[berlin / 09.05.2026] about blank: staub

und das dritte wochenende in folge in der liebsten autonomendiskothek. bis zur für mich übernächsten staub wird es jedoch september – bei aller liebe geht reisen vor.

ablauf

garten

12:00 boyd schidt
14:30 bertrand.
17:00 alienata
19:00 eliott litrowski & irakli

mdf

15:00 objector trax
18:00 ksenia kamikaza
20:00 robert leiner

nachbetrachtung

rein: 15:00 uhr
raus: 23:30 uhr

das gleiche bild wie bei den vorherigen ausgaben: eine staub mit grundsolider musik und der gewohnt tollen mischung an besucher*innen. der garten gegen 15:00 uhr noch bestenfalls halbvoll, aber ab da setzte das exponentielle wachstum bei der publikumsanzahl ein, so dass es zwei stunden später schon mehr als ordentlich gefüllt war. einzig der frühling hätte langsam mal aus dem knick kommen können – aber das nur pro forma, weil das völlig außerhalb der kontrolle von irgendwem liegt.

klare arbeitsteilung: draußen diversität, drinnen bis zu robert leiner eher trocken, wobei mir objector trax wegen des zurückgenommenen tempos besser gefiel.
ich habe daher das einfache prinzip angewendet, wenn die musik allerorten stimmt: den floor wechseln, wenn ein track kommt, der nicht nach meinem gusto ist. bis abends war ich eher draußen und als bekennende frostbeule später auf dem mdf, aus dem ich nur nur mal kurz rausschaute. drinnen war’s nach gartenschließung zwar auch gut gefüllt, ungestörtes tanzen jedoch stets möglich.
klare favorit*innen: draußen alienata, weil stilistisch divers und rauh zugleich. drinnen robert leiner, der in den 1990ern auf r&s mit trance reüssierte. zunächst spielte er nach dem sehr vorwärts gehenden set von ksenia kamikaza (nennt mensch das heuer immer noch „hardgroove“?) sehr zeitgemäß – also trocken und perkussiv. in der zweiten hälfte seines sets bekam er mich mit psy-artigem trance der minimalistischeren sorte (wobei ich hier mangels expertise wahrscheinlich völlig die begriffe durcheinanderwürfle), der auch mal richtung acid geschielt hat. und hat mir damit einen stil angedreht, der sonst gar nicht meine baustelle ist.

notierte tracks

bertrand.

adam beyer – remainings (b1)
human league – all i ever wanted (alter ego remix)
inland – noisefields

objector trax

chlär – fortress of illusion

alienata

green velvet – technology’s out of control
oculus – trust (temudo remix)
grain – g3 (b1)
dj bone – the haunting
deadwalkman – rhythm 11
phuture – rise from your grave (wake da f___ up mix)

robert leiner

rvdmntl – eventualidad constante (adriana lopez remix)
ø [phase] – missing (remix)
franco rossi – orden impuesto
esilum – momentum
jala – resonant core
oton – minimal

eliott litrowski & irakli

cj bolland – angel’s knight
11schnull – ich und meine u-bahn (feat. newinfluenzer) (letzter track)

[berlin / 03.05.2026] about blank: hoch auf dem roten wagen – rresthedonistische maienfahrrt

so viel vorweggenommen: das zweite von drei wochenenden in folge, in denen ich das about blank besuche (und dann eine gewisse zeit lang nicht, aber das ist ein anderes thema). auch die gesamte nächste woche wird sportlich. aber erstmal pünktlich nach dem mittagessen zu einer von der restrealitaet ausgerichteten festivität in den garten der allerliebsten autonomendiskothek.

hoch auf dem roten wagen – rresthedonistische maienfahrrt

garten

14:00 spiegeleule
16:00 chörrchen
16:15 judith van waterkant
18:30 der dritte raum live
20:00 hypnorex

[berlin / 24.-26.04.2026] about blank: sekt? zehn, blank!

hätte schon donnerstag hier stehen sollen, aber besser mit verspätung als nie und natürlich verbunden mit den besten wünschen.
ich werde am späteren samstagnachmittag für die konzerte vorbeischauen und ab sonntagmorgen künstler*innen betreuen. insofern wird die nachlese erst ab sonntagnachmittag fundierter, wenn ich mich nicht durch irgendetwas abbringen lasse.

sekt? zehn, blank!

garten

freitag, 24.04.2026

14:00 ://my heart is a kinderdisco
19:00 pause

samstag, 25.04.2026

17:30 die julias
18:15 der assistent
19:15 stefanie schrank
20:30 knarfmitte killrellöm

sonntag, 26.04.2026

10:00 alex.do
12:00 barbara hofmann
14:30 doudou md
16:30 jessamine
19:00 perel

zelt

freitag, 24.04.2026

20:00 sektempfang
20:30 rattenchor
20:50 fundsachenverlosung mit gisela sommer & inge borg
21:50 krawallkehlchen (://blanki chor)
22:30 upkar & jacopo

samstag, 25.04.2026

08:00 vy tran b2b mika siponen b2b ali e.
12:00 pause
23:00 disco destiny

sonntag, 26.04.2026

02:00 epedemi.c

mdf

freitag, 24.04.2026

21:30 ok nein
22:30 theilen
23:30 ponys auf pump
00:15 pause

samstag, 25.04.2026

02:00 rodmin
04:00 ogtrues
06:00 ponygirl
08:00 stasic

17:00 painzain
19:00 tactile
21:00 sima
23:00 cirkle live

sonntag, 26.04.2026

00:00 hang aoki
03:00 toscan haas
06:00 nina noir
09:00 a:tok b2b thnts
13:00 nadine talakovics
16:00 fr. jpla
19:00 ricardo garduno
22:00 irakli

lobby

freitag, 24.04.2026

23:00 stornoline b2b kluntje

samstag, 25.04.2026

02:00 dj buona sara
04:00 rosa kante

22:00 lena brumby

sonntag, 26.04.2026

01:00 josefina tapia
04:00 eva b2b marcel koar

22:00 hanna baertig b2b sedaction

montag, 27.04.2026

01:00 anja schneider

beach

samstag, 25.04.2026

12:00 menzel
14:00 goldie b2b multifun
16:00 toni pfad
18:00 schorli b2b choreophila
20:00 bbetriebswirt

hütte

sonntag, 26.04.2026

01:00 passiv aggressiv

[berlin / 24.04.2026] so36: full of hell / jarhead fertilizer / the body / jad

mir sagen nur die ersten beiden was, weil der schlagzeuger in beiden bands zugleich spielt. beide nur von youtube-livevideos. die veröffentlichungen von full of hell bleiben da für mich bisher etwas zurück. aber da ich bislang noch auf keinem grindcore-konzert war und das so36 ohnehin immer unterstützenswert ist, bilde ich mich mal fort.

einlass: 18:30 uhr
start: 19:00 uhr

tickets gibt es hier.

[berlin / 17.04.2026] berghain: reef – 10 years

und der nächste stammtermin, von dem aber jetzt schon die endlichkeit klar ist. nach zehn jahren hat darwin entschieden, sich mit der abyss lieber der soundsystem-kultur zu widmen. was einerseits ein weinendes auge bei mir bedeutet, das den vibe der reef gerne noch mindestens genauso lange genossen hätte. andererseits finde ich es sehr konsequent, dieses jubiläum als schlusspunkt zu nehmen, während sich die reihe noch auf dem höhenflug befindet. behält mensch so in guter erinnerung und ist eventuell ausgangspunkt für die jüngeren, daran anzuknüpfen. ich kann mir zudem durchaus vorstellen, dass die organisation von drei partys (plus wenigstens zwei, was die abyss angeht) pro jahr neben dj-gigs, labelarbeit und vielleicht etwas leben abseits von dem ganzen clubtrubel auf dauer an die substanz gegangen wäre.

damit endgültig zum lachenden auge: die feierlichkeiten bzw. der countdown starten mit einem angebot aus dem bilderbuch.

reef

berghain

23:30 marylou
02:00 skee mask
04:00 carrier
06:00 esposito

panorama bar

22:00 calibre
01:00 darwin
03:00 siete catorce
05:00 rp boo
07:00 dangermami

fazit

natürlich die beste reef seit der letzten. mit dem wermutstropfen, dass es zwischendurch (1:30 uhr bis 4:30 uhr) so voll wie an einem waschechten sonntagabend war. die schlangensituation hätte besser gehandhabt werden müssen.
musikalisch nichts zu meckern. hierbei ist das berghain für mich klarer gewinner mit wenigstens sehr guten bis hervorragenden sets. skee mask hat dort einfach mal abgerissen, alle anderen landen im foto-finish auf platz zwei, jede*r auf seine*ihre art und weise super.

nachbetrachtung

rein: 22:45 uhr
raus: 9:15 uhr

hauptkritikpunkt

der umgang mit der schlangensituation sowie füllgrad.

mag sein, dass dieser andrang eine ausnahme anlässlich des zehnjährigen reef-jubiläums und dem nahenden ende der reihe war. mit zwei weiteren ausgaben vor augen mache ich mir keine illusionen, dass es dabei entspannt zugehen wird. bei der zwischen 1:30 uhr und 4:30 herrschenden fülle, die mit sonntagabenden inklusive begleiterscheinungen vergleichbar war, ist eines der hauptqualitätsmerkmale der reihe etwas in schieflage geraten. hierbei bin ich mir nicht sicher, ob das veranstalter*innenseitig so beabsichtigt war. relativierend und in erster linie auf das berghain bezogen, weil ich da wieder mal zu 90% meine zeit verbracht habe: waren die zwei, drei stunden unangenehmen füllgrads überstanden, wurde mensch mit dem gewohnt schönen standard belohnt.

meine kritik am umgang mit der schlangensituation richtet sich in erster linie ans berghain: die reef war seit gut einer woche ausverkauft, insofern bestand klarheit über die anzahl an verkauften tickets. zudem war schon länger bekannt, dass calibre als einer der headliner zu beginn gesetzt ist, ergo war ein frühes besucher*innenaufkommen zu erwarten.
es wurde mit zwei schlangen gearbeitet. von deren aufteilung wusste mensch aber auch nur, sobald mensch vom wriezener karree aus ankam, weil das entsprechende schild nur auf höhe der gitter stand. diejenigen, die sich vom park aus näherten (zwar nicht der großteil, aber auch nicht wenige) rieten erstmal drauflos, welche schlange wozu gehörte oder nahmen an, dass die übliche prozedur greift: die schlange zum kiosk für abendkasse / tickets, die schlange zum garten / park für gästeliste.
der ansatz war dieses mal jedoch umgekehrt zu sonst: die schlange richtung kiosk war ticketinhaber*innen vorbehalten, rechts von der tür am club entlang richtung park eine schlange für abendkasse und gästeliste zugleich. manche vom park aus kommenden (und somit unwissenden über die aufteilung) stellten sich mit tickets einfach in die kombischlange für abendkasse und gästeliste.
nach öffnung der tore wurden zunächst die tickets abgearbeitet und leute mit gästelistenplatz wohl unruhig. also bildete sich parallel zur abendkassen- noch die gästelistenschlange. alle jetzt drei schlangen wurden reihum proportional abgearbeitet. hat den vorgang nicht unbedingt beschleunigt, so dass ticketinhaber*innen, die sich gegen 23 uhr bei der dafür vorgesehenen schlange auf höhe des kiosk angestellt haben, eine stunde wartezeit einplanen durften. auf reddit las ich sogar von mehr.
mit den im laufe von mehr als 20 jahren bei clubgeburtstagen, labelnächten, snax und nicht zuletzt silvester gesammelten erfahrungen bin ich erstaunt darüber, dass dem nicht systematischer begegnet worden ist bzw. wird. manch klubnacht-sonntag der letzten jahre hatte einen ähnlichen andrang und die saison läuft nach dem winter jetzt wieder an. es wäre also höchste zeit für eine nachhaltige lösung, welche freitags ticketinhaber*innen und sonntags die leute beim wiedereinlass nicht benachteiligt. wohlwissend, dass die finanzielle situation für keinen club momentan die rosigste ist und es daher auf der hand liegt, dass leute bevorzugt werden, die frisch ankommend den vollen eintritt zahlen: es nagt gewaltig an der positiven erfahrung, sobald mensch sich drinnen nur herumzuschieben beginnt. an mir ist zwar absolut kein betriebswirt verloren gegangen, aber evtl. wäre es ein gangbarer weg, den eintrittspreis wieder auf 25 euro zu reduzieren und dafür den für den wiedereintritt auf 10 euro zu erhöhen. dafür aber auch sonntags klare priorität auf die schlange beim wiedereinlass zu legen. wenn leute schon auf ihre innere uhr achten anstatt sie mit hilfsmittelchen zu umgehen, sollte das belohnt werden.

der versuch eines konstruktiven vorschlags, inklusive utopie-bonustrack: wenn sich bei den vorzeichen im ticketverkauf so ein andrang abzeichnet und nur der haupteingang zur verfügung steht, kann gerne mit dem ist-zustand der drei schlangen gearbeitet werden – nur verfeinert. also weiterhin: hauptschlange richtung kiosk für tickets, am berghain entlang richtung park die für die abendkasse, davor eine für die gästeliste (mit entsprechenden schlängelnd aufgestellten gittern, idealerweise stehen da zumeist die wenigsten). schilder an mehreren punkten aufstellen: vorne am kiosk und nochmal entlang des weges sowie an der rechten ecke des clubs auf höhe der skulptur. macht das ganze für alle etwas transparenter und organisierter.
dazu bei ähnlichem andrang erstmal ausschließlich die ticket- sowie gästelistenschlange abarbeiten. letzteres lief trotz spontan entstandener separater gästelistenschlange gut, weil eine person von der tür abgestellt war, welche die namen abhakte. und so darwinistisch und damit unfair es auch ist: die abendkassenschlange erst dann drankommen lassen, wenn alle anderen schlangen (oder zumindest eine der beiden anderen) abgearbeitet worden sind. die staute sich bereits bis zum park, als ich fast drin war.
die utopie-variante, womit ich aber beim allseits präsenten personalmangel und den damit verbundenen kosten als begrenzendem faktor lande: den eingang links vom haupteingang (mittlerweile die option für die donnerstage in der säule) hinzunehmen. zunächst ausschließlich für die gästeliste, nachrangig als entlastungseingang für ticketinhaber*innen, sofern niemensch an der listenschlange steht. benötigt jedoch zwei zusätzliche leute für den bodycheck, die sich wiederum mit denen am haupteingang abwechseln können, sobald der große ansturm vorbei ist und der linke eingang geschlossen werden kann.
noch eine alternative, bekannt aus den niederlanden: tickets für zeitfensterbasierten einlass verkaufen, dann aber auch sicherstellen, dass das pünktlich genug abgearbeitet werden kann.

bei allen bekannten negativen begleiterscheinungen (wenig platz auf der tanzfläche bei skee mask, inklusive sich über weiß-der-geier-was unterhaltende leute im umkreis des hinteren rechten boxenturms, damit die mir bekannte reizüberflutung, genervtheit auf teile der menschheit etc.) gab es allerdings auch positives:
erstens gönne ich der reef diesen ansturm – zeigt es doch, dass der bedarf für partys mit schwerpunkt auf bass music gegeben ist (was nachfolgende veranstalter*innen hoffentlich motiviert). die zaungäste hätte es nicht gebraucht, allerdings waren die ab 4:30 uhr weg.
zweitens: die vorherig für einen freitag bzw. die reef überproportionale fülle führte dazu, dass der von manchen ausgaben im letzten und vorletzten jahr bekannte abwärtsknick bei der besucher*innenanzahl wesentlich milder ausfiel. für mich herrschte danach der für mich ideale füllgrad und die großartige stimmung tat ihr übriges.
heißt: rp boo konnte nach 6:00 uhr oben eine immer noch gut dreiviertelvolle tanzfläche bestens unterhalten und esposito unten um kurz nach 9:00 uhr feierabend machen. selbst da war das berghain noch halbvoll und ich bereits ansatzweise sentimental, weil standesgemäß zum ende nochmal mit das beste des abends läuft und mir an dem morgen klar wurde, dass das im rahmen der reef nicht mehr sonderlich häufig gehen wird (sprich: sie beginnt schon jetzt, mir zu fehlen).

musikalisches

aufgrund des (erwartbaren) ansturms hielt calibre sich oben bereits um 23 uhr nicht mit ambient auf, wobei ich neugierig auf die tracks seines neuen albums gewesen wäre. sein set war zu dem zeitpunkt richtiggehend housig und er eine halbe stunde später bereits bei breakbeats angelangt.

kurz nach 23:30 uhr mein blick vom hinteren ende der tanzfläche der panorama bar richtung gang zum berghain. feststellen, dass leute von dort nicht zurückkommen. um die ecke schauen, gewissheit haben, dass bereits eine halbe stunde früher geöffnet worden ist. also ab nach unten und aus gründen musikalischen hochgenusses erst vier stunden später kurz zu siete catorce hochschauen (womit ich leider darwin verpasst habe).

marylou hat für mich gefühlt calibre etwas die butter vom brot genommen, indem sie die hoffnung auf ambient und einen gemächlichen start in den abend eingelöst hat. sie hatte bei mir bereits bei der abyss im mahalla letzten september einen sehr guten eindruck hinterlassen und den nochmal gefestigt. da fand vieles abseits bekannter stilistischer pfade statt – mit einer menge drones zu beginn, auch dubstep über weite strecken, techno der langsameren sorte, wie er auch anno 2010 sonntags gepasst hätte. bewusst provozierte brüche für tempiwechsel, in der letzten stunde nicht immer technisch sicher. aber das ist bei der auswahl zu verschmerzen. inhaltlich durchgängig anspruchsvoll, tolle besetzung für den slot.
skee mask betrieb stilistische anarchie und hat damit so gespielt, wie er mich seinerzeit im sturm erobert hat. in der ersten halben stunde schon mal garage, dubstep, techno und grime durchkonjugiert, dabei keine sekunde den flow aus den augen verloren. auch er mit gewollten brüchen durch abstraktion, die er aber umgehend mit brachialität kombinierte, was die tanzfläche im handumdrehen wieder in schwung brachte. ja, beinhaltete auch techno, aber das als eine option unter vielen. da ich mich gerne wiederhole: schlicht und ergreifend einer der besten, die mensch sich aktuell zu gemüte führen kann.
carrier zweigeteilt: erste hälfte im technoiden tempo, dabei stets mit anderthalb beinen in der abstraktion, genügend raum für nachhall (und damit perfekt für die raumakustik), noch mehr für bass, dabei dennoch minimal. ich dachte zunächst, dass das nach dem feuern aus allen rohren bei skee mask einen ganz schönen dämpfer beim publikum verursachen würde. aber dabei blieben halt diejenigen geduldig, die das reef-publikum so auszeichnen. in meinem überschwang (bin großer fan seiner produktionen) würde ich sowas zu gerne sonntags für vier stunden hören – alleine weil dieser hybrid aus techno, electronica, bass und minimalismus sich für mich nie abnutzt und im dschungel an austauschbaren big-room-tracks zeigt, wie techno heuer wieder frisch klingen kann. kurz nach 5:00 uhr dann „ufo“ von photek, womit die drum&bass-phase des abends eingeläutet war, was (wie zu erwarten) seine wirkung nicht verfehlt hat.

meine abstecher zur panorama bar fielen entsprechend kurz aus. zu siete catorce kann ich daher leider nichts fundiertes sagen. wenn es kuduro war, hat es mir in dem kurzen abschnitt besser gefallen als dj marfox beim strom festival neulich.
rp boo mit dem, was mich an footwork mitreißt (dick komprimierte 808-bassdrums und repetitive, zum teil gegen das taktmaß gebürstete raps), aber auch nervt (tracks mit viel melodien und vocals). war aber eine große freude, das publikum dabei abgehen zu sehen. dangermami hat im anschluss gleich mal in dem tempo um die 160 bpm weitergemacht und konnte die leute damit auch halten. nur war ich nach 9:00 uhr dafür einfach nicht mehr fit genug.

womit ich esposito nicht unter den tisch fallen lassen möchte. dabei kann ich vorherigen nachlesen aber nichts substantielles hinzufügen: er braucht seine fähigkeiten als reef-resident nicht weiter unter beweis stellen – mensch weiß einfach, dass es gut wird. bis auf den schluss konsequent mit drum&bass, stellenweise härter als bei ihm üblich, aber das stand ihm erstens gut und hat zweitens auch einfach mal bestens funktioniert.

notierte tracks

calibre

calibre – run tun

marylou

the mount fuji doomjazz corporation – space
mai mai mai – grief (feat. maya al khaldi)
king vision ultra – please leave (nu surveillance state gentrifier tears)
trois-quarts taxi system – rat’s coat
the oo-ray – floe
moor mother – the myth hold weight
sentient – swsl
new.com – nanno
sentient – downcast (feat. nightlife)
caïn و muchi – maqlab
winsome – tab
low end activist – hope trilogy (feat. lloyd fears)
draamakuu – pitti
shackleton – the past awakening
deadbeat – brick stick blick blade (anger ii)
feral – totem
em + stav – signal glint
tmsv – dimensional
simo cell & abdullah miniawy – the dala effect
gyrofield – bolete
devon rexi & john t. gast – mashrub
le motel – raving crew
t5umut5umu – fireball
atsushi izumi & fatwires – ga
dbridge – digital dread
daboor – fi ta5 (nakano blu edit)
delta – potion delight
goth-trad – babylon fall (feat. max romeo)
substrada – shade’s form
hojo – dojo
re:ni – playplax
moor mother – south sea (feat. sistazz of the nitty gritty) (zum schluss)

skee mask

regina leather – comunicazione uno
terror danjah – green street
rian treanor & cara tolmie – out of
mystry – impulse
darqwan – disaster
skee mask – slow music
dizzee rascal – i luv you
mala – explorer
logos – zoned in
michael fakesch – rand va
schulverweis – hollywood
sophie – unisil
drexciya – digital tsunami
we – magnesium flares

carrier

seph – ráfagas
yogg – don’t you
photek – ufo
yogg – it’s always seven
emily jeanne – count me out (d.k. remix)
marco shuttle – sumud
boymerang – lazarus

rp boo

dj clent – back seat hoe
dj slugo – godzilla

esposito

future prophecies – fire
loxy & resound – tyranny
q project – champion sound (bad company remix)
mako – a break from ritual
roni size / reprazent – brown paper bag
goldie – hyena 1
everything but the girl – single (photek remix)
massive attack & mos def – i against i
my favorite robot – barricade (photek remix) (abschlusstrack)

dangermami

false persona – cradled
toma kami – immature cheddar

[berlin / 11.04.2026] about blank: staub

der monatliche stammtermin ruft, wobei es für den garten zwar bereits sonnig, jedoch noch nicht warm genug ist.

ablauf

garten

12:00 derraab
14:30 ryba
17:00 pascal hetzel

zelt

19:30 toxido mask

mdf

15:00 michael rosmann
18:00 projekt gestalten
20:00 eluzid

nachbetrachtung

rein: 13:00 uhr
raus: 23:30 uhr

erneut die bestätigung des ungeschriebenen gesetzes, dass die april-staub die eigentliche garteneröffnung vor dem blank-geburtstag ist. zugegebenermaßen hielt ich die bespielung des gartens angesichts der bestenfalls vorfrühlingshaften temperaturen für eine waghalsige idee (vulgo „schnapsidee“), wurde aber eines besseren belehrt. spätestens dann, als ich von schlangen draußen hörte und es am frühen abend gerade draußen so voll war, dass mensch es fast für die geburtstagsfeierlichkeiten in zwei wochen hätte halten können.

es war also erneut echt gut besucht, mir am abend etwas zu viel, aber das hat mit reizüberflutung zu tun. in jedem fall vielversprechend für die sommersaison. die richtig warmen monate werde ich staub- und sogar berlin-technisch in diesem jahr verpassen, kann mir aber für die zukunft mal notieren, dass das frühe erscheinen eine ziemlich gute idee ist.

sets durchgängig gut bis sehr gut. derraab mit dubbigem techhouse zum einstieg, später melodisch. nicht mein beuteschema, aber schön betanzbar, dem slot völlig angemessen. dubbig ging es auch bei ryba weiter, wobei sie die kurve zu chordigem techno nahm. ein guter anknüpfungspunkt für pascal hetzel, der zwischen techno und house mit blick nach detroit sowie chicago spielte. auch wenn es bei den kalten temperaturen eine gute entscheidung war, toxido mask im zelt spielen zu lassen: von ihr habe ich kaum etwas mitbekommen. dafür war es abends auf dem mdf zu gut.

michael rosmann dort mit dem schnörkellosen, minimaleren techno, wie er gerade wieder in mode zu kommen scheint, bei komplett unaufgeregtem tempo. das brachte projekt gestalten hinein, mit mehr perkussiveren anteilen. eluzid ist für mich die gewinnerin, da sie stilistisch über dubtechno bis jazzigeren tracks und etwas bass music zum schluss und breakbeats zwischendrin (für mich immer ein pluspunkt!) einen echt guten faden im set hatte.

in kombination mit dem menschlichen: eine staub nach gewohnt hohem guten standard. liest sich vielleicht langweilig-routiniert, ist aber beileibe nicht so gemeint, sondern vielmehr im gegenteil, da nicht selbstverständlich.

notierte tracks

derraab

janeret – scape
foglight – sun algorithm
arkady antsyrev – loud ’n proud

ryba

synthek & audio louis – on the edge
oscar mulero – signal trace
moderat – bad kingdom (marcel dettmann remix)

michael rosmann

avant.ocs & red rooms – pulsar

projekt gestalten

seigg – locked
seigg – evolutionary pressure

pascal hetzel

dajusch – it’s the e
floorplan – never grow old (re-plant) (direkt danach)
los hermanos – quetzal

eluzid

yan cook – balance
claudio prc – torque
ottagone – ottagone 011
kink & raredub – time to change (special request vip)