[tokyo / 13.06.2026] vent: dj maria.

nach zehn jahren wurde es mal wieder zeit für einen japan-ausflug und die gelegenheit ist für mich günstiger als je zuvor. das contact gibt es zwar nicht mehr, aber dafür diesen kapazitätstechnisch ähnlich großen club, ebenfalls in shibuya. dj maria. hat durch diverse berghain-gastspiele vorschusslorbeeren. hab’s leider nie geschafft, dafür jetzt bei ihrem heimspiel.

dj maria.

room 1

dj maria.
munemasa
koshiro

room 2

lost
manato
neon noir
caimann x aki igarashi
nita x bundo

start

23 uhr

nachbetrachtung

rein: 23:20 uhr
raus: 04:00 uhr

kurzversion

sehr gute unprätentiöse adresse, um techno genießen zu können. der club erinnert sehr an eine miniaturausgabe des open ground mit ähnlich gutem klang. alle drei djs in room 1 mit eigener note, ein publikum, das sich (ausnahmen gibt’s immer – zumeist die touristen) auf die musik einließ und bei einzelnen tracks regelrecht euphorisch war. sollte mensch auf der liste haben, wenn ausgehen zu elektronischer musik in tokyo auf der liste steht. ich würde wieder hin.

langversion

ich hatte noch rest-jetlag in den knochen, der sich in unregelmäßigem schlaf äußerte. zudem war ich erst acht stunden zuvor aus ito kommend in tokyo angekommen und ob der menge an menschen in dieser stadt überwältigt. das hatte ich vor zehn jahren anders in erinnerung, allerdings bin ich seinerzeit im herbst gereist. insofern war eine dunstglocke aus müdigkeit über mir, was ein kaffee aus dem 7-eleven und eine cola vor ort nur leidlich kaschieren konnten.
auch wenn ich es mit den öffentlichen verkehrsmitteln einfacher hätte haben können (die station omote-sando befindet sich direkt schräg gegenüber vom vent), wollte ich mir einen teil der samstagabend-erfahrung in shibuya geben. hieß konkret: an der shibuya-station aussteigen, die kreuzung auf mich wirken lassen und mich fragen, ob die hochhäuser östlich davon vor zehn jahren schon standen. von dort aus zu fuß weiter richtung vent. der trubel wurde bald weniger und die milden abendtemperaturen taten ihr übriges, dass sich die entscheidung als goldrichtig erwies.

würde das schild nicht vor dem eingang des festa omotesando buildings stehen, könnte mensch nicht vermuten, dass sich hier ein club befindet. andererseits sind die bässe aus dem keller schon deutlich zu hören.
im ersten hinterhof wird mensch in empfang genommen. da zeigt sich einer meiner (wenigen) kritikpunkte: mensch braucht entweder die line-app oder instagram, über die mensch das einverständnis mit den regeln des vent bestätigen muss. wer beides nicht hat oder haben möchte, bleibt außen vor. da wären datenschutzfreundliche alternativen besser. zudem benötigt: ein lichtbildausweis. meinen pass hatte ich nicht dabei, es reicht jedoch auch der ausweis oder führerschein. steht sogar so auf der website und bei residentadvisor. ergo meine schuld, dass ich das nicht auf dem schirm hatte.
als letzten schritt die kamera abkleben lassen und über eine schmale treppe ab nach unten.

da muss ich mich in einer hinsicht korrigieren: das vent ist von der kapazität her wesentlich kleiner als das contact seinerzeit. gut die hälfte, würde ich schätzen. room 2 liegt geradezu hinter der kasse, wo bei meiner ankunft dubstep lief, den rest des abends techhouse. der raum ist jedoch erstens ein schmaler schlauch mit bar an der linken seite, zweitens mit 50 leuten mehr als gut gefüllt und drittens der raucher*innenbereich. also alles keine gründe, dass ich dort längere zeit zubringen wollte.
eine garderobe gibt es nicht, stattdessen (wie seinerzeit auch im contact) schließfächer für 300 yen. unten zwei sehr kompakte, nach geschlechtern getrennte klos, die für eine kapazität von 400 leuten unterdimensioniert wären, gäbe es nicht die unscheinbare treppe nach oben, wo sich weitere schließfächer und kabinen mit eigenen waschbecken (!) und den berühmt-berüchtigten japanischen toilettensitzen befinden.
von den klos unten weiter geradeaus landet mensch auch schon im vorraum zur tanzfläche. linkerseits die bar (deren getränkekarte sich auch nur über instagram einsehen lässt), rechts die sitzecke mit baum in der mitte, wo ich mich frage, wie die photosynthese dort klappen soll. zum sich-unterhalten schon gut, aber ich fände sitzbänke statt hocker an den seiten besser. so ist das jetzt zwar modular, aber birgt auch das risiko, dass der zugang zum backstage versperrt wird. für mich eine ästhetikfrage – bänke wirken in solchen räumen stets besser. hocker sind für den tresen an der bar super, nur ist im vent dafür kein platz.

tanzfläche geradezu hinter dem barbereich, dort ist die aufteilung simpel: auf der linken seite sound und licht. der tontechniker war den ganzen abend im einsatz, so dass das taguchi-soundsystem seine qualitäten (wahnsinnig gute transparenz bei gleichzeitiger wärme im subbass-bereich) ausspielen konnte. das licht lief (zweiter kritikpunkt) eigentlich den ganzen abend über auf autopilot bzw. bestand bis zum ende des sets von koshiro aus statisch auf die tanzfläche rot leuchtenden spots. sollte das kein wunsch der künstler gewesen sein: da wäre mehr gegangen.
im gesamten clubbereich sind absorber an wänden und decke verbaut, womit das vent ästhetisch sehr an das open ground erinnert. wer sich mitten ins getümmel stürzen möchte: sich vom barbereich aus mittig oder rechts halten. links am front of house vorbei fand sich für mich stets ein weg oder relativ ungestörter platz.
positiv auffällig: das disziplinierte japanische publikum. mensch merkt, dass sie wegen der musik ausgehen – so wurden manche tracks und dj-wechsel regelrecht euphorisch begrüßt. sets verkommen nicht zur beiläufigen unterhaltung, um instagram zu checken oder nachrichten an den freund*innenkreis zu schicken bzw. sich gleich auf der tanzfläche zu unterhalten. da kommt die lage des vent im keller auch zupass, was – analog zum open ground – zu problemen führen kann, wenn ein track dringend per shazam identifiziert werden muss: auf der tanzfläche ist so gut wie kein empfang, im barbereich ist das schon besser, zumal auch dort kleinere lautsprecher verbaut sind und die chancen somit besser stehen, dass shazam was findet. generell ist der mangel an gutem empfang mehr als gut zu verschmerzen – war der stimmung eh dienlicher.

ziemlich schade, aber aufgrund des angebots an lokalen talenten bei gleichzeitigem mangel an locations in der größe wohl nicht zu ändern: die kürze der sets. bei sechseinhalb angesetzten stunden mal eben fünf slots in room 2 zu besetzen, lässt nur gut einstündige sets zu.
das war in room 1 geringfügig besser: munemasa übergab bereits um 0:30 uhr an koshiro, und der wiederum um kurz nach 2:00 uhr an dj maria., bei der ich nicht weiß, ob sie bis zum schluss alleine weitergemacht hat. gerade in room 1 wäre es ein leichtes, die sets zwei stunden dauern zu lassen, mit headliner*in in der mitte. voll genug wäre es um 1:00 uhr definitiv gewesen, und koshiro hat einen so guten job gemacht, dass er sich – neben dj maria. und mari sakurai – als weiterer export für’s berghain empfohlen hat. stilistisch industrieller geprägt als munemasa, der wiederum minimal-trippigen techno mit durchaus (psy-)tranceartigen anleihen spielte. dj maria. zwischen minimalerem trance und acid – womit sie auf meinem zettel bei zukünftigen berghain-gastspielen gelandet ist. alle drei technisch super sowie abwechslungsreich und mit jeweils eigenem stil, der trotzdem zu den anderen auf dem line-up passte – so wie es sein muss.
ist also fluch und segen zugleich: vielen richtig guten djs eine bühne bieten zu wollen, dabei nur 52 wochenenden jährlich zur verfügung haben und gleichzeitig wirtschaftlich rentabel zu bleiben. wäre die welt ein wunschkonzert, sollten die betreiber*innen des vent eine zweite, minimal größere version eröffnen. auch mit zwei floors, aber mit dezidiertem raucher*innenbereich. diese sollte dann parallel zum vent existieren, in beiden versionen sollten bei einer dauer der party von sechs stunden zwei acts auf dem hauptfloor (gerne auch all-nighter, wie es jetzt im vent bereits hin und wieder vorkommt) und auf dem zweiten höchstens drei slots vergeben werden. dazu: residents. abseits der headliner*innen wirkt es momentan so, dass sie zwar stilistisch passende leute dazubuchen. aber gerade da zeigt sich bei den wechselnden namen, dass viele ihre chance im vent bekommen, es aber meistens bei etwas einmaligem bleibt, ohne dass leute wenigstens einmal im quartal spielen. ist andererseits auch der stilistischen vielfalt geschuldet, mit der das vent auf hohem niveau bucht und die es (für mich zu recht) zu einer der besten adressen zum ausgehen zu techno und house in tokyo machen. nicht ohne grund können sie im oktober zehnjähriges bestehen feiern. dennoch: zeigt das dilemma im clubleben generell: viele djs können und wollen erst recht, aber es gibt zu wenige orte. und gerade in japan ist es eine demographische sowie ökonomische frage, wonach es nicht gesetzt ist, dass clubs mittlerer und kleiner größe sich rentieren.

all die kritikpunkte und dilemmata außen vor: war echt gut. ich hab das vent fest auf dem zettel, wenn ich wieder mal in der gegend sein sollte.

notierte tracks

munemasa

blndfld – with that

koshiro

chloe lula – cyrenaic paradox
rene wise & ignez – anjos

dj maria.

so-fi – strange system (erster track)
braincell – travelling clairvoyance
steve murphy – eyes behind the door
planetary assault systems – rip the cut (luke slater remix 2)
so-fi – nesting
two sided agency – nostalgia for lost futures
igneous sauria – skip insect

[berlin / 07.06.2026] zitadelle spandau: massive attack / 47soul – nachbetrachtung

eigentlich wollte ich das posting hierzu absetzen, sobald die herren die bühne betreten. es war eine ziemliche odyssee, bis es jetzt endlich geklappt hat. ihren anfang nahm sie mit tickets für das velodrom im märz 2020 – von der pandemie durchkreuzt. nachholtermin im jahr darauf in der hoffnung, dass die pandemie eingehegt sein könne – vergebens. 2022 schien es dann endlich möglich – aufgrund der erkrankung eines der bandmitglieder abgesagt, tickets wurden rückerstattet.
für 2025 waren sie erstmalig für die zitadelle angesetzt. ticket im regulären vorverkauf verpasst, jedoch über fansale eines bekommen – dann am gleichen tag abgesagt. wer nach erfahrungswerten bezüglich der rückerstattung in solchen fällen sucht: das geht automatisch.

vieles ist seit sonntag über das konzert geschrieben worden, ein paar der artikel verlinke ich unten. meine sichtweise ist durchaus von der euphorie geprägt, dass es endlich mal geklappt hat, sie zu sehen.

ich will mich weniger mit den musikalischen darbietungen aufhalten. 47soul mit einem hybrid aus electronica, reggae und dabke (wie ich anhand besagter artikel gelernt habe). massive attack starteten mit „risingson“ und brachten in der (exklusive intro) 16 stücke umfassenden setlist noch vier weitere von „mezzanine“ unter. darunter „inertia creeps“ sowie „group four“, was mich überrascht und gefreut hat. neben deborah miller und elizabeth frazer gab es auch horace andy als gastsänger.
eine menge angebot für das einzige deutschland-konzert dieses jahr. die rechnung ging für meine begriffe auch völlig auf – so gut griffen ensemble und sänger*innen ineinander. der sound war vor dem wellenbrecher mittig (ca. 15 meter rechts vom front of house) stehend wunderbar klar und an den richtigen stellen voluminös. ein bis zwei dezibel mehr hätten den gesangsstimmen nicht geschadet, aber das ist geschenkt.

vielen – auch rezensenten – verhagelte die politische schlagseite die stimmung. natürlich war das engagement von 47soul als vorband aus jordanien bereits symbolisch genug. wo sie ihre botschaften jedoch ausschließlich über die musik transportierten, setzten massive attack auf den multimedialen ansatz mit projektionen. häufig genug mit kritik an der politik israels, jedoch wurden trump und putin ebenfalls nicht ausgespart. zudem eine simulation dessen, was mit einer überwachungssoftware wie palantir in einem publikum möglich sein könnte. weltpolitik wird als wettspiel dargestellt und von der frage gekrönt, wer darauf wetten würde, dass 2026 noch eine atombombe hochgeht. k-pop als soundtrack zur widerstandsbewegung nach dem gwangju-aufstand in südkorea anno 1980, dessen niederschlagung durch die militärjunta von den usa stillschweigend unterstützt wurde. massive attack coverten hierzu „regret of the times“ von seo taiji and boys und stellten am ende die frage in den raum, welche neue musik den widerstand gegen die alten korrupten mächte (während trump, putin und netanjahu eingeblendet wurden) sein wird. und der aufruf an die europäische union, sanktionen gegen israel zu verhängen.

es ist schon richtig: das war alles keine leichte kost. wer nostalgisches schwelgen in erinnerungen an laue abende aus der jugend erwartet hatte, an denen „teardrop“ im hintergrund läuft, wurde nicht nur auf dem linken fuß erwischt. ich war durch erfahrungsberichte sowie ihre präsenz in sozialen medien bereits darauf vorbereitet, dass es durchaus politisch werden könnte und wäre bei einer hamas-glorifizierung sowie rechtfertigung der taten des 7. oktober vorzeitig gegangen.
das ist alles nicht passiert. stattdessen war es neben den coverversionen sowie den nicht so offensichtlichen stücken aus dem repertoire eine politische informationsveranstaltung – mit durchaus missionarischem ansatz, zugegeben. aber wer sich mit den israel- sowie konsumkritischen positionen der band auseinandergesetzt hatte, konnte das halbwegs erwarten. ihre musik war nie der hymnische stoff, bei dem eine menge aus tausenden inbrünstig mitsingt, sondern vielmehr introspektiv. vor dem hintergrund kann ich zwar nachvollziehen, dass einige mit der erwartungshaltung hingegangen sind, ein entsprechend mild inszeniertes konzert zu bekommen, ohne dabei belehrt werden zu wollen. mit den zwei punkrock-stücken haben sie jedoch gezeigt, dass sie auch wilder können, und – viel wichtiger – die bloße konsument*innenhaltung konsequent in frage gestellt. klar ist palantir manchen ein begriff, die qualitätsmedien lesen. vom gwangju-aufstand habe ich beim konzert jedoch das erste mal gehört und mir wäre nicht in den sinn gekommen, k-pop als politisch zu betrachten (vor dem hintergrund mal eine empfehlung, nach der englischen übersetzung des textes von „regret of the times“ zu suchen – lohnt sich). und obwohl ich eines tages gerne mal wieder nach israel reisen würde, ist das angesichts der von der aktuellen netanjahu-regierung mitverursachten lage einfach nicht geboten und kritik an der siedlungspolitik sowie dem vorgehen in gaza mehr als angebracht.

da das meiste an populärer musik heuer durch komplette abwesenheit politischer positionierungen gekennzeichnet ist, um es sich mit potentiellen käufer*innenschichten nicht zu verscherzen, tat es mir mal richtig gut, eine band zu sehen, die ihre popularität nutzt, um eindeutig stellung zu beziehen. klar, das muss nicht allen gefallen – insbesondere mit israelkritik ist mensch hierzulande zurecht vorsichtiger. aber die missionierung ist mir in der form allemal lieber als ein konzert zu erleben, in dem inhaltliche leere durch einen nichtssagenden visuellen überbau zugekleistert wird. massive attack haben erkannt, dass dieser zustand in so vielerlei hinsicht (weltpolitisch, aber auch was den konsumerismus angeht) nicht mehr zu halten ist und stellen daher die richtigen fragen zur richtigen zeit. auch wenn es so scheint, dass sie sich das aus ihrer position heraus erlauben können, ist das nicht frei von risiken. durch die klaren positionierungen werden sie eine menge leute vor den kopf stoßen; durch ihre entscheidung, ihre künftige musik durch ein eigenes label ohne spotify zu vermarkten, einiges an sichtbarkeit (gerade bei jüngeren generationen) verlieren. all das jedoch in dem idealismus, dass diejenigen übrig bleiben, die musik und inhalte generell bewusster genießen.

so sehr ich den groll derjenigen verstehen kann, die angesichts der polykrisen einfach mal einen entspannten abend haben wollten und nicht bekamen: für mich war’s gerade aufgrund der politischen weiterbildung und auch der musikalischen qualität eines der konzerte des jahres. acts mit der form an rückgrat braucht es viel mehr.

artikel

rbb24: konzertkritik zu massive attack in der zitadelle spandau
morgenpost: massive attack in berlin. belehrendes spektakel
radio eins: massive attack spaltet das publikum mit hochpolitischer show

beats per minute: live review. massive attack at zitadelle spandau, berlin, 7 june 2026

[berlin / 09.05.2026] about blank: staub

und das dritte wochenende in folge in der liebsten autonomendiskothek. bis zur für mich übernächsten staub wird es jedoch september – bei aller liebe geht reisen vor.

ablauf

garten

12:00 boyd schidt
14:30 bertrand.
17:00 alienata
19:00 eliott litrowski & irakli

mdf

15:00 objector trax
18:00 ksenia kamikaza
20:00 robert leiner

nachbetrachtung

rein: 15:00 uhr
raus: 23:30 uhr

das gleiche bild wie bei den vorherigen ausgaben: eine staub mit grundsolider musik und der gewohnt tollen mischung an besucher*innen. der garten gegen 15:00 uhr noch bestenfalls halbvoll, aber ab da setzte das exponentielle wachstum bei der publikumsanzahl ein, so dass es zwei stunden später schon mehr als ordentlich gefüllt war. einzig der frühling hätte langsam mal aus dem knick kommen können – aber das nur pro forma, weil das völlig außerhalb der kontrolle von irgendwem liegt.

klare arbeitsteilung: draußen diversität, drinnen bis zu robert leiner eher trocken, wobei mir objector trax wegen des zurückgenommenen tempos besser gefiel.
ich habe daher das einfache prinzip angewendet, wenn die musik allerorten stimmt: den floor wechseln, wenn ein track kommt, der nicht nach meinem gusto ist. bis abends war ich eher draußen und als bekennende frostbeule später auf dem mdf, aus dem ich nur nur mal kurz rausschaute. drinnen war’s nach gartenschließung zwar auch gut gefüllt, ungestörtes tanzen jedoch stets möglich.
klare favorit*innen: draußen alienata, weil stilistisch divers und rauh zugleich. drinnen robert leiner, der in den 1990ern auf r&s mit trance reüssierte. zunächst spielte er nach dem sehr vorwärts gehenden set von ksenia kamikaza (nennt mensch das heuer immer noch „hardgroove“?) sehr zeitgemäß – also trocken und perkussiv. in der zweiten hälfte seines sets bekam er mich mit psy-artigem trance der minimalistischeren sorte (wobei ich hier mangels expertise wahrscheinlich völlig die begriffe durcheinanderwürfle), der auch mal richtung acid geschielt hat. und hat mir damit einen stil angedreht, der sonst gar nicht meine baustelle ist.

notierte tracks

bertrand.

adam beyer – remainings (b1)
human league – all i ever wanted (alter ego remix)
inland – noisefields

objector trax

chlär – fortress of illusion

alienata

green velvet – technology’s out of control
oculus – trust (temudo remix)
grain – g3 (b1)
dj bone – the haunting
deadwalkman – rhythm 11
phuture – rise from your grave (wake da f___ up mix)

robert leiner

rvdmntl – eventualidad constante (adriana lopez remix)
ø [phase] – missing (remix)
franco rossi – orden impuesto
esilum – momentum
jala – resonant core
oton – minimal

eliott litrowski & irakli

cj bolland – angel’s knight
11schnull – ich und meine u-bahn (feat. newinfluenzer) (letzter track)

[berlin / 03.05.2026] about blank: hoch auf dem roten wagen – rresthedonistische maienfahrrt

so viel vorweggenommen: das zweite von drei wochenenden in folge, in denen ich das about blank besuche (und dann eine gewisse zeit lang nicht, aber das ist ein anderes thema). auch die gesamte nächste woche wird sportlich. aber erstmal pünktlich nach dem mittagessen zu einer von der restrealitaet ausgerichteten festivität in den garten der allerliebsten autonomendiskothek.

hoch auf dem roten wagen – rresthedonistische maienfahrrt

garten

14:00 spiegeleule
16:00 chörrchen
16:15 judith van waterkant
18:30 der dritte raum live
20:00 hypnorex