es hat einfach die party gerockt. da kann man durchaus auch mal „finally“ von ce ce peniston zum schluss spielen, wobei ich annehme, dass er das nicht zum ersten mal getan hat.

bei silent servant hatte ich nicht allzu viel erwartungen, aber das hat mit meinem geschmack zu tun. technisch ist der mann brillant, inhaltlich verharrte er mir meistens zu sehr im austauschbaren dystopisch-industriellen techno-dickicht. hatte mir also zum ziel gesetzt, eher gerd zuzuhören, aber wenn ich denn mal unten war, fand ich’s echt mehr als nur brauchbar.
gut, daran werden nummern wie „ball park“ von joey beltram, „desolate cities“ von 2am/fm oder „vamp“ von outlander ihren anteil gehabt haben. aber irgendwie fand ich das set exemplarisch für die gesamte zeit, in der ich da war: jeder dj hatte seine eigene handschrift und mut zum stilistischen blick über den tellerrand. reichte jedenfalls locker aus, um mich über die zeitspanne zu motivieren.