mittlerweile so weit etabliert, dass es eine sub:stance-mix-cd-reihe auf ostgut ton gibt. die erste (natürlich) von scuba gemixt, das ist sozusagen die zelebrierung der veröffentlichung mit wie immer gut ausgesuchtem line-up. ohne panorama bar, die wird erst eine woche später wieder nach dem umbau eröffnet.


timetable
00h00-01h00: paul spymania
01h00-02h00: stamp release
02h00-03h00: shackleton
03h00-04h30: scuba
04h30-06h30: kode 9 b2b martyn
06h30-ende: pangaea
review
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aufgrund meiner ab samstag mittag gefragten arbeitskraft fiel mein besuch kurz aus, aber das wesentliche müsste mit dabei gewesen sein. schlange um 0h40 nur bis zu den gittern, zehn minuten wartezeit, vor mir direkt acht leute, die weggeschickt wurden.
paul spymania: dub in reinform, zur begrüßung passend.
stamp release: fing bei einer vielleicht zu einem drittel gefüllten tanzfläche an, die war am ende voll, und das völlig zu recht. ich kann es nur immer und immer wieder betonen, aber selbst die live präsentierten tracks des herrn semsroth sind bereits so perfekt abgemischt, dass sie direkt gepresst werden könnten. eine 12-zoll von ihm unter diesem alias ist definitiv zu wenig, da wird sich hoffentlich im laufe des jahres was ändern. die minimal-ästhetik behält er hier jedenfalls bei, und die affinität zu cyrus und distance kommt klar durch. goldrichtig platziert, musikalisch sowieso richtig, gern wieder.
shackleton: im direkten vergleich zum april letzten jahres etwas schwächer, aber das mag sich vermeintlich vernichtend lesen – hervorragend sind seine sets auf die ihm eigene art irgendwie immer. faszinierend, wie er ohne vordergründige kickdrum, dafür mit subbasslines und percussion mit der stimmung des publikums spielt. toll zum zuhören und tanzen zugleich, eine sichere bank eben.
scuba: viel melodie, vor allem massive lautstärkesteigerung, zwischendrin die „minimal nation“ von robert hood, die ich in seinen letzten sets immer mal wieder gehört habe. sonst munter wie immer zwischen den stilen wechselnd. bin dennoch während seines sets um kurz nach 4 gegangen, kann zum rest also nichts mehr sagen.
fazit:
auch wenn es bei mir nur für etwas mehr als drei stunden gereicht hat, so bleibt der eindruck, dass es vom dramaturgischen ablauf eine der bislang am besten durchdachten sub:stance-ausgaben war, was aber auch an der größeren schnittmenge zwischen den einzelnen stilen der jeweiligen acts gelegen haben könnte. ein dezidierter drum&bass-act wie instra:mental ist natürlich etwas schwieriger im kontext einzufügen, aber nicht minder unwichtig als der rest. da die panorama bar noch wegen umbau geschlossen war, kamen auch diejenigen auf ihre kosten, die sich auf einen abend mit geraderen kickdrums eingestellt hatten. wahrscheinlich nicht in dem tempo, aber da kann man an die flexibilität des musikalischen geschmacks appellieren. voll genug war es ab 3 jedenfalls.
postscriptum:
die türpolitik kommentiert der club mittlerweile auch kurz und schlüssig über den einlassstempel. wird zwar nicht immer verwendet, passte an diesem abend dennoch gut.
